Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Einheimische Conference wurden verstärkt angeliefert

24. September 2015

Birnen: Italien prägte mit Santa Maria, Abate Fetel und Williams Christ die Vermarktung. Deutschland steuerte in ausgedehntem Maß Williams Christ und Gute Luise bei. Einheimische Conference überzeugten hinsichtlich Geschmack und Erscheinungsbild und waren mittlerweile auf fast allen Plätzen zu finden.

Birnen

Aus der Türkei kamen Santa Maria, die sich in Hamburg etwas verteuerten. Die Nachfrage verlief ruhig; eine Räumung gelang in der Regel. Trotz leicht angewachsener Verfügbarkeit konnten die bisherigen Forderungen meist bestätigt werden. Lediglich in Köln wurden die Preise aufgrund eines verringerten Bedarfs gesenkt.

Äpfel
Deutschland dominierte mit einem vielfältigen und ausgeweiteten Angebot. An der Spitze standen Elstar und Delbarestivale; Royal Gala, Boskoop und Gravensteiner, deren Präsenz jeweils zugenommen hatte, folgten. Italien beteiligte sich vorrangig mit Royal Gala und Golden Delicious am Geschehen, schickte zudem Granny Smith und Elstar. Frankreich gewann mit zahlreichen Varietäten, speziell Granny Smith, Gala und Red Chief an Wichtigkeit. In Hamburg trafen rötlich ausgefärbte Honeycrunch ein, die zu 2,20 € je kg abgesetzt wurden. Spanien rundete mit wenigen Abladungen von Granny Smith das Geschäft ab. Der Zugriff der Kunden gestaltete sich kontinuierlich und steigerte sich nach und nach. Bei einer Versorgung, mit der man das Interesse ohne Probleme stillte, veränderten sich die Bewertungen nicht wesentlich. Importe aus Übersee gab es nur in kleinem Rahmen: Neuseeländische Braeburn und Jazz wurden immer seltener beachtet; die Verkäufer mussten hier und da Verbilligungen akzeptieren.

Tafeltrauben
Italien beherrschte den Handel und führte vorrangig Italia, Michele Palieri und Crimson Seedless zu. In München trafen Sweet Saphir ein, die man zu 3,75 € je kg absetzte. Aus Griechenland stammtenThompson Seedless und aus der Türkei Sultana, die reibungslos untergebracht werden konnten. Frankreich ergänzte das Geschehen unter anderem mit Alphonse Lavallée, deren Kurse mengeninduziert mancherorts anstiegen. Insgesamt war ein stetes Geschäft zu beobachten. Die Notierungen tendierten hier und da ein wenig abwärts, da das Interesse mit der Bereitstellung nicht Schritt hielt und die Verkäufer Bestände vermeiden wollten.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Saison neigt sich langsam ihrem Ende entgegen. Italienische und spanische Chargen bestimmten die Vermarktung, welche von französischen und türkischen Offerten komplettiert wurde. Obwohl sich die Anlieferungen einschränkten, gelang es, die kontinuierliche Nachfrage zu befriedigen. Die Qualität der Früchte sprach dabei weitgehend an. Die bisherigen Bewertungen wurden für gewöhnlich bestätigt, lediglich in Hamburg kam es am Anfang der Woche zu Verbilligungen. Berlin berichtete indes von leichten Verteuerungen bei einzelnen Partien.

Pflaumen
Deutschland prägte eindeutig das Geschehen: Hauszwetschge, Presenta und Elena bauten dabei ihre Präsenz aus und verdrängten zunehmend Ortenauer, Cacaks Fruchtbare und Fellenberg. Aus Osteuropa stammten vorrangig Stanley. Italien steuerte unter anderem Dro zum Sortiment bei. Hier und da wiesen manche Produkte Konditionsschwächen auf, was sich postwendend negativ auf die Notierungen auswirkte. Der Abverkauf klappte in der Regel jedoch problemlos, was sich auch in konstanten Preisen widerspiegelte. In München kletterten die Kurse für inländische Hauszwetschgen ab Donnerstag aufwärts. In Köln war das Interesse sehr begrenzt, weshalb die Händler die Forderungen ab und an senkten. Französische Reineclauden rundeten zu ca. 2,50 € je kg das Angebot ab.

Kiwis
Neuseeland beherrschte vor Chile augenscheinlich das Geschäft. In Hamburg ergänzten italienische Früchte zu 1,70 € je kg die Vermarktung. Bei einer unaufgeregten Nachfrage und einer an den Unterbringungsmöglichkeiten  orientierten Bereitstellung kam es hinsichtlich der Bewertungen zu keinenwesentlichen Veränderungen.

Zitronen
Die Verfügbarkeit von dominierenden argentinischen und spanischen Offerten schränkte sich merklich ein. Auch die komplettierenden Importe aus Uruguay und Südafrika verringerten sich. Dies hatte allerdings keinen positiven Einfluss auf die Kurse, die in Berlin und München vereinzelt sogar etwas absackten.

Bananen
Dank der auf den Bedarf abgestimmten Anlieferungen gelang es, das Interesse ohne Mühe zu stillen. Der Handel gestaltete sich ohne großartigen Höhepunkte. Die Notierungen bewegten sich, wenn überhaupt, nur unwesentlich.

Blumenkohl
Meistens wurden ausschließlich inländische Produkte angeboten. In Frankfurt gab es zudem belgische Importe. Schwedische Abladungen komplettierten in München, generieten aber wegen zu geringen Kopfgewichtes kaum Beachtung. Der Verkauf verlief insgesamt relativ ruhig. Bei ansteigender Verfügbarkeit war man früher oder später bei der Preisfindung immer mehr zu Kompromissen bereit, in der Hoffnung, dadurch den schwachen Absatz anzukurbeln. Zum Wochenende hin brachte die 6er-Steige lediglich bis zu 6,50 €.

Salat
Die dominierenden Zufuhren von Eissalat aus Deutschland reduzierten sich ähnlich wie die Ergänzungen aus den Niederlanden. Die Nachfrage konnte zusehends nicht hinlänglich befriedigt werden. Die Kurse verharrten mindestens auf bisherigem Niveau, zogen freilich vorwiegend an, manchmal recht deutlich. Die Anlieferungen von Kopfsalat fielen in der Regel ebenso überschaubar aus. Gleichzeitig verbesserte sich der Zugriff. In der Folge blieben die Bewertungen oft stabil, tendierten jedoch vorrangig aufwärts. Einzig bei einheimischen Chargen bewegten sich die Notierungen in Köln genauso wie bei belgischen in München nach unten. Die Versorgung mit Bunten Salaten war nicht sehr üppig. Die Forderungen konnten daher bei einem unaufgeregten Handel für gewöhnlich konstant gehalten werden, wobei sie verschiedentlich einen leichten Trend nach oben zeigten. Endivien aus Deutschland verbilligten sich speziell in Köln angesichts mäßigen Interesses. Inländischer Feldsalat war weiterhin knapp, wovon die belgische Konkurrenz profitierte.

Gurken
Die Verfügbarkeit von Schlangengurken begrenzte sich etwas. Beherrschende deutsche Partien wurden von niederländischen und belgischen komplettiert. Aufgrund mangelnder Räumung hatten die hohen Preise der Vorwochen keinen Bestand mehr; deren sukzessive Verringerungen brachten wieder zunehmend Schwung in den Vertrieb. Zuweilen hingen die Vergünstigungen auch mit kleineren Kalibern zusammen. Zum Start ihrer Saison spielten spanische Offerten nur eine marginale Rolle, bald werden die anwachsenden Importe aber die Angebotslage entspannen. Minigurken aus dem Inland und den Niederlanden kamen nicht allzu reichlich an. Sie verteuerten sich daraufhin vielfach. Punktuell wurden türkische Produkte abgeladen.

Tomaten
Die Versorgung mit mitteleuropäischen Erzeugnissen schränkte sich bei sämtlichen Warengruppen schleichend ein. Die Forderungen konnten fast durchgängig angehoben werden. Insbesondere in München berichtete man von täglichen Veränderungen bei belgischen und niederländischen Früchten. Polnische Chargen generierten freundlichen Zuspruch, das sie merklich billiger als ihre Mitstreiter abgegeben wurden. Die ersten Ankünfte aus Spanien trafen in Sortierung M ein. Da sie von der Ausfärbung her noch sehr blass ausfielen, vermochten sie keinen großen Bedarf zu wecken.

Gemüsepaprika
Die beherrschenden niederländischen Produkte waren fortlaufend begrenzt verfügbar, die kontinuierlichen Zuflüsse aus der Türkei nahezu konstant. Die Anlieferungen aus Polen wuchsen hingegen ein wenig an. Wegen der überschaubaren Mengen verharrten die Bewertungen der niederländischen Offerten zwar zumeist auf üblich hohem Niveau, doch deren vielfachen Schwankungen prägten wie gewohnt den Verkauf. Dabei zeichnete sich eine klar erkennbare ansteigende Hierarchie von grün über rot zu gelb ab. Die Abladungen der übrigen Ursprungsländer waren hinsichtlich der Notierungen nicht so starken Modifikationen unterworfen, blieben sogar, wie z. B. bei den türkischen Importen, manchmal davon beinahe völlig verschont. Ungarn rundete den Vertrieb mit roten und gelben spitzförmigen Kultivaren ab. Spanische Zufuhren punkteten, da sie häufig recht günstig veräußert wurden. Vereinzelt traten neben Partien aus Deutschland welche aus Bosnien und Herzegowina auf.

Zwiebeln
Haushaltsware stammte vorwiegend aus Deutschland. Komplettierungen aus Österreich und Italien gab es lediglich in München. Bei überwiegend zufriedenstellender Nachfrage veränderten sich die Kurse kaum; sie tendierten bei verbesserter Aufnahme indes oben. Bei Gemüsezwiebeln waren ausschließlich spanische Angebote zu finden. Infolge der andauernd eingeschränkten Versorgung bewegten sich die Preise immer noch aufwärts. Zudem hatte man seitens der Erzeuger ein Anheben der Einstände erwirkt, was die Kunden über Verteuerungen zu spüren bekamen. So mussten zum Wochenende hin in Abhängigkeit vom Handelsplatz bis zu durchschnittlich 18,- € je 25-kg-Sack bezahlt werden.


Weitere Informationen

Hamburg
Melonen aus Brasilien trafen verstärkt ein; dennoch zogen die Notierungen an. Auberginen aus dem Beneluxraum verbilligten sich auf ca. 2,30 € je kg. Erste spanische Produkte wickelte man zu 1,60 € je kg ab. Zucchini aus Spanien wurden zu 1,20 € je kg abgesetzt. Für knappe Pfifferlinge konnten stolze 15,75 € je kg gefordert werden; die organoleptischen Eigenschaften ließen manchmal aber zu wünschen übrig. Steinpilze aus Rumänien oder Polen vermarktete man zu 14,75 € je kg.

München
Die Kurse für deutsche Heidelbeeren stiegen zuerst an, bevor sie ab Dienstag nachfragebedingt trotz reduzierter Anlieferungen wieder abbröckelten. Ab Donnerstag stand Ware im größeren Umfang parat, sodass die Bewertungen erneut gesenkt wurden. Polnische Waldheidelbeeren gab es bloß begrenzt. Der Abverkauf von Himbeeren verlief zunächst schleppend und später freundlich. Eine uneinheitliche Güte wiesen vor allem die polnischen Früchte auf, für die ca. 3,50 € je 250-g-Schale gezahlt werden mussten. Bosnische Offerten kosteten 1,75 € je 125-g-Schale, belgische 1,50 € und portugiesische 1,60 € je 125 g. Die Preise für qualitativ überzeugenden einheimischen Radicchio blieben fest. Inländische Auberginen waren nur spärlich vertreten; spanische Zufuhren werden in den kommenden Wochen erwartet. Die Saison von Rosenkohl startete mit übersichtlichen niederländischen Abladungen. Steinpilze aus Rumänien wurden zunehmend mit bayerischen Partien ergänzt. Das Gesamtangebot fiel, wie auch bei Pfifferlingen, nicht sehr reichlich aus, was für Verteuerungen sorgte.

Berlin
Heidelbeeren aus Deutschland waren lediglich in wenigen Mengen verfügbar. Daher erhöhte man die Forderungen auf etwa 2,- bis 2,25 € je 250-g-Schale. Auf polnische Produkte konnte nicht mehr zugegriffen werden. Avocados aus Südafrika waren genügend vorhanden; die Notierungen lagen bei ca. 13,- bis 16,- € je 4-kg-Karton. Peruanische Importe wurden zu maximal 16,50 € je 4 kg abgesetzt. Französische Artischocken vergünstigten sich infolge einer ausgedehnten Bereitstellung auf 18,50 € je 15er–Steige.

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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
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Veröffentlichungsdatum: 24.09.2015

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin