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Niedersachsen: Apfelbauern pflücken die ersten frühen Sorten

21. August 2015

Die Obstbauern in Niedersachsen erwarten eine nahezu durchschnittliche Ernte. Fünf bis zehn Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt werden die Erträge vermutlich liegen. Im Vergleich zum Vorjahresrekord werden sie jedoch ein Viertel geringer ausfallen. Ulrich Buchterkirch von der Fachgruppe Obstbau aus Stade ist dennoch zufrieden: „Ein leicht verknapptes Angebot sorgt für stabilere Preise. Im vergangenen Jahr wurde ein Kilogramm Äpfel im Discounter mancherorts für 30 Cent angeboten, weil so viel Ware auf dem Markt war.“ Die Obstbauern in Niedersachsen gehen nun davon aus, dass die Erzeugerpreise wieder ansteigen werden. Ob der Kunde im Supermarkt dies auch zu spüren bekommt, kann Buchterkirch dagegen nicht sagen. „Wir gehen von einem ganz normalen Preisniveau aus“, sagt er.

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Foto © Landvolk Niedersachsen

Die Früchte haben in diesem Jahr durchschnittlich einen fünf Millimeter geringeren Umfang als in anderen Jahren. Darauf ist auch die insgesamt geringere Erntemenge zurückzuführen. Durch die extreme Trockenheit im Frühjahr sind die Äpfel nicht ganz so groß geworden wie üblich. Ein großer Vorteil kleinerer Fürchte ist der besonders gute Geschmack. Sie lagern weniger Wasser ein und schmecken deshalb süßer und aromatischer, schreibt der Landvolk-Pressedienst. Die Unwetter des Sommers haben die Äpfel ebenfalls gut überstanden, bestätigt Buchterkirch. Es gebe wenig Hagelware, die Qualität sei sehr gut, und die Obstbauern blicken der Ernte positiv entgegen.

Als erste Sorte, die stabil genug für die Vermarktung im Lebensmitteleinzelhandel ist, wird jetzt Delbar Estival geerntet. Die frühen Sorten machen aber nur einen kleinen Teil der gesamten niedersächsischen Apfelernte aus. Mit den Sorten Holsteiner Cox oder Elstar, die im September auf den Markt kommen, nimmt die Apfelernte dann Fahrt auf. Den Abschluss im Oktober machen die „Jona“-Sorten wie Jonagold, Red Jonaprince oder Jonagored. Sie sind wegen des geringen Wasseranteils besonders gut lagerfähig und schmecken auch nach zwölf Monaten im speziellen Lagerraum wie frisch geerntet. „Aktuell sind noch Früchte aus dem Vorjahr erhältlich, die aber bis zur neuen Ernte verkauft sein werden“, erklärt Buchterkirch. So muss niemand auf regionale Ware verzichten, denn knackige Äpfel aus Niedersachsen sind das ganze Jahr verfügbar. „Wir haben ein ganz besonderes Gefühl für ökologische und ökonomische Aspekte entwickelt, daran sollten die Kunden bei der großen Auswahl im Supermarkt denken und sich bevorzugt für regionale Ware entscheiden“, sagt der Obstbauer. Etwa ein Drittel der in Deutschland verzehrten Äpfel wachsen an der Niederelbe zwischen Cuxhaven, Stade, Hamburg und Harburg. 


Quelle: LPD

Veröffentlichungsdatum: 21.08.2015

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