Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Mit dem Herbst kommt der Bio-Porree

14. Oktober 2015

Die einkaufsstarken Monate haben bei Bio-Porree gerade erst begonnen. Nur 2 % des in Deutschland gekauften Porrees entfallen auf Bio-Porree. Das verwundert, zählen die Stangen doch zur Grundausstattung der Winterküche. Viel Handarbeit und hohe Anfälligkeit gegenüber Schädlingen und Pilzen verteuern den Bio-Anbau gegenüber der konventionellen Variante. Durch den hohen Preisunterschied tauchen die Stangen so gut wie nie in den Discountern auf, auch die Vollsortimenter verkaufen nur 12 % des Lauchgemüses.

Porree

Um 3,80 EUR/kg kostete Bio-Porree die Verbraucher im vergangenen rollierenden Jahr (Okt 2014-Sep 2013). In den Vollsortimentern lagen die Preise sogar bei 3,99 EUR/kg. Das ist fast dreimal so viel wie das konventionelle Gemüse, welches für 1,40 EUR/kg zu den Verbrauchern ging. Außerdem werden kaum Werbeaktionen mit Bio-Porree durchgeführt, ganze 17 Mal fand sich Bio-Lauch 2014 in den Werbeprospekten der Supermärkte, bei konventionellem Lauch waren es 270 Werbeanschläge. Allerdings wurde 2014 bei konventionellem Porree eine Rekordernte eingefahren. Die Einkaufsmenge stieg bei günstigen Preisen um 8 % zum Vorjahr.

2015 Normalernte erwartet

Bei Bio-Porree wird für 2015 wird von einer Normalernte ausgegangen. Zur Bio-Anbaufläche in Deutschland gibt es für 2015 noch keine Angaben. Die Flächen zeigten aber in den vergangenen Jahren keine großen Schwankungen. 2014 betrug die Anbaufläche von Bio-Porree in Deutschland 221 ha, so das Statistische Bundesamt. Der konventionelle Porree-Anbau weist eine starke Konzentration im Südwesten bzw. Westen Deutschlands auf. Dabei haben sich die Rheinland-Pfälzer schon 2011 an die Spitze der größten Anbauer gesetzt und das vormals führende Nordrhein-Westfalen überholt. Auch bei Bio-Porree finden sich die Anbauschwerpunkte in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Geerntet wurde bei Bio-Porree 2014 deutlich weniger als in normalen Jahren. Die Nässe in der zweiten Jahreshälfte hat auf den zumeist sandigen Böden zu Nährstoffmangel geführt, so dass überdurchschnittlich viele kleine Stangen geerntet wurden. Mit 6.630 t betrug der Anteil der Erntemenge an Bio-Porree 6 % der gesamten Erntemenge an Porree.  

Neben frischem Porree auch TK-Ware

Neben frischem Porree kommt auch der tiefgekühlten Variante eine Bedeutung zu. Hierzu liegen der AMI zwar keine Angaben über das genaue Ausmaß vor, aber in vielen Vollsortimentern findet sich mittlerweile auch tiefgekühlter Bio-Porree.

Bei konventionell produziertem Porree gehören Belgien und die Niederlande zu den wichtigsten Lieferanten für den deutschen Markt. Die Niederlande sind auch bei Bio-Porree von Bedeutung.


Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 06.10.2015)

Veröffentlichungsdatum: 14.10.2015

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Herbst, Bio-Porree, Bio, Porree