Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Spanische Primofiori Zitronen prägten nach wie vor das Handelsgeschehen

18. Februar 2016

Die türkischen Anlieferungen drosselte man angesichts vermehrt auftretender Mängel. Zuweilen wurden sie völlig eingestellt. In München substituierten griechische Abladungen die türkischen Importe. Die Bewertungen blieben generell nur zum Teil stabil.

Bildquelle: Shutterstock. Zitronen Close up
Bildquelle: Shutterstock.

Deren Spanne öffnete sich anlässlich einer verstärkten Differenzierung der Güte vornehmlich nach unten. Premiumware erzielte hingegen bis zu 25,- € je 15-kg-Karton. In Berlin ermöglichte eine anfängliche Knappheit zunächst Verteuerungen. Diese mussten aber bald nach einer Intensivierung des Angebotes Vergünstigungen weichen.

BLE-Marktbericht KW 06 / 16

Äpfel
Einheimische Abladungen prägten die Szenerie; vorrangig konnte auf Elstar, Jonagold und Royal Gala zugegriffen werden. Italien steuerte insbesondere Golden Delicious und Granny Smith bei. Frankreich sendete hauptsächlich Pink Lady und Granny Smith. Niederländische Jonagold und Joya komplettierten. Infolge des Karnevals generierten die Mengen nur verhaltenen Zuspruch. Sogar bei intensiv ausgefärbten Pink Lady und Cripps Pinks hatte man sich aufgrund des Valentinstages eine bessere Aufnahme erhofft. Summa summarum waren die Märkte ausreichend versorgt, sodass sich die Preise nicht gravierend bewegten. Hier und da kletterten sie einstandsbedingt für Früchte mit herausragenden organoleptischen Eigenschaften aufwärts. Andererseits mussten die Verkäufer Vergünstigungen gewähren, wenn mangelhafte Ware abgesetzt werden sollte.

Birnen
Italien dominierte mit Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ das Geschehen. Conference aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland ergänzten. Aus dem Inland kamen außerdem noch Alexander Lucas. Die Offerten überzeugten generell bezüglich ihrer Qualität, sodass sie auf eine freundliche Beachtung stießen. Die Zufuhren von der südlichen Halbkugel dehnten sich zwar aus, befanden sich aber kontinuierlich hinter den europäischen Anlieferungen in zweiter Reihe. Südafrikanische Williams Christ und Rosemarie in 6,3- sowie 12,5-kg-Kartons sowie erste chilenische Carmen disponierte man eher vorsichtig, da sie von den Kunden bloß spärlich nachgefragt wurden. Zudem war ihr Fleisch mancherorts zu hart oder sie wiesen ein zu kleines Kaliber auf. Insgesamt verharrten die Notierungen bei einem ruhigen Interesse auf dem Level der 5. KW.

Tafeltrauben
Südafrikanische Importe beherrschten den Handel: Thompson Seedless, Sugraone, Flame Seedless und Prime Seedless, um nur einige zu nennen, wurden in einem bedarfsgerechten Rahmen abgeladen. Früchte aus Namibia und Peru rundeten das Sortiment ab. Inzwischen trafen auch argentinische Imperial Seedless ein, die einen komplettierenden Charakter hatten. Bei einer an den Unterbringungsmöglichkeiten orientierten Versorgung veränderten sich die Kurse selten. Ab und an gelang eine Räumung nicht völlig, sodass die Verkäufer die Ware günstiger abgeben mussten. Leichte Preisschwankungen in den bisherigen Spannen, in Abhängigkeit von Güte und Bereitstellung der Partien, waren in Berlin zu erkennen. Hier und da verteuerten sich ab Donnerstag große Beeren. Für die nächsten Tage wird mit einer Erweiterung der angebotenen Varietäten gerechnet, da die Saison von südafrikanischen La Rochelle und Alphonse Lavallée in den Startlöchern steht.

Kiwis
Wie in den Vorwochen waren speziell italienische vor griechischen Anlieferungen vorrätig. Für die nachgeordneten französischen Chargen musste am meisten gezahlt werden. Generell verlief das Geschäft unspektakulär, sodass sich die Notierungen in der Regel kaum bewegten. Lediglich in München stiegen sie für französische Erzeugnisse in besonderen Aufmachungen an.

Orangen
Inzwischen befanden sich spanische Navel an der Spitze des Sortimentes; sie hatten Navelina auf den zweiten Rang verdrängt. Salustiana und Lane Late aus Spanien, Washington Navel aus der Türkei, Navel aus Griechenland und Clemenlate aus Spanien und Hernandina aus Spanien und Italien zugegriffen werden. Insgesamt war die Nachfrage recht verhalten; sie wurde mit Leichtigkeit befriedigt. Die Kurse glitten oftmals ab. Aufgrund zu üppiger Zufuhren sanken sie beispielsweise in Berlin. In Frankfurt verringerte man die Forderungen für marokkanische Nadorcott wegen einer begrenzten Beachtung. In Köln brauchten die Kunden für die spanischen Produkte nicht so viel zahlen wie zuvor. In Hamburg waren türkische Minneolas zu weit gereift, sodass auch hier die Aufrufe nach unten korrigiert werden mussten.

Bananen
Das Geschäft verlief durchweg in ruhigen Bahnen. Das Interesse stockte infolge der närrischen Tage oder aufgrund von Ferien. Trotz einer nicht überreichlichen Beschickung musste man sich um hinlänglichen Warenabfluss bemühen. Dennoch veränderten sich in der Regel die Kurse nicht wesentlich. Zum Ende der Woche hin verbesserte sich die Nachfrage wieder. In Hamburg befestigten sich die Notierungen für die Zweit-, in Frankfurt für die Drittmarken.

Blumenkohl
Insgesamt gesehen wich der Umfang der Bereitstellung französischer Partien nicht offensichtlich von dem der italienischen ab. Und doch unterschieden sie sich marktweise in ihrer Dominanz: mal lagen die französischen vorne, mal die italienischen. Sporadisch konnte auf spanische Offerten zugegriffen werden. Die Preise bewegten sich meist auf relativ konstantem Level. Ihre Ober- und Untergrenzen drifteten im Falle angestauter Überhänge güteinduziert etwas auseinander. Während in Berlin üppige Zugänge zu Verbilligungen zwangen, etablierten sich in Hamburg dank eingeschränkter Konkurrenz aus Italien für die französischen Chargen leichte Verteuerungen.

Gurken
Bei Schlangengurken herrschten spanische Zufuhren vor. Griechische und französische flossen punktuell zu. Neben bloß allmählich erstarkenden Abladungen aus den Niederlanden traten erstmals belgische Importe mit kleinen Kalibern auf. Die Verfügbarkeit war eher als überschaubar zu bezeichnen. Ungeachtet des vorwiegend zurückhaltenden Interesses und der manchmal unsicheren Qualität blieben die Bewertungen stabil oder konnten sich zum Teil sogar befestigen. Selten bröckelten sie ab. Minigurken wurden in fast gleichen Mengen aus der Türkei und den Niederlanden angeliefert. Spanien komplettierte marginal. Der Bedarf konnte nicht kontinuierlich vollkommen gedeckt werden. Die Kurse verharrten hauptsächlich auf hohem Niveau. Ab und an sackten sie vornehmlich bei den niederländischen Produkten ab.

Tomaten
Das Segment von Rispentomaten und Runden Tomaten wurde geprägt durch Spanien, die Niederlanden und Belgien. Marokko und die Türkei rundeten ab. Einerseits stellte man zu viel Ware bereit. Es entwickelten sich zuweilen Überhänge. Zudem vermochte die Güte nicht immer zu überzeugen. Das zog vorrangig bei den spanischen Chargen Vergünstigungen nach sich. Andererseits reichte die Versorgung nicht aus. Eine flotte Nachfrage ermöglichte somit hin und wieder Verteuerungen. Hiervon waren meistens belgische und niederländische Angebote betroffen. Fleischtomaten stammten aus Spanien, Belgien und spärlich aus Marokko. Sie gelangten weiterhin in einem begrenzten Umfang in den Handel. Daher mussten die Kunden häufiger etwas mehr bezahlen als in der Vorwoche. Bei Kirschtomaten verlief das Geschäft sehr differenziert. Zum einen unterlagen die Forderungen kaum irgendwelchen Modifikationen, dem gegenüber wurden sie aber wegen eines stockenden Absatzes gesenkt oder angesichts knapper Offerten angehoben. Sonderformen wie RAF-Tomaten, Noir de Crimeé und Sweet Pink generieten oftmals freundlichen Zuspruch.

Gemüsepaprika
Der Verkauf war fest im Griff spanischer Zufuhren. Die Türkei und Marokko ergänzten. Infolge einer andauernd eingeschränkten Verfügbarkeit tendierten die Kurse ungeachtet des nicht gerade lebhaften Interesses bei den roten und gelben Kultivaren deutlich nach oben. Das galt vor allem für spanische und marokkanische Anlieferungen. Am Schluss nannte man Preise von bis zu 18,- € je 5-kg-Karton. Orange Varietäten erzielten gar 19,- € je 5 kg. Grüne Früchte waren in einem größeren Maß vorrätig, weshalb sie billiger als ihre bunten Mitstreiter umgeschlagen wurden. Dank eines stetigen Vertriebes blieben die Bewertungen türkischer Partien in der Regel von wesentlichen Schwankungen verschont; die roten Produkte machten da jedoch mal eine Ausnahme.

Zwiebeln
Die ausgedehnte Versorgung bei einzig aus Spanien kommenden Gemüsezwiebeln reichte für gewöhnlich aus, um die unaufgeregte Nachfrage genügend abzudecken. Daher konnten die Händler ihre bisherigen Aufrufe nicht kontinuierlich durchsetzen, mussten sie oft sukzessive reduzieren. Dominierende inländische Haushaltsware wurde fortlaufend von niederländischen Zuflüssen komplettiert. Die Mengen hatte man geflissentlich auf die überschaubaren Unterbringungsmöglichkeiten abgestimmt. Die Forderungen unterlagen somit keinen markanten Veränderungen. Sie wurden nur verschiedentlich in strenger Abhängigkeit vom Umfang der Order modifiziert. Rote Erzeugnisse gingen aus den Niederlanden und Ägypten, weiße aus Italien zu.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Das Interesse an den inzwischen meist in 500-g-Schalen angebotenen spanischen Erdbeeren war begrenzt. Als Alternative trafen zur Wochenmitte marokkanische Früchte ein. Ebenso aus Marokko stammten Himbeeren und Brombeeren. Die Bewertungen für Ananas kletterten auf 17,- € je Kiste mit 5 oder 6 Stück. Obwohl die Saison von Kakis fast beendet ist, blieb der Zugriff seitens der Kunden zu 2,- bis 2,50 € je kg ungebrochen positiv. Erster deutscher Rhabarber aus geschütztem Anbau in 5-kg-Steigen wurde zu 3,50 € je kg vermarktet. Ab Mittwoch trat erster französischer weißer Spargel aus dem Treibhaus zu vergleichsweise günstigen 15,- € je kg in Erscheinung; am Donnerstag folgte spanischer Grünspargel. Die Preise für Weißkohl und Rotkohl mussten einstandsbedingt nach oben angepasst werden. Grüne Zucchini und Auberginen verbilligten sich.
Hamburg
Die Abwicklung für Erdbeeren vom spanischen Festland verlief wegen der nasskalten Witterung zögernd. Eine eingeschränkte Versorgung stabilisierte die Notierungen auf ca. 0,80 € je 250-g-Schale und 1,60 € je 500 g. Folierte Partien neigten zu schnellem Verderb und waren daher frei verhandelbar. Im Hinblick auf den Valentinstag präsentierte man auch 400-g-Herzschalen zu 1,85 € und Pappkarton zu 2,40 € je 500 g. Die Aufrufe für Zucchini aus Spanien und Marokko mussten gesenkt werden. In der 7. KW soll die Kampagne von Spargel aus dem Mittelmeerraum beginnen.
Köln
Erdbeeren stießen zunächst aufgrund des Karnevals und dem schlechten Wetter nur auf wenig Beachtung. Erst ab Donnerstag verbesserten sich die Unterbringungsmöglichkeiten. Es gab vorrangig spanische Chargen in 250- und 500-g-Schalen. Offerten mit überzeugender Güte erzielten bis zu 4,- € je kg. Komplettierende niederländische Abladungen kosteten 5,90 € je kg. Das übrige übersichtliche Beerenobst wurde in 100-, 125- und 150-g-Gebinden aus Südeuropa, Nordafrika und Südamerika zugeführt. Im Steinobstsegment stachen Kirschen aus Neuseeland hervor: die Kurse für die exklusiven Produkte lagen bei 29,50 € je kg. Mengeninduziert verteuerten sich Mangos, Ananas und Melonen aus Übersee. Der Bedarf an niederländischem Rhabarber sowie an Auberginen und Zucchini aus Südeuropa war niedrig; die Importe verbilligten sich sukzessive. Für Spitzkohl musste mehr als zuvor gezahlt werden. Zum Wochenende traf erstmals weißer und violetter Spargel aus den Niederlanden ein. Bei begrenzter Order verkaufte man ihn zu 15,50 bis 17,- € je kg.
München
Spanische Erdbeeren in 250-, 500- und 1000-g-Verpackungen wurden trotz des Valentinstages mäßig nachgefragt; große italienische Früchte waren in besonderen Aufmachungen vertreten und recht hochpreisig. Ergänzungen aus Marokko konnten qualitätsbedingt bloß unter Notiz geräumt werden. Das Angebot von Ananas blieb knapp und die Forderungen pendelten sich auf einem festen Niveau ein. Portugiesische und marokkanische Himbeeren präsentierten sich überwiegend ansprechend; spanische Himbeeren und Heidelbeeren waren mitunter schwach ausgefärbt, zu klein und daher günstig. Die Bewertungen für ägyptische Buschbohnen stiegen an. Die Aufrufe für italienische Radieschen änderten sich nicht; der Absatz vollzog sich ruhig. Erste Rettiche waren in geringem Umfang verfügbar und das Interesse an der jungen Ware nicht sehr stark ausgeprägt.
Berlin
Die Zufuhren mit chilenischen Pfirsichen und Nektarinen dehnten sich im Wochenverlauf sichtbar aus. Sie kosteten ca. 3,- bis 4,- € je kg und damit in etwa so viel wie die Restbestände aus Südafrika. Auch die Abladungen mit spanischen Himbeeren nahmen sukzessive zu. Es mussten 1,35 € je 125-g-Schale gezahlt werden.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 06 / 16 - Obst - Gemüse - Südfrüchte
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 18.02.2016

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin