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LEH: Polnische Sondersteuer gefährdet EU-Binnenmarkt

16. November 2015

In Polen wird eine neue Sondersteuer diskutiert, die insbesondere ausländische Einzelhandelsunternehmen benachteiligen würde. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth: „Die polnischen Pläne behindern die Geschäfte ausländischer Unternehmen und stellen eine klare Diskriminierung auch deutscher Händler dar“.

Einzelhandel

Im gemeinsamen EU-Binnenmarkt sei kein Platz für protektionistische Maßnahmen. Die polnischen Nationalkonservativen hatten nach ihrem Wahlsieg angekündigt, eine Sondersteuer für Supermärkte mit mehr als 250 Quadratmetern einzuführen. Diese Regelung würde in der Praxis fast ausschließlich ausländische Unternehmen treffen.

„Schon seit mehreren Jahren sehen sich auch deutsche Handelsunternehmen vor allem in osteuropäischen Ländern immer wieder mit Diskriminierungen konfrontiert. Das gefährdet über Jahrzehnte getätigte Investitionen und Arbeitsplätze vor Ort“, so Genth weiter. Die EU-Institutionen müssten den einheitlichen Binnenmarkt in der Praxis vehementer und effizienter durchsetzen. Nur dann könne der Handel die Chancen des EU-Wirtschaftsraumes nutzen und so auch in den osteuropäischen Ländern einen Beitrag für Wachstum und Beschäftigung leisten.

Quelle: HDE

Veröffentlichungsdatum: 16.11.2015

Schlagwörter

LEH, Polen, Sondersteuer, gefährdet, EU, Binnenmarkt