Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Im Sektor Kopfsalat bestimmten belgische, italienische und französische Importe das Geschehen

17. März 2016

Harmonisierten Angebot und Nachfrage halbwegs miteinander, so verharrten die Notierungen auf einem relativ konstanten Level. Vielfach sackten sie jedoch ab, da die Mengen häufig wegen mangelnden Zuspruchs nicht genügend untergebracht werden konnten.

Bildquelle: Shutterstock. KopfSalat
Bildquelle: Shutterstock.

Bei monopolartig aus Spanien stammendem Eissalat schrumpfte aufgrund der niedrigen Temperaturen in den Anbaugebieten die Verfügbarkeit beträchtlich.

Die Kurse strebten für gewöhnlich erkennbar nach oben. Für 10er-Steigen gab es bis zu 12,50 €; 12er- konnten an dieser Entwicklung nur abgeschwächt partizipieren. Bei den Bunten Salaten war Frankreich dominierend. Der witterungsbedingt zurückhaltende Bedarf zwang vermehrt zu Vergünstigungen. Französische Erzeugnisse wurden teurer verkauft als italienische und hatten daher nicht so gute Chancen wie diese. Vereinzelt trafen Mischungen mit Wurzelballen ein. Italienische Endivien räumten in der Regel in einem befriedigenden Umfang. Bei Feldsalat konnten infolge der überschaubaren Zufuhren, vorrangig aus Deutschland, alternativ aus Belgien, Italien und Frankreich, die Forderungen leicht angehoben werden.

Äpfel
Wie zuvor bestimmte Deutschland unter anderem mit Jonagold, Elstar und Braeburn den Handel. Aus Italien kamen vorrangig Granny Smith und Golden Delicious; Frankreich beteiligte sich speziell mit Granny Smith und Pink Lady an der Vermarktung. Abladungen aus den Niederlanden und der Slowakei spielten lediglich eine spärliche Rolle. Die Bereitstellung hatte sich nicht wesentlich verändert; sie orientierte sich am steten Interesse und stillte dieses ohne Schwierigkeiten. Die Bewertungen bewegten sich in der Regel kaum. Mit Fuji aus China begann am Donnerstag in Frankfurt die Saison für Früchte aus Übersee: In 10-kg-Kartons aufgemacht kosteten die in geringem Umfang angelieferten Offerten 14,- €.

Birnen
Die Präsenz italienischer Produkte schränkte sich spürbar ein; meist standen nur Abate Fetel parat. Boscs Flaschenbirne und Santa Maria waren nicht überall greifbar und komplettierten das Angebot. Aus Europa stammten zudem einheimische, belgische und niederländische Conference, die aber bloß gedämpft beachtet wurden. Niederländische Vereinsdechantsbirnen räumten zumindest in Frankfurt flott. Während sich die europäischen Zufuhren mittlerweile begrenzten, dehnten sich die Importe aus der südlichen Hemisphäre merklich aus. Südafrikanische Williams Christ und Rosemarie dominierten diesen Bereich. Inzwischen trafen argentinische Williams Christ ein, für die man in Hamburg 17,25 € je 9-kg-Steige zahlen sollte. Erste Flamingo aus Chile wurden in der Hansestadt zu 2,20 € je kg abgewickelt. Frische chilenische Rote Williams Christ, in Italien in ansprechende einlagige Holzsteigen umgepackt, traten in München in Erscheinung. Hier fanden sich wieder türkische Santa Maria und Deveci ein, die nach kurzer Pause erneut die Warenpalette abrundeten. Insgesamt genügte die Versorgung, um den Bedarf zu decken. Die bisherigen Aufrufe konnten oftmals bestätigt werden. Mengeninduziert verteuerten sich in Berlin italienische Abate Fetel. Stattdessen wurden in der Hauptstadt südafrikanische Chargen infolge einer zu üppigen Verfügbarkeit billiger, was den Absatz beschleunigte. Obwohl in Frankfurt der Vertrieb südafrikanischer Partien schleppend verlief, verzichtete man dort für gewöhnlich auf Vergünstigungen.

