Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Frisches Obst und Gemüse: Höherwertige Artikel auf dem Vormarsch

15. Januar 2016

In den vergangenen 10 Jahren sanken die Einkaufsmengen an frischem Obst und Gemüse jährlich um knapp 70.000 t oder um gut 1 %. Während die Einkaufsmenge bei Gemüse fast konstant blieb, sank die Menge bei Obst überdurchschnittlich. Hier gab es erst im letzten Jahr eine leichte Entwarnung.


Bildquelle: Shutterstock. Cherry Rispentomaten holz
Bildquelle: Shutterstock.

Die Verbraucherausgaben für frisches Obst und Gemüse sind dagegen seit 2006 jährlich um 1,3 % gestiegen. Ursache dafür sind – nicht allein, aber auch – steigende Verbraucherpreise. Genauso wichtig ist aber die Tatsache, dass sich das Sortiment in den letzten 10 Jahren deutlich geändert hat.

Das fängt schon mit den sehr großen Aggregaten an und kann bis auf Einzelproduktebene herunter verfolgt werden. So entfielen vor 10 Jahren 41 % der Einkaufsmengen auf Frischgemüse, in den letzten beiden Jahren waren es schon 45 %. Frischgemüse war im Durchschnitt knapp 20 % teurer als Frischobst. Ein Teil der gestiegenen Durchschnittspreise rührt also schon hierher. Am Beispiel von Tomaten und Tafeltrauben kann man die Sortimentsveränderung ebenfalls aufzeigen.

Im Jahr 2006 entfielen 74 % der Einkaufsmengen auf vergleichsweise günstige runde Tomaten und Rispentomaten normaler Größe. Im Jahr 2015 betrug deren Anteil nur noch 52 %. Gestiegen ist die Einkaufsmenge vor allem bei den teuren und kleinen Cocktail- bzw. Cherrytomaten. Bei den Cherrytomaten haben wiederum die teureren Varianten an der Rispe stärker zugelegt als die lose Ware. Darüber hinaus ist die mittlere Fruchtgröße in den letzten 10 Jahren noch weiter gesunken. So ist der Durchschnittspreis für Tomaten insgesamt  in den letzten 10 Jahren von 2,25 EUR/kg auf knapp 2,90 EUR geklettert. Betrachtet man eine einzelne Referenz wie Rispentomaten normaler Größe, dann ergeben sich dagegen fast konstante Preise von gut 2 EUR/kg.

Bei Tafeltrauben  kann man ähnliches beobachten. Zugelegt haben hier kernlose, dunkle und kernlose, rosé Trauben. Vor 10 Jahren entfielen noch 42 % aller Einkäufe auf kernhaltige Sorten, im letzten Jahr waren es nur noch 26 %. Gleichzeitig ist der Anteil der Off-Season Ware gestiegen.

Natürlich gibt es weitere Gründe für den Trend zu höherwertigen Produkten. Die Megatrends Regionalität, Nachhaltigkeit und Bio-Produktion gehören genauso dazu wie das Streben der Verbraucher nach Produkten mit weniger Zubereitungszeit (Convenience). Und schließlich scheint auch im Discount nicht mehr allein „Geiz ist Geil“ die Parole zu sein.

Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 13.01.2016)

Veröffentlichungsdatum: 15.01.2016

Schlagwörter

Obst, Gemüse:, Höherwertig, Artikel, Vormarsch