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Europäische Zwiebelernte deutlich kleiner als 2014

30. Oktober 2015

Die Zwiebelernte in der EU 28 wird für die Saison 2015/16 gut 8 % geringer ausfallen als im Vorjahr und bleibt damit leicht unterdurchschnittlich. Die Erträge waren generell im Norden und Westen Europas besser als im Süden und Osten. Das ist das Ergebnis der Ernteschätzung, die von der AMI Mitte Oktober in den Niederlanden auf der jährlichen Euronion-Tagung vorgestellt wurde.
 

Zwiebeln

Insgesamt ergibt sich für Europa kein einheitliches Bild. Den stärksten prozentualen Rückgang bei der Erntemenge gibt es mit 24 % in Österreich. Auch in Polen waren die Einbußen mit 14 % überdurchschnittlich, da sich die Sommertrockenheit hier stark auswirkte. Deutschland zeigt regional unterschiedliche Ergebnisse mit kleineren Ernten im Süden und Osten. Insgesamt wird die Produktion das Vorjahresergebnis um 6 % unterschreiten. In Südeuropa wird generell von kleineren Ernten berichtet, besonders wirkt sich hier der Ernterückgang von 17 % in Spanien aus, denn Spanien hat mit seiner großen Produktion von gut 1,1 Mio. t. einen starken Einfluss auf das Gesamtergebnis. Für die Niederlande wird eine Nettoernte in Vorjahreshöhe erwartet.  

Die Exportsaison der Niederlande und Spaniens startete lebhaft, da sich die starke Nachfrage aus Brasilien bis in den September hinein fortsetzte. Mittlerweile ist Brasilien jedoch wieder weitgehend Selbstversorger, und auch die äußerst knappe Warenverfügbarkeit in Indien scheint vorerst überwunden zu sein. Auf der anderen Seite dürfte sich in weiten Teilen Osteuropas im weiteren Saisonverlauf ein Importbedarf ergeben. Damit bleibt der Zwiebelmarkt in Bewegung. 

Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 29.10.2015 )

Veröffentlichungsdatum: 30.10.2015

Schlagwörter

Europa, Zwiebeln, Ernte