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Filderkrautstart 2015: Bauern erwarten schwache Ernte

18. September 2015

Es ist wieder soweit: Mit der Ernte der ersten Spitzkrautköpfe startet Leinfelden-Echterdingen in die Krautsaison. Am 17. September ging’s beim sogenannten Krautstart von der Echterdinger Gemüsehalle Bayha mit Traktor und Anhänger raus aufs Krautfeld – und wieder zurück auf den Bauernhof. Mit dabei: Oberbürgermeister Roland Klenk, die Vorsitzenden der Vereinsringe, der Werbegemeinschaften und zahlreiche Medienvertreter, die das Ereignis begleiten und dokumentieren. Die Filderkrauternte wird in diesem Jahr wesentlich weniger Ertrag bringen als üblich. Trockenheit und Hitze hätten dem Spitzkohl ordentlich zugesetzt, heißt es bei den Landwirten aus Leinfelden-Echterdingen. Außerdem verlagert sich die Saison nach hinten. 

Filderkraut Kohl


An diesem Septembermorgen wird auf dem Acker Spitzkraut geschnitten (den Anfang macht Stadtoberhaupt Klenk) und danach auf dem Hof gehobelt, gesalzen und gestampft. Genau so, dass es als Sauerkraut termingerecht zum Krautabschmecken beim 37. Filderkrautfest (16.–18. Oktober), dem Highlight der Krautsaison, fertig ist.

Zur Tradition gehört es beim Krautstart, dass die Landwirte Stellung nehmen zur aktuelle Lage des Krautanbaus auf den Fildern und zur Ernte des Filderspitzkrauts – was dieses Jahr angesichts des Rekordhitze-Sommers besonders interessant werden dürfte.

Krauternte

Von Ende August/Anfang September bis Mitte November wird das Industriekraut geerntet. Das späte, zur Einlagerung bestimmte Dauerkraut wird im Oktober/November geerntet, bevor es durch Nachtfröste gefährdet wird. Geerntet wird auf den Fildern auch heute noch ausschließlich von Hand. 

Spitzkraut: Schutzbedürftiges Kulturgut

Cover des 37. Filderkraut-Festprogramms – Mädchen hält einen Spitzkrautkopf26 Hektar umfasst die Krautanbaufläche in Leinfelden-Echterdingen. Das Wahrzeichen der Filder, das Spitzkraut, findet man jedoch nur noch auf rund drei Hektar, denn es macht bei der industriellen Verwertung wesentlich mehr Arbeit als das Rundkraut.

Um den Fortbestand zu sichern, hat die international tätige Organisation Slow Food das Spitzkraut in ihre Liste der schützenswerten landwirtschaftlichen Produkte aufgenommen. Es gibt sogar Bestrebungen, das Spitzkraut als Marke eintragen zu lassen. Auch das Filderkrautfest trägt zum Anbau des feinen Gemüses und zur Wahrung des Kulturguts bei.

Filderkraut-Festprogramm

Außerdem werden die Krautfestveranstalter und das Stadtmarketing das offizielle Programm des diesjährigen Filderkrautfestes vorstellen, das es wie gewohnt als gedruckte Broschüre geben wird, und hier schon vorab als PDF-Flyer (1,7 MB) heruntergeladen werden kann.


Quelle: Stadt LE Leinfelden-Echterdingen

Veröffentlichungsdatum: 18.09.2015

Schlagwörter

Filderkraut. Start, Bauern, Erwartung, Ernte