Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Die Lage bei Eissalat blieb schwierig

04. Februar 2016

Andauernd trafen exklusiv enorme Mengen aus Spanien ein. Trotz einer hin und wieder lebhafteren Nachfrage bauten sich unweigerlich Überhänge auf. Reduzierte Preise sollten die Situation deeskalieren, vermochten aber kaum, den Zugriff zu intensivieren.

Bildquelle: Shutterstock. Eissalat
Bildquelle: Shutterstock.

Mitteleuropäischer Kopfsalat konnte gegenüber italienischen Importen an Handelsanteilen gewinnen, dennoch ging der Absatz eher unaufgeregt vonstatten. Vorrangig bewegten sich die Kurse der belgischen Produkte in München und Hamburg nach oben, ansonsten tendierten sie unison leicht nach unten; bloß ab und ab neigten sie zu einer gewissen Konstanz. Die Versorgung mit Bunten Salaten war überschaubar. Die Kunden hielten sich überwiegend zurück. Unerwartet konnten sich die Forderungen öfters befestigen, mal für die französischen, mal für die italienischen Erzeugnisse sowie ab und an für beide. Endivien aus Italien verbuchten verschiedentlich einen flotteren Zuspruch, was ihnen ähnlich wie bei Feldsalat Verteuerungen einbrachte.

Äpfel
Deutsche Chargen beherrschten das Geschäft: Vorrangig gab es Elstar, Jonagold und Braeburn, nachgeordnet standen Royal Gala, Boskoop und Pinova parat. Aus Italien kamen hauptsächlich Golden Delicious und Granny Smith. Frankreich beteiligte sich insbesondere mit teuren Clubsorten wie Pink Lady, Jazz und Red Chief. Offerten aus Belgien und den Niederlanden ergänzten. Die Versorgung hatte sich ein wenig begrenzt. Der Abverkauf verlief in der Regel recht kontinuierlich, sodass die Notierungen auf dem Niveau der Vorwoche verharrten, sofern die Güte der Produkte überzeugte. Wollte man für mangelbehaftete Früchte, wie sie in Hamburg ab und an in Erscheinung traten, einen Räumung erzielen, mussten die Bewertungen selbstredend reduziert werden.

Birnen
Italienische Anlieferungen prägten den Markt; vor allem wurden Abate Fetel, Boscs Flaschenbirne und Williams Christ zugeführt. Santa Maria, deren Saison langsam endet, stießen nur auf eine gedämpfte Nachfrage. Conference aus den Niederlanden, dem Inland und Belgien komplettierten das Angebot. Einheimische Alexander Lucas und Gute Luise waren den Kunden zu klein, sodass sie trotz niedriger Preise kaum untergebracht werden konnten. Großfallende türkische Deveci tauchten bloß noch sporadisch auf. Summa summarum veränderten sich die Kurse nicht wesentlich. Hier und da vergünstigten sich die deutschen Partien qualitätsbedingt. Die Kampagne aus Übersee startete mit südafrikanischen Williams Christ, die mit Kaliber 65/70 zu 15,- bis 16,- € je 12,5-kg-Karton abgesetzt wurden.

Tafeltrauben
An der Spitze des Sortiments standen südafrikanische Importe: Prime Seedless, Flame Seedless und Thompson Seedless überstrahlten dabei die übrigen Varietäten. Die Verfügbarkeit peruanischer Red Globe schränkte sich ein; auch die Präsenz namibischer Flame Seedless und Thompson Seedless begrenzte sich augenscheinlich. Brasilianische Italia spielten ebenso keine tragende Rolle mehr. Obwohl sich die Versorgung verringerte, konnte der stete Bedarf, der sich etwas abgeschwächt hatte, ohne Schwierigkeiten gedeckt werden. Daher beharrten die Verkäufer oftmals auf ihren bisherigen Aufrufen. In Frankfurt waren die Händler indes zu Verbilligungen gezwungen, da das Interesse mit den zu üppigen Zuflüssen nicht Schritt hielt. In Kürze erwartet man argentinische Flame Seedless, die die Produktpalette nochmals erweitern werden.

Kiwis
Italienische und günstige griechische Abladungen dominierten; teure französische Chargen ergänzten das Geschehen. In der Regel orientierte sich die Bereitstellung an den Unterbringungsmöglichkeiten, sodass sich die Bewertungen kaum veränderten. Manchmal verlief der Vertrieb zu stockend, sodass sich Überhänge aufbauten, die zu schnell nachreiften. Die Kurse gerieten dann zunehmend unter Druck.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Mandarinen hatten das Geschäft fest im Griff. Hauptsächlich gab es spanische Nadorcott und Clemenvilla sowie hochpreisige israelische Orri und italienische Tacle. Türkische Minneola sowie erste Nova, die eine uneinheitliche Güte aufwiesen, stießen bloß auf ein begrenztes Interesse. Sorgfältig aufgemachte und aromatische Nadorcott aus der Türkei wurden in Berlin zu 10,50 € je 10-kg-Karton gedämpft beachtet. Generell ließen die Partien hinsichtlich Geschmack, Saftgehalt und Erscheinungsbild keine Wünsche offen, sodass die Notierungen häufig auf ihrem bisherigen Level verharrten. Bestandsware sowie bezüglich ihrer Qualität beeinträchtigte Offerten mussten indes mit Verbilligungen abgewickelt werden. In Köln klappte infolge einer schwachen Nachfrage eine Räumung nicht völlig; selbst abgesenkte Forderungen belebten den Handel nicht wesentlich. Die Präsenz spanischer und italienischer Clementinen schränkte sich ein. Clemenules aus Spanien waren ab und an schwer zu schälen und generierten so nur wenig Aufmerksamkeit. Türkische Satsumas spielten keine größere Rolle mehr.

Zitronen
Spanische Primofiori beherrschten die Vermarktung; türkische Lamas ergänzten sie. In Berlin komplettierten griechische Chargen das Angebot, welche zu 18,- € je 15-kg-Karton flott verkauft wurden. Summa summarum gelang es trotz einer reduzierten Verfügbarkeit den Bedarf zu decken. Die Kurse bewegten sich selten. Einzig in Frankfurt verteuerten sich türkische Importe, während sich die spanischen Zufuhren mengenbedingt vergünstigten.

Bananen
In der Regel orientierte sich die Bereitstellung hinreichend an den Unterbringungsmöglichkeiten. Bei einem Handel ohne größere Veränderungen variierten die Bewertungen daher kaum. In München musste für das gesamte Sortiment mehr als zuvor gezahlt werden. In Frankfurt fiel die Nachfrage zu gering aus, weshalb viel zu weit gereifte Ware vorzufinden war. Dennoch wurde darauf verzichtet, die Preisschraube zu lockern.

Blumenkohl
Durch eine merkliche Einschränkung der französischen Anlieferungen übernahmen die italienischen Abladungen die Marktführung. Die Offerten aus Frankreich stimmten hinsichtlich Durchmesser und Qualität zufrieden, die aus Italien ließen indes diesbezüglich häufiger zu wünschen übrig. Der Verkauf verlief in ruhigen Bahnen. Aufgrund des begrenzten Angebotes stiegen insbesondere die Notierungen für französische Chargen an, gelegentlich im Verbund dazu auch die der italienischen. In Hamburg gab es bei einem harten Wettbewerb zwischen diesen Herkünften nur Verlierer: Alle Partien vergünstigten sich. Punktuell belasteten extreme Aktionen des organisierten LEH das Geschäft am Platz.

Gurken
Schlangengurken wurden dominierend und in anwachsendem Maß aus Spanien angeliefert. Die örtlich vorrätigen griechischen Partien weiteten sich ebenso aus. Frankreich, Belgien und die Niederlande starteten in die Saison. Die Bereitstellung überragte erkennbar die Verkaufsmöglichkeiten. Insbesondere bei den spanischen Offerten sackten die Bewertungen streckenweise sogar drastisch ab. Deren mitunter markanten Schwankungen öffneten eine breite Spanne und definierten sich hauptsächlich über die Qualität der Früchte. Zuweilen etablierten sich kurz vor Wochenschluss höhere Notierungen. Türkische und niederländische Minigurken waren von der Bedeutung her in etwa gleichauf. Spanien und Griechenland rundeten das Angebot ab. Die Zufuhren fielen meist übersichtlich aus. Die bisherigen Aufrufe wurden daher in der Regel ein wenig angehoben. Einzig in München beließ man sie auf unverändertem Niveau.

Tomaten
Bei Runden Tomaten und Rispentomaten charakterisierte eine sehr reichliche Versorgung den Handel. Von der Menge her bestimmten spanische Importe klar den Vertrieb; sie wurden von niederländischen, marokkanischen und belgischen Abladungen ergänzt. Die Nachfrage war zu schwach ausgeprägt. Verbilligungen sollten Überhänge reduzieren oder besser noch vermeiden. Nach gelungener Marktbereinigung stiegen zum Freitag hin die Kurse verschiedentlich an. Fleischtomaten, vornehmlich aus Spanien, Belgien und Marokko, trafen überwiegend dosiert ein. Dessen ungeachtet vergünstigten sie sich; lediglich in Hamburg mussten die Kunden sukzessive mehr bezahlen. In diesem Sektor begann zudem die niederländische Kampagne. Bei Kirschtomaten taten sich vor allem Italien und Spanien hervor, gefolgt von den Niederlanden. Der Umschlag verlief eher unbefriedigend. Die Preise konnten zwar oft gehalten werden, entwickelten sich aber dem entgegen häufiger auch abschüssig.

Gemüsepaprika
Üppige Zuflüsse aus Spanien herrschten vor. Die Türkei und Marokko komplettierten das Sortiment. Das Geschäft zeigte sich zweigeteilt. Zum einen sanken die Bewertungen aufgrund eines zu kraftlosen Interesses ab. Dieser Vorgang war meist von differierender Dauer. Zum anderen konnten die Forderungen insbesondere bei frischen Zufuhren und Offerten ansprechender Qualität stufenweise hochgesetzt werden. Grüne Kultivare blieben davon vielfach ausgeschlossen. Die übersichtlicheren Anlieferungen aus der Türkei und partiell aus Marokko notierten unterdessen vorrangig stabil.

Zwiebeln
Einzig aus Spanien stammende Gemüsezwiebeln trafen fortlaufend in einem überschaubaren, manchmal sogar verringertem Umfang ein. Bei einer genügend flotten Abnahme veränderten sich die Preise nicht wesentlich. Ab und an konnten sie jedoch problemlos wiederholt angehoben werden. Als Rarität erschienen am Freitag japanische Erzeugnisse auf dem Markt. Für einen 20-kg-Sack sollten die Kunden 24,- € zahlen. Dominierende einheimische Haushaltsware wurde kontinuierlich in gewohntem Rahmen von niederländischen Importen ergänzt. Punktuell rundeten österreichische Chargen die Produktpalette ab. Da das Maß von Angebot und Nachfrage in der Regel hinlänglich zusammenpassten, unterlagen die Kurse kaum erkennbaren Modifikationen.


Weitere Informationen
Frankfurt
Das Interesse an Erdbeeren musste man als dürftig bezeichnen. Partien, die zu 0,25 € je 250-g-Schale verkauft wurden, beeinflussten den Handel mit frischen Offerten, die 0,80 bis 1,- € je 250 g kosten sollten. Nahezu unbeachtet blieben chilenische Süßkirschen zu 19,50 € je kg. Lauch aus dem Inland, Belgien und sporadisch aus den Niederlanden verteuerte sich. Bunter Mangold aus Italien war ein Hingucker und konnte problemlos abgesetzt werden.
Hamburg
Die Saison von neuseeländischen Aprikosen begann zu 37,- € je 3-kg-Karton. Für neue Limetten aus Mexiko mussten die Kunden 9,50 € je 2,3-kg-Kollo mit 54 Stück zahlen. Himbeeren aus Spanien wurden zu 1,15 € je 125-g-Schale vermarktet. Für unfolierte Erdbeeren aus Italien veranschlagte man 1,20 € je 250-g-Schale. Umfangreich zugeführter italienischer Dill verbilligte sich.
Köln
Zur Wochenmitte traf der erste Rhabarber aus niederländischem Anbau ein: Bei rund 3,- € je kg war das Interesse aber noch sehr gedämpft.
München
Erdbeeren wurden eher ruhig nachgefragt, daher reichten die dosierten spanischen Anlieferungen aus, um den Bedarf zu decken. Da sich die Haltbarkeit der Ware verbessert hatte, konnte die untere Preisgrenze etwas angehoben werden. Auch bei Himbeeren präsentieren sich die spanischen, portugiesischen und marokkanischen Offerten in einer ansprechenderen Qualität und Kondition, was Verteuerungen zuließ. Partien aus Mexiko kosteten so viel wie zuvor. Das Sortiment von Heidelbeeren dominierten südamerikanische Importe; erste Abladungen aus Spanien und Marokko ergänzten. Zum inländischen Wirsing gesellte sich vermehrt italienischer. Regionaler Weißkohl wurde kontinuierlich verkauft. Die Notierungen für Rosenkohl blieben konstant. Die Aufrufe für Lauch konnten nur kurzzeitig erhöht werden; anschließend musste man sie wieder senken. Bei zu üppig verfügbarem italienischem Dill wurden die Forderungen nach unten korrigiert.
Berlin
Interessant waren hinsichtlich ihrer Güte überzeugende und großfallende Mangos der Varietät Kent. Die aus Peru stammenden, per Flug eingeführten und hervorragend aufgemachten Früchte konnten zu 30,- € je 8 Stück flott untergebracht werden. Spanische Erdbeeren generierten kaum Beachtung. Hier galt es zu Wochenbeginn Rückläufer aus dem Discountsegment zu vermarkten, was selbst bei sehr niedrigen Kursen recht problematisch war. Ab Mittwoch verzeichnete man bei einer verringerten Versorgung dann eine Stabilisierung des Handels. Bei diversem Beerenobst aus Übersee wurde weiterhin stetig zugegriffen.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 04 / 16
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Veröffentlichungsdatum: 04.02.2016

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin, Eissalat