Tafeltrauben
Südafrikanische Früchte prägten das Geschehen; vorrangig gab es Thompson Seedless, Crimson Seedless und Sugraone. Die Abladungen von Thompson Seedless aus Chile, Indien und Peru waren überschaubar. Erweitert wurde das Sortiment mit chilenischen Sugraone und südafrikanischen Autumn Royal. Namibia, vor ein paar Wochen noch mit bedeutenden Anlieferungen an der Vermarktung beteiligt, hatte sich fast ganz aus dem Geschäft verabschiedet. Bei einer sehr ruhigen Nachfrage und einer verringerten Bereitstellung blieben die Kurse häufig konstant. In Berlin konnten die Händler bei einigen Offerten die Forderungen anheben. Auch in Frankfurt wollten die Verkäufer höhere Preise erzielen, was die Unterbringungsmöglichkeiten postwendend schmälerte. Lediglich in Hamburg bröckelten die Notierungen für manche Erzeugnisse leicht ab.

Kiwis
Für gewöhnlich orientierte sich die Verfügbarkeit an dem steten Interesse, sodass sich die Bewertungen nicht wesentlich bewegten. Die Plätze waren mit den italienischen, griechischen und französischen Partien hinreichend versorgt. Ausschließlich in München vergünstigten sich griechische Produkte, da sie konditionell schwächelten. Dies hatte Auswirkungen auf die italienischen Chargen, die sich ebenfalls etwas verbilligten.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Die Zufuhren nahmen weiter ab: Clementinen waren fast gänzlich aus der Vermarktung verschwunden und auch die Präsenz von Mandarinen schränkte sich ein. Neben spanischen Nadorcott und Clemenvilla konnte unter anderem auf israelische Orri und türkische Minneola zugegriffen werden. Letztere wurden von verschiedenen Händlern ausgelistet, da die Nachfrage zu gering war. Summa summarum verlief die Unterbringung ruhig. Oftmals bestätigte man bei einem kontinuierlichen Bedarf die bisherigen Aufrufe. In Frankfurt trafen spanische Erzeugnisse in Sonderaufmachungen ein: Die in 6-kg-, 7-kg- und 8-kg- Kisten aufbereiteten exklusiven Offerten waren daher recht teuer. Israelische Orri wurden in München weniger beachtet, da sie bezüglich ihrer Haltbarkeit Mängel aufwiesen und sie sich hinsichtlich ihrer Qualität uneinheitlich zeigten.

Zitronen
Die Verfügbarkeit stimmte man hinreichend auf das Interesse ab, sodass die Notierungen auf dem Niveau der Vorwoche verharrten. Vor allem türkische Partien komplettierten die dominierenden spanischen. Zudem gab es italienische Abladungen in Köln sowie griechische in München und Frankfurt. Marokkanische Importe wurden in Hamburg in 10-kg-Kartons angeliefert und rundeten das Angebot ab.

Bananen
Generell war ein ruhiges Geschäft zu beobachten. Für gewöhnlich orientierte sich die Bereitstellung an der Nachfrage. Die Kurse bewegten sich daher nur selten. Lediglich in Hamburg verteuerte sich die Erstmarke. In Köln kosteten manche Zweit- und Drittmarken mehr als zuvor.

Blumenkohl
Die italienischen Offerten herrschten vor, hatten sich aber stark verringert. Die ergänzenden französischen Zuflüsse schränkten sich enorm ein, fehlten tageweise oder völlig. Der Markt war offensichtlich unterversorgt. Bei zunächst unverändert stetiger bis freundlicher Abnahme stiegen die Preise eklatant an. Dabei wurde ein für die Kunden akzeptables Maß überschritten und der Zugriff entschleunigte sich oftmals augenscheinlich. Französische Produkte erzielten punktuell im Extremfall bis zu 19,- € je 6er- Abpackung.

