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Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 12. KW 2016

06. April 2016

In Mecklenburg - Vorpommern bleiben die Speisekartoffelpreise fest, vereinzelt wurden leichte Preiserhöhungen vorgenommen. Heimische Speiseware kommt noch überwiegend aus konventioneller Kistenlagerung, teils wird aber auch bereits Kühlhausware abgepackt. Hier und da werden die letzten Reste aus Flächenlagern geräumt.

Quelle: MIO-Lallf KW 12 - 16

Angesichts des Osterfestes hat die Nachfrage nach Speisekartoffeln gut angezogen. Werbeaktionen unterstützen den Absatz. Frühkartoffeln aus Ägypten sind diese Woche ebenfalls in der Werbung. Das Angebot an Speisekartoffeln in den Handelsketten wird zunehmend mit ägyptischen Frühen ergänzt, übersteigt jedoch nicht einen Umsatzanteil von 10%. Die Sorten Ditta und Inova werden zu einem Preis von 48 EUR/dt bezogen. Das Angebot an ägyptischen Frühkartoffeln ist knapp, nur wer zeitig Programmware geordert hat, wird beliefert. Die Schälkartoffelpreise sind von wenigen Marktbeteiligten leicht angehoben worden.

Brandenburg
Die Preise am Speisekartoffelmarkt bleiben unverändert auf Vorwochenniveau. Vor den Osterfeiertagen hat der Absatz schon merklich zugenommen. Noch wird vorwiegend heimische sowie überregional zugeführte Lagerware aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen abgepackt. Die Qualität kann oft nicht mehr befriedigen. Nach Ostern wird mit dem Umstieg auf Kühlhausware und damit besseren Qualitäten gerechnet. Dann wird auch mit einem zunehmenden Marktanteil von früher Importware gerechnet. Ägyptische Frühkartoffeln haben bislang kaum Marktbedeutung. Mit Ferienbeginn ist der Absatz im Schälgeschäft wie üblich zurückgegangen. Die Preise für rohe und gedämpfte Schälkartoffeln sind leicht gestiegen. Der überwiegende Teil der Schälkartoffelproduzenten hat die Schälkartoffelpreise auf Vorwochenniveau beibehalten, teils sollen ab April Preisanpassungen vorgenommen werden.

Sachsen
Die Nachfrage nach Speisekartoffeln hat mit Blick auf die Osterfeiertage deutlich zugenommen. Im Vergleich zur Vorwoche bleiben die Preise für Speiseware auf unverändertem Niveau. Das Angebot an qualitativ hochwertiger Lagerware wird langsam überschaubarer. Forderungen nach Preisanhebungen sollen in der Woche nach Ostern durchgesetzt werden. Schälkartoffelproduzenten haben angesichts höherer Preise für Rohware ihre Preise für rohe Schälware bereits in dieser Kalenderwoche im Schnitt um 5 Cent /kg angehoben. Gedämpfte Ware wurde um 8 Cent/kg erhöht.

Sachsen - Anhalt
Der Absatz von Speiseware in das In-und Ausland läuft flott. Dazu trägt auch das nahende Osterfest bei, teils berichten Packer von einer Umsatzerhöhung um das Doppelte im Vergleich zur normalen Woche. Qualitativ gute Speiseware wird inzwischen gesucht. Die Vorräte schrumpfen. Das Frühkartoffelangebot aus dem Ausland ist bislang nicht reichlich. Ägyptische Frühkartoffeln stehen nur eingeschränkt zur Verfügung. Die Speisekartoffelpreise sind im Vergleich zur Vorwoche leicht angezogen. Für die kommende Woche sind weitere Preisanhebungen angedacht. Auf dem Schälkartoffelmarkt wurden die Preise für rohe und gedämpfte Kartoffeln vereinzelt angehoben. Andere Schäler wollen die Preise langfristig halten oder in Kürze nachziehen. Verarbeitungsware fließt zum Vorwochenpreis gut ab.

Thüringen
Zum Osterfest hat die Eindeckung des Handels für eine deutliche Absatzbelebung bei Versandhändlern und Packern gesorgt. Qualitativ gute Speiseware wird zunehmend gesucht. Es wird von optisch guter Ware berichtet, die infolge von Drahtwurmbefall kaum noch vermarktungsfähig ist. Die Speisekartoffelpreise verharren auf Vorwochenniveau. Die Preisspanne ist groß. Für viele Partien werden die Preise aufgrund von zunehmenden Mängeln sehr individuell ausgehandelt. Nach Ostern sollen höhere Erzeugerpreise für Speiseware durchgesetzt werden. Das Angebot an importierten Frühkartoffeln im Lebensmitteleinzelhandel ist bislang begrenzt. Die Schälkartoffelpreise sind leicht angehoben worden.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 06.04.2016

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Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland, MIO