Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Äpfel: Deutschland bestimmte mit zahlreichen Varietäten das Geschehen

29. Oktober 2015

Neben Elstar und Royal Gala konnte vor allem auf Boskoop und Braeburn zugegriffen werden. Mittlerweile gab es auch Cripps Pink und Red Delicious. Die Präsenz von Kanzi verstärkte sich.

Apfel Varietäten

Italien schickte hauptsächlich Golden Delicious, Granny Smith und Royal Gala und ergänzte inzwischen ebenfalls mit Kanzi das Geschäft. Aus Frankreich kamen erste Red Delicious, die sich zu den schon etablierten Jazz, Granny Smith und Golden Delicious gesellten; gelegte Pink Kiss rundeten hier und da die Warenpalette ab. In Frankfurt tauchten erste portugiesische Royal Gala in der Größe 65/70 mm auf. Insgesamt war ein ruhiger, aber konstanter Absatz zu beobachten, der sich zum Wochenende hin ab und an beschleunigte. Dennoch tendierten die Kurse mehrheitlich abwärts, da das Interesse mit den ausgedehnten Zufuhren nicht Schritt halten konnte.

Birnen
Das Sortiment geriet kaum in Bewegung. Weiterhin dominierten italienische Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ den Handel. Einheimische Alexander Lucas, Conference und Williams Christ befanden sich an zweiter Stelle. Die Niederlande komplettierten mit Conference, Gute Luise und Gellert. Spanische und französische Williams Christ wurden kaum abgeladen. Auch türkische Santa Maria verabschiedeten sich zunehmend aus der Vermarktung. Generell konnte die Nachfrage ohne Schwierigkeiten befriedigt werden. Hinsichtlich der Preise waren keine gravierenden Veränderungen auszumachen, da sich die Versorgung hinlänglich an den Unterbringungsmöglichkeiten orientierte.

Tafeltrauben
Griechische Thompson Seedless und türkische Sultana standen an der Spitze des Angebotes. Aus Italien stammten vorrangig Italia, Crimson Seedless, Michele Palieri und Red Globe. Spanien und Frankreich ergänzten mit wenigen Zufuhren. Die Präsenz brasilianischer Thompson Seedless wuchs an; allerdings überzeugte ihre Qualität nicht immer, weshalb zum einen die Kurse auseinanderdrifteten und zum anderen der Abverkauf sehr langsam vonstattenging. Insgesamt hatte sich das Interesse etwas verbessert, weshalb man hier und da die Forderungen erhöhen konnte. Meistens blieben die Notierungen jedoch konstant, da die Verfügbarkeit auf den Bedarf abgestimmt wurde.

Kiwis
Die neuseeländischen Importe verstärkten sich augenscheinlich, derweil schränkten sich die italienischen und griechischen Partien ein. Die Bewertungen entwickelten sich sehr unterschiedlich: In München zogen die der europäischen Chargen infolge einer vermehrten Nachfrage an. In Berlin sanken die der italienischen Früchte hingegen ab, da die Unterbringungsmöglichkeiten zu begrenzt waren. In Frankfurt verteuerten sich chilenische Produkte leicht, während diese in München güteinduziert marginal billiger wurden.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Es konnte ausschließlich auf spanische Clementinen, deren Präsenz sich merklich erhöht hatte, zugegriffen werden. Neben Marisol, die mit 10,- € je 10-kg-Karton verhältnismäßig günstig waren, wurden auch Clemenrubi abgeladen, für die man bis zu 20,- € je 10 kg zahlen musste. Mandarinen kamen vorrangig aus Südafrika; die Ware ließ hinsichtlich ihres Geschmacks keine Wünsche offen, sodass die Abwicklung flott vonstattenging. Satsumas stammten hauptsächlich aus Spanien; italienische und türkische rundeten das Sortiment ab. Auch in diesem Segment hatte die Verfügbarkeit kontinuierlich zugenommen. Infolge eines schwachen Interesses gelang eine Leerung der Läger nicht vollends. Selbst durch verringerte Forderungen konnten Bestände nicht immer vermieden werden. Kroatische Erzeugnisse kosteten in Frankfurt 11,- € je 10-kg-Holzsteige.

Zitronen
Spanische Früchte dominierten vor türkischen. Südafrikanische Importe gab es nur noch in Frankfurt, argentinische hatten sich komplett aus dem Geschäft verabschiedet. Insgesamt verharrten bei an der freundlichen Nachfrage orientierten Anlieferungen die Preise auf bisherigem Niveau. In Frankfurt verbilligten sich spanische Chargen etwas. Türkische Offerten trafen hier in einer weiten Qualitätsspanne ein, weshalb sich die Kursschere in beide Richtungen öffnete.

Bananen
Die Bereitstellung wurde hinreichend auf die Unterbringungsmöglichkeiten abgestimmt. Demzufolge veränderten sich die Bewertungen in der Regel nicht. Lediglich in München tat sich etwas: Zweitmarken vergünstigten sich leicht, während sich die Erstmarke marginal verteuerte.

Blumenkohl
Einheimische Partien befanden sich auf dem ersten Platz, belgische folgten. Französische Zufuhren trafen mittlerweile auch in Berlin zu 9,- € je 8er-Steige ein, nachdem sie zuvor nur in Hamburg in Erscheinung traten. Insgesamt dehnte sich die Versorgung ein wenig aus. Dennoch gelang es nicht überall, den Bedarf, der sich im Wochenverlauf vergrößerte, komplett zu decken, weshalb die Forderungen mancherorts angehoben werden konnten. In Hamburg und München bröckelten die Notierungen im Wochenverlauf mengenbedingt hingegen etwas ab.

Salat
Bei Eissalat hatte Spanien Deutschland von dem ersten Rang verdrängt. Die Niederlande ergänzten. Infolge der angewachsenen Verfügbarkeit, vor allem die Präsenz spanischer Produkte hatte massiv zugenommen, sanken die Kurse ab. Lediglich in München kletterten sie zunächst aufwärts, ehe sie sich zum Wochenende hin wieder abwärts bewegten. Bei Kopfsalat prägte das Inland vor Belgien und den Niederlanden das Geschehen. Bei einem reibungslosen und kontinuierlichen Verkauf konnten die bisherigen Bewertungen heraufgesetzt werden. Die Aufrufe für einheimische Bunte Salate wurden bei einer steten Unterbringung nur selten modifiziert. Auch Endivien kosteten in der Regel so viel wie bislang. Nur in Frankfurt konnten die Preise infolge einer verbesserten Nachfrage erhöht werden. Deutscher Feldsalat verteuerte sich hier und da.

Tomaten
Niederländische und belgische Anlieferungen beherrschten die Vermarktung. Italien und Deutschland lagen auf den nächsten Plätzen. Die Präsenz spanischer Chargen hatte sich merklich vergrößert. Auch marokkanische, polnische, türkische und französische Partien wurden verstärkt abgeladen. Die Versorgung nahm kraftvoll zu und überragte das Interesse deutlich. Da war es nicht verwunderlich, dass die Händler ihre Forderungen sukzessive reduzieren mussten, wenn sie Bestände vermeiden wollten. Vor allem runde Früchte vergünstigten sich, da sich hier die Konkurrenzsituation mit dem ausgedehnten Eintreffen marokkanischer und spanischer Erzeugnisse zuspitzte. Selbst hinsichtlich ihrer Qualität einwandfreie Ware musste billiger abgegeben werden. Anziehende Notierungen waren sehr selten: In München waren sie bei Fleischtomaten zu beobachten und für belgische und niederländische Rispenofferten musste generell mehr als zuvor gezahlt werden.

Gemüsepaprika
Die Niederlande prägten vor Spanien und der Türkei das Geschäft. Marokko, Belgien, Polen und Ungarn ergänzten das Sortiment mit einigen Zufuhren. Die Bereitstellung genügte, um die konstante Nachfrage hinlänglich zu befriedigen. Wie in den letzten Wochen üblich schwankten auch in dieser die Preise, sie ließen allerdings auch einen klaren Trend erkennen: Während die Kurse für rote Produkte infolge erhöhter Eingangsbewertungen kontinuierlich anstiegen, sanken die für grüne mengeninduziert meist leicht ab. Hiervon waren vor allem niederländische Importe betroffen, doch auch die marokkanischen und türkischen kosteten ab und an weniger als bislang.

Zwiebeln
Die Präsenz spanischer Gemüsezwiebeln wuchs an. Auch die Abladungen von einheimischer Haushaltsware verstärkten sich, während österreichische Offerten an Wichtigkeit einbüßten. Insgesamt war ein ruhiger Handel zu beobachten, bei dem die Notierungen kaum in Bewegung gerieten. In Berlin verbilligten sich die spanische Offerten. In Hamburg musste in beiden Bereichen etwas mehr gezahlt werden, sofern die Qualität überzeugte.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Nachdem der Markt an den ersten Tagen von konditionsschwachen Erdbeeren bereinigt wurde, konnten anschließend wieder Preise von 2,50 bis 2,70 € je 500-g-Schale durchgesetzt werden. Türkische Granatäpfel und Quitten trafen zu reichlich ein; Vergünstigungen waren aber selten, da das Interesse trotz der Herbstferien als freundlich bezeichnet werden konnte. Der Saisonstart für türkische roséfarbene Grapefruits war am Freitag. Sonderangebote an weißem peruanischem Spargel fanden regen Zuspruch. Mit Steckrüben aus England und dem Inland, belgischem und niederländischem Rosenkohl und dem ersten deutschen Grünkohl wurde das Wintergeschäft eingeläutet. Auch die Produktion von einheimischem Meerrettich wurde wieder aufgenommen. Die Verkäufe von Kürbissen ließen sich bei dosierter Verfügbarkeit gut an, besonders Muskatkürbisse und Hokkaidokürbisse wurden flott abgewickelt. Italien versuchte mit ersten Anlieferungen von Kohlrabi und Radieschen am Platz Fuß zu fassen. Diese Woche konnten reichliche Mengen an Steinpilzen aus Ungarn untergebracht werden. Die Versorgung mit Pfifferlingen schränkte sich ein, besonders die feine Sortierung war knapp.
Hamburg
Der Qualitätsunterschied bei nur noch wenigen deutschen Pflaumen führte zu Bewertungen von 12,- bis 21,- € je 10-kg-Verpackung. Gelegte Offerten aus Italien und Spanien wurden bedarfsgerecht abgeladen und die Aufrufe veränderten sich nicht. Überhänge von Melonen aus Brasilien wurden durch gesenkte Forderungen eliminiert. Kleinfruchtige Granatäpfel aus dem Mittelmeerraum wurden mittels Verbilligungen besser untergebracht. Frischer Staudensellerie aus Italien kostete 8,- € je 6 kg und 13,50 € je 10-kg-Karton. Erste feine Buschbohnen aus Frankreich erzielten 2,55 € je kg und aus Marokko 12,- € je 4-kg-Packstück.
Köln
Neben den im Umfang geringer werdenden inländischen Buschbohnen und Stangenbohnen traten im Laufe der Woche erste marokkanische Produkte in Erscheinung. Auch erster inländischer Grünkohl, sowohl lose als auch in 500-g-Abpackungen, wurde bereitgestellt.
München
Die Saison für europäische Zwetschgen ist gelaufen. Sich abschwächende Lagermengen führten zwar zu festen Vorgaben, die die Kunden aber nicht bewilligten. Neben süddeutschen und polnischen Kulturheidelbeeren tauchten schon erste argentinische auf. Das Mittelmeerangebot an Grapefruits wurde am Mittwoch um erste türkische Star Ruby erweitert. Ananas, Mangos und Papayas diverser Herkunft sowie peruanische essreife Avocados, die via Flugzeug eintrafen, wurden besser nachgefragt und verteuerten sich daraufhin. Die üppigen Abladungen von spanischen und italienischen Kakis verbilligten sich. Bei Zucchini lief die regionale Kampagne aus, daher waren nur noch südwestdeutsche Partien neben den spanischen, italienischen und marokkanischen Chargen greifbar; die Notierungen kletterten infolge eines intensivierten Bedarfs aufwärts. Auberginen blieben günstig. Bei Fenchel und Radicchio machte sich Italien zunehmend bemerkbar. Inländische Buschbohnen und Stangenbohnen dominierten, ihre Qualität ließ kurzfristig teilweise aber nach. Einheimischer Weißkohl und Rotkohl konnte ohne Verkaufsdruck vermarktet werden, was die Bewertungen stützte. Das vielfältige Sortiment an Kürbissen fiel recht reichlich aus. Die Kurse für Steinpilze aus Rumänien und den Balkanstaaten veränderten sich kaum; aus Deutschland kam keine Ware mehr. Spärliche Pfifferlinge aus Weißrussland und Russland blieben trotz eingeschränkter Güte hoch gefordert.
Berlin
Erste Buschbohnen aus Ägypten sowie erste Stangenbohnen aus Marokko ergänzten im Wochenverlauf die Produktpalette. Preislich lagen sie über den inländischen Erzeugnissen, deren Präsenz sich kontinuierlich begrenzte. Die Anlieferungen von niederländischem und deutschem Rosenkohl wuchsen sukzessive an. Dadurch konnten die bisherigen Aufrufe der Vorwoche nicht bestätigt werden.
 

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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 43 / 15
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Veröffentlichungsdatum: 29.10.2015

Schlagwörter

Apfel, Deutschland, Varietäten, Geschehen, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin