Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 32 / 15 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

13. August 2015

Äpfel: Das Angebot an Frühsorten weitete sich offensichtlich aus. Aus Frankreich stammten Primerouge, Delbarestivale sowie Early Gold. Aus inländischer Produktion trafen mit enormer Vielfalt Varietäten wie Sommerregent, Arkcham, Sunrise, Discovery und Collina ein. Der Vertrieb von Klarapfel verlief manchmal eher holprig. Italien ergänzte mit Galmac oder Gravensteiner. Bei unaufgeregter Nachfrage und ausgedehnter Versorgung mussten die Forderungen überwiegend reduziert werden. Die französische Kampagne von Royal Gala und Elstar begann mit doppellagigen Kartons, die 25,- € je 13 kg erzielten. Zeitig traten erste Elstar aus dem Inland auf. Die Importe aus der südlichen Hemisphäre verringerten sich kontinuierlich. Ungeachtet dieser Beschränkungen etablierten sich in diesem Sektor nur selten Verteuerungen. Alterntige einheimische Chargen ließen sich infolge hinlänglicher Güte dauerhaft flott veräußern.
Sie notierten daher meistens auf konstanter Basis.

Birnen
Spanische und französische Dr. Jules Guyot sowie italienische Santa Maria prägten mit ähnlicher Wichtigkeit das Geschäft. Neu hinzu kamen französische Williams Christ. Die inländische Saison startete ebenso mit Williams Christ in 12-kg-Kisten zu 1,40 € je kg sowie mit spärlichen Clapps Liebling. Die Präsenz türkischer Santa Maria intensivierte sich. Der Verkauf spielte sich in ruhigen Bahnen ab. Waren Bereitstellung und Unterbringung kongruent, so blieben die bisherigen Bewertungen erhalten. Die Bedeutung der überseeischen Anlieferungen schmälerte sich in einem Rahmen, der annähernd dem schwindenden Interesse entsprach, sodass auch hier vorrangig stabile Kurse verbucht wurden. 

Tafeltrauben
Die Vermarktung der europäischen Produkte gewann an Relevanz. Die Importe insbesondere aus Italien sowie aus Spanien hatten zugenommen. Victoria herrschten vor. Black Magic verloren zugunsten Michele Palieri an Boden. Italia machten sich verstärkt breit. Frankreich sendete progressiv Alphonse Lavallée. Griechische kernlose Chargen lösten zusehends ägyptische ab, ohne mit den gleichen organoleptischen Merkmalen punkten zu können. Sonstige nordafrikanische Abladungen liefen aus. Die sommerliche Witterung
hatte zwar den Bedarf forciert, aber Überhänge aus der Vorwoche drängten häufiger dazu, die Forderungen zu reduzieren. Harmonisierten Angebot und Nachfrage hinlänglich, verharrten die Notierungen oft auf einem wenig veränderten Level.

Erdbeeren
Die monopolartige Bedeutung der inländischen Offerten weichte minimal auf durch vergrößerte Zulieferungen anderer Herkünfte wie die Niederlande oder Polen. Italien beteiligte sich wieder mit 250-g-Schalen am Geschäft. Belgien schickte ansprechende Glashausware. Anfangs war die Versorgung etwas knapp und sie sicherte damit ein schon beachtliches Kursniveau. Dann stiegen die Temperaturen. Die Zufuhren wuchsen an. Normalerweise folgen dann Verbilligungen. Doch parallel dazu intensivierte sich die Order in einem Rahmen, der die Bewertungen weiter nach oben klettern ließ. Diesen Trend verursachten zuweilen auch angehobene Einstände.

Aprikosen
Die diesjährige Kampagne läuft langsam aus. Die dominierenden Abladungen aus Frankreich und aus der Türkei wurden durch Importe aus Mittel- und Südeuropa ergänzt. Die Bereitstellung hatte sich merklich eingeschränkt. Dennoch waren keine Verteuerungen möglich, da gleichzeitig die Nachfrage abschwächte. Zudem verminderte sich zusehends die Qualität. Die Forderungen blieben im Falle bedarfsgerechter Mengen häufig konstant, verloren aber vornehmlich an Höhe. Spärlich vorrätige inländische Partien vermochten
bezüglich ihres Aromas durchaus zu überzeugen. 

Kirschen
Das Saisonende näherte sich erkennbar. Die Zufuhren aus einheimischem Anbau verringerten sich. Die Anlieferungen aus der Türkei hatten sich ebenso begrenzt; oftmals wurde ausschließlich aus Lagerhaltung angeboten. Die Warenzuflüsse mit instabiler oder mangelhafter Güte vermehrten sich. Für diese Offerten rutschten die Kurse in den Keller. Die Bewertungen von Produkten, die mit ihren organoleptischen Vorteilen zu punkten wussten und wenigstens über Kaliber 28 mm verfügten, stiegen augenscheinlich an. Generell ließ das Interesse allmählich nach, was die Räumung erschwerte. 

