Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Äpfel: Im anwachsenden Maß drängten einheimische Erzeugnisse mit ausgeweiteter Produktpalette auf den Markt.

01. Oktober 2015

Elstar gewannen zunehmend an Bedeutung und dominierten. Boskoop und Royal Gala spielten ebenso eine wichtige Rolle. Die Anlieferungen aus Italien dehnten sich aus: an deren Spitze Royal Gala und Granny Smith. Frankreich schickte unter anderem kontinuierlich Granny Smith, Elstar und Gala. Frühe Sorten wie Gravensteiner oder Delbarestivale wurden in Anbetracht der verbesserten Verfügbarkeit von frischer Lagerware zusehends vernachlässigt. Die Nachfrage genügte in der Regel nicht, um sämtliche Mengen zu räumen. Unweigerlich fielen bei den deutschen Chargen die Notierungen. Abladungen aus dem Süden Europas blieben davon überwiegend verschont, da sie wohldosiert waren. Die Versorgung aus Übersee schränkte sich ein wie der dazugehörige Absatz. Neuseeländische Braeburn und Pink Lady wurden dennoch relativ schnell untergebracht; nur sporadisch fanden sie zu geringes Interesse. Dank erstaunlicher Qualität konnten sich Jazz leicht verteuern.

Granny Smith

Tafeltrauben
In reichlichem Umfang trafen die Offerten handelsbestimmend aus Italien, Griechenland und der Türkei ein. Wenige spanische und französische Zufuhren komplettierten. Vielfach fand man eine positive Kaufneigung vor. Auch wenn der Vertrieb freilich zuweilen etwas stockte, spätestens zum Wochenende hin intensivierte sich der Zugriff. Diese Entwicklung garantierte im Mindesten konstante Kurse. Sie tendierten jedoch bei Angeboten mit herausragendem Aroma oder ansprechender Ausfärbung unmissverständlich nach oben. Zufriedenstellende Versandmöglichkeiten in den LEH sicherten kernlosen Varietäten wie Thompson Seedless aus Griechenland oftmals ansteigende Bewertungen. Da verschiedentlich zu üppige Importe zuflossen, konnten Vergünstigungen nicht gänzlich vermieden werden. Das galt im Besonderen für Sultana aus der Türkei, manchmal für Thompson Seedless aus Griechenland. Für beide bewirkte dies eine verstärkte Order.

Erdbeeren
Monopolartig beherrschten die inländischen Abladungen den Markt. Das herbstliche Wetter schränkte die Verfügbarkeit merklich ein. Daraus ließ sich aber kein Kapital schlagen, da die Nachfrage in einem ähnlichen  Rahmen abflaute. Allein qualitativ überzeugende Ware konnte man zu stabilen Forderungen unterbringen. Aufgrund von auseinandertriftenden organoleptischen Eigenschaften wie Ausfärbung oder Fruchtgröße verbreiterte sich die Preisspanne erkennbar. Während sich spärliche niederländische Anlieferungen verteuerten, verbilligten sich die punktuell vorrätigen belgischen Chargen. Südtiroler Produkte hatten kaum Bedeutung.

Pfirsiche und Nektarinen
Das nahe Saisonende zeigte sich anhand einer verminderten Bereitstellung. Spanien dominierte dabei vor Italien und Frankreich. Die Türkei rundete mit reduzierten Zuflüssen das Sortiment ab. Die niedrigen Temperaturen wirkten sich im gleichen Maß verkaufshemmend aus wie die Versorgung zurückging. Die Notierungen blieben daher vielfach konstant. Verschiedentlich stiegen sie jedoch infolge des knappen Angebotes. Ein angewachsener Umfang von mängelbehafteten Partien musste hingegen mit Vergünstigen abgegeben werden. Platerinas generierten davon unbelastet eine zügige Abnahme.

Pflaumen
Die vorherrschenden Anlieferungen aus dem Inland reichten nicht aus, um den Bedarf vollends decken zu können. Die Phase der hohen Preise fand keinen Abbruch, denn sie bewegten sich mengenbedingt zum Teil sogar weiter nach oben. Allein Lagerware mit schnellem Konditionsabbau verschuldete entsprechende Verbilligungen. Die Produktpalette setzte sich hauptsächlich aus Presenta und Hauszwetschge zusammen. Zudem spielten Top und Elena eine wichtige Rolle. Die Verfügbarkeit der meisten anderen Varietäten
war sehr offensichtlich rückläufig. Ergänzungen vom Balkan verringerten sich, was deren Kurse bloß selten marginal nach oben trieb.

Kiwis
Die neuseeländischen Abladungen dominierten. Doch sie hatten sich wie die mittlerweile spärlichen chilenischen Importe merklich vermindert. Bei einem nicht zu üppigen Angebot blieben die Bewertungen häufig stabil, tendierten verschiedentlich, insbesondere bei Gold-Kiwis, nach oben. Einzig in München waren bereits europäische Erzeugnisse vorrätig. Italienische Offerten gewannen dabei an Bedeutung. Sie wurden aber aufgrund fehlenden Kundenvertrauens in den Reifegrad nur zögerlich geordert. Erste griechische Hayward waren zum Saisonstart nicht so hart wie von den Vorjahren gewohnt. Über niedrige Einstände versuchte man den Zugriff zu verstärken.

Zitronen
Generell begrenzten sich weiterhin die Zufuhren von Eureka aus der südlichen Hemisphäre. Die argentinischen und südafrikanischen Früchte deckten lediglich annähernd den Bedarf. Die Forderungen verharrten somit vielfach auf konstantem Niveau. Selbst Produkte mit abschwächender Kondition konnten ohne große Verluste veräußert werden. Die ansteigende Verfügbarkeit spanischer Primofiori entspannte die Marktlage. Sie brachte spätestens zum Wochenende hin die erstarrte Struktur der Preise ins Wanken.

Bananen
Zum einen verlief der Handel ruhig und das Angebot war auf eine unaufgeregte Order abgestimmt. Die Bewertungen veränderten sich kaum. Zum anderen hatte sich der Zuspruch verbessert, was in logischer Konsequenz Verteuerungen nach sich zog. In Köln fielen die Kurse leicht ab, einzig die der favorisierten Drittmarken bewegten sich nach oben.

Blumenkohl
Inländische Offerten herrschten vor und trafen in reichlichem Umfang ein. Die kühle Witterung brachte zwar einen Nachfrageschub, aber die Mengen waren für gewöhnlich so üppig, dass Überhänge nur mittels Vergünstigungen vermieden werden konnten. Insbesondere in Hamburg verzeichnete man gerade zu Beginn der Woche bloß mäßigen Zugriff. Bei kontinuierlich zufließenden, ergänzenden belgischen Importen blieben die Notierungen überwiegend stabil, die der polnischen Konkurrenz tendierten eher abwärts. Für inländischen Romanesco zeigten die Kunden zu 12,50 € je 12er-Abpackung wenig Interesse. Aus Frankreich wurden bunte Kultivare in den Farben Grün, Gelb und Violett geliefert.

Salat
Generell schränkte das kalte Wetter die Vermarktung ein; die Order verringerte sich zusehends. Am Geschäft mit Eissalaten beteiligten sich hauptsächlich deutsche und untergeordnet niederländische Erzeugnisse. Die Versorgung fiel überschaubar aus oder sie begrenzte sich leicht. Es baute sich kein Verkaufsdruck auf. Die Bewertungen verharrten auf ihrem Niveau oder zogen marginal an. Einzig in Berlin
schwächten sie sich bei den einheimischen Chargen aufgrund drängender Abladungen etwas ab. Die Zufuhren an Kopfsalat genügten in der Regel völlig, um den unaufgeregten Bedarf zu decken. Die Kurse der einheimischen Partien veränderten sich nicht wesentlich, schwankten zuweilen qualitätsorientiert; die der belgischen sanken häufiger sukzessive ab, was die Abnahme forcierte. Bunte Salate, vorrangig aus Deutschland, wurden übersichtlich bereitgestellt. Daher konnte man in diesem Sektor, ungeachtet der langsamen Räumung, die Forderungen meist konstant halten. Die Verfügbarkeit inländischen Feldsalates wuchs an, ohne den nötigen Absatz zu generieren. Das Kilogramm wurde punktuell zu maximal 6,- € aufgerufen. Der Handel mit Endivien belebte sich allmählich, woraufhin sich manchmal Verteuerungen etablierten.

Gurken
Das einheimische Angebot an Schlangengurken reduzierte sich ähnlich wie das niederländische oder belgische und dies der Saison entsprechend stufenweise. Die noch spärlichen Importe aus Spanien dehnten sich zwar aus, vermochten die Lücke jedoch nicht restlos zu schließen. Die Notierungen bewegten sich, ihrem gewohnten Trend folgend, weiterhin nach oben; nicht frei von gewissen Fluktuationen, die von differierender Güte bewirkt wurden. Die Kunden reagierten demnach: der Vertrieb entschleunigte sich  oftmals. Überwiegend aus Deutschland und den Niederlanden stammende Minigurken komplettierte man örtlich mit türkischen Offerten. Verminderte Zuflüsse bildeten die Basis für behutsame Preisanhebungen, die aber mit den organoleptischen Merkmalen der Produkte in Korrelation stehen mussten. 

Tomaten
Die mitteleuropäische Erzeugung verlangsamte sich, sodass sich die dominierenden belgischen, niederländischen und deutschen Zufuhren reduzierten. Der Bedarf konnte nicht mehr genügend gedeckt werden. Die Kurse befestigten sich im gesamten Sortiment. Insbesondere für die Kirschtomaten aus den Niederlanden und Italien zogen sie häufig offensichtlich an; mit Ausnahme von Köln, wo sie etwas abfielen. Einzig in Berlin verbilligten sich Fleischtomaten aus Belgien und den Niederlanden. Spanische Anlieferungen
trafen generell lediglich in marginalem Umfang auf dem Markt ein.

Gemüsepaprika
Die Bereitstellung spielte sich in einem halbwegs passablen Rahmen ab, war sogar eher knapp. Die Niederlande beherrschten eindeutig den Handel. Infolge einer weniger stark ausgeprägten Nachfrage sackten die Bewertungen der meisten Partien ab, die der grünen Kultivare stiegen jedoch bis zum Wochenende sukzessive an. Bei spanischen Importen zeichnete sich ein ähnliches Bild ab, während die Forderungen bei türkischen Chargen vorwiegend auf einem stabilen Level rangierten. Die das Angebot komplettierenden polnischen Zuflüsse vergünstigten sich in der Regel. Aus Deutschland stammten Californian Wonder und spitze Formen in den Farben Rot und Gelb.

Zwiebeln
Die Verfügbarkeit inländischer Haushaltsware dehnte sich zusehends aus. Einzig in München ergänzten kontinuierlich und in nicht unerheblichem Maß österreichische Zufuhren. In Köln trafen zudem spärliche niederländische Abladungen ein. Generell verringerten sich mengenbedingt die Preise. Das Geschäft mit Gemüsezwiebeln wurden ausschließlich mit Anlieferungen aus Spanien gespeist. Da deren Umfang nicht so begrenzt ausfiel wie vorhergesagt, blieben die erwarteten Verteuerungen aus. Die Notierungen verharrten in der Mehrzahl auf konstantem Niveau. 


Weitere Informationen

Hamburg
Auberginen aus Spanien zogen auf 1,60 € je kg an. Davon profitierten die Importe aus dem Beneluxraum zu 2,20 € je kg. Das Angebot an großfruchtigen Kürbissen für Halloween nahm zu. Der Focus lag aber bei inländischen Hokkaido zu 0,70 € je kg und französischen Butternut zu 1,- € je kg. Das Interesse für Rotkohl, der bis zu 0,45 € je kg einbrachte, und Weißkohl, der bis zu 0,40 € je kg kostete, wuchs an. Aus der Ernte resultierte dabei keine drängende Bereitstellung. Erste spanische Clementinen, Clemenrubi mit Blatt in Kartons mit 82, 96, 108, 120 und 126 Stück, erreichten zu 21,- bis 25,- € je 10 kg zum Wochenende hin den Markt. Die zu frühe Pflücke ließ keine Gaumenfreuden aufkommen.

Köln
Inländische und ergänzende niederländische rote Johannisbeeren trafen kontinuierlich in 500-g-Schalen ein. Himbeeren wiesen dagegen eine Vielzahl an Verpackungsarten auf. Dementsprechend öffnete sich die Preisschere. Die Versorgung mit Pomelos aus China stieg kraftvoll an. Granatäpfel aus Ägypten und Griechenland waren begrenzt. Melonen stammten immer öfter aus Südamerika. Die Saison von Nüssen startete mit Partien aus Frankreich. Die Palette der Kürbisse umfasste neben inländischen Hokkaido und Butternut auch französische und spanische Muskat-Kürbisse. Übersichtlicher Rosenkohl aus dem Inland sowie Belgien wurde ruhig beachtet. Einheimische Steckrüben generierten indes schon eher Nachfrage. Lauch kam hauptsächlich aus dem europäischen Umland; die Kurse blieben konstant.

München
Das Angebot an süddeutschen und polnischen Himbeeren, Brombeeren und Kulturheidelbeeren nahm weiter ab. Das kühle Herbstwetter machte sich deutlich in Ausfärbung und Fruchtgröße bemerkbar. Italien und Spanien lieferten erste Kakis, die flott untergebracht wurden. Frischfeigen aus Italien und der Türkei konnten ihre hohen Bewertungen dank freundlicher Order bestätigen. Spanien führte erste Satsumas zu. Inländische Zucchini waren eingeschränkt verfügbar und notierten fester; spanische, italienische und türkische Chargen füllten die entstandene Lücke. Die Abladungen von niederländischem Rosenkohl dehnten sich aus; teurer wurden freilich nur geputzte Offerten aus Belgien. Die Präsenz von Kürbissen verstärkte sich. Pfifferlinge kosteten infolge verringerter Mengen mehr als zuvor.

Berlin
Die Versorgung mit inländischen Kürbissen wuchs im Wochenverlauf erheblich an. Für Hokkaido mussten die Kunden etwa 0,90 € je kg zahlen. Da Zucchini nicht bedarfsgerecht bereitgestellt werden konnten, kletterten die Kurse für einheimische Partien auf bis zu 1,40 € je kg. Erste Produkte aus Spanien wurden zu 1,30 € und aus Italien zu ca. 1,20 € je kg abgesetzt. Türkische Importe wickelte man zu ca. 1,60 € je kg ab.

 

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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
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Veröffentlichungsdatum: 01.10.2015

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt