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Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 50. KW 2015

18. Dezember 2015

In der zweiten Dezemberwoche hat sich die Markt-und Preislage am Speisekartoffelmarkt in Mecklenburg - Vorpommern nicht grundlegend verändert. Die Erzeugerpreise haben sich überwiegend gehalten. Die Preisverhandlungen der Packer mit den Handelsketten sind bis zur 52. Kalenderwoche, teils bereits bis Jahresende, abgeschlossen.

Quelle: MIO Marktinformation Ost
Quelle: MIO Marktinformation Ost

Derzeit ist es am Markt noch relativ ruhig. Mit dem näher rückenden Weihnachtsfest erwarten Marktbeteiligte eine deutliche Absatzbelebung. Dafür werden bereits Ende der Woche anlaufende Werbeaktionen mit 10 kg Gebinden sorgen. Es ist ausreichend Ware in guter Qualität vorrätig. Der Absatz in der Gastronomie hat sich infolge zunehmender Weihnachtsfeiern spürbar erhöht. Die Schälkartoffelpreise tendieren auf Vorwochenniveau.

Brandenburg
Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln verharren auf Vorwochenniveau. Die Preise sind zum Teil mit dem Lebensmitteleinzelhandel bis zur Weihnachtswoche bereits abgestimmt worden. Für die verbleibenden Tage dieses Jahres wird mit keiner wesentlichen Veränderung mehr gerechnet. Derzeit berichten Packer von lebhaften Umsätzen, andernorts aber auch von ruhigen Geschäften. Das Kartoffelangebot aus der heimischen Region ist, zumindest was die Standardqualitäten betrifft, ausreichend. Mehlig kochende Sorten und sehr gute Qualitäten für das Premiumgeschäft müssen häufig überregional zugekauft werden. Die für die Jahreszeit zu hohen Temperaturen erfordern erhöhte Aufmerksamkeit in der Lagerhaltung. Vereinzelt sind bereits leichte Druckstellen an den Knollen. Die Preise am Schälkartoffelmarkt sind fest. Vor Weihnachten werden keine Änderungen mehr erwartet.

Sachsen
Am Markt für Speisekartoffeln konnten sich die Preise problemlos halten. Die zuletzt genannten Erzeugerpreise lagen auf Vorwochenniveau. Auch für die kommende Woche wird von einem anhaltend gleichen Preisniveau ausgegangen. Das Angebot an Speiseware ist ausreichend. Bislang haben sich die Umsätze im Packgeschäft nicht wesentlich erhöht. Wie bereits in den Vorjahren erlebt, wird eine deutliche Absatzbelebung bei Packware erst unmittelbar vorm Weihnachtsfest erwartet. Die Nachfrage im Schälkartoffelbereich ist teils angezogen. Die Preise für geschälte und gedämpfte Kartoffeln sind unverändert im Vergleich zur Vorwoche geblieben.

Sachsen - Anhalt
Zu Wochenbeginn herrschte überwiegend Flaute im Absatzgeschehen. Das betrifft die Nachfrage im In- und Ausland gleichermaßen. Das Weihnachtsfest sorgte bereits in den Vorjahren erst unmittelbar vorm Fest für eine Marktbelebung. Das hiesige Exportgeschäft leidet unter preiswerten Angeboten aus Holland und Frankreich. Übergrößen werden kontinuierlich nach Tschechien geliefert. Die Speisekartoffelpreise konnten sich behaupten, mitunter sorgen Druckpartien für Unruhe am Markt. Die aktuell ungewöhnlich hohen  Außentemperaturen gewährleisten insbesondere in den Flächenlagern nicht die notwendigen Lagertemperaturen. Es wird von keimenden Partien und Lagerdruckstellenberichtet. Am Schälkartoffelmarkt ist Ruhe eingekehrt. Die Preise für geschälte Ware sind stabil. Die Sorte Agria wurde für 15 EUR/dt zur Kloßteigproduktion vermarktet.

Thüringen
Die Lage am hiesigen Speisekartoffelmarkt ist stabil. Die Preise sind auf allen Stufen unverändert geblieben. Auf Grund von verbindlichen Absprachen mit den Handelsketten wird das bis zur 52. Kalenderwoche, teils bereits bis zur zweiten Januarwoche, andauern. Das zur Verfügung stehende Angebot ist gut ausreichend und meist in guter Qualität. Noch ist die Nachfrage überwiegend ruhig. Das eigentliche Weihnachtsgeschäft wird erst kurz vor den Feiertagen erwartet. In den konventionellen Lagerhäusern ist es schwierig, bei den aktuellen Außentemperaturen die für die Kartoffellagerung notwendigen Temperaturen zu erreichen beziehungsweise zu halten. So ist die Abgabebereitschaft der Lagerhalter hoch. Die Schälkartoffelpreise bleiben auf Vorwochenniveau.

Quelle: MIO-Lallf
 

Veröffentlichungsdatum: 18.12.2015

Schlagwörter

Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland, MIO