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Schweiz: Bio-Gemüse ist bei städtischen, reichen und älteren Konsumenten besonders beliebt

04. Dezember 2015

Eine Beobachtung des Haushaltskonsums von September 2014 bis September 2015 (Stichprobengrösse der Erhebung: ca. 3000 Haushalte) zeigt, dass städtische, reiche und ältere Konsumenten sowie Single- und Grosshaushalte den höchsten Anteil Bio-Gemüse einkauften im Schweizer Detailhandel, so das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW).

Rote Bete

Während in ländlichen Regionen biologische Produkte 9.7 % der Gemüseeinkäufe ausmachten, waren es in der Stadt und Agglomeration 13 %. Auf dem Land könnte aber möglicher-weise aufgrund der räumlichen Nähe die Direktvermarktung ab Hof bei den Bio-Produkten eine grössere Rolle spielen, weil gerade das Wissen um die Herkunft von Produkten im Bio-Segment eine wichtige Rolle spielt.

Weiter war Biogemüse vor allem bei Haushalten mit einem Ein-kommen über 110‘000 CHF überdurchschnittlich beliebt. Bei diesen Haushalten machte Bio-Gemüse 14.2 % des Konsums aus. Bei den Haushalten mit tieferen Einkommen war es zwischen 10.9 und 12.5 %. Wer es sich leisten konnte, griff also eher zu biologischen Produkten.

Die Zahlen zeigen ausserdem, dass der Bio-Anteil am Gemüsekonsum höher war, je älter die Haushaltsführende Person ist. Mit zunehmendem Alter scheint der gesunden Ernährung und der nachhaltigen Produktion mehr Bedeutung zugemessen zu wer-den.

Auch Single- und Grosshaushalte kauften verhältnismässig viel Bio-Gemüse. Dasselbe Bild zeigt sich, wenn man den Bio-Anteil in Abhängigkeit der Kinderzahl abbildet. Bei Haushalten ohne Kinder hatte 12.9 % des im Detailhandel eingekauften Gemüses Bio-Qualität, bei Haushalten mit Kindern dagegen nur 10.2 %. Allerdings konsumieren gerade Grosshaushalte mit drei und mehr Kindern viel Biogemüse.

Quelle: Bundesamt für Landwirtschaft BLW

Veröffentlichungsdatum: 04.12.2015

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