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EU finanziert neue Forschungsprojekte zu Xylella

19. November 2015

Die Europäische Kommission stellt Mittel für die verstärkte Erforschung von Xylella fastidiosa bereit – einem pathogenen Bakterium, das auf Olivenbäumen und anderen Pflanzen in Süditalien sowie Zierpflanzen in Südfrankreich und Korsika nachgewiesen wurde.

Oliven

Bei einem Expertentreffen in Brüssel rief Annette Schneegans von der Generaldirektion (GD) Landwirtschaft der Europäischen Kommission die Teilnehmer auf, sich für Finanzhilfen von bis zu 7 Mio. EUR zu bewerben, die für die Durchführung von Arbeiten zur Erweiterung der Kenntnisse über diesen gefährlichen Pflanzenschädling vergeben werden.

Ihr Aufruf stand am Ende eines – auf Ersuchen der Europäischen Kommission von der EFSA ausgerichteten – zweitägigen Workshops mit dem Ziel, Forschungsbedarf und -prioritäten in Bezug auf X. fastidiosa zu erkunden.

Franck Berthe, Leiter des EFSA-Referats für Tier- und Pflanzengesundheit, erklärte, er hoffe der Workshop sei ein erster Schritt hin zu mehr Austausch und Koordination im Hinblick auf Forschung und Daten zu X. fastidiosa, innerhalb der EU sowie darüber hinaus.

„Ein wiederkehrendes Thema der verschiedenen Sektionen war nicht nur der dringende Bedarf an neuer Forschung, sondern auch die Notwendigkeit einer weltweiten Zusammenarbeit aller Akteure im Kampf gegen Xylella. Mit Hilfe der von der Kommission bereitgestellten neuen Fördermittel hoffen wir, in den kommenden Monaten und Jahren gemeinsam wichtige Fortschritte zu erzielen,“ so Berthe.

„Die EFSA plant mehr Zusammenkünfte dieser Art, eventuell auf jährlicher Basis, und erkundet derzeit auch andere Möglichkeiten, wie sie ihrer Rolle als Vermittlerin für Forschungsaktivitäten zu Xylella gerecht werden kann.“

Über 100 Experten aus aller Welt nahmen an dem Workshop teil und folgten den Ausführungen der Referenten, die einen Überblick über die Lage in der EU sowie in Nord- und Südamerika gaben sowie die neuesten Erkenntnisse bezüglich der Kontrolle von X. fastidiosa zusammenfassten. Danach verteilte sich das Plenum auf vier Parallelsektionen, die sich mit folgenden Aspekten befassten: Überwachung und Erkennung; Identität, Biologie, Epidemiologie und Kontrolle der Vektoren; Ermittlung des Wirtsspektrums, Resistenzzüchtung und Zertifizierung von Wirtspflanzen; sowie Biologie, Genetik und Kontrolle des Erregers.

Neben Referenten der GD Landwirtschaft wurde die Europäische Kommission auch von Mitarbeitern der GD Forschung sowie der GD Gesundheit und Lebensmittelsicherheit vertreten.

Ausschreibung im Rahmen von Horizont 2020 zu X. fastidiosa

Willkommen sind Vorschläge, die helfen, die Forschungslage in Bezug auf die Prävention, den Nachweis und die Kontrolle von X. fastidiosa zu verbessern. Außerdem sollten sie dazu beitragen, die Kenntnisse über die Biologie von X. fastidiosa und ihren Vektoren, die Interaktion zwischen Wirt, Vektor und Erreger sowie die Epidemiologie zu erweitern.
Weitere Informationen zur Ausschreibung sind auf der Website der Europäischen Kommission zu finden.

Horizont 2020 ist das EU-Förderprogramm für Forschung und Innovation, das mit einem Budget von 80 Mrd. EUR noch bis zum Jahr 2020 läuft. 

Quelle: EFSA

Veröffentlichungsdatum: 19.11.2015

Schlagwörter

EU, finanzierung, Forschung, Projekt, Xylella