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Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 10. KW 2016

18. März 2016

Die in der Vorwoche um 2 bis 3 EUR/dt angehobenen Erzeugerpreise für Speisekartoffeln in Mecklenburg - Vorpommern haben sich im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern weitestgehend durchgesetzt. Preiswertere Ware ist bereits langfristig für Werbeaktionen gebunden.

Quelle: MIO-Lallf 10 2016
Quelle: MIO-Lallf

Derzeit sind die Packer überwiegend mit dem Umsatz zufrieden. Insbesondere mehlig kochende Sortentypen werden zurzeit reichlich vermarktet. In der vergangenen Woche sind die ersten ägyptischen Frühkartoffeln im LEH gut gelaufen. Für die Osterwoche sind erste Werbeaktionen mit ägyptischen Frühen geplant. In den Discountern werden diese Woche Pflanzkartoffeln auf einem Preisniveau von 3,99 EUR / 5kg angeboten. Absortierungen aus dem Pflanzgutgeschäft, größtenteils Übergrößen, fließen in den Export. Die Schälkartoffelpreise sind noch stabil. Für die kommende Woche wurden Preiserhöhungen angekündigt.

Brandenburg
Die Speisekartoffelpreise sind spürbar angestiegen. Es wurden Preiserhöhungen bis zu 3 EUR/dt durchgesetzt für konventionelle Kistenware. Nach Angaben von Packern wird es immer schwieriger, packfähige Speisekartoffeln ohne nennenswerte Mängel aufzutreiben. Die Qualitäten aus konventioneller Kistenlagerung lassen nach. Das Umsatzgeschehen wird von normal bis sehr gut beschrieben. Ägyptische Frühkartoffeln werden bislang kaum in den Handelsketten angeboten. Der Markt springt sehr zögerlich an. Die Preise für rohe Schälkartoffeln sind von einzelnen Schälern leicht angehoben worden. Andere Schäler haben Preiserhöhungen für die nächste Woche angedacht. Insgesamt ist es es aber relativ ruhig am Schälkartoffelmarkt.

Sachsen
Das Packgeschäft ist diese Woche sehr ruhig angelaufen. Die aktuellen Speisekartoffelpreise werden voraussichtlich bis Ende März Bestand haben. Es wird zunehmend schwieriger, Qualitätsware auf dem freien Markt zu erwerben. In der kommenden Woche werden ägyptische Frühkartoffeln in geringem Umfang in das Sortiment einiger Handelsketten aufgenommen. Absortierungen aus dem Pflanzkartoffelgeschäft werden unter anderem nach Polen, Tschechien und Bulgarien vermarktet. Die Preise für Schälkartoffeln sind leicht angezogen.

Sachsen - Anhalt
Preiserhöhungen für konventionelle Kistenware von bis zu 3 EUR/dt haben sich im Inland relativ zügig durchgesetzt. Im Export werden die höheren Preise zum Teil etwas zögerlicher akzeptiert. Insbesondere aus Polen kommt jedoch kaum Widerstand, da dort die Ernte 2015 sehr schlecht ausgefallen ist. Die regionale Speiseware ist überwiegend von guter Qualität. Die aktuelle Witterung mit tiefen Nachttemperaturen ist ideal für die Lagerhaltung. Hiesige Packer berichten von sehr gutem Umsatz in der vergangenen Woche. Die Rohwarenpreise für Schälware sind stark angezogen. Es wird von Preisen bis zu 20 EUR/dt franko berichtet. Entsprechend sind von einzelnen Schälkartoffelproduzenten die Preise für Schälkartoffeln bis zu 7 Cent /kg angehoben worden. Andere Schäler wollen in der kommenden Woche nachziehen.

Thüringen
Das Preisniveau für Speisekartoffeln ist deutlich angezogen. Es wurden Preiserhöhungen von 1,50 bis 3 EUR/dt vorgenommen. Die Preisspanne ist sehr groß. Es ist davon auszugehen, dass die obere Preisspanne von 26 und 28 EUR/dt für qualitativ hochwertige Kühlhausware zu zahlen ist. Das Angebot an frei verfügbarer Speiseware nimmt spürbar ab. Die Qualitäten lassen nach, aber je nach Verwendungszweck sind die verbliebenen Kartoffelbestände noch gut vermarktungsfähig. Frühkartoffeln haben noch keine Marktbedeutung. Die Schälkartoffelpreise sind leicht erhöht worden.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 18.03.2016

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Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland, MIO