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Lebensmittelabfälle sind eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung

28. August 2015

Anlässlich der Gesundheitsgespräche des Europäischen Forums Alpbach (EFA) fand auch heuer bereits zum neunten Mal der BILLA Gesundheitstalk statt. Unter der Moderation von Univ. Prof. Dr. Anita Rieder stellten sich BILLA Vorstandssprecher Mag. Volker Hornsteiner und Univ. Prof. Dr. Marion Huber-Humer von der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) dem aktuellen Thema der Lebensmittelverschwendung. Die zentrale Botschaft, die nach der gemeinsamen Diskussion mit dem Publikum bleibt: Die Reduktion von Lebensmittelabfällen kann nur bewältigt werden, wenn jeder in der Gesellschaft gleichermaßen Verantwortung übernimmt. Schließlich sollen mehr als 40% der Lebensmittelabfälle in der EU auf private Haushalte entfallen.

Prof. Marion Huber-Humer (Leiterin des Instituts für Abfallwirtschaft der BOKU Wien), Volker Hornsteiner (BILLA Vorstandssprecher)  und Prof. Anita Rieder (Leiterin des Instituts für Sozialmedizin der medizinischen Universität Wien)
Prof. Marion Huber-Humer (Leiterin des Instituts für Abfallwirtschaft der BOKU Wien), Volker Hornsteiner (BILLA Vorstandssprecher)  und Prof. Anita Rieder (Leiterin des Instituts für Sozialmedizin der medizinischen Universität Wien). Foto Rewe Group
 

Im Sinne des Generalthemas ‚Ungleichheit’ des EFA wurde gestern in Alpbach die Problematik von ungleichem Zugang und Verteilung von Lebensmitteln entlang der gesamten Wertschöpfungskette diskutiert. Gemäß einer von der EU finanzierten Untersuchung "Preparatory study on food waste across EU 27" gehen 42 Prozent aller weggeworfenen Lebensmittel auf das Konto der privaten Haushalte. 39 Prozent landen bei den Herstellern im Müll, 14 Prozent in der Gastronomie und fünf Prozent bei den Einzelhändlern. „Österreichische Haushalte werfen bis zu 157.000 Tonnen an angebrochenen und original verpackten Lebensmitteln weg, obwohl diese bei rechtzeitigem Konsum genießbar gewesen wären“, erklärt Prof. Marion Huber-Humer bei ihren einleitenden Worten des BILLA Gesundheitstalks. 

Bewusster Umgang mit Lebensmitteln bedarf Aufklärung

„Prozentual sind somit die Privathaushalte für die größte Menge an verschwendeten Lebensmitteln verantwortlich. Deshalb ist es besonders wichtig die Menschen aufzuklären. Menschen, die informiert sind und einen bewussten Lebensstil führen, kaufen auch bewusster ein“, so Anita Rieder, Leiterin des Instituts für Sozialmedizin der medizinischen Universität Wien. Eine Verantwortung der auch BILLA als größter Nahversorger des Landes nachkommen muss. Darum informiert BILLA seine Kunden beispielsweise mit der Nachhaltigkeitsbroschüre über einen nachhaltigen Einkauf sowie einen bewussten Umgang mit Lebensmittel. „Genau hier setzt eines der größten Potenziale an – Wissen über Lebensmittel“, meint Hornsteiner. So widmet sich die BILLA Nachhaltigkeitsbroschüre etwa dem Thema Mindesthaltbarkeitsdatum und zeigt auf, dass Lebensmittel auch nach Erreichen des Ablaufdatums noch genießbar sein können. Die Broschüre finden Kunden online auf der BILLA Website. Doch auch die Aufklärung der Mitarbeiter wird groß geschrieben. Die gerechte Verteilung von Lebensmitteln beginnt bei BILLA bereits bei der Bestellung der Ware. „Unsere Mitarbeiter werden geschult und sehr gut auf das Bestellwesen vorbereitet“ so Hornsteiner. 

Jeder muss Verantwortung übernehmen und kann einen Beitrag leisten

Billa logo„Das wichtigste ist, dass jeder Teilnehmer im Kreislauf der Wertschöpfung Verantwortung übernimmt und versucht den Lebensmittelmüll bestmöglich zu verhindern“, so Hornsteiner gefragt nach konkreten Lösungsansätzen für die Zukunft. Als größter Nahversorger des Landes kooperieren aktuell über 880 BILLA Filialen mit Organisationen, die Überschüsse an Bedürftige verteilen. „Ungleichheit ist ein Thema, das unsere gesamte Gesellschaft betrifft und uns täglich umgibt. Deshalb ist es für uns wichtig, bei der Verteilung von überschüssiger Ware darauf zu achten, Menschen zu helfen, die aus diversesten Gründen von dieser Ungleichheit betroffen sind“, so BILLA Vorstandssprecher Volker Hornsteiner. Insgesamt pflegt BILLA in den über 880 Filialen mit mehr als 130 regionalen Einrichtungen österreichweit Kooperationen, darunter das Rote Kreuz, die Team Österreich Tafel, SOMA Märkte, Vinzi Märkte, die Caritas, Tischlein Deck Dich und diverse andere Tafeln. Trotzdem besteht nach wie vor in einigen Filialen der Bedarf nach Kooperationen mit sozialen Einrichtungen um Lebensmittel abzugeben. Für die Hilfsorganisationen ist dabei oft die größte Herausforderung ausreichend Helfer zu finden, um die logistischen Anforderungen der Abholung zu bewerkstelligen. 

Bewusster Umgang – von der Bestellung bis zur Verteilung

Neben der laufenden internen Optimierung ist es auch wichtig, Lebensmittel in den Geschäften anzubieten, die aufgrund ihrer Optik normalerweise nicht den Weg in die Supermärkte finden. Daher gibt es seit 2013 die sogenannten Wunderlinge. „Unter dieser Eigenmarke wird Obst und Gemüse angeboten, das aufgrund von eigenwilligem Aussehen auch als Obst und Gemüse 2. Klasse bekannt geworden ist. In Geschmack und Qualität sind die Wunderlinge aber ausgezeichnet“ erklärt Hornsteiner. Und auch in den Geschäften versucht man durch die Vergünstigungen der Produkte, deren Ablaufdatum kurz bevor steht, um 25 Prozent für Kunden und 50 Prozent für Mitarbeiter, Abfall zu reduzieren.

 

 


Quelle: Rewe International AG
 

 

 

Veröffentlichungsdatum: 28.08.2015

Schlagwörter

Billa, Europa, Forum, Alpbach, Lebensmittelabfälle, Herausforderung