Gurken
Schlangengurken aus Spanien gingen dem Handel in gleichem Maße wie in der Vorwoche zu. Die Präsenz der mitteleuropäischen Anlieferungen wuchs parallel dazu allmählich an. Bei einem eher unaufgeregten Interesse bröckelten die Bewertungen zusehends ab. Aufmachungen ohne Folie wurden bevorzugt. So vermochten deutsche, niederländische und belgische Produkte den spanischen Marktanteile abzugewinnen. Die Bereitstellung von Minigurken basierte, geordnet nach ihrer Bedeutung, hauptsächlich auf türkischen, niederländischen und deutschen Zuflüssen. Dank hinlänglicher Beachtung blieben die Preise überwiegend stabil, tendierten bloß gelegentlich abwärts.

Tomaten
Rispentomaten und Runde Tomaten wurden fortlaufend die Geschäfte beherrschend aus Spanien zugeführt. Die Türkei und Marokko füllten das Angebot auf. Die Kulturen in den Niederlanden und Belgien warfen noch nicht so viel ab. Diese Importe hielten sich also in einem überschaubaren Rahmen. Die Versorgung war somit nicht überreichlich. Vereinzelt verzeichnete man zwar eine lustlose Nachfrage, doch bei oftmals ausgeweiteter, genügender Order stiegen die Kurse mehrheitlich. Kirschtomaten schlossen sich dieser Entwicklung meistens an. Sie stammten den Vertrieb entscheidend tragend aus Italien; Sendungen aus den Niederlanden und Belgien waren in der Regel übersichtlich. Punktuell wurde Markenware sehr hoch gefordert, wich dadurch vom regulären Feld beträchtlich ab. Bei Fleischtomaten beruhten die Abladungen vorrangig auf spanischem, belgischem und türkischem Anbau. Marokko komplettierte. Auch in diesem Sektor konnten sich die Aufrufe für gewöhnlich befestigen oder verharrten zumindest auf einem relativ konstanten Niveau.

Gemüsepaprika
Die Verfügbarkeit der dominierenden spanischen Anlieferungen hatte sich wie die der marokkanischen wieder etwas eingeschränkt. Der Umfang der türkischen Erzeugnisse verstärkte sich nicht sonderlich. Die Präsenz niederländischer oder belgischer Partien vergrößerte sich nicht wesentlich, sie kamen über den Charakter einer Randerscheinung kaum hinaus, fehlten teilweise völlig. Damit mangelte es dem Markt an Mengen der Farbgruppen Grün, Gelb und Rot. In der Folge bewegten sich, ungeachtet des vornehmlich unaufgeregten Verkaufes, fast im gesamten Sortiment die Notierungen nach oben. Sie blieben lediglich bei wenigen Chargen, speziell bei den türkischen, frei von merklichen Veränderungen. Äußerst selten gewährte man marginale Verbilligungen, die gemeinhin in enger Anbindung an die Kondition der Früchte standen. Orange Varietäten flossen hauptsächlich aus Spanien, Israel und den Niederlanden zu. Sie wurden am teuersten umgeschlagen und erzielten bis zu 21,50 € je 5-kg-Karton.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln importierten die Vertreiber fortlaufend vorwiegend aus Spanien. Bei nicht allzu üppiger Versorgung verharrten die Kurse vorrangig auf einem stabilen Level, stiegen jedoch an einigen Handelsplätzen leicht an. Komplettierende chilenische Abladungen wurden durchschnittlich niedriger aufgerufen als in der Vorwoche, in der Spitze unterdessen kontinuierlich mit maximal 25,- € je 25-kg-Sack. Auch bei Haushaltsware traten neuerdings überseeische Angebote auf, einheimische und niederländische prägten aber wie gewohnt entscheidend das Geschäft. Von spärlichen Vergünstigungen abgesehen, modifizierte man die Preise nicht substanziell. Inländische Offerten vermochten durchgängig mit ihrer Qualität zu punkten und brauchten daher die Konkurrenz aus Neuseeland nicht zu fürchten, zumal für diese mehr als das Doppelte verlangt wurde.


Weitere Informationen
Frankfurt
Neben den dominierenden italienischen und spanischen Erdbeeren konnten ab Dienstag erstmals griechische zu 1,80 € je 500-g-Schale geordert werden. Auch kleine Partien aus niederländischen Glashäusern standen bereit. Himbeeren blieben knapp und mit 2,20 bis 3,20 € je 125 g teuer. Niederländischer Rhabarber kostete inzwischen bis zu 5,80 € je kg. Die Forderungen für Zucchini verfestigten sich deutlich. Für gelbe Produkte mussten bis zu 20,- € je 5-kg-Karton gezahlt werden. Die Notierungen für Buschbohnen und marokkanische Stangenbohnen zogen an. Der milde Winter in unseren Breitengraden ließ den weißen Spargel schneller wachsen, so gab es aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden ausreichend Chargen. Griechenland lieferte in loser Aufmachung weiße und violette Stangen, Spanien ergänzten mit gebündeltem Grünspargel. Erste einheimische Lauchzwiebeln in 8er- und 14er-Gebinden konnten zu 0,57 bis 0,69 € je Bund gekauft werden. Die Verfügbarkeit von Bärlauch dehnte sich aus und die Bewertungen lagen bei 10,- bis 13,- € je 10er-Bund. Frische Morcheln fanden trotz 60,- € je 1-kg-Korb gute Beachtung.
Hamburg
Obwohl ihre Ausfärbung durchaus überzeugte, vergünstigten sich niederländische Erdbeeren. Italienische Früchte konnten flott abgesetzt werden, sodass ihre Kurse leicht stiegen. Die Nachfrage nach spanischen Offerten war verhalten. Bei konditionell instabiler Ware kam es zu Verbilligungen. Erster deutscher Spargel traf am Mittwoch ein. Die Unterbringung gestaltete sich schwierig, da vielen Kunden der Preis von 17,50 € je kg zu hoch erschien.
Köln
Zwar sahen Erdbeeren aus Spanien oder den Niederlanden optisch sehr ansprechend aus, geschmacklich waren aber einige Wünsche offen. Auch der Verkauf von Spargel verlief für manche Händler unbefriedigend.
München
Erdbeeren aus Spanien, Italien und Griechenland waren in ausreichenden Mengen verfügbar. Trotz spätwinterlicher Witterung blieb die Nachfrage merklich hinter den Erwartungen zurück und die Preise fielen stetig. Demgegenüber verteuerten sich knappe Himbeeren erheblich. Aus Chile waren neben Pfirsichen und Nektarinen mittlerweile Pflaumen im Angebot. Wassermelonen stammten aus Mittelamerika und aus dem Senegal. Spargel aus den regionalen Anbaugebieten nahm an Bedeutung zu. Die Anlieferungen von weißen und violetten Varietäten von beheizten Kulturflächen wuchsen an. Griechische Partien trafen gleichmäßiger aufgemacht ein und ihre Kurse zogen an. Erste niederländische Zucchini wurden offeriert.
Berlin
Die Präsenz von Erdbeeren dehnte sich kontinuierlich aus. Da sich auch die Unterbringungsmöglichkeiten verbesserten, konnte man die bisherigen Forderungen bestätigen. Zum Wochenende hin kosteten spanische Früchte etwa 1,70 € und italienische ca. 2,10 € je 500-g-Schale. Die Versorgung mit Spargel intensivierte sich: Niederländische weiße Stangen wurden zu 12,- bis 13,- € und griechische zu ungefähr 10,50 € je kg abgesetzt. Für sporadische griechische violette Erzeugnisse sollte man 9,50 € je kg zahlen.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 10 / 16
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Veröffentlichungsdatum: 17.03.2016

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin