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Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 6. KW 2016

19. Februar 2016

Die Preise am Speisekartoffelmarkt Brandenburg bleiben die zwölfte Woche in Folge unverändert. Nach Verhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel wird dies auch in der kommenden Woche so bleiben. Im vergangenen Jahr 2014 / 2015 waren ähnlich wie in diesem Jahr die Preise um den Jahreswechsel lange Zeit stabil.

Quelle: MIO-Lallf
Quelle: MIO-Lallf

Die Geschäfte am Speisekartoffelmarkt verlaufen in ruhigen Bahnen. Nach wie vor werden Kartoffeln aus konventionellen Flächenlagern vermarktet. Diese weisen zum Teil vermehrt Druckstellen und Keime auf. Mehlig kochende Kartoffeln in guter Qualität sind nur eingeschränkt verfügbar. Am Schälkartoffelmarkt gibt es keine Veränderungen. Die Preise für rohe und gedämpfte Schälware sind fest.

Mecklenburg - Vorpommern
Der Speisekartoffelmarkt präsentiert sich weitgehend unverändert zur Vorwoche. Die Erzeugerpreise bleiben weiter stabil. Noch wird kein Lageraufschlag gezahlt, Preiskämpfe zwischen den Discountern erschweren die Durchsetzung. Die Nachfrage ist gut, Werbeaktionen laufen in geringem Umfang. Der Bedarf kann gut gedeckt werden. Frühkartoffeln aus dem Ausland sind noch kein Thema. Die Vorbereitungen für die Vermarktung von Pflanzkartoffeln in Kleingebinden bei hiesigen Handelsketten laufen an. Die Schälung läuft bei festen Preisen auf ruhigem Niveau.

Sachsen
Die Verhältnisse am Markt für Speisekartoffeln haben sich nicht verändert. Die ruhige Nachfrage setzt sich fort. Die Preise halten sich auf dem Niveau der Vorwochen. Das Angebot an Speiseware ist ausreichend, der Absatz ist wie meist im Januar schleppend. Die physiologische Alterung der Kartoffeln schreitet in einfacher Lagerhaltung zügig voran. Vorläufig ist keine gravierende Veränderung am Markt zu erwarten. Die Schälkartoffelpreise verharren auf stabilem Niveau. Infolge der Winterferien ist der Absatz diese Woche zurückgegangen.

Sachsen - Anhalt
Das Preisniveau auf dem hiesigen Speisekartoffelmarkt bleibt stabil. Das Exportgeschäft nach Polen und Tschechien floriert. Es können nach wie vor nicht alle Anfragen mangels Ware bedient werden. Erste Kühllager haben inzwischen geöffnet. In konventioneller Lagerhaltung nimmt die physiologische Alterung der Knollen zu, teils geht die Keimung los. Die verfügbaren Kartoffelmengen in guter Qualität schrumpfen zusehends. Die Erntemenge 2015 wurde kontinuierlich verkauft, Mengen wurden kaum zurückgehalten. Die Preise für Schälkartoffeln sind unverändert. Es wurden Rohwarenpreise von 16,75 EUR/dt franko genannt. Für 16 EUR/t ab Station wurde die Sorte Agria in Big-Bag zur Gnocchiproduktion nach Italien verkauft.

Thüringen
Seit Wochen hat sich bei den Erzeugerpreisen für Speisekartoffeln keine Änderung ergeben. Bei schwacher Nachfrage und ausreichendem Angebot sind keine höheren Preise durchsetzbar. Werbeaktionen im Handel bringen oft nicht den gewünschten hohen Absatz. Einzelne Partien werden infolge von Qualitätsmängeln preiswerter offeriert. Die physiologische Alterung schreitet dieses Jahr ungewöhnlich zügig voran. Für die kommenden Wochen wird von einem anhaltend ruhigen Markt ausgegangen. Bei gleichbleibenden Rohwarenpreisen nennen Schäler im Abverkauf unveränderte Preise.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 19.02.2016

Schlagwörter

Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland