Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Italien beherrschte mit Santa Maria, Abate Fetel und Williams Christ den Handel

05. November 2015

Deutschland lieferte neben Alexander Lucas und Conference mitunter Williams Christ, Boscs Flaschenbirne und Uta, eine Kreuzung zwischen Madame Verté und Boscs Flaschenbirne.
Birnen

Die Türkei schickte Santa Maria, die ab und an schon zu reif waren. Die Niederlande sendeten hauptsächlich Conference. Die Vermarktung verlief ruhig und kontinuierlich. Die Notierungen gerieten nicht wesentlich in Bewegung, da die Bereitstellung hinlänglich auf die Unterbringungsmöglichkeiten abgestimmt war.

Tafeltrauben
Italienische Früchte prägten das Geschehen; vor allem gab es Italia, Crimson Seedless und Sugraone. Türkische Sultana und griechische Thompson Seedless belegten die nachfolgenden Plätze im Sortiment: Ihre Kurse zogen häufig an, lediglich in Hamburg verbilligten sich die griechischen Partien qualitätsbedingt. Die Präsenz brasilianischer Thompson Seedless dehnte sich erheblich aus. Trotzdem konnten ab und an Verteuerungen durchgesetzt werden, da sich ihre Güte verbessert hatte. Aus Peru stammten mittlerweile erste Red Globe. Generell wurde das Interesse, welches zum Wochenende hin zunahm, ohne Probleme gestillt. Die Bewertungen stiegen oftmals an. Uneinheitliche organoleptische Eigenschaften führten in Köln bei Italia zu einer weit geöffneten Preisschere. Mit dem Eintreffen neuer brasilianischer Sugraone und Festival Seedless wird in der 45. KW gerechnet.

Kiwis
Während italienische und neuseeländische Chargen auf sämtlichen Märkten zu finden waren, kamen chilenische einzig in Frankfurt und griechische bloß in Hamburg und München an. Die Verfügbarkeit genügte, um die freundliche Nachfrage zu decken. Die Notierungen tendierten in der Regel marginal abwärts; in der Hansestadt fielen die Vergünstigungen aufgrund einer zu üppigen Versorgung stärker aus. Niederländische Mini-Kiwi kosteten 2,25 € je 125-g-Schale mit je 12 Stück und wurden besonders vom Facheinzelhandel beachtet.

Orangen
Auch wenn die spanische Saison erst startete, setzten sich Navelina direkt an die Spitze der Warenpalette. Angeboten wurden die Partien in 8-kg- oder 10-kg-Gebinden sowie in 15-kg-Kisten und 2-kg-Netzen. Eine schwache Ausfärbung, fleckige Schalen und ein unbefriedigendes Aroma trafen aller dings nicht den Geschmack der Kunden, sodass die Unterbringungsmöglichkeiten noch sehr eingeschränkt waren. Aus Südafrika standen weiterhin Valencia Late, Midknight und Delta Seedless bereit. Obwohl Spanien mittlerweile als ein ernsthafter Konkurrent auftrat, wurden die Forderungen wenn überhaupt nur leicht gesenkt. Importe aus Uruguay und Brasilien rundeten in Hamburg mit wenigen Mengen ab.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Die Präsenz spanischer Clementinen dehnte sich enorm aus. Da die Nachfrage mit der Verfügbarkeit nicht Schritt halten konnte, kam es bei Oronules, Clemenrubi und Marisol zu sukzessiven Verbilligungen. Generell war eine breite Kursspanne zu beobachten. Italienische Clemenrubi, exklusiv aufgemacht, ließen sich in Frankfurt in 9-kg-Kartons flott verkaufen. Satsumas stammten vornehmlich aus Spanien; Italien, Kroatien und die Türkei komplettierten das Geschehen. Der Bedarf war eher gering, sodass die Notierungen mehrheitlich abwärts tendierten. Mandarinen spielten bloß eine kleine Rolle: Offerten aus Südafrika, Peru und Spanien ergänzten zu nicht wesentlich veränderten Bewertungen das Sortiment.

Zitronen
Spanien dominierte, die Türkei rundete ab. Bei einer Versorgung, die sich hinreichend an den Unterbringungsmöglichkeiten orientierte, bewegten sich die Preise kaum. In Köln vergünstigten sich spanische Primofiori ein wenig. In Hamburg mussten die Forderungen für konditionsschwache türkische Enterdonato gesenkt werden. In Frankfurt trafen griechische Enterdonato in 9-kg-Holzkisten ein, die zu 15,- € schnell abgesetzt wurden.

Bananen
Für gewöhnlich passte man die Verfügbarkeit an die Nachfrage an, sodass sich hinsichtlich der Notierungen nicht viel tat. Verbilligungen traten manchmal dennoch in Erscheinung: In Frankfurt tangierte dies nur die Drittmarken, in Köln zudem die Zweitmarken. In München mussten die Bewertungen für das gesamte Sortiment etwas reduziert werden, um Überhänge zu vermeiden.

Blumenkohl
Die deutschen Offerten überwogen fortlaufend bei der Vermarktung. Hauptsächlich ergänzten belgische, in Hamburg bereits französische Erzeugnisse. Die Versorgung war üppig, leicht angewachsen. Die Forderungen der Vorwoche konnten nicht gehalten werden. Die Konkurrenzsituation hatte sich verschärft, da alle Partien häufig zu vergleichbaren Preisen veräußert wurden. Niedrigere Einstände bei einheimischen Abladungen sollten Platz schaffen für einen entspannten Start der italienischen und französischen Saison. Während Standardware bis zu 8,- € je 6er-Abpackung kostete, brachte Romanesco bis zu 16,- €. Violette und orange-gelbe Kultivare wurden aus Frankreich zugeführt.

Salat
Bei Eissalat dominierte Spanien in ausgedehntem Maß. Der Wechsel von der mitteleuropäischen zu der südeuropäischen Produktion hatte sich recht schnell vollzogen. Da die Verfügbarkeit zu überschauen war, verharrten die Kurse vielfach auf stabilem Niveau, bewegten sich in München jedoch erkennbar nach oben. Einheimische und niederländische Chargen verbilligten sich gelegentlich qualitätsinduziert. Sofern keine Mängel irritierten, wurden die Bewertungen von Kopfsalat als relativ konstant eingestuft. Stärkere Modifikationen fanden nur in Berlin statt, wo sich beherrschende inländische Angebote verteuerten und belgische marginal vergünstigten. Bei Bunten Salaten, vornehmlich aus Deutschland stammend, gab es aufgrund einer meist bedarfsorientierten Vermarktung in jeglicher Hinsicht kaum Veränderungen. Endivien rief man infolge eines verbesserten Interesses manchmal etwas höher auf als zuvor. Sie kamen vorrangig aus Deutschland, den Verkauf abrundend aus Italien. Die Notierungen von Feldsalat, der zuweilen mehr als hinlänglich aus Deutschland und Belgien zufloss, schwankten oftmals beachtlich in enger Anbindung an Menge, Güte und Nachfrage. Seltener vorrätige rote Ovired, roter Romanasalat in jungem Stadium, aus dem Inland konnten dabei als Alternative zu Feldsalat gegenüber dessen grünen Varietäten keinen deutlichen Vorteil verbuchen.

Gurken
Die Präsenz mitteleuropäischer Schlangengurken hatte sich weiterhin eingeschränkt. Auch wenn der spanische Versand zusehends anstieg, hielt sich die Bereitstellung in einem zu überblickenden Rahmen. Insbesondere die Erzeugnisse aus Deutschland, den Niederlanden und aus Belgien trafen in kleineren Kalibern ein. Wegen der Unterversorgung hob man zunächst vor allem bei den inländischen Partien die Forderungen an; später profitierten davon die spanischen und griechischen. Die Spannenbreite öffnete sich unterdessen auf Basis eines unsteten Zuspruchs. Spanische Importe waren nicht immer einwandfrei und kosteten in diesen Fällen weniger als bisher. Ein kurzfristiges Intensivieren einheimischer Anlieferungen setzte zum Wochenende hin den Handel punktuell unter Druck. Die Zufuhren von Minigurken aus den Niederlanden, Deutschland der Türkei reichten nicht aus, um die Order abzudecken. Die spärlichen spanischen Früchte vermochten die Lücke nicht zu schließen. Die Preise kletterten sukzessive nach oben.

Tomaten
Die Verfügbarkeit von Runden Tomaten und Rispentomaten lag merklich über Bedarf. Sie entstammten abnehmend mitteleuropäischer Herkunft und anwachsend spanischen Ursprungs. Die vielfach schleppende Nachfrage verursachte Verbilligungen. Die erstarkenden Zuflüsse aus Marokko ließen hinsichtlich Qualität zuweilen zu wünschen übrig, was divergierende Kurse bewirkte. Kirschtomaten kamen vorherrschend aus Italien und den Niederlanden sowie komplettierend maßgeblich aus Deutschland und Spanien. Im Laufe der Tage brachen hier desgleichen nach einer gewissen Stabilität die Preise überwiegend ein, fußend auf der Suche nach Möglichkeiten, den Marktzugang zu erleichtern. Fleischtomaten wurden vorrangig aus Belgien zugeleitet. Sie vergünstigten sich ebenso wie die anderen Warengruppen stufenweise. Spezielle Formen, z. B. Ochsenherz, Kumato oder Honigtomaten, erfreuten sich meistens konstanter Bewertungen.

Gemüsepaprika
Wie gewohnt zeigte sich bezüglich der Notierungen kein einheitliches Bild: stetig in Bewegung, eng aufeinander folgendes Auf und Ab, oft ohne klar erkennbaren Trend. Die grünen Offerten kosteten durchweg am wenigsten. Die gelben und roten Kultivare vertrieb man am teuersten, wobei sie sich häufig gegenseitig abwechselten. Manchmal sahen sich die Händler gezwungen, die Aufrufe etwas abzuschwächen, da der Verkauf ins Stocken geraten war. Das betraf kraft ungenügenden Interesses überdies die türkischen Importe, die in den letzten Wochen keine wesentlichen Modifikationen erfuhren hatten. Ungarn schickte beständig marginale Chargen an rotem und gelbem Spitzpaprika. Auf marokkanische Angebote konnte lediglich in Hamburg zugegriffen werden. Griechenland ergänzte erstmals mit Corno di Toro und Kapia.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln wurden ausschließlich aus Spanien angeliefert. Ihre Bewertungen blieben dank kontinuierlicher Order überwiegend stabil oder tendierten anscheinend wegen gestiegener Frachtraten nach oben. Zuweilen entschleunigte von außen nicht sichtbare Fäulnis die Nachfrage. Bedarfsorientierte Zuflüsse von inländischer Haushaltsware wurden ruhig aufgenommen. Die Forderungen unterlagen kaum irgendwelchen Veränderungen. Österreichische Abladungen komplettierten einzig in München.


Weitere Informationen

Frankfurt
Himbeeren aus den Niederlanden und Deutschland kosteten zwischen 0,80 und 1,20 € je 100 g. Argentinische Heidelbeeren hielten qualitativ nicht mit peruanischen mit, daher verbilligten sie sich. Schwarzwurzeln aus den Niederlanden in 10-kg-Gebinden konnten ab Dienstag zu 18,- € gekauft werden. Italienische grüne Buschbohnen wurden zu 12,- € je 4,7 kg problemlos geräumt, ägyptische standen ab Mittwoch bereit. Türkische Stangenbohnen waren ab 1,20 € je 400-g-Folienbeutel zu haben. Marokkanische grüne Zucchini trafen am Donnerstag zu 8,- € je 5-kg-Holzsteige ein; Partien aus Spanien und Belgien bestimmten jedoch das Geschehen. Die deutsche Spinaternte fiel zu umfangreich aus, was für Vergünstigungen sorgte. Halloween brachte bei den Kürbissen nicht den erwarteten Umsatzschub. Steinpilze verteuerten sich trotz einer geringeren Beachtung.

Hamburg
Die Kurse für begrenzte Erdbeeren aus den inländischen, niederländischen und belgischen Treibhäusern zogen auf bis zu 3,25 je 500-g-Schale an. Grapefruits aus Florida wurden zu 23,- € je 16-kg-Karton mit 56 Stück abgewickelt. Die Kampagne von Ananas aus Honduras begann zu 15,50 € je 11,5-kg-Verpackung. Für frische marokkanische Zucchini musste man 7,- € je 5 kg zahlen. Buschbohnen aus Ägypten waren zu 14,50 € je 5 kg bekommen. Italienischer Frisée wurde zu 8,75 € je 8 Köpfe offeriert. Lauchzwiebeln aus Italien bot man zu 0,37 € je Bund an. Kürbisse aus verschiedenen europäischen Anbaugebieten konnten im Hinblick auf Halloween flüssiger vermarktet werden; die üppigen Zufuhren ließen aber keinen Platz für einen Aufschlag.

Köln
Beerenobst traf zunehmend aus Südeuropa und Südamerika ein. Temperaturen um 11°C schürten die Abverkäufe der niederländischen und inländischen Erdbeeren nicht gerade. Da die Warenpalette nicht besonders groß ausfiel, lagen die Bewertungen für einheimische Früchte bei 4,80 bis 5,20 € je kg. Exklusive Chargen aus den Niederlanden kosteten sogar bis zu 7,- € je kg. Produkte der Klasse II fanden unter diesen Rahmenbedingungen zu 3,50 bis 3,70 € je kg eher Interessenten. Die Abladungen von französischen Haselnüssen und Walnüssen wuchsen an. Feigen stammten vorrangig aus der Türkei. Bleichspargel aus Peru war nur in kleinen Anteilen präsent, überwiegend gab es grüne Stangen. Grünkohl wurde verstärkt angedient. Rosenkohl erfreute sich inzwischen einer steigenden Beliebtheit. Spanische Zucchini verteuerten sich mengeninduziert. Auberginen gleicher Herkunft verbilligten sich.

München
Das Beerenangebot setzte sich nach Abschluss der europäischen Saison aus mexikanischen Himbeeren und peruanischen und argentinischen Kulturheidelbeeren zusammen. Neben spanischen und israelischen Grapefruits standen mittlerweile ausgedehnte Anlieferungen aus der Türkei und erste Importe aus Florida parat. Die Forderungen für bloß knapp bedarfsdeckende Mangos und Papayas aus Übersee wurden angehoben. Zu den bisher dominierenden türkischen und griechischen Granatäpfeln stießen zum Wochenausklang ägyptische hinzu. Für italienische, spanische und marokkanische Zucchini kletterten die Kurse bei begrenzter Verfügbarkeit deutlich aufwärts. Bei süddeutschem Radicchio machten sich qualitative Schwächen breit und bereiteten so den Weg für den Auftakt der italienischen Kampagne. Die Versorgung mit spanischem Brokkoli weitete sich kontinuierlich aus, was in Vergünstigungen mündete; einheimische und italienische Erzeugnisse waren auf dem Rückzug. Erster italienischer Kohlrabi ergänzte den von inländischen Partien beherrschten Markt und passte sich diesen preislich an. Die Aufrufe für französische und italienische Artischocken mussten wegen zu üppiger Zufuhren gesenkt werden. Bei Pfifferlingen verlief der Übergang auf Offerten aus den USA nahtlos, bei den Bewertungen kam es aber zu einer merklichen Zäsur.

Berlin
Das Interesse an Kakis konnte mit spanischen und italienischen Chargen nicht komplett gestillt werden, daher stiegen die Notierungen etwas an. Die Nachfrage nach Melonen aus Lateinamerika entsprach nicht den Erwartungen der Händler; der Versuch, den Verkauf über Verbilligungen zu beschleunigen, war nicht erfolgreich.

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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 44 / 15
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Veröffentlichungsdatum: 05.11.2015

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin