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Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 11. KW 2016

29. März 2016

Versandhändler in Sachsen - Anhalt berichten angesichts des nahenden Osterfestes von stark zunehmender Nachfrage nach Speisekartoffeln. Der Zukauf von Qualitätsware auf dem freien Markt wird schwieriger. So wird bereits Kühlhausware gehandelt, welche jedoch erst nach Ostern verstärkt am Markt angeboten werden soll.

Quelle: MIO-Lallf

Die in den Vorwochen angehobenen Preise sind am Markt überwiegend problemlos durchgesetzt worden. Die aktuellen Erzeugerpreise für Speisekartoffeln bleiben stabil auf dem Niveau der vergangenen Woche. Die qualitativ weniger guten Partien werden zu fairen Preisen überwiegend an ausländische Packer und in geringem Umfang an heimische Schälkartoffelproduzenten vermarktet. Die Schälkartoffelpreise verbleiben unverändert auf Vorwochenniveau. Für die Sorte Agria zur Verarbeitung werden Preise von 17 EUR/dt genannt.

Mecklenburg - Vorpommern
Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln bleiben auf Vorwochenniveau, teils sind die Preise mit dem Lebensmitteleinzelhandel bereits bis zur Woche nach Ostern festgezurrt worden. Die Lagerkartoffeln aus der Region sind von guter Qualität. Die derzeitig kühle Witterung mit Frostgraden in der Nacht spart Kühlenergie im Lagerhaus. Die Umsatzmenge an Lagerkartoffeln in den Handelsketten entspricht den Vorstellungen der Packer. Werbeaktionen kurbeln immer wieder den Verkauf an. Die ersten ägyptischen Frühkartoffeln werden gut umgesetzt im LEH und in den Discountern. Der letztgenannte Preis für die Frühkartoffelsorte Inova aus Ägypten lag bei franko 48 EUR/dt. In der vergangenen Woche wurden die ersten vorgekeimten Kartoffeln unter Flies in die Erde gelegt. Noch handelt es sich um eine sehr kleine Fläche. Die Schälkartoffelpreise sind weiter stabil. Die zunächst angesagte Preiserhöhung wurde verschoben.

Brandenburg
Speiseware in guter Qualität wird zunehmend knapper. Noch wird vorwiegend Kistenware aus konventioneller Lagerhaltung abgepackt. Qualitätskartoffeln ziehen an im Preis, teils wurde im Vergleich zur Vorwoche ein Preisaufschlag von 1 EUR/dt gewährt. Packer berichten von gutem Umsatz, der meist zum Wochenende zunimmt. Die ersten ägyptischen Frühkartoffeln werden im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern angeboten. Noch herrscht verhaltende Nachfrage. Zu Ostern wird mit steigenden Umsätzen gerechnet. Die Rohstoffpreise für Schälware haben deutlich angezogen. Für gute Schälrohware, die wenig Verluste garantiert, muss franko 20 EUR/t gezahlt werden. Auf dem freien Markt ist Schälrohware kaum verfügbar. Die Preise für geschälte Kartoffeln sind vereinzelt leicht angehoben worden.

Sachsen
Hiesige Packer berichten zum Wochenbeginn von einem ruhigen Umsatzgeschehen. Zum Wochenende sind Werbeaktionen geplant, welche die Nachfrage erfahrungsgemäß ankurbeln werden. In der Woche vor Ostern wird ein spürbarer Umsatzschub erwartet. Das Preisniveau für Speiseware bleibt im Vergleich zur Vorwoche unverändert. Noch ist ausreichend Lagerware verfügbar. Die ersten ägyptischen Frühkartoffeln sind in geringem Umfang in den hiesigen Handelsketten im Angebot. Sowohl von der Optik als auch vom Geschmack überzeugt heimische Speiseware im Vergleich zu ägyptischen Frühen noch deutlich. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf Vorwochenniveau.

Thüringen
Hiesige Packer haben noch ausreichend Speiseware, teils im eigenen Kühllager, zu Verfügung. Für Spitzenqualitäten aus dem Kühllager sind die Preise weiter angehoben worden. Für Speisekartoffeln aus konventioneller Lagerhaltung bleiben die Preise auf stabilem Niveau. Oft ist dieses Ware im Innern gut, aber von mangelhafter Optik, so dass Preisaufschläge kaum erzielbar sind. Die Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern ist überwiegend gut. In der kommenden Woche werden die ersten ägyptischen Frühkartoffeln im LEH angeboten. Die Schälkartoffelpreise verharren auf Vorwochenniveau.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 29.03.2016

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Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland