Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Fruit Logistica Daily - Aktuelle Presseberichte

09. Februar 2016

Heute auf der Fruit Logistica, morgen im Handel... Außergewöhnliche Obst- und Gemüsesorten, die auf der Fruit Logistica entdeckt sind. Sie unterscheiden sich in Farbe, Form oder Geschmack von schon bekannten Sorten oder sind gänzlich neu. Bühne frei für die „wacky fruits“!

Melonen als Herzen. ZNOVA Mexico
Melonen als Herzen. ZNOVA - Mexico

Melonen als Herzen und sternförmige Zucchini präsentiert ZNOVA aus Mexico erstmals auf der FRUIT LOGISTICA. „Mit dem Angebot verfolgen wir zwei Gründe: Zum einen wollen wir uns so von anderen Produzenten unterscheiden. Zum anderen haben wir die Erfahrung gemacht, dass besonders Kinder, die normalerweise wenig Gemüse essen, beherzt zugreifen, wenn sie unsere Melonen oder Zucchini sehen“, sagt Ismael Gonzalez Sandroyal von ZNOVA. Die ungewöhnliche Herz-, Würfel- oder Teekesselform ist nicht angezüchtet. Über die Pflanzen werden kurz nach der Blüte herz,- würfel- oder sternförmige Körbe gestülpt, die den Früchten während des Wachstums ihre entsprechende Form geben.
(Halle 25, Stand C-14, Kontakt: Ismael Gonzales Sandoval, Telefon: +54 (999) 254 16 16, E-Mail: ismael.gonzales@ngn.com.mx)

 

 Foto FRUIT LOGISTICA 2016 - Partnerland Ägypten Orangen
Foto FRUIT LOGISTICA 2016 - Partnerland Ägypten.

 

Drei Fragen an... 
Gert Mulder, Direktor des niederländischen GroentenFruit Huis, einem Verband der Ost- und Gemüse-Händler und Erzeuger, über den Messeauftritt der Niederlande auf der FRUIT LOGISTICA.

Gert Mulder, Direktor des niederländischen GroentenFruit Huis


Herr Mulder, können Sie kurz die Highlights des niederländischen Messeauftritts zusammenfassen?

Für uns ist das absolute Highlight, dass wir zum ersten Mal eine gesamte Halle der FRUIT LOGISTICA belegen. In der Halle 3.2 sind 160 niederländische Betriebe unter einem Dach vertreten.

Welche Bedeutung hat die FRUIT LOGISTICA für Sie?

Wir haben das Ziel, dass unsere Qualität als Anbieter integrierter, nachhaltiger und sauberer Lösungen wahrgenommen wird. Gelingt das, sind wir zufrieden. So haben wir uns über die AMI-Studie gefreut, die Deutschland zwar Nachholbedarf bei Convenience-Food bescheinigt hat, aber den Niederlanden, dass sie beim Import nach Deutschland an der Spitze liegen.

Welche Auswirkungen haben die gegenseitigen Embargos der EU und Russlands auf die niederländische Agrarindustrie?

Normalerweise geht ein sehr großer Teil der Obst- und Gemüseproduktion des zweiten Quartals nach Russland. 2015 hatten wir das Glück, dass der Frühling relativ kalt war und deshalb die Ernte knapper ausfiel. Deshalb gingen die Preise trotz der fehlenden Exportmöglichkeiten nicht in den Keller. Wie es 2016 wird, müssen wir abwarten.

Erwarten Sie von dem TTIP-Abkommen zwischen Europa und den USA wesentliche positive Impulse für die niederländische Agrarindustrie oder fürchten Sie die US-Konkurrenz?

Um einen freien Handel für Produzenten von Frischware zu ermöglichen, reicht es nicht, die Zölle zu senken oder abzuschaffen. Die größten Hürden, die wir zu überwinden haben, sind Einfuhrschranken in Form unterschiedlicher Bestimmungen für Seuchenprävention. Es wird, ob mit oder ohne TTIP, bis auf weiteres keinen Export von convenience food nach USA geben. Natürlich wollen wir in Europa auch kein mit Chlor behandeltes Gemüse haben.

 

Future Lab: Discounter auf dem Vormarsch?
futurlab

Wie entwickelt sich der britische Lebensmitteleinzelhandel? Auf diese Frage hatte John Giles von Promar International während des Future Labs am Freitag einige Antworten. Zunächst der Blick zurück: „Discounter? Das ist nichts für uns, entspricht nicht unserer Kultur“, sagt Giles. So dachten Briten seit den 1960er-Jahren – damals fristeten Discounter nur ein Nischendasein. Heute teilen sich Tesco und Sainsbury sowie drei weitere Ketten 80 Prozent des Marktes. Aldi bringt es auf 5,5 Prozent und Lidl auf 3,9 Prozent Marktanteil. Allerdings konnten beide deutschen Discounter im Jahr 2015 einen Wachstum verzeichnen: Aldi ist um 15 und Lidl um neun Prozent gewachsen – auf Kosten der etablierten Player. Die Wirtschaftskrise 2008 und 2009 trug zu einem Umdenken der Briten bei: „Wirtschaftliches Einkaufen kam an. Und die Qualität der Produkte ist viel besser als ihr Ruf“, so Giles. Online-Einkaufen sei auch ein neuer Trend. Während traditionelle Supermärkte geschlossen werden, expandieren die Discounter aggressiv: Aldi wolle in den kommenden drei Jahren von 560 Standorten auf 760 aufstocken, der Umsatz soll von 5,3 Milliarden Pfund Sterling auf 8,2 steigen. „Das ist ein lauter Weckruf für die etablierten Player“, so Giles‘ Resümée. Wie sieht die Zukunft aus? Der Konsument bekommt weiterhin die hohe Qualität, die er erwartet, allerdings reagiert er preissensibler aufgrund der stärkeren Konkurrenz. Es gebe fantastische Chancen auf dem britischen Markt, doch Lieferanten und Anbieter müssen engagiert arbeiten und einen langen Atem haben.
(Future Lab: „GB: Discounter auf dem Vormarsch – Einzelhandel im Umbruch“. Kontakt: John Giles, Telefon: +44 (0)7768 553298, E-Mail: John.Giles@genusplc.com )
     
USA setzen verstärkt auf präventive Lebensmittelsicherheit
Hallenforum

Die USA nehmen verstärkt vorbeugende Lebensmittelsicherheit in den Fokus. „3.000 Tote pro Jahr durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel können wir nicht hinnehmen“, sagt James C. Christie von Bryant Christie auf dem Hallenforum der FRUIT LOGISTICA. Für die Amerikanischen Behörden habe daher Lebensmittelsicherheit höchste Priorität. Im Gegensatz zu Europa verlassen sich US-Behörden überwiegend auf die von Firmen selbst durchgeführte Risikobewertung der Lebensmittel. In Europa dagegen bewerten Behörden Lebensmittel wissenschaftlich, bevor diese in den Markt eingeführt werden.
(Hallenforum: „Food Safety am POS”. Kontakt: James C. Christie, E-Mail: james.christie@bryantchristie.com)
     
Die Rückkehr des Fluchs der Karibik
Logistics

„Nächstes Jahr kommt der Fluch der Karibik zurück“, sagte der südafrikanische Logistikberater Danie Schoeman bei einer Veranstaltung des Logistics Hub auf der FRUIT LOGISTICA. Damit meinte er nicht die nächste Folge des gleichnamigen Films, sondern die realen Piraten Westindiens. Wenn in diesem Jahr der Ausbau des Panamakanals freigegeben werde und der Handel etwa von der südamerikanischen Ostküste nach China Fahrt aufnehme, würden sich auch die internationalen seeräuberischen Aktivitäten wieder verstärkt in die Karibik verlagern. Noch aber zeigte Schoemans Weltkarte mit den Piraten-Zonen einen großen, tiefroten Bereich im Roten Meer und am Horn von Afrika, weshalb die Transporte von der afrikanischen Südostküste, aber auch aus Asien, teilweise wieder den Weg um das Kap der Guten Hoffnung bevorzugen. Die Gebühren für den Suezkanal und das Risiko seien für manche inzwischen teurer als die zusätzlichen Treibstoffkosten für den Umweg, insbesondere bei den derzeit niedrigen Ölpreisen.
(Logistics Hub: „Alles, überall, jederzeit: Was heißt das für den Frischeproduktsektor?. Kontakt: Danie Schoeman, E-Mail: danie@danieschoeman.com)
     
Weniger Verlust, mehr Frucht zum Verkaufen
Tech

Mario Schmidt von TopControl sagte auf der Tech Stage, der wesentliche Nutzeffekt bei der Anwendung von StatisticsWeights sei weniger Verlust und somit mehr Frucht zum Verkaufen. Bei TopControl StatisticsWeights handelt es sich um eine Softwarelösung für die Produktionsdatenerfassung, Produktionsauswertung und Produktivitätsermittlung in der Lebensmittelindustrie. Der Einsatz der Software bietet vielfältige Aufzeichnungsmöglichkeiten, und zwar Produktionsfortschritt, -zeiten und -wiegedaten, Rüst- und Stillstandzeiten, Linieneffizienz sowie Optimierung der Egalisierverluste. StatisticsWeights komme beispielsweise bei der Verpackung von Beerenfrüchten zum Einsatz, erläuterte Schmidt. Die Datenübertragung funktioniere dabei komplett über WLAN. Die Mitarbeiter loggen sich mit ihrem Transponder in die personalisierbaren, intuitiven Waagen mit LCD-Anzeige ein. Grafiken informieren kontinuierlich über die jeweilige Füllmenge. Schnell und unkompliziert lassen sich Differenzen zur Vorgabe ausgleichen.
(Tech Stage: „Produktions - und Gewinnsteigerung“. Kontakt: Ruth Bauer, Telefon: +39 0471 319999, E-Mail: ruth.bauer@topcontrol.it)
     

Genuine Coconut aus Spanien gewinnt FRUIT LOGISTICA Innovation Award

Genuine Coconut aus Spanien gewinnt FRUIT LOGISTICA Innovation Award
Foto: FRUIT LOGISTICA Innovation Award 2016 - 1. Preis: „Genuine Coconut“ / World´s Coconut Trading - Robert Broadfoot, Geschäftsführer, Fruitnet Media International GmbH; Mercedes Gonzales; Ana Molina; David Amoro's; Carlos Amoro's; Wilfried Wollbold, Global Brand Manager, Messe Berlin GmbH (v.l.n.r.)

Genuine Coconut aus Spanien gewinnt FRUIT LOGISTICA Innovation Award


Das spanische Unternehmen World’s Coconut Trading gewinnt mit seiner Bio-Kokosnuss „Genuine Coconut“ den FRUIT LOGISTICA Innovation Award 2016. Genuine Coconut wird mit einem patentierten Dosenverschluss und Trinkhalm geliefert und bietet einen absolut unkomplizierten Trinkgenuss von Kokosnusswasser, das wichtige Nähr- und Mineralstoffe enthält. „Wir sind glücklich und stolz. Danke FRUIT LOGISTICA! Das ist eine große Belohnung für drei Jahre harte Arbeit, Leidenschaft und Aufregung, um Genuine Coconut auf den Markt zu bringen“, sagte Carlos Amoros von World’s Coconut Traiding. Auf den zweiten Platz wählten die FRUIT LOGISTICA-Besucher die Kitchen Minis-Tomato von Northern Greens in Dänemark. Sie ist eine kleine, kompakte und optisch attraktive Cherrytomaten-Pflanze, die ganzjährig bis zu 150 Früchte hervorbringt und nur neun bis elf Zentimeter breit und 35 Zentimeter hoch wird. Die gelb-rot gestreifte Paprika „Enjoya“, die das niederländische Unternehmen Terra Natura International entwickelt hat, wählten die Messebesucher auf den dritten Platz. Enjoya schmeckt aromatisch-würzig und enthält außerordentlich viel Vitamin C. Erstmals vergibt die Jury einen Sonderpreis. Die Auszeichnung geht an das Unternehmen Stoffels aus Belgien für seinen Tomatenautomaten „Automato“. Aus drei Boxen kullern verschiedenfarbige Cherrytomatensorten in die Einkaufstüte – ein interaktives Angebot für die jüngsten Verbraucher.
 

Premiere für den ersten naturreinen roten Apfelsaft Großbritanniens
Mit „Red Love“ wird auf der FRUIT LOGISTICA der erste naturreine rote Apfelsaft Großbritanniens vorgestellt. Er wird aus dem gleichnamigen, in der Schweiz entwickelten, rotfleischigen Apfel produziert. Die Herstellung erfolgt, ohne Zusatz von Farb- oder Süßstoffen, ausschließlich in der Grafschaft Kent durch Biddenden Vineyards gemeinsam mit der AG Thames, dem einzigen Unternehmen mit der Lizenz zum kommerziellen Anbau der Sorte in Großbritannien. Vorerst ist „Red Love“ nur in britischen Geschäften zu bekommen. Mit dem Ausbau der Produktion wird auch an einen Export in andere europäische Länder gedacht. Und voraussichtlich im April soll ein roter Cider auf den Markt kommen.
(Halle 8.2, Stand B-03, Kontakt: Francis Wheatley, Telefon: +44 (0)7703 221958, E-Mail: francisw@agthames.co.uk)

Ghana will den Export von Mangos weiter ausbauen
Mit Unterstützung des niederländischen Zentrums zur Förderung von Importen aus Entwicklungsländern in die EU (CBI) hat Ghana seine Präsenz auf der FRUIT LOGISTICA in diesem Jahr deutlich ausbauen können. Neben der führenden Ananas gewinnt die Mango bei den Agrarexporten des westafrikanischen Landes zunehmend an Bedeutung, so Anthony Sikpa, Präsident der Federation of Associations of Ghanaian Exporters (FAGE). Auch versucht man weiterhin, die als Alternative zur Kartoffel dienende Cocoyam-Wurzel verstärkt auf dem europäischen Markt zu platzieren. Die FRUIT LOGISTICA sei das ideale Schaufenster, um der Welt die Qualität der ghanaischen Agrarprodukte zu demonstrieren und ein unverzichtbarer Platz zum Netzwerken und zur Anbahnung wertvoller Geschäftskontakte, hieß es auf einem von FAGE organisierten Treffen aller Akteure.
(Halle 7.2b, Stand B-04, Kontakt: Anthony Sikpa, Telefon: +233 (020) 8221397, E-Mail: ansikpa@yahoo.com)

„Jazzy“ kommt ungeschält in zwölf Minuten auf den Tisch
„Waschen, kochen und genießen“ – unter diesem Motto wirbt Meijer-Potato aus den Niederlanden für seine neue Kartoffelmarke „Jazzy“, die sich durch kurze Verarbeitungszeit auszeichnet. Sie braucht nicht geschält zu werden, denn die Schale ist so dünn, dass sie beim Verzehr nicht stört. Lediglich größere Kartoffeln sollten für die Zubereitung halbiert oder geviertelt werden. Nach nur zehn bis zwölf Minuten Kochzeit ist „Jazzy“ gar und bereit zum Verzehr. Ausschlaggebend dafür ist die Struktur der Kartoffel, sagt Johan van der Stee, der Commercial Director des Unternehmens. In mehreren europäischen Ländern ist die Kartoffel für die schnelle Küche bereits auf dem Markt.
(Halle 3.2, Stand B-24, Kontakt: Johan van der Stee, Telefon: +31 (0) 651 124207, E-Mail: johanvanderstee@meijer-potato.com)

Argentinien wirbt für Export seiner Zitrusfrüchte mit Qualitätssiegel
Vierzehn argentinische Unternehmen, spezialisiert auf den Zitrushandel, haben unter der Dachorganisation „All Lemon“ ein Qualitätssiegel für den Export von Zitrusfrüchten etabliert. Das Siegel „All Lemon testet and certified for export“ steht für beste und exklusive Qualität. All Lemon umfasst 80 Prozent aller exportierten Zitrusfrüchte Argentiniens, wobei allein in der Provinz Tucumán 50 Prozent der Gesamtmenge angebaut werden. 1,2 bis 1,3 Millionen Tonnen Zitronen in Form von Saft und Frischobst exportiert Argentinien pro Jahr. Damit ist das südamerikanische Land der größte Exporteur von Zitrusfrüchten in der südlichen Hemisphäre. „Die FRUIT LOGISTICA hat für uns Zitrusproduzenten den Stellenwert einer Fußball-Weltmeisterschaft, an der man unbedingt teilnehmen muss. Wir kommen nach Berlin, um uns auszutauschen. Wir wollen hier die weltweite Vermarktung unserer Zitrusfrüchte koordinieren und promoten“, sagt Walter Ojeda, Verkaufsmanager San Miguel, einem Mitgliedsunternehmen von All Lemon.
(Halle 25, Stand A-10, Kontakt: Lucia Gundlach, Telefon: +54 381 497 5050, E-Mail: luciagundlach@idep.gov.ar)
(Foto: Dolores Omodeo, Standmitarbeiterin Latin Lemon)

Französische Handelsbilanz von Obst und Gemüse stabil
Frankreich ist traditionelles Teilnehmerland der FRUIT LOGISTICA. 2016 präsentieren fast 220 französische Händler ihre Produkte in den Messehallen. „Großer Anziehungspunkt ist der Neuheitenstand unter dem Dach von Sopexa. Dort zeigen wir neu entwickelte Produkte aus dem Frucht- und Gemüsesektor“, sagt Caroline Piault von Sopexa. Frankreichs Handelsbilanz von Obst und Gemüse zwischen Exporten und Importen war im vergangenen Jahr mit 4,1 Millionen Tonnen Export und 5,4 Tonnen Import stabil. Größter Abnehmer ist mit fast 830.000 Tonnen traditionell Spanien. Deutschland importiert fast 430.000 Tonnen französische Produkte, befindet sich selbst aber nicht unter den größten Exporteuren in das Nachbarland.
(Halle 22, Stand E-09, Kontakt: Caroline Piault, Telefon: +33 671 28 36 72, E-Mail: caroline.piault@sopexa.com)

Portugiesische Minister würdigen Landesauftritt
Im vergangenen Jahr hieß das Partnerland der FRUIT LOGISTICA Portugal. Der Auftritt muss starke Auswirkungen auf die portugiesische Branche gehabt haben: Am Mittwoch besuchten sowohl Portugals LandwirtschaftsministerLuís Capoulas Dos Santos als auch der Staatssekretär für Landwirtschaft und Ernährung Luís Medeiros Vieira die 30 Unternehmen auf dem Gemeinschaftsstand des Verbands Portugal Fresh. Am Freitag nahm sich auch Premierminister António Costa Zeit, um sich über die wirtschaftlichen Entwicklungen durch die Obst- und Gemüsefachmesse zu informieren. Portugal Fresh-Vizepräsident und CEO Gonçalo Andrade: „Die Besuche sind ein Signal. Damit würdigen sie sowohl die gute Arbeit des Verbands als auch dieser internationalen Fachmesse.“ Der Verband präsentierte sich erstmals 2011 auf der FRUIT LOGISTICA. „Seitdem verzeichnen wir jedes Jahr einen Exportumsatzzuwachs von mehr als zehn Prozent“, so Andrade. Ausgehend von 780 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 1,1 Milliarden Euro bis Ende 2014. Im Jahr 2015 zeichnet sich sogar ein Umsatzwachstum von 13 Prozent ab. „Dazu beigetragen haben alle Veranstaltungen, die wir besuchen. Doch die FRUIT LOGISTICA ist die Schlüsselveranstaltung und der wichtigste Faktor für dieses Wachstum.“ Das Ziel für das Jahr 2020 liege bei zwei Milliarden Euro, sagte Portugal Fresh-Präsident Manuel Évora.
(Halle 5.2, Stand C-12, Kontakt: Gonçalo Andrade, Telefon: +351 (0) 917884188, E-Mail: goncalo.andrade@portugalfresh.org)
(Foto: vlnr Manuel Évora, Präsident von Portugal Fresh; António Costa, Premierminister von Portugal; Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung Messe Berlin GmbH; João Mira Gomes, Botschafter von Portugal in Berlin (v.l.n.r.))

Marokko: Wettbewerbscluster schaffen Mehrwert für Erzeugnisse
Der Besuch der marokkanischen Erzeuger auf der diesjährigen FRUIT LOGISTICA ist Teil des Plans „Le Maroc Vert“, mit dessen Umsetzung 2008 begonnen wurde. Der Plan strebt an, bis 2020 1,15 Millionen neue Arbeitsplätze im Agrarsektor zu schaffen. Pro Jahr werden etwa eine Milliarde Euro in diese Maßnahmen investiert, so das Büro Autonomous Establishment of Export Control and Coordination (EACCE). Man wolle dieses Mal die Qualitätsverbesserungen der Produkte sowie die Etikettierung und somit den Mehrwert marokkanischer Erzeugnisse präsentieren. Zum Plan gehört auch die Schaffung von sechs Agropolen: Die Agripolis Meknes-Tafilalet ist eines der ersten „Wettbewerbscluster“ – hier werden Agribusiness, logistische Aktivitäten, Forschung und Entwicklung betrieben.
(Halle 1.1, Stand A-04, Kontakt: Dounia Mseffer, Telefon: +212 (0) 667545411, E-Mail: dounia@dzm.ma)

Egyptian Growers wollen vierfach wachsen
Großes hat sich die Egyptian Growers‘ Organization (EGO) vorgenommen: Als Zusammenschluss von bisher vier Agrarunternehmen mit sieben Farmen, vom ägyptischen Oberlauf des Nils bis zu seinem Delta, wollen sie in diesem Jahr den Exportumsatz auf rund vier Millionen US-Dollar vervierfachen. Die Geschichte, die CEO Khaled El-Haggan dazu erzählt, hört sich typisch nach Startup an: EGO hat sich erst im Januar 2016 zusammengeschlossen, um praktisch das ganze Jahr lang qualitativ hochwertige Frischware anbieten zu können. Dabei umfasst die Produktliste bisher zehn Erzeugnisse von Datteln bis Zwiebeln. Einen ersten Erfolg erzielten sie mit einem großen Exportauftrag von grünen Bohnen nach Hongkong. Auch Expansion steht auf dem Entwicklungsplan. So soll die Anbaufläche von bisher 900 Hektar und die Mitarbeiterzahl von 350 durch weitere Partner deutlich wachsen. „Aber erst, wenn sichergestellt ist, dass die hohe Qualität durchgehend gehalten werden kann“, wie El-Haggan versichert.
(Halle 2.1, Stand A-04, Kontakt: Khaled El-Haggan, Telefon: +201222 105631, E-Mail: khaled.haggan@egygrowers.com)

Exportströme Perus nach Asien wachsen
Peru profitiert vom transpazifischen Freihandelsabkommen TPP. Insgesamt eröffneten sich für den Andenstaat dadurch neue Handelslinien in Richtung Asien, berichtet Luis Torres von der Exportförderungsagentur promperu auf der FRUIT LOGISTICA. So habe Südkorea vor kurzem den Markt für frische Mangos geöffnet, indem die Lebensmittelhygiene-Standards für Einfuhren von Frischgemüse angepasst worden seien. Peru, das schon zum 14. Mal auf der Messe vertreten ist und 2013 Gastland war, verzeichnet stetiges Wachstum beim Frischware-Export. Der Stand auf der Messe ist nach Torres‘ Worten die „größte Präsentation Perus auf Messen weltweit“, und zwar über alle Exportbereiche hinweg. Frischware hat dabei die höchsten Wachstumsraten und hält mittlerweile einen Anteil am Gesamtexport von 15 Prozent. Traditionell dominieren Bergbauprodukte zu 70 Prozent die peruanische Ausfuhr.

Mit „My Energy“ von Dole zu einem gesunden Lebensstil
„My Energy“, die Verbraucherkampagne von Dole Europe rund um gesunde Ernährung, Bewegung und individuelle Herzensangelegenheiten, besteht im April bereits seit einem Jahr und wird in den kommenden Monaten mit neuen Schwerpunkten fortgeführt. Dass ein gesunder Lebensstil wichtig ist, wissen heutzutage die meisten Verbraucher. Häufig scheitert die Umsetzung jedoch an alltäglichen Hürden. Genau hier setzt Dole mit „My Energy“ an und vermittelt kanalübergreifend einfache und motivierende Alltagstipps, die zu einem langen und erfüllten Leben beitragen sollen. Die Kampagne basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Obst und Gemüse, für die das Unternehmen auf dem North Carolina Research Campus in den USA intensiv forscht. Als Botschafter für ein aktives Leben steht der von Dole gesponserte Hamburger Ruderer und Olympiasieger Eric Johannesen. Emotionale Filme auf den Dole-eigenen Kanälen, wie der Internetseite, gewähren ab April Einblicke in den Trainingsalltag des Spitzenathleten. Sie zeigen ihn auf seinem Weg durch die Olympiavorbereitung und geben den Usern konkrete Ideen zur Verwirklichung einer gesünderen und aktiveren Lebensweise.
(Halle 6.2, Stand A-02, Kontakt: Kristin Schuh, Telefon: +49 (0)4044113044, E-Mail: schuh@segmenta.de)

Umweltfreundliche Verpackungen von Mondi auf Papierbasis
„Wir wissen, dass die Verpackung gerade in der Obst- und Gemüsebranche den entscheidenden Unterschied ausmachen kann. Denn oftmals sind die Produkte anspruchsvollen Bedingungen, wie extremen Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit, ausgesetzt“, erklärt Florian Stockert, Sales Director Containerboard bei Mondi Europe & International. Lange Transportwege seien in diesem Geschäft alltäglich. „Als Papierhersteller müssen wir die Nachfrage nach leichtgewichtigen und gleichzeitig stabilen, strapazierfähigen und umweltfreundlichen Verpackungslösungen bedienen können.“ Neben dem umweltfreundlichen ProVantage Kraftliner Aqua-Papier, das bis zu drei Tage wasserfest ist, zählt auch das weiter verbesserte ProVantage Fluting Aqua dieses Jahr zu den Messe-Highlights von Mondi. Darüber hinaus hat das Unternehmen sein Portfolio an Appearance-Papieren optimiert. Für Verpackungslösungen mit ProVantage Kraftliner Aqua- und/oder ProVantage Fluting Aqua-Papieren bietet Mondi die Marke aqua protec an.
(Halle B CityCube, Stand D-16, Kontakt: Waltraud Seiner, Telefon: +43 (0)179 0134754, E-Mail: waltraud.seiner@mondigroup.com)

Automated Packaging Systems: Füllgewicht im Voraus geprüft
Neue Leistungsmöglichkeiten seiner Highspeed-Verpackungsmaschine FAS SPrint Revolution zeigt Automated Packaging Systems zur FRUIT LOGISTICA. Kombiniert mit einem automatischen Wiegesystem von Yamato, das das Füllgewicht jedes einzelnen Beutels kontrolliert, verarbeitet sie 22 laufende Meter Kettenbeutel pro Minute bei bis zu 6,8 Kilogramm Füllgewicht je Beutel. Das System verpackt per Jobprogrammierung halb- oder auch vollautomatisch. Ein kontinuierlich laufendes Förderband transportiert die exakt zusammengestellten Sollmengen zum Verpackungsbereich der FAS. Mit dem mobilen System lassen sich frische oder auch gefriergetrocknete und gefrorene Produkte verpacken. Ein Touchscreen ermöglicht die einfache Bedienung des gesamten Verpackungssystems. Darüber hinaus erleichtern systemeigene Hilfe- und Diagnosefunktionen das Handling der in Edelstahl und Schutzart IP56 ausgeführten mobilen Maschine.
(Halle 7.1a, Stand A-09, Kontakt: Jens Pfeiffer, Telefon: +49 (0)531263050, E-Mail: jens.pfeiffer@autobag.de)

Mit CSB Traceability den Warenfluss steuern, dokumentieren und kontrollieren
Obst und Gemüse sind sensible Rohstoffe, bei denen es auf reibungslos funktionierende Produktions- und Logistikprozesse ankommt. Auf der FRUIT LOGISTICA informiert die CSB-System AG über neue Entwicklungen aus den Bereichen Rückverfolgung, Nährwertberechnung und -kennzeichnung sowie Industrieautomation und Industrie 4.0. Mit CSB Traceability steuern, dokumentieren und kontrollieren Anwender den Warenfluss ihrer Produkte entlang der gesamten logistischen Kette. Alle Herkunfts- und Verarbeitungsdaten können vollständig erfasst und an Kunden sowie externe Datenbanken wie fTRACE oder mynetfair übergeben werden. Die integrierte Nährwertberechnung und -kennzeichnung ermöglicht es, Zutaten, Nährwerte, Allergene und genetisch modifizierte Inhaltsstoffe automatisiert zu berechnen, zu kennzeichnen und zu verwalten. Mithilfe der CSB-Bildverarbeitungstechnik lassen sich beispielsweise Obst und Gemüse vollautomatisiert nach definierten Kriterien klassifizieren und sortieren, um die Produktion optimal zu bedienen und Fehlproduktion zu vermeiden.
(Halle 21, Stand B-09, Kontakt: Timo Schaffrath, Telefon: +49 (0)2451625430, E-Mail: timo.schaffrath@csb.com)

Key Technology: Nach innen intelligent, nach außen leicht bedienbar
Bei der neuen digitalen Sortierplattform VERYX™ von Key Technology handelt es sich um eine Sammlung aus band- und schachtgespeisten Sortierern. Sie bieten hochleistungsfähige Eigenschaften und verfügen über ein allgemeines Benutzerinterface. Die allseitige Oberflächeninspektion und Multisensor-Pixelfusion™ sowie die Kameras und Lasersensoren mit sehr hoher Auflösung sorgen für eine genaue Erkennung und Unterscheidung von Fremdmaterial und Produktfehlern. Product Marketing Manager Marco Azzaretti verweist darauf, dass die Maschinen nach innen intelligent und nach außen leicht bedienbar seien. Das betrifft beispielsweise die intuitive Bedienung. „Wir kombinieren Intelligenz mit einfacher Handhabbarkeit“, so der Manager. Ein weiteres wesentliches Merkmal des Systems sei auch die Skalierbarkeit, auf die bei der Entwicklung großer Wert gelegt wurde. Somit können die einzelnen Systembestandteile je nach Anforderung der Kunden auch als Module genutzt werden.
(Halle 7.1b, Stand A-03, Kontakt: Marco Azzaretti, Telefon: +1 (0)5095292161, E-Mail: mazzaretti@key.net)

Afrika – Kontinent der Chancen und Herausforderungen
Der Schwarze Kontinent hat in Sachen Frischware noch viele weiße Flecken. „Das Land ist nicht das Problem“, sagte Clive Lawrance vom britischen Logistiker Omnia Management Ltd. auf der FRUIT LOGISTICA. Auch die Laderaumkapazität stehe bereit, da Nigeria massiv importiere, aber Schiffe und Flugzeuge oft leer wieder zurückkehrten. Schlechte Infrastruktur und das noch fehlende Commitment zu präziser Aufrechterhaltung der Kühlkette, stelle Erzeuger und Logistik aber vor große Herausforderungen, besonders in Westafrika. Länder, in denen Öl gefördert werde, drohten überdies für die Agrarindustrie verloren zu gehen, weil „das Land einfach zerstört wird durch die Ölkonzerne“. Andy Connell von der Beratungsfirma Abarc Services betonte, durch Überwachung der „First Mile“ mithilfe thermischer Kontrolle und Live-Verfolgung der Container und anderen „Silent Policemen“ sei es möglich, die Unternehmen vor Ort zu disziplinieren, wenn sie sich nicht an Temperatur-, Weg- und Zeitvorgaben hielten und dadurch zum Verderben der Ware beitrügen.
(Logistics Hub: „Die erste Meile im Fokus: Fallstudie über Länder und Erzeugnisse in Lateinamerika“. Kontakt: Clive Lawrance, Telefon: +44 (0)7979 697415, E-Mail: Clive_Lawrance@outlook.com; Andy Connell, E-Mail: andy@abarc.co.za)

Neuseeland präsentiert neue Technologie auf der FRUIT LOGISTICA
Die neuseeländische Firma Compac stellt auf der FRUIT LOGISTICA ihre neue optische Sortierplattform Spectrim vor (Halle 5.1), die bei einem Durchlass von zwölf Früchten pro Sekunde von jedem Stück bis zu 500 High-Definition-Bilder anfertigt und so selbst winzigste Verunstaltungen erkennt. BBC Technologies (Halle 6.1) präsentiert die nach Firmenangaben schnellste Verpackungsmaschine für Blaubeeren, die 220 Klappverpackungen pro Minute füllt. Wyma, ein Pionier auf dem Gebiet der Poliermaschinen, demonstriert mit der V4 das neuste Modell seiner Vega-Reihe (Halle 5.1). Und das Forschungsinstitut Plant & Food Research informiert in Halle 6.2 über sein AppleGenie-Projekt, ein neues Diagnosewerkzeug für Äpfel.
(Halle 5.1, Stände A-07 und A-11, Halle 6.1, Stand A-09 und Halle 6.2, Stand C-09, Kontakt: Lynley Browne, Telefon: +64 27 7065311, E-Mail: lynleybrowne@gmail.com)


Quelle: Messe Berlin - Fruit Logistica 2016

Veröffentlichungsdatum: 09.02.2016

Schlagwörter

Fruit Logistica, aktuell, Presseberichte, fruchthandel