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Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 48. KW 2015

02. Dezember 2015

Im Speisesegment halten die Kartoffelpreise derzeit ihr erreichtes Niveau. Einige Handelsketten in Mecklenburg - Vorpommern haben bereits in der vergangenen Woche in Verhandlungen mit den Abpackern das aktuelle Preisniveau bis zur 52. Kalenderwoche festgezurrt.

Mio LALLF
Quelle: MIO Marktinformation Ost

Bei niedrigen Verbraucherpreisen ist das Potenzial für höhere Erzeugerpreise gering. Die Kartoffelpacker sind mit dem Abverkauf zufrieden. Die Qualität der Speiseware ist überwiegend gut. Hin und wieder haben einige Partien infolge der lange Zeit warmen Außentemperaturen bereits Keime gebildet. Wie gewohnt, wird Pflanzgut zurzeit nach Ägypten und Marokko geliefert. Die Schälkartoffelpreise sind weiter stabil. Auf Grund steigender Rohwarenpreise wurden Preiserhöhungen bereits angekündigt, häufig aber noch nicht durchgesetzt.

Brandenburg
Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln sind im Vergleich zur Vorwoche im Schnitt um 0,50 bis 1,00 EUR/dt angestiegen. In Verhandlungen mit einigen Handelsketten wurden die derzeitigen Preise bis einschließlich 52. Kalenderwoche festgeschrieben. Die nächsten Preisverhandlungen bis zum neuen Jahr erfolgen dann teils erst wieder kurz vor Weihnachten. Nach Absatzbelebung durch Werbeaktionen in der vergangenen Woche ist es diese Woche wieder novembertypisch ruhig. Im Premiumsegment haben es die Abpacker mitunter schwer, entsprechende Qualitäten zu finden. Insbesondere mehlig kochende und festkochende Sorten für hiesige Regionalwareprogramme sind dieses Jahr knapp. Einige Schälkartoffelproduzenten haben aufgrund höherer Rohwarenpreise, die teils bereits zwischen 17 und 18 EUR/dt franco liegen, die Preise für geschälte Kartoffeln leicht angehoben.

Sachsen
Am hiesigen Speisekartoffelmarkt verharren die Preise weitgehend auf dem Niveau der Vorwoche. Marktbeteiligte erwarten in absehbarer Zeit keine gravierenden Preisveränderungen. Momentan fehlt der Schwung im Geschäft. Der Absatz verläuft novembertypisch auf niedrigem Niveau. Anfang Dezember wird eine Belebung durch das beginnende Weihnachtsgeschäft erwartet. Im Allgemeinen wird die Qualität der Speiseware als gut bezeichnet. Die Preise für Schälware sind stabil auf Vorwochenniveau.

Sachsen - Anhalt
Das Preisgefüge am Speisekartoffelmarkt hierzulande ist stabil. Größere Preisveränderungen sind derzeit nicht zu erwarten. Hiesige Packer werden stetig mit Ware, die ausreichend verfügbar ist, versorgt. Der Export läuft gut, könnte aber umfangreicher sein. Polen und Tschechien agieren etwas verhaltener als in den Vorwochen. Auch der hiesige Speisekartoffelabsatz könnte bei gutem Angebot lebhafter sein. Die Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel ist novembertypisch schwach. Mit dem von Lagerhaltern lange erwarteten Kälteeinbruch hat sich die Lagerhaltung deutlich verbessert. Zuvor hatten einige Kartoffelpartien bei anhaltenden zweistelligen Nachttemperaturen in konventioneller Lagerhaltung bereits gekeimt. Am Schälkartoffelmarkt müssen höhere Rohwarenpreise gezahlt werden. Die Preise für geschälte Ware ziehen im Kampf um Erhalt der Kundschaft nur verhalten nach.

Thüringen
Die Umsätze der Packer und Versandhändler liegen, wie häufig im November, auf schwachem Niveau. Das Angebot an Speisekartoffeln aus Erzeugerhand ist ausreichend. Die Qualitäten sind überwiegend gut. Premiumqualität wird verstärkt nachgefragt. Die Erzeugerpreise für Speiseware sind im Schnitt um 0,50 bis 1,00 EUR/dt erhöht worden. Das Preisniveau zu Weihnachten ist noch ungewiss. Preisverhandlungen mit dem Lebensmitteleinzellhandel und den Discountern erfolgen zum Teil in der kommenden Woche. Die aktuell niedrigen Temperaturen im Minusbereich schaffen deutlich bessere Bedingungen in der Lagerhaltung. Die Schälkartoffelpreise verharren auf Vorwochenniveau.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 02.12.2015

Schlagwörter

Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland, Statistik