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Österreich: Biolandwirtschaft - Wertschätzung bringt Wertschöpfung

09. September 2015

"Die derzeit überaus starke Nachfrage aus Deutschland nach österreichischer Biomilch zeigt beispielhaft, dass heimische Bioqualität im Ausland in steigendem Maße wertgeschätzt wird und so bei uns Wertschöpfung erzeugt. Aber nicht nur Konsumenten diesseits und jenseits der Grenzen schätzen 'bio', wie der nach wie vor steigende Anteil im Lebensmittelhandel zeigt, der derzeit bei rund zehn Prozent liegt. Auch Agrarpolitik und Interessenvertretung messen den 20.000 Biolandwirten einen besonderen Stellenwert zu", erklärte Landwirtschaftskammer Österreich-Präsident Hermann Schultes am Montag.

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"Selbst wenn andere Bereiche der Landwirtschaft im Agrarbudget spürbare Kürzungen hinnehmen mussten, blieb die Biolandwirtschaft ein wesentlicher Schwerpunkt im Programm Ländliche Entwicklung. In Relation dazu stehen für den Biolandbau sogar mehr Mittel als in der vorigen Periode zur Verfügung. Nun erhalten Biobäuerinnen und Biobauern aus dem 455 Mio. Euro umfassenden Umweltprogramm ÖPUL rund ein Drittel aller Zahlungen. Dazu kommen noch andere Förderungen, wie für den Bau besonders tiergerechter Stallungen. Aus diesem Titel fließen etwa 20% der Mittel der vorgesehenen Investitionsförderung an die Biobetriebe", berichtete Schultes.

Einkünfte im Vergleich

"Unsere Biobäuerinnen und Biobauern können mit Recht stolz sein: Österreich ist mit 20% Anteil der Flächen und 13% der Betriebe das EU-Bioland Nummer eins. Diese erfreuliche Stellung schlägt sich auch im Einkommen nieder", so Schultes. Selbst im einkommensschwachen Jahr 2014 schnitten beispielsweise die biologisch geführten Marktfruchtbetriebe mit rund 40.000 Euro Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft je Betrieb deutlich besser ab als die konventionell geführten, die sich mit 23.000 Euro begnügen mussten.

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Quelle/Autor: Landwirtschaftskammer Österreich, Dr. Josef Siffert

Veröffentlichungsdatum: 09.09.2015

Schlagwörter

Biolandwirtschaft, Wertschätzung, Wertschöpfung, Bio