Pfirsiche und Nektarinen
Italienische und spanische Chargen herrschten vor, französische ergänzten. Türkische Importe komplettierten in ansprechender Qualität unter anderem mit Hale Haven und Redhaven. Infolge der üppigen Versorgung waren Verbilligungen der Trend, was insbesondere die italienischen Partien betraf; spanische verteuerten sich zuweilen in Abhängigkeit ihrer Herkunft. Französische Erzeugnisse notierten häufig relativ konstant. Die sommerlichen Temperaturen stützen zwar eine flotte Unterbringung, der Absatz hätte vielfach aber besser sein können. Konditionsschwache Bestände irritierten die Kunden; hier mussten die Forderungen deutlich zurückgenommen werden. Inländische Früchte lockten mit Geschmack, spielten jedoch lediglich eine marginale Rolle.

Pflaumen
Der Markt war in der Hand deutscher Produkte. Mit enormer Bandbreite an Varietäten gelangten die angewachsenen Zufuhren in den Vertrieb. Vorrangig wurden Katinka, Bühler Frühzwetschge und Cacaks Schöne abgegeben. Neu waren etwa Hanita und Pitestan. Die Abladungen vom Balkan verstärkten sich: Neben Bosnien und Herzegowina sowie Serbien beteiligte sich die Ehemalige Republik Mazedonien am Geschehen. Auch Ungarn verdichtete die Anlieferungen nach Deutschland. Da sich die Verfügbarkeit somit sukzessive und erkennbar ausgeweitet hatte, baute sich allmählich ein Verkaufsdruck auf. Dem konnte man nur mittels Vergünstigungen begegnen, die sich meist in kleinen Abstufungen über die Woche hinzogen. Susinen stammten überwiegend aus Italien und Spanien. Israel schickte erstmalig Lamoon zu 9,- € je 5-kg-Karton. Die Warenpalette von Reneclauden, Nancy-Mirabellen und Bellamira hatte sich
ausgedehnt.

Kiwis
Die Importe der beherrschenden Offerten aus Neuseeland waren generell genügend auf den Bedarf abgestimmt. Die Notierungen verharrten für gewöhnlich auf konstantem Niveau. Chilenische Chargen ergänzten ansonsten das Angebot, mit Ausnahme von Köln, ohne den Absatz im Wesentlichen zu beeinflussen. Doch in Frankfurt hatte sich deren Präsenz im Sektor der 33er-Abpackungen erhöht, die Preise konnten aber gehalten werden. Die gelben Formen neigten mengenbedingt zuweilen zu Verteuerungen.

Zitronen 
Der Markt war fortlaufend äußerst knapp versorgt mit dominierenden Erzeugnissen aus Spanien und komplettierenden aus Argentinien. Uruguay rundete manchmal mit kleinen Abladungen die Warenpalette ab. Die Bewertungen zogen durchweg an. Einzig in Hamburg trafen argentinische Eureka in beträchtlichem Umfang ein. Deren bisherigen Kurse sackten ab, auch die von den Mitbewerbern aus Spanien.

Bananen
Angebot und Nachfrage harmonierten überwiegend. Auf diesem Umstand basierten die mehrheitlich stabilen Notierungen. In Hamburg zeigte sich ein überraschend freundliches Interesse, was aber keine Verteuerungen verursachte. In Berlin überragete die Verfügbarkeit der Erstmarke die Vertriebsmöglichkeiten. Vergünstigungen sollten den Handel hier in Schwung bringen.

Blumenkohl
Die inländischen Produkte hatten den Markt monopolartig fest im Griff. Lediglich spärlich ergänzten in München polnische und in Köln belgische Erzeugnisse. Zum einen sicherte eine überschaubare Versorgung relativ konstante Kurse, zum anderen bewirkten begrenzte Anlieferungen ansteigende Preise, die sich bei vorsichtiger Disponierung durchaus halten konnten.

Salat
Bei Eissalat wurde das Geschäft überwiegend mit einheimischen und zusätzlich mit niederländischen Offerten getätigt. Für gewöhnlich schränkte sich die Verfügbarkeit so weit ein, dass daraus Verteuerungen resultierten; ungeachtet der Tatsache, dass der Warenabfluss nicht immer befriedigte. In enger Anbindung an das Maß der Zufuhren schwankten die Notierungen von Kopfsalat mit einer leichten Tendenz nach oben. Die bestimmenden deutschen Chargen waren wesentlich billiger als die belgische Konkurrenz, die zeitweilig bis zu 10,- € je 12er-Kiste erzielte und dennoch einen treuen Kundenstamm erreichte. Aufgrund eines stetigen Verkaufes blieben die Bewertungen von Bunten Salaten häufig unverändert. Gelegentlich kletterten sie infolge verringerter Abladungen allmählich aufwärts. Feldsalat war fortlaufend knapp, was die Einstände auf hohem Niveau verharren ließ.

Gurken
Der Markt gestaltete sich bei Schlangengurken ausschlaggebend aus deutschen Erzeugnissen, die Unterstützung durch niederländische und belgische Importe fanden. Die Versorgung fiel oftmals überschaubar aus. Dies hielt die Kurse kontinuierlich oben und trieb diejenigen, die auf eine Entspannung der Situation gehofft hatten, an den Rand ihrer Akzeptanz. Auf einigen Plätzen brachen dann jedoch, spätestens ab Mitte der Woche, die Preise sukzessive auf ein moderates Level ein. Eine andauernd flotte Nachfrage
gewährleistete bei einheimischen und niederländischen Minigurken meistens stabile Forderungen.

Tomaten
Nach wie vor beherrschten niederländische und belgische Produkte den Handel; deutsche ergänzten. Die Verfügbarkeit schränkte sich bei Runden Tomaten und Rispentomaten ein, manchmal merklich. Bei freundlichem Interesse hatte man gleich zu Beginn die Bewertungen angehoben. Nach folgenden stufenweisen Steigerungen machten diese zum Freitag hin häufig nochmals einen erkennbaren Sprung aufwärts. Das blieb nicht immer ohne Wirkung: Die Intensität der Order verringerte sich vielfach. Inländische Partien
waren zuweilen von dieser Entwicklung ausgenommen. Fleischtomaten erlebten hingegen einen ähnlichen Trend und ihre Notierungen wuchsen zum Schluss ebenso augenscheinlich an. Sonderformen wie Coeur du Boeuf, Kumato oder Honigtomaten wurden fortlaufend sehr teuer verkauft und von Vergünstigungen verschont.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln lieferte alleinig Spanien. Bei hinlänglicher Versorgung und Räumung verharrten die Kurse auf ihrem bisherigem Level, sackten lediglich selten ab. Vereinzelt angezogenen Einstände ließen sich unterdessen im Geschäft nicht dauerhaft durchsetzen. Haushaltsware stammte vorrangig aus Deutschland. Aufgrund der ausgedehnten Zuflüsse und der gelegentlich suboptimalen Unterbringungsmöglichkeiten konnte man Verbilligungen verschiedentlich nicht umgehen. Punktuell galt dies analog für
die roten Offerten. 

Weitere Informationen

Frankfurt
Himbeeren aus Deutschland waren fortlaufend knapp und mit bis zu 3,- € je 250 g gut bezahlt. Belgien, Portugal und Polen ergänzten. Das Erntevolumen bei Brombeeren wuchs an und somit mussten die Forderungen nach unten revidiert werden. Das sommerliche Wetter beflügelte den Vertrieb von Saftorangen. Bei den griechischen und italienischen Wassermelonen wurde das Preistief von 0,40 bis 0,50 € je kg beendet. Die türkische Saison von Feigen startete am Freitag. Es waren kaum deutsche Stangenbohnen und Erbsen am Markt. Die Bewertungen von Chicorée kletterten zu Beginn bis auf 11,- € je 5-kg-Karton, doch blieben sie nur kurz auf diesem Niveau; später bot man sie zu 8,50 bis 9,- € je 5 kg an. Auberginen und Zucchini verteuerten sich. Die Nachfrage nach Hokkaido-Kürbissen stieg langsam aber stetig. Frischer Knoblauch aus den Niederlanden wurde zu maximal 23,- € je 5-kg-Karton gerne geordert. Steinpilze
waren ausschließlich am Freitag vorrätig und ungeachtet der 30,- € je kg flott ausverkauft. Die Zufuhr von französischen Artischocken konnte den Bedarf schwerlich decken, so kosteten sie kontinuierlich bis zu 1,50 € je Stück.

Hamburg
Inländische Waldblaubeeren erzielten 2,95 € und Kulturblaubeeren 2,20 € je 500-g-Schale. Rote Johannisbeeren brachten bis zu 1,40 €, rote Stachelbeeren bis zu 1,80 € je 500 g. Feigen wurden aus Italien importiert; man musste für sie 20,- € je 5,3 kg anlegen. Ananas aus Costa Rica notierten infolge reduzierter Anlieferungen und hinreichenden Interesses bei höchstens 13,25 € je 12 kg. Wegen begrenzter Mengen etablierten sich bei inländischen Buschbohnen Aufrufe von bis zu 2,20 €, bei Stangenbohnen sogar von bis zu 3,80 € je kg. Für Rotkohl aus neuer Ernte sollte man 0,55 € je kg aufwenden. Steinpilze aus Polen generierten 17,50 € je kg auf dem Platz.

Köln
Die Bereitstellung von Himbeeren und Brombeeren fiel nicht zu üppig aus, rote Johannisbeeren waren zumindest zeitweise massiver vor Ort, wurden deshalb etwas billiger umgeschlagen. Schwarze Johannisbeeren sowie rote Stachelbeeren trafen spärlich ein. Der Absatz von Wassermelonen verbesserte sich wieder deutlich zum wärmeren Wochenende hin. Grapefruits aus Südafrika wurden wie Orangen gleicher Herkunft recht konstant bewertet. Hier waren Umfang des Sortimentes und Nachfrage gut ausbalanciert. Unterdurchschnittlich vorrätige grüne Zucchini verteuerten sich. Die gelben Varianten aus den Niederlