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Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 8. KW 2016

04. März 2016

Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln in Brandenburg entwickeln sich uneinheitlich. Während der überwiegende Teil hiesiger Marktbeteiligter stabile Preise nennt, wurden diese teils bereits um 0,50 bis 1,50 EUR/dt erhöht, aber auch vereinzelt zurückgenommen.



Regionalprogramme in den Handelsketten werden mit verbliebener Qualitätsware aus den hiesigen Lagerhäusern bedient. Ansonsten muss schon kräftig überregional zugekauft werden. Die Qualität im Zukauf ist sehr unterschiedlich. Insbesondere die mehligen Kochtypen sind häufig von schlechter Qualität. Schorf und Drahtwurmbefall wurden genannt. Der Absatz im Handel wird immer wieder durch Werbeaktionen angekurbelt. Am Schälkartoffelmarkt ist es bei unverändertem Preisniveau ruhig. Die Preise für Schälrohware ziehen langsam an.

Mecklenburg - Vorpommern
Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln bleiben unverändert auf bisherigem Niveau. Notwendige Lageraufschläge haben sich bislang nicht durchgesetzt. Noch ist aus dem regionalen Vertragsanbau eine gute Versorgung mit Speisekartoffeln gegeben. Bei guten Lagerbedingungen halten sich die Qualitäten. Der Absatz von Packware in den Handelsketten verläuft kontinuierlich in ruhigen Bahnen. Erste Ware aus Ägypten ist am hiesigen Markt eingetroffen, welche voraussichtlich in der kommenden Woche im Lebensmitteleinzelhandel vermarktet wird. In Kleinstmengen wird in ausgewählten Märkten bereits seit Weihnachten lose zyprische Speiseware angeboten. Das Abpacken von Pflanzkartoffeln für die Vermarktung in Discountern Anfang März hat begonnen. Die Preise für Schälkartoffeln verharren auf stabilem Niveau.

Sachsen
Die Speisekartoffelpreise bleiben stabil auf Vorwochenniveau. In der nächsten Woche sollen Preiserhöhungen am Markt durchgesetzt werden, um die Lagerhaltung zu honorieren. Hier und da stellen Erzeuger ihren freien Verkauf ein, um die eigene Versorgung mit Schälrohware und für die Direktvermarktung nicht zu gefährden. Noch ist ausreichend Speiseware am heimischen Markt verfügbar, gute Qualitäten für den Premiumbereich werden jedoch langsam rar. Die Nachfrage bewegt sich in den gewohnten, ruhigen Bahnen. Die Schälkartoffelpreise halten das Niveau der vergangenen Woche. Im Kampf um Kunden geraten die Preise teils unter Druck. Schälrohstoff wird gesucht.

Sachsen - Anhalt
Am hiesigen Speisekartoffelmarkt wurden vereinzelt bereits Lageraufschläge von 2 EUR/dt für Kistenlagerung durchgesetzt, meist wurden noch stabile Preise genannt. Der Absatz im In-und Ausland verläuft weiter auf hohem Niveau. Ware aus hiesigen Lagern, teils bereits aus Kühllagern, wird kontinuierlich verkauft. Die heimischen Vorräte nehmen langsam ab, so dass die Verfügbarkeit für den Export abnimmt. Vereinzelt wird aufgrund höherer Preise hierzulande aus dem Ausland auch schon etwas verhaltener nachgefragt. Die Preise für geschälte und gedämpfte Kartoffeln liegen unverändert auf Vorwochenniveau. Schälrohwarenpreise ziehen an.

Thüringen
Die Speisekartoffelpreise entwickeln sich derzeit unterschiedlich. Preisunterschiede ergeben sich aus der Qualität, Optik und Lagerhaltung. Für gute helle festkochende Ware aus dem Kühlhaus werden Preisaufschläge gewährt. In konventioneller Lagerhaltung lässt die Konsistenz der Kartoffeln langsam nach, so dass Preise teils unter Vorwochenniveau gezahlt werden. Einfache konventionelle Lager sind in diesem Jahr zügig geräumt worden. Die ersten Kühllager sind zeitig geöffnet worden. Die Schälkartoffelpreise tendieren auf Vorwochenniveau.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 04.03.2016

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Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland