Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Besonderheiten im Apfelsektor am Frischezentrum in Frankfurt

12. November 2015

In der 45. KW wurde das vielfältige deutsche Apfelangebot durch die Sorten Cadel, Karneval und Jonica, die das erste Mal im Frischezentrum in Erscheinung traten, ergänzt. Die lose in 10-kg-Kisten aufgemachten Offerten zu 0,80 bis 0,90 € je kg aus Nordbaden (Bruchsal) überzeugten hinsichtlich ihrer organoleptischen Eigenschaften und stießen bei den Abnehmern auf großes Interesse.
 

Foto © BLE Apfel Cadel
Apfel Cadel. Foto © BLE

Der Cadel - eine Kreuzung aus Jonathan x Golden Delicious - stammt ursprünglich aus dem ehemaligen Jugoslawien. Hierbei handelt es sich um eine ansprechende, gut lagerfähige Frucht, die ab Mitte Oktober gepflückt wird. Die Schale des kantig, hoch gebauten Apfels ist grünlichgelb bis gelb und bildet zwischen 40 und 70 % seiner Oberfläche eine leuchtend rote, kurzgestreifte Deckfarbe aus. Das gelbliche Fleisch ist weich bis mittelfest, saftig, süß, aromatisch und erinnert geschmacklich sehr an den Golden Delicious.

Der Karneval - eine Kreuzung aus Vanda x Cripps Pink und eine Neuzüchtung aus Tschechien - wird seit 2013 vertrieben. Diese Varietät lässt sich vorteilhaft lagern und wird ab Oktober geerntet. Dieser kugel- bis kegelförmige Apfel mit weißem Fruchtfleisch ist Kult, denn keiner sieht aus wie der andere und doch haben alle ein typisches Gesicht. Die ungewöhnliche Ausfärbung mit eindrucksvollen rotgelben Streifen stellt einem echten Hingucker dar, am Baum ebenso wie auf dem Tisch. Der typische, zartsäuerlich saftige Geschmack definiert sich über feinste Aromen. Karneval gilt als schorftolerant (schorfresistent Rvi6), wenig anfällig für Mehltau und bestens tauglich für den Garten.

Foto © BLE JonicaDer Jonica - eine Mutante von Jonagold - ist schon seit 1988 im Handel. Er punktet mit zweckdienlicher Lagerfähigkeit und wird ab Anfang bis Mitte Oktober gepflückt. Dieser flache, mittelgroße bis große Apfel überzeugt mit seiner loderndroten, leicht verwaschen wirkenden Deckfarbe. Er schmeckt angenehm süßsäuerlich, aromatisch und erinnert nicht nur von ungefähr an Jonagold. Er eignet sich gut als Tafeläpfel, findet aber auch bei der Mostbereitung oder in der Küche Verwendung. 
Apfel Jonica. Foto © BLE

Quellen: BLE, Eis/Hen; füglister.ch; lfl-bayern.de; artevos.de; vbogl.de; stihl.de/apfelgarten

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Quelle: BLE-Marktbericht KW 45/15
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Veröffentlichungsdatum: 12.11.2015

Schlagwörter

Besonderheiten, Apfel, Sektor, Frischezentrum in Frankfurt, BLE, Marktbericht