Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 33 / 15 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

20. August 2015

Äpfel: Es konnte auf zahlreiche inländische Produkte zugegriffen werden: Aus neuer Ernte gab es neben Arkcham, Collina und Summerregent zum Beispiel Jamba, Prios und Jamesgrive. Auch erste Elstar aus der diesjährigen Kampagne wurden angeliefert. Aus Frankreich stammten unter anderem Primeouge, Royal Gala und Delbarestivale. Italien schickte Fendeca und Tenroy. In Frankfurt traten säuerlich schmeckende polnische Paula Red, eine Mutation von McIntosh mit weißem Fruchtfleisch, in 11-kg-Kartons auf. Insgesamt war das Interesse nicht besonders stark ausgeprägt; es konnte mühelos gestillt werden. Inländische Delbarestivale vergünstigten sich in Hamburg im Laufe der Woche ein wenig. Aus Übersee wurden kontinuierlich neuseeländische Braeburn, Pink Lady und Jazz abgeladen. Chilenische Pink Lady und Cripps Pink sowie südafrikanische Granny Smith und Braeburn rundeten die Warenpalette ab. Aus alter Ernte waren vorrangig noch einheimische Jonagold, Jonagored und Elstar zu finden. Die Notierungen wiesen bei steten Unterbringungsmöglichkeiten eine gewisse Konstanz auf.

Birnen
Italienische Santa Maria und französische Dr. Jules Guyot standen in etwa gleichrangig an der Spitze des Sortimentes. Die Präsenz einheimischer Clapps Liebling, türkischer Santa Maria und französischer Williams Christ hatte sich immens ausgeweitet. Spanische Dr. Jules Guyot sowie erste italienische Williams Christ komplettierten das Angebot. Das Geschäft gestaltete sich ruhig. Infolge der angewachsenen Verfügbarkeit konnten sinkende Kurse nicht durchgängig vermieden werden. Importe aus Übersee verloren an Bedeutung: Forelle und Packham`s Triumph aus Südafrika sowie Abate Fetel und Forelle aus Chile generierten kaum noch Zuspruch.

Tafeltrauben
Italien dominierte mit Victoria, Black Magic, Michele Palieri und Sugraone augenscheinlich das Geschehen. Italia wurden in Hamburg, Köln und München gerne gekauft; in Frankfurt hielten sich die Kunden wegen des hohen Preises von bis zu 3,40 € je kg eher zurück. Spanien und Griechenland belegten mit Sugraone die nachfolgenden Plätze. Erste türkische Sultana trafen in München und Berlin ein, sie wurden aber kaum beachtet, da sie geschmacklich nicht überzeugten. Portugal, Frankreich, Marokko und Ägypten hatten mehr oder weniger ergänzenden Charakter. Generell genügte die Versorgung, um die Nachfrage mit Leichtigkeit zu decken. Kernlose Varietäten befanden sich dabei im Mittelpunkt der Vermarktung. Für gewöhnlich mussten die bisherigen Forderungen infolge der ausgedehnten Zufuhren etwas reduziert werden.

Erdbeeren
Deutsche Offerten beherrschten das Geschäft; niederländische, belgische und polnische komplettierten. Der Handel verlief sehr unterschiedlich: In Köln waren die Unterbringungsmöglichkeiten aufgrund der niedrigen Temperaturen zunächst begrenzt. Im Wochenverlauf verbesserten sie sich aber, sodass die sukzessiv angewachsenen Abladungen problemlos räumten. In Frankfurt konnten Bestände trotz Vergünstigungen auf maximal 2,20 € je kg nicht durchgängig vermieden werden. In Hamburg hingegen verteuerten sich inländische Partien exklusiver Güte, während konditionsschwache Früchte unter Notiz abgegeben werden mussten. In München und Berlin gelang bei einem steten Interesse eine Leerung der Läger meist zu den Bewertungen der Vorwoche.

Aprikosen
Die Verfügbarkeit nahm, dem Saisonzeitpunkt entsprechend, kontinuierlich ab. Frankreich und die Türkei dominierten das Geschehen; Deutschland, Italien, Ungarn und Spanien rundeten die Warenpalette ab. Die organoleptischen Eigenschaften überzeugten nicht immer, sodass sich des Öfteren Überhänge bildeten. Die Vermarktung verlief ruhig; die Nachfrage konnte problemlos befriedigt werden. Stimmte die Qualität, setzte man die Forderungen hier und da mengeninduziert etwas herauf. Hin und wieder waren die Verkäufer allerdings zu Verbilligungen gezwungen, da der Bedarf nicht besonders stark ausgeprägt war.

Pfirsiche und Nektarinen
Italien und Spanien beherrschten den Handel, welcher von Frankreich, der Türkei, Österreich und Deutschland ergänzt wurde. Die Zufuhren schränkten sich zwar ein, sie genügten aber, um das Interesse zu stillen. Meist blieben die Bewertungen stabil. In Hamburg vergünstigten sich spanische und italienische Produkte. In Frankfurt verteuerten sich italienische Chargen leicht, während die Preise für türkische Partien aufgrund einer ausgeweiteten Versorgung auf etwa 1,60 € je kg abfielen. In München wiesen türkische Früchte ab und an qualitative Schwächen auf, sodass sich die Kursspanne nach unten hin ausdehnte.

Pflaumen
Deutschland dominierte mit zahlreichen Varietäten, vorrangig Cacaks Schöne, Katinka und Bühler Frühzwetschge und nachfolgend Hanita, Auerbacher und Topfive, das Geschäft. Bosnien und Herzegowina schickte überwiegend Stanley und Cacaks Schöne. Aus Israel stammten unter anderem Lamoon. Spanien und Italien komplettierten neben Ungarn und Frankreich das Sortiment. Infolge der angewachsenen Abladungen, die den Bedarf häufig überstiegen, mussten die Verkäufer die Forderungen senken, wenn sie Bestände vermeiden wollten. Exklusive französische Reineclauden kosteten für gewöhnlich so viel wie in der Vorwoche. Einheimische Mirabellen wurden in Frankfurt zu maximal 3,- € je kg abgesetzt; in Berlin verbilligten sie sich auf ca. 2,50 € je kg.

Kiwis
Neuseeländische Früchte beherrschten das Geschehen; chilenische ergänzten es. Bei gut auf die Nachfrage abgestimmten Anlieferungen kam es hinsichtlich der Notierungen zu keinen wesentlichen Veränderungen. Lediglich in Hamburg verteuerten sich die neuseeländischen Partien ein wenig.

Zitronen
Spanische Verna und argentinische Eureka prägten das Geschäft; Südafrika und Uruguay rundeten es ab. Die Zufuhren reichten für gewöhnlich nicht aus, um den Bedarf komplett zu befriedigen, sodass die Kurse der spanischen und argentinischen Offerten nach oben tendierten. Auch die Bewertungen der südafrikanischen Produkte konnten hier und da etwas heraufgesetzt werden.

Bananen
Die Bereitstellung wurde genügend auf die Unterbringungsmöglichkeiten, die sich oftmals ein wenig eingeschränkt hatten, abgestimmt. Daher bewegten sich die Notierungen nicht gravierend. In Frankfurt verbilligten sich teilweise die Drittmarken. In Köln wurden die Forderungen für das gesamte Sortiment infolge einer verbesserten Nachfrage angehoben.

Blumenkohl
Es waren fast ausschließlich einheimische Chargen am Markt zu finden; lediglich in Köln ergänzten belgische das Angebot. Das Interesse fiel sehr schwach aus, sodass die Händler in Hamburg und München die Preise senken mussten, wenn eine Räumung der Läger gelingen sollte. Insbesondere die 8er- Abpackungen waren hiervon betroffen. In Frankfurt kam es zu geringfügigen Verteuerungen, während die Kurse in Köln und Berlin konstant blieben.

Salat
Bei Kopfsalat dominierten deutsche vor belgischen Partien. Die freundliche Nachfrage konnte nicht durchgängig befriedigt werden, sodass die Bewertungen insgesamt nach oben tendierten. Nur in Berlin verbilligten sich belgische Offerten. Bei Eissalat beherrschten inländische vor niederländischen Zufuhren das Geschäft. Auch in diesem Segment kletterten die Notierungen bei verbesserten Unterbringungsmöglichkeiten für gewöhnlich aufwärts. Bunte Salate wurden in Hamburg nur schleppend abgesetzt. In Frankfurt und Köln wurden sie hingegen flott abgewickelt, sodass die Forderungen ein wenig angehoben werden konnten. Die Aufrufe für belgischen Feldsalat wurden in Köln und München merklich erhöht. Einheimische Endivien vergünstigten sich ab und an etwas.

Gurken
Deutschland prägte vor den Niederlanden und Belgien das Geschehen. Die Verfügbarkeit schränkte sich ein und genügte nicht, um den Bedarf komplett zu decken. Anziehende Kurse, spätestens ab Mittwoch, waren daher an der Tagesordnung. Die Preise bestimmter Sortierungen schwankten im Wochenverlauf kräftig: In Frankfurt waren hiervon insbesondere die Kaliber 300/350 g und in Köln die Größen 400/450 g betroffen. Minigurken stammten aus dem Inland, den Niederlanden und Belgien. Auch sie verteuerten sich bei einem recht freundlichen Interesse.

Tomaten
Die Niederlande, Belgien und Deutschland stellten den Hauptteil des Angebotes; Polen, Frankreich und Spanien ergänzten mit geringen Mengen die Warenpalette. Insgesamt tendierten die Notierungen aufwärts. Vor allem in Berlin und München mussten die Kunden merklich tiefer in die Tasche greifen, was der Nachfrage aber nicht schadete. In Frankfurt und Hamburg kam es, je näher das Wochenende rückte, zu Vergünstigungen, die mitunter auch recht deutlich ausfielen. In Köln verharrten die Bewertungen häufig auf dem Niveau der 32. KW.

Gemüsepaprika
Niederländische Chargen überwogen vor türkischen. Belgien und Deutschland hatten ebenso komplettierenden Charakter wie Ungarn und Polen. Die Verfügbarkeit begrenzte sich. Anziehende Preise bei den niederländischen Partien waren kaum zu vermeiden; insbesondere gelbe Erzeugnisse verteuerten sich kräftig auf bis zu 15,- € je 5-kg-Kiste. Rote und grüne Produkte verbilligten sich in Hamburg ab Mittwoch. Die Kurse der übrigen Herkünfte stiegen zwar an, allerdings nicht so stark wie die der niederländischen Offerten.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln stammten ausschließlich aus Spanien. Bei einem kontinuierlichen Interesse konnten die Forderungen mengeninduziert ein wenig heraufgesetzt werden. Haushaltsware kam meist aus Deutschland. Österreich, Italien, Neuseeland sowie Australien und die Niederlande ergänzten. Hier und da kletterten die Notierungen infolge verbesserter Unterbringungsmöglichkeiten leicht aufwärts.


Weitere Informationen

Frankfurt
Bei Beerenobst drifteten die Bewertungen je nach Versorgung und Qualität auseinander: So kosteten Brombeeren zwischen 1,20 und 2,- € je 250-g-Schale und Himbeeren zwischen 1,50 und 2,50 € je 250 g. Für Johannisbeeren mussten zwischen 1,40 und 1,90 € je 250-g-Schale gezahlt werden. Einen riesigen Preissprung erlebten Stachelbeeren: 500-g-Standardschalen wurden zu 3,- €, 250-g-Schalen aus CALagern zu stolzen 2,70 € verkauft. Die Saison von italienischen Kaktusfeigen startete. Die Verfügbarkeit von einheimischen Stangenbohnen und Buschbohnen stieg ab der Wochenmitte an, weshalb sie sich vergünstigten. Die Bereitstellung von frischem Zuckermais in 12er-Flowpacks oder auch in loser Aufmachung dehnte sich deutlich aus. Neben Hokkaidokürbissen gab es mittlerweile deutsche Spaghetti-Kürbisse und französische Muskatkürbisse. Die anhaltende Trockenheit machte sich bei Pfifferlingen bemerkbar, es trafen geringere Zufuhren aus Polen, Weißrussland und Russland ein und die Kurse tendierten nach oben. Anders war die Lage bei Steinpilzen: Bulgarien lieferte über Bedarf, daher senkte man die Aufrufe von 30,- € auf 18,- bis 23,- € je kg.

Köln
Die Forderungen für rote Johannisbeeren hob man am Anfang der Woche an. Das übersichtliche Angebot an schwarzen Johannisbeeren reichte für die ruhige Nachfrage aus; die Notierungen blieben konstant. Himbeeren verbilligten sich zum Wochenende hin. Einheimische Zucchini verteuerten sich ebenso wie niederländische Auberginen mengenbedingt. Steinpilze generierten erst ab Donnerstag mehr Beachtung.

München
Süddeutsche Buschbohnen standen bei einem ferieninduziert ruhigem Interesse zwar eingeschränkt, aber dennoch genügend bereit. Stangenbohnen waren knapp. Brokkoli war weiterhin recht begrenzt verfügbar. Das geringe Sortiment an Chicorée wurde fester bewertet. Es konnte nur auf wenige rumänische Steinpilze zugegriffen werden. Pfifferlinge, überwiegend aus Russland, kosteten so viel wie zuvor.

Berlin
Einheimische Himbeeren wurden günstiger. Zum Wochenende lag der Preis bei etwa 2,20 bis 2,30 € je 250-g-Schale. Polnische Früchte hingegen waren nur noch in kleinen Mengen vorhanden und verteuerten sich daher. Dasselbe galt für polnische Waldheidelbeeren. Die Kurse für einheimische Heidelbeeren blieben auf dem Niveau der Vorwoche.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
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Veröffentlichungsdatum: 20.08.2015

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin