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Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 46. KW 2015

16. November 2015

Die Lage am hiesigen Speisekartoffelmarkt in Mecklenburg-Vorpommern hat sich im Vergleich zur Vorwoche kaum verändert. Die feste Grundtendenz hält an. Die für packfähige Lagerware zwingend notwendigen Aufschläge lassen sich jedoch nur schleppend in den Handelsketten durchsetzen.

Quelle: MIO-Lallf
Quelle: MIO-Lallf


Die nächsten Preisverhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel finden teils erst wieder Ende November statt. Dann werden mitunter bereits die Preise bis Weihnachten festgezurrt. Der Absatz ist, für die Jahreszeit normal, relativ ruhig. Die Nachfrage nach Speisekartoffeln ist stetig und kann ausreichend gedeckt werden. Die Lagerhaltung erfordert bei den für Novemberwetter hohen Tages- und Nachttemperaturen besondere Aufmerksamkeit. Die Schälkartoffelpreise bleiben weiterhin auf Vorwochenniveau.

Brandenburg
Das Preisniveau für Speisekartoffeln aus dem Lager ist leicht angehoben worden. Bis Ende November sind die Preise mit den Handelsketten zum Teil festgezurrt. Der Trend geht weiter nach oben. Während hierzulande die Kartoffelernte längst abgeschlossen ist, wird aus Sachsen-Anhalt noch Feldware direkt vom Acker bezogen. Diese, meist mehlig kochenden Sortentypen, sind jedoch teils von minderwertiger Qualität. Hiesige Zwischenlager sind fast geräumt. Neben Sachsen-Anhalt wird auch Packware aus Niedersachsen und Sachsen eingekauft. Einige Marktteilnehmer berichten von schleppendem Absatz berichten, andere sind sehr zufrieden mit der aktuellen Nachfrage. Die Schälware wird weiterhin überwiegend auf Vorwochenniveau vermarktet. Nur vereinzelt wurde der Preis leicht erhöht.

Sachsen
Am Speisekartoffelmarkt hat es keine wesentlichen Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche gegeben. Die Erzeugerpreise sind stabil um die 20 EUR/dt für vorwiegend festkochende Sortentypen. Für mehlig kochende und festkochende Sorten werden 2 EUR/dt mehr gezahlt. Das Kartoffelgeschäft verläuft derzeit ruhig, der Absatz ist novembertypisch schwach. Werbeaktionen, meist in 10 kg Gebinden, beleben teils alle 2 Wochen das Geschäft im Lebensmitteleinzelhandel. Die Qualität der Speisekartoffeln ist gut. Die Preise für Schälware tendieren überwiegend auf dem Niveau der Vorwoche.

Sachsen-Anhalt
Die feste Preistendenz hat Bestand. Die Erzeugerpreise für Lagerware liegen im Schnitt 50 Cent/dt über dem Niveau der Vorwoche. Die Kartoffelernte ist hierzulande infolge widriger Witterungsbedingungen noch nicht beendet. Feldware wird zu Preisen von 16 EUR/dt für vorwiegend festkochende Knollen und 17 EUR/dt für festkochende und mehlig kochende Typen vermarktet. Spätestens in der kommenden Woche sollen die Rodearbeiten beendet sein. Inzwischen ist ausreichend Speiseware für die deutschen Packer und für den Export vorhanden. Die milden Temperaturen erhöhen die Abgabebereitschaft für Speiseware, welche nicht im Kühllager liegt. Der Export nach Polen und Tschechien floriert. Auch Übergrößen werden exportiert. Die Schälkartoffelpreise wurden vereinzelt angehoben, viele Schäler warten aber mit einer notwendigen Preiserhöhung weiter ab, um Kunden nicht zu verlieren.

Thüringen
Der Absatz von Speisekartoffeln ist verhalten. Häufig sind in den Haushalten noch Kartoffeln aus Einkellerungsaktionen oder aus dem eigenen Garten verfügbar. Das Preisniveau für Speisekartoffeln verharrt auf Vorwochenniveau. Teils sind die Preise mit dem Lebensmitteleinzelhandel schon bis Ende November festgelegt worden, so bleibt den Packern wenig Zeitraum für die Durchsetzung von notwendigen Aufschlägen für Lagerware. Die Kartoffelqualität ist überwiegend gut. Die derzeit novemberuntypischen hohen Tages- und Nachttemperaturen sind ungünstig für die Lagerhaltung. Um die Lagertemperatur zu halten, ist viel zusätzliche Energie notwendig. Die Schälkartoffelpreise tendieren auf Vorwochenniveau.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 16.11.2015

Schlagwörter

Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland, Statistik