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Österreichs Supermärkte haben Klimaschutz-Manko Kühlmittel

08. Dezember 2015

Anlässlich der laufenden Klimakonferenz in Paris hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace die Klimaschutz-Bemühungen der größten österreichischen Supermärkte unter die Lupe genommen.
Penny

Testsieger beim aktuellen Greenpeace-Marktcheck wurde Penny Markt knapp gefolgt von Hofer. Bewertet wurden die Kriterien Kühlmittel, Einsatz erneuerbarer Energien, Energiesparen, erreichte und zukünftige Unternehmensziele zur CO2-Reduktion sowie der politische Einsatz für 100 Prozent erneuerbare Energie bis 2050. Für letzteres setzen sich besonders die zwei Marktführer in Österreich, Rewe und Spar, öffentlich ein. Das große Klimaschutz-Manko bei den Supermärkten sieht Greenpeace in der Verwendung von sehr klimaschädigenden Kühlmitteln.

Auch Rewe unterstützt das Ziel von 100 % Erneuerbarer Energie bis 2050

Der wichtigste Faktor für die Klimabilanz von Supermärkten ist der richtige Strom-Mix, da mehr als die Hälfte des gesamten Energiebedarfs über Strom gedeckt wird. Hofer bezieht als einziges Unternehmen Ökostrom mit dem österreichischen Umweltzeichen, doch auch Rewe (mit Penny Markt, Billa und Merkur), M-Preis und Lidl setzen auf 100 Prozent erneuerbaren Strom ohne Kohle, Gas, Öl und Atom. M-Preis fällt zusätzlich mit einem sehr ambitionierten Programm zur Errichtung von Photovoltaikanlagen auf. „Erfreulich sind auch die umgesetzten Energiesparmaßnahmen“, sagt Greenpeace-Sprecher Herwig Schuster. So setzen fast alle Supermärkte auf LED-Lampen, Wärmerückgewinnungsanlagen und ökologische Gebäudestandards.

Rewe Group logo

„Dringenden Verbesserungsbedarf in Sachen Klimaschutz sehen wir bei allen Supermärkten im Bereich der Kühl- und Kältemittel, sowohl was die verwendeten Mittel als auch deren Verluste betrifft“, stellt Herwig Schuster fest. Die mit Abstand häufigsten Kältemittel sind noch immer die „Klimakiller“ genannten teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW). Die in österreichischen Supermärkten eingesetzten Kältemittel tragen im Durchschnitt pro Tonne 3000-Mal so stark zum Klimawandel bei wie Kohlendioxid (CO2). Von den eingesetzten Kältemitteln entweichen aufgrund Leckagen in den Kühlsystemen im Schnitt drei bis zehn Prozent pro Jahr in die Atmosphäre. „Bei über 700 Tonnen Kältemittel, die insgesamt allein in den Filialen im Einsatz sind, summiert sich das auf eine Wirkung von mehr als 100.000 Tonnen CO2 pro Jahr“, rechnet Schuster vor, „Diese Menge CO2 entspricht dem jährlichen Ausstoß von rund 50.000 Pkw.“ Greenpeace fordert einen schrittweisen Ausstieg aus allen H-FKW.

Quelle: Greenpeace Österreich

Veröffentlichungsdatum: 08.12.2015

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