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Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 9. KW 2016

08. März 2016

Die Speisekartoffelpreise in Mecklenburg - Vorpommern sind gegenüber der Vorwoche um 2 bis 3 EUR/dt angezogen. Der Aufschlag wird problemlos für Kühlhausware im Premiumbereich gezahlt. Für Qualitätsware aus einfacher Kistenlagerung werden höhere Preise spätestens kommende Woche gelten.

Quelle: MIO-Lallf

Für bereits langfristig abgesprochene Werbeaktionen bis Ostern bleibt das bisherige Preisniveau bestehen. Die ersten ägyptischen Frühkartoffeln sind in dieser Woche im Lebensmitteleinzelhandel platziert worden. In den Discountern werden diese ab Mitte März, teils auch erst kurz vor Ostern erhältlich sein. Die Abpacker zahlen derzeit franko knapp 50,00 EUR/dt im Einkauf. Da bislang nicht alle Discounter ägyptische Ware in diesem Jahr listen wollen, sind die Preise leicht unter Druck. Die Schälkartoffelpreise bewegen sich stabil auf Vorwochenniveau. Infolge höherer Rohwarenpreise ist von einer steigenden Preistendenz auszugehen.

Brandenburg
Die in der Region zur Verfügung stehende Speiseware nimmt rapide ab, teils wurden in dieser Woche die letzten Kartoffeln der Ernte 2015 von Erzeugerhand verladen. Die Qualität der Restbestände ist nicht immer zufriedenstellend. Premiumware ist kaum verfügbar. Abpacker kaufen überregional aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zu. Die Preise für Speiseware bewegen sich noch weitgehend auf Vorwochenniveau. Es deuten sich jedoch höhere Preise noch in dieser oder in der kommenden Woche an. Der Absatz in den Handelsketten ist stetig. Eine neue Verpackung in Papiertüten wird von den Konsumenten gut angenommen. Die Schälkartoffelpreise verbleiben unverändert auf Vorwochenniveau.

Sachsen
Am hiesigen Speisekartoffelmarkt bleibt die Preissituation im Vergleich zur Vorwoche noch unverändert. Höhere Preise lassen sich bislang noch nicht durchsetzen. Die Nachfrage ist ruhig, nur wenn Werbeaktionen laufen, zieht der Absatz etwas an. Noch ist ausreichend Speiseware in guter Qualität in einheimischen Lagerhäusern verfügbar. Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum werden voraussichtlich Mitte März in den Handel kommen. Die Preise für Schälrohware sind angezogen. Entsprechend höhere Schälkartoffelpreise lassen sich nur schwer durchsetzten. Vorerst bleiben die Preise für geschälte und gedämpfte Kartoffeln stabil auf Vorwochenniveau.

Sachsen - Anhalt
Die verbliebenden Mengen an Speiseware aus der Ernte 2015 werden bei anhaltend hoher Nachfrage immer überschaubarer. Hiesige Versandhändler sind nach wie vor voll ausgelastet, um die Geschäfte mit den Käufern aus dem In- und Ausland abzuwickeln. Ein Teil der Speiseware wird auf Vorwochenniveau gehandelt, andernorts sind in dieser Woche die Preise für Qualitätsware mangels Verfügbarkeit bis zu 3 EUR/dt angezogen. Die Rohwarenpreise für Schälware sind ebenfalls angestiegen. Einige Schälkartoffelproduzenten haben für die kommende Woche Preiserhöhungen angesagt. In dieser Berichtswoche bleibt das Niveau der Schälkartoffelpreise unverändert im Vergleich zur Vorwoche. Für den Export nach Italien zur Gnocchi Produktion wurde für die Sorte Agria im Big-Bag ein Preis von 16,50 EUR/dt ab Station erzielt.

Thüringen
Derzeit ist deutlich weniger Ware aus heimischem Anbau verfügbar als im vergangenen Jahr. Die Qualität der Packware nimmt ab. So setzen sich langsam um 2 bis 3 EUR/dt höhere Preise für Qualitätsware durch. Minderwertige, teils ungewaschene Partien werden wenn irgend möglich, auch auf geringem Preisniveau veräußert. Ein Teil dieser Ware geht in den Export. Das Kartoffelgeschäft läuft ansonsten in ruhigen Bahnen. Packer berichten von ruhigem Absatz. Die Schälkartoffelpreise halten das Vorwochenniveau.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 08.03.2016

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Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland, MIO