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Rückstandshöchstgehalte: EU hält Fruchtbranche auf Trab

07. März 2016

Bei diesem Tempo stößt die Fruchtbranche bald an ihre Grenzen: die EU hat in den ersten beiden Monaten 2016 bereits sieben Verordnungen zur Änderung von Rückstandshöchstgehalten (RHG) veröffentlicht. Das sind fast wöchentlich umfangreiche gesetzliche RHG-Änderungen für eine Vielzahl von Wirkstoffen.

Bildquelle: Shutterstock. Pflanzenschutzmitteln Test Obst
Bildquelle: Shutterstock.

Abgesehen davon, dass die Umsetzung enorme Kapazitäten in den Unternehmen bindet, muss man auch den Überblick behalten, ab wann was gelten soll. Beispiel: Im vergangenen Jahr wurde der RHG für einen bestimmten Wirkstoff und ein bestimmtes Erzeugnis herabgesetzt. Die VO stammt aus 2015, der neue RHG gilt aber erst ab 2016. Kurz vorher erfolgte dann mit einer anderen VO wieder eine RHG-Anhebung. Im ersten Moment ein einfacher Sachverhalt, erst RHG-Absenkung, dann RHG-Anhebung, vorausgesetzt, die jeweiligen Datumsangaben sind auch stimmig. Nur dann ist klar, wann was rechtskräftig wird.

Denn jede EU-Verordnung unterscheidet in der Regel zwischen dem Datum „Inkrafttreten der VO“, „Gültigkeit des neuen RHG“ und gegebenenfalls Übergangsregelungen „Gültigkeit des alten RHG“. Wenn also mit einer aktuellen VO ein vorheriger RHG aufgehoben wird, müssen die Datumsangaben aufeinander abgestimmt sein. Das ist aber nicht immer der Fall, da der EU-Kommission hier schon Fehler unterlaufen sind, mit der Konsequenz: die Verwirrung ist komplett, die EU muss Berichtigungen nachreichen und die Branche ist pausenlos beschäftigt.

Quelle: DFHV Aktuell 2/2016

Veröffentlichungsdatum: 07.03.2016

Schlagwörter

DFHV, Rückstandshöchstgehalte, EU, Fruchtbranche