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Blumenkohl: Die französischen Zufuhren verknappten sich erkennbar

10. März 2016

Gleichzeitig wuchsen die italienischen Zufuhren sukzessive an. Dadurch wurde Frankreich von der Marktspitze verdrängt, die Italien somit übernahm.

Bildquelle: Shutterstock. Blumenkohl
Bildquelle: Shutterstock.

Die niedrigen Temperaturen induzierten einen steten Absatz. Aufgrund der Unterversorgung zogen die Bewertungen der französischen Abladungen überwiegend augenscheinlich an; die der italienischen konnten davon profitieren und tendierten früher oder später ebenfalls offenkundig nach oben. Bloß verschiedentlich blieben sie unverändert. Je nach Optik und Gewicht musste man, wenn auch selten, Vergünstigungen gewähren.

Äpfel
Deutschland beherrschte hauptsächlich mit Jonagold, Elstar und Royal Gala das Geschehen. Aus Italien kamen speziell Granny Smith und Golden Delicious. Frankreich lieferte vor allem Pink Lady und Granny Smith. Französische Jazz trafen mittlerweile in 4,5-kg-Gebinden ein, nachdem sie zuvor bloß in 12,5-kg- und 18-kg-Kartons angeboten wurden. Niederländische und slowakische Chargen rundeten die Warenpalette ab. Summa summarum hatte sich die Verfügbarkeit nicht wesentlich verändert; sie genügte, um den kontinuierlichen Bedarf zu decken. Das Interesse hätte durchaus freundlicher ausfallen können. Dennoch bewegten sich die Notierungen selten. In Frankfurt konnte die untere Preisgrenze der einheimischen Partien leicht angehoben werden. Hier wurden italienische Cripps Pink zu 9,- € je 6,5-kg-Karton gerne gekauft.

Birnen
Die Präsenz italienischer Früchte schränkte sich ein. Abate Fetel, Boscs Flaschenbirne und Williams Christ verloren an Bedeutung. Auf Santa Maria konnte nicht mehr durchgängig zugegriffen werden; mancherorts wurden sie ausgelistet. Die Importe aus Südafrika verstärkten sich: Zu Rosemarie, Cheeky und Williams Christ, letztere offeriert unter ihrem Synonym Bon Chrétien, gesellten sich Packham`s Triumph und Beurré Hardy. Niederländische, belgische und einheimische Conference komplettierten. Insgesamt war eine stete Nachfrage zu erkennen, die sich auf die europäischen Produkte konzentrierte, sofern deren Qualität überzeugte. Die Kurse glitten angesichts der angewachsenen südafrikanischen Abladungen oftmals ab. Sempre, also schwach ausgefärbte Rosemarie, mussten merklich günstiger abgegeben werden, da sie kaum Zuspruch generierten.

Tafeltrauben
Südafrika prägte mit weitem Abstand zur Konkurrenz und zahlreichen Varietäten die Szenerie: Thompson Seedless, Crimson Seedless und Sunred Seedless befanden sich an der Spitze der Warenpalette. Erste Waltham Cross und Arra 15 trafen in Hamburg ein. Inzwischen ergänzten Thompson Seedless aus Chile und Indien das Geschehen. Red Globe, mittlerweile auch in 4,5-kg-Gebinden erhältlich, und Crimson Seedless aus Peru sowie Thompson Seedless und Flame Seedless aus Nambia rundeten das Sortiment ab. Generell war die Verfügbarkeit hinlänglich auf die kontinuierlichen Unterbringungsmöglichkeiten abgestimmt, sodass die bisherigen Bewertungen häufig bestätigt werden konnten. Ab und an verteuerten sich Partien mit großen Beeren. In München schwankten die Notierungen für südafrikanische Alphonse Lavallée und Thompson Seedless gütebedingt. In Frankfurt verbilligten sich rote und blaue kernlose Chargen bedarfsinduziert.

Kiwis
Hinsichtlich der Kurse waren keine Veränderungen auszumachen. Erneut dominierten italienische vor griechischen Früchten, während französische komplettierten. Die Bereitstellung orientierte sich an dem steten Interesse.

Orangen
Spanien beherrschte den Bereich der Blondorangen, Italien das Segment der Blutorangen. Navelate, Lane Late, Navelina und Salustiana sowie Moro und Tarocca lagen an der Spitze des Sortiments. Griechische Navel, türkische Washington Navel, ägyptische Valencia Late und marokkanische Salustiana ergänzten das Angebot. Die Verfügbarkeit schränkte sich etwas ein, genügte aber, um die Nachfrage zu befriedigen. Die Bewertungen waren vielfach in Bewegung: In Frankfurt vergünstigten sich die ägyptischen Importe, was ihre Unterbringung beschleunigte. In Hamburg hingegen wiesen ihre organoleptischen Eigenschaften Unsicherheiten auf, was die Händler zwang, die Forderungen zu senken. Italienische Blutorangen verteuerten sich in Berlin mengenbedingt. Türkische Erzeugnisse erfuhren in Köln güteinduziert wenig Zuspruch. In München blieben die bisherigen Preisgrenzen bei einer kontinuierlichen Abwicklung konstant.

Zitronen
Es gab fast ausschließlich spanische Anlieferungen; türkische und italienische waren bloß sporadisch auf den Märkten vertreten. Infolge eines steten Interesses und einer Versorgung, die sich am Bedarf orientierte, veränderten sich die Aufrufe nur selten. In München konnte man eine weite Kursspanne der spanischen Primofiori beobachten, die auf unterschiedlichen Aufmachungsarten und differenzierten Qualitäten beruhte.

Bananen
Bei einem unaufgeregten Geschehen gerieten die Notierungen nicht oft in Bewegung. In Hamburg verbilligten sich Zweit- und Drittmarken, da die Bereitstellung zu üppig war. In Köln musste für die Zweitmarken indes mehr als zuvor gezahlt werden. Auf den übrigen Plätzen modifizierte man die bisherigen Forderungen nicht. Verteuerungen etabliert werden. Endivien erzeugten fortlaufend zufriedenstellende Verkaufsmöglichkeiten.

Gurken
Spanische Chargen beherrschten andauernd das Geschäft mit Schlangengurken. Die Verfügbarkeit niederländischer und belgischer Angebote intensivierte sich. Große Kaliber waren rar, kleinere dagegen üppiger vorrätig. Die einheimische Warenpalette fächerte sich auf, was speziell für deren Herkünfte galt. Neben Papenburger Offerten gab es inzwischen auch welche aus Franken. Zu Beginn noch über die Maßen hoch bewertet, generierten sie eine zu ruhige Nachfrage. Stufen- und tageweise zugestandene Verbilligungen sollten den Umschlag beschleunigen. Die reichlichen Importe aus Spanien machten eine ähnliche Entwicklung durch, bloß auf einer wesentlich niedrigeren Ebene. Niederländische und belgische Früchte orientierten sich in zwei Richtungen: teils neigten deren Preise nach unten zu denen der spanischen Abladungen, teils passten sie sich denen der inländischen an. Das Sortiment an Minigurken verbreiterte sich. Sie fanden häufig genügend Zuspruch. Somit variierten die Händler ihre Aufrufe kaum; im Falle ausgeweiteter Quantität konnten Nachlässe selten verweigert werden.

Tomaten
Bei Runden Tomaten und Rispentomaten dominierten kontinuierlich spanische Anlieferungen. Die Präsenz mitteleuropäischer Zugänge veränderte sich nicht eklatant, blieb auf einem überschaubaren, nur spärlich angewachsenen Niveau. Zum einen waren infolge der übersichtlichen Versorgung sowie einer befriedigenden Abnahme die Kurse relativ konstant oder tendierten nach einer anfänglichen Schwäche im Laufe der Zeit nach oben. Zum anderen zeigten sie einen negativen Trend, da die Mengen beschwerlich glatt untergebracht werden konnten. Insbesondere türkische und marokkanische Partien lösten oftmals eine hinlänglichen Zugriff aus. Während sich Fleischtomaten z. B. in Hamburg dank ihrer Knappheit verteuerten, vergünstigten sie sich sonstwo wegen ausgedehnter Zuflüsse aus Spanien, Belgien und der Türkei. Kirschtomaten stammten vorrangig aus Italien, den Niederlanden und Spanien. Bei wenig modifizierter Bereitstellung kosteten sie in der Regel etwas mehr als in der Vorwoche.

Gemüsepaprika
Da sich die niederländischen Importe sehr zögerlich entwickelten, herrschten weiterhin die spanischen Abladungen vor. Das Maß der türkischen und marokkanischen Zufuhren variierte lediglich selten. Da sich inzwischen die Verfügbarkeit wieder leicht vergrößert hatte, bröckelten die Preise hauptsächlich für die roten und gelben Kultivare vielfach ab; die der grünen verharrten meist auf einem recht stabilen Level. Verschiedentlich konnten die Forderungen aufgrund einer am Bedarf orientierten Produktpalette auch angehoben werden. Die niederländische Kampagne gewann äußerst schleppend an Bedeutung. Türkische Chargen, Carliston und Sortiment setzte sich in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit aus einheimischen, niederländischen und österreichischen Anlieferungen zusammen. Wegen einer überwiegend befriedigenden Order konnten die bisherigen Aufrufe für gewöhnlich nahezu unverändert ratifiziert werden. Vergünstigungen waren die Ausnahme. Sie galten bloß für niederländische Ergänzungen oder spärliche Offerten aus Österreich.


Weitere Informationen
Frankfurt
Für schöne niederländische Erdbeeren mussten zunächst 5,- bis 5,20 € je 500-g-Schale bezahlt werden, ab Mittwoch nur noch 4,- bis 4,30 €. Italienische Früchte erhöhten ihre Präsenz und wurden mittlerweile in 8er-Steigen abgeladen. Die Qualität der spanischen Importe war sehr ansprechend, daher stabilisierten sich auch die Preise. Üppige chilenische Heidelbeeren mussten untergebracht werden und somit fiel der Kurs auf 0,60 € je 125 g. Knappe Himbeeren kosteten stolze 2,- bis 3,- € je 125-g-Schale. Brokkoli verteuerte sich bedarfsbedingt. Für lose Möhren bestand ein reges Interesse, das durch belgische und einheimische Chargen gestillt wurde; Italien, die Niederlande und Spanien komplettierten. Spanischer grüner Spargel in 400-g- Bunden erreichte am Dienstag den Markt. Niederländische weiße Produkte in der Größe AA trafen dosiert ein, konnten jedoch die Forderungen von 15,- bis 16,- € je kg nicht bestätigen. Die deutsche Saison begann mit weißen Stangen aus Bruchsal in 16 bis 26 mm. Es wurden ca. 20,- € je kg verlangt. Die Zufuhren von Bärlauch dehnten sich aus, die Blätter der 10er-Bunde waren indes recht kurz.
Hamburg
Erster niederländischer Spargel trat in Erscheinung. Die 5-kg-Kolli generierten eine freundliche Nachfrage und die Bewertungen lagen über denen der griechische Ware. Ab Donnerstag stiegen die Notierungen der niederländischen Partien an, aber der Umsatz war nicht mehr so flüssig.
Köln
Spanische Erdbeeren in ansprechender Ausfärbung und in attraktiven Größen wurden in 250- und 500-g-Schalen zu einigermaßen konstanten Kursen ruhig aufgenommen. Übersichtliche niederländische Früchte überzeugten zwar qualitativ, verbilligten sich indes dennoch. Spanische Heidelbeeren standen zu üppig bereit. Hier versuchten die Verkäufer zumindest die Preise für die frischen Abladungen stabil zu halten. Melonen stammten inzwischen auch aus Honduras. Die Versorgung mit Ananas erfolgte knapp bedarfsdeckend. Rhabarber aus einheimischem sowie niederländischem geschütztem Anbau war zu dünn und wurde daher eingeschränkt beachtet. Spargel aus den Niederlanden traf zu Beginn der Woche kaum und im späteren Verlauf nur in überschaubaren Mengen ein. Die Forderungen modifizierte man nicht. Erste grüne Stangen aus Spanien kamen am Mittwoch.
München
Die Anlieferungen von Erdbeeren aus Spanien, Italien und Griechenland orientierten sich an der eher begrenzten Order; die Aufrufe blieben im oberen Gütelevel gleich und zogen im unteren etwas an. Aus Spanien, Marokko und Portugal waren wieder mehr Himbeeren verfügbar, was sich aber nicht auf die Notierungen auswirkte. Bei Heidelbeeren erreichten chilenische Partien ihren Saisonhöhepunkt. Ananas im Kaliber 8 und kleiner vergünstigten sich. Das Angebot an Spargel aus Griechenland wurde um grüne Varietäten erweitert. Die Nachfrage war jedoch witterungsbedingt gedämpft, woraufhin die Bewertungen abbröckelten. Erste regionale Chargen traten in Erscheinung. Niederländische Auberginen räumten flott.
Berlin
Die Mengen an niederländischem weißem Spargel nahmen im Wochenverlauf leicht zu. Da das Interesse der Kunden gering war, sank der Preis auf 12,50 € je kg. Erste weiße griechische Produkte trafen am Markt ein; sie kosteten ungefähr so viel wie niederländische. Auch hier war die Unterbringung eingeschränkt.

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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 09 / 16
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Veröffentlichungsdatum: 10.03.2016

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Blumenkohl, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin