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Tafeltrauben: Südafrika dominiert mit zahlreichen Varietäten

28. Januar 2016

Wie zuvor dominierte Südafrika mit zahlreichen Varietäten die Vermarktung. Neben Prime Seedless und Flame Seedless wurden vor allem Thompson Seedless und Sugraone zugeführt. Namibia beteiligte sich ebenso vorrangig mit diesen Sorten am Handel. 

Bildquelle: Shutterstock. Trauben gruen seedless
Bildquelle: Shutterstock.

Peruanische Red Globe und Crimson Seedless sowie brasilianische Crimson Seedless verloren kontinuierlich an Bedeutung. Auch spanische Aledo traten kaum noch in Erscheinung. Insgesamt schränkte sich die Versorgung zwar ein, sie genügte aber trotzdem, das schwache Interesse zu stillen. Die klirrende Kälte begrenzte die Absatzchancen, sodass sich der Abverkauf selbst zum Wochenende hin schwierig gestaltete. Hinsichtlich der Notierungen waren keine wesentlichen Veränderungen zu erkennen, sofern die Qualität überzeugte.

Äpfel
Wie bislang bestimmte Deutschland das Geschehen: Elstar, Jonagold und Braeburn befanden sich an der Spitze des Angebotes. Italien steuerte wie zuvor speziell Golden Delicious und Granny Smith bei. Aus Frankreich stammten vorrangig Pink Lady und Granny Smith. Niederländische und belgische Abladungen rundeten die Warenpalette ab. Weder der Umfang der Versorgung noch das Interesse hatten sich wesentlich verändert; der Abverkauf verlief stetig und ohne herausragende Höhepunkte. Da war es nicht verwunderlich, dass sich auch die Bewertungen nicht einschneidend bewegten. Kleinere Kaliber aus dem Inland verbilligten sich in München infolge von niedrigeren Eingangsforderungen. In Hamburg zogen die Notierungen für einheimische Anlieferungen hingegen aufgrund eines angestiegenen Bedarfs marginal an.

Birnen
Italienische Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ prägten das Geschäft. Conference kamen aus dem Inland, den Niederlanden und Belgien. Deutschland schickte zudem Alexander Lucas und die Niederlande sendeten Gute Luise, deren Präsenz anwuchs. Generell orientierte sich die Bereitstellung meist an den Unterbringungsmöglichkeiten, sodass die ruhige, etwas zu zaghafte Nachfrage problemlos befriedigt wurde. Obwohl die einheimischen Produkte günstig waren, generierten sie nur selten eine hinlängliche Beachtung. Die Kurse blieben oftmals konstant; ab und an verteuerten sich Früchte mit großem Durchmesser mengenbedingt. Die Kampagne mit Offerten aus Übersee soll in Kürze starten: Erwartet werden erste Bon Chrétien aus Südafrika.

Kiwis
Italien und Griechenland bestimmten das Geschehen, wobei griechische Offerten hauptsächlich in Hamburg und München eintrafen. Französische Partien ergänzten. Die Bereitstellung orientierte sich in der Regel an den Unterbringungsmöglichkeiten, sodass die Kurse häufig konstant blieben. In Frankfurt verteuerten sich französische Chargen, während sich in München griechische und italienische leicht vergünstigten. Standweise wurde in Berlin französische Ware in ungewohnter loser Aufmachung in 10-kg- Holzsteigen präsentiert.

Orangen
Bei den Blondorangen prägten weiterhin spanische Navelina das Geschäft. Salustiana und erste Navel derselben Herkunft rundeten die Produktpalette ab. Türkische Washington Navel, die sich in München infolge eines eingeschränkten Zuspruchs verbilligten, sowie marokkanische Salustiana und italienische Navelina ergänzten. Im Segment der Blutorangen überwogen italienische Moro und Tarocco; spanische Cara Cara gewannen geringfügig an Bedeutung. Die niedrigen Temperaturen belebten augenscheinlich die Nachfrage, sodass der Verkauf kontinuierlich verlief und eine Räumung meist gelang. Die Notierungen bewegten sich nicht gravierend. Obwohl sich die Qualität der italienischen Blutorangen verbessert hatte, wurden hier und da ihre Preise etwas gesenkt, da das Interesse zu schwach ausfiel.

Zitronen
Spanische Primofiori dominierten vor türkischen Lamas. Griechische Früchte komplettierten das Sortiment. Die Versorgung wurde in der Regel hinreichend auf den Bedarf abgestimmt, sodass sich die Bewertungen nicht wesentlich veränderten. Lediglich in Frankfurt zogen die Kurse für türkische Chargen mengeninduziert leicht an. In Hamburg vergünstigten sich hingegen spanische Partien mit Konditionsproblemen.

Bananen
Der Handel verlief kontinuierlich und ruhig. Die Nachfrage konnte auf allen Märkten ohne Schwierigkeiten befriedigt werden. Die Forderungen der Vorwoche wurden oftmals bestätigt. Hier und da erhöhte man sie sogar marginal für die Erst- und Zweitmarken.

Blumenkohl
Marktweise unterschiedlich überwogen teils französische, teils italienische Zufuhren. Insgesamt gesehen fiel ihre Präsenz etwa gleich stark aus. Wenige spanische Partien ergänzten. Bei einem unaufgeregten Interesse blieben die Preise meist relativ stabil; ausschlaggebend bei deren Findung waren letztendlich hauptsächlich Frische und Optik. Sie stiegen vereinzelt infolge verbesserten Absatzes, sackten aber häufiger bei güteschwachen französischen Erzeugnissen aus Beständen ab.

Salat
Exklusiv aus Spanien stammender Eissalat verbuchte keine befriedigenden Geschäfte. Bei verhaltenem Zuspruch verharrten dessen Bewertungen manchmal auf konstantem Niveau. Sie schwankten in enger Anbindung an die Aufmachung der Ware. Vielfach mussten sie jedoch reduziert werden, da die Mengen, die in den Handel drängten, nicht immer zeitnah untergebracht werden konnten. Italienische und französische Zuflüsse komplettierten dominierenden belgischen Kopfsalat. Bei einer eher zögerlichen Nachfrage senkte man die Forderungen in Frankfurt und München. Während sie in Hamburg und Berlin kaum modifiziert wurden, konnten sie in Köln zum Schluss dank intensivierten Zugriffs angehoben werden. Bei Bunten Salaten herrschte ein ruhiger Vertrieb vor. Die Notierungen tendierten öfters nach unten, insbesondere bei französischen, nachrangig bei italienischen Produkten hingegen zuweilen qualitätsbedingt nach oben. Die Abnahme von Endivien verlief auch recht schleppend. Die Kurse veränderten sich nicht wesentlich, brachen hin und wieder wegen eines zu reichlichen Angebotes ein. Feldsalat vergünstigte sich örtlich.

Gurken
Die spanischen Abladungen von Schlangengurken wurden lediglich in Berlin und München von griechischen Chargen ergänzt. Die Preiserhöhungen der Vorwoche oder vom Anfang der 3. KW waren nicht von langer Dauer, denn die Kunden hatten mit eingeschränkter Order reagiert. Parallel dazu bewirkte die üppige Versorgung in der Regel Verbilligungen. Dennoch konnten sich zum Freitag hin häufiger Verteuerungen etablieren. Bei Minigurken verringerte sich die Präsenz türkischer Offerten. Verschiedentlich füllten griechische, niederländische und spanische Importe das Sortiment auf. Die meisten Erzeugnisse wurden aufgerufen wie bisher, bloß selten musste der Käufer etwas mehr bezahlen.

Tomaten
Mit unbeträchtlich ausgeweiteter Verfügbarkeit herrschten bei Rispentomaten und Runden Tomaten spanische Früchte vor. Anlieferungen aus Belgien, den Niederlanden sowie Marokko und Italien gestalteten das Angebot mit. Die kalte Witterung war einem flotten Geschäft abträglich, die Umschlagsgeschwindigkeit daher enttäuschend niedrig. Sich aufbauende Überhänge litten schnell unter der fortschreitenden Reife und ließen sich nur sehr schwer unterbringen. Die Kurse bröckelten oft sukzessive ab. Punktuell gelang es in Frankfurt, die Bewertungen anzuheben, während die Berliner Händler daran scheiterten, dies permanent durchzusetzen. Kirschtomaten führte man hauptsächlich aus Italien und den Niederlanden sowie marginal anwachsend aus Spanien zu. Sie notierten vielfach stabil, örtlich mit abwärts zielender Tendenz. Tunesische Alternativen wurden als Schnäppchen schon ab 0,50 € je 500 g relativ rasch vermarktet, obwohl sie ansonsten durchschnittlich 1,50 je 500-g-Schale kosteten. Fleischtomaten flossen dominierend und mit annähernd gleicher Gewichtung aus Marokko und Belgien zu.

Gemüsepaprika
Der Umfang spanischer Abladungen dehnte sich etwas aus. Die Türkei, Marokko und Griechenland komplettierten die Produktpalette mit merklich geringerer Bedeutung und nicht in allen Farbgruppen. Der Vertrieb verlief zu schleppend, hatte einer Belebung bedurft. Die wollte man mittels der überwiegenden Vergünstigungen erreichen. Türkische und marokkanische Partien konnten sich dieser Entwicklung noch am ehesten entziehen. Aufgrund der verstärkten Ernte sanken zudem häufig die Einstände spanischer Chargen. Das spielte bei der Preisfindung vorerst jedoch keine immense Rolle, da die vorliegenden Vorräte teurer eingekauft wurden, also auch zu den entsprechenden Konditionen veräußert werden sollten. Dem generell abschüssigen Trend konnte man auf diese Weise freilich nicht lange trotzen.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln flossen ausschließlich aus Spanien zu. Das Angebot orientierte sich weitgehend an der Nachfrage. Zum einen verharrten die Bewertungen auf einem stabilen Niveau, zum anderen bewegten sie sich infolge von auf Erzeugerseite angehobenen Forderungen aufwärts. Deutsche Haushaltsware wurde vorrangig von niederländischen, punktuell von österreichischen Importen ergänzt. Dank eines stetigen Geschäftes, und um dieses nicht zu gefährden, sah man kaum Anlässe, die bisherigen Aufrufe zu modifizieren. Einzig in München tendierten diese marginal nach oben.


Weitere Informationen
Frankfurt
Obwohl vorsichtiger disponiert wurde, mussten Erdbeeren aus Spanien zu Sonderpreisen abgegeben werden, da die Kunden nur wenig Interesse zeigten. Etwas besser lief es da bei Glashauspartien aus den Niederlanden, die sporadisch in Erscheinung traten: Trotz der hohen 3,50 bis 4,- € je 500 g fanden die aromatischen Früchte ihre Käufer. Italien lieferte reichlich Artischocken in verschiedenen Aufmachungen, die freundlich aufgenommen wurden. Avocados aus Israel waren zu üppig vorhanden, sodass die Kurse abbröckelten. Die Notierungen für kontinuierlich beachtetes Wintergemüse wie Wirsing, Weißkohl und Rotkohl verfestigten sich.
Hamburg
Kirschen aus Neuseeland, Lapins und Sweetheart mit Kaliber 30 mm+, eröffneten zu 48,- € je 2-kg-Packstück die Saison. Die Kältewelle wirkte sich negativ auf die Nachfrage für Steinobst aus Übersee aus; Chargen mit Konditionsschwächen vergünstigten sich. Ab dem 25.01. sollen spanische Himbeeren eintreffen. Im Verdrängungswettbewerb zwischen Artischocken aus Spanien und Italien kam es zu Verbilligungen.
Köln
Schwierig gestaltete sich der Handel mit spanischen Erdbeeren, die oftmals sehr uneinheitlich ausgefärbt waren. Zumindest vereinzelt interessierten zunehmend Avocados. Das Geschäft mit Lauch, Grünkohl und Rosenkohl lief trotz moderater Preise recht schleppend. Zum Wochenende hin wurden die ersten Spargelfelder der Region gedüngt, und in der 04. KW beginnt die Heizperiode, damit noch vor Ostern frische Partien angeboten werden können.
München
Die Anlieferungen von Erdbeeren orientierten sich am Bedarf. Da der Markt fast von belastenden Beständen bereinigt war, kletterten die Notierungen leicht aufwärts, obwohl sich die Nachfrage bei winterlicher Witterung eher ruhig präsentierte. Die Situation spanischer und über Spanien importierter marokkanischer Himbeeren blieb angespannt, da insbesondere die Qualität stärker differierte und noch immer schwache Ware untergebracht werden musste. Komplettierende mexikanische Produkte verteuerten sich. Chilenische Süßkirschen der Sorte Bing wurden von ersten neuseeländischen Lapins mit Kaliber 30 mm+ zu 30,- € je kg ergänzt. Beim Übergang von süd- auf mittelamerikanische Melonen ergaben sich kleinere Kurskorrekturen nach oben. Kohlrabi aus Italien wurde zwar zu üppig abgeladen, die Aufrufe veränderten sich dessen ungeachtet nicht. Italienischer und spanischer Brokkoli war genügend am Platz; teilweise bröckelten die Bewertungen ab. Bundzwiebeln aus Italien und Ägypten kosteten so viel wie bislang, während für Lauch mehr als zuvor gezahlt werden musste. Die Forderungen für Steinpilze wurden erhöht.
Berlin
Mittlerweile bot man spanische Erdbeeren in größeren Mengen an. Sowohl die Optik der Früchte als auch die sorgfältigen Aufmachungen überzeugten. Die exzellente Ausfärbung ließ ebenso keine Wünsche offen. Lediglich am Geschmack haperte es, weshalb sich der Absatz doch nicht wie erhofft gestaltete. Anfangs lagen die Preise bei 3,20 bis 4,20 € je kg, im Wochenverlauf sanken sie dann sukzessive. Gesucht hingegen waren Kulturheidelbeeren aus Übersee, die 1,60 bis 1,80 € je 125 g erzielten; das Interesse konnte nicht in allen Fällen gestillt werden.
 

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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 03 / 16
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Veröffentlichungsdatum: 28.01.2016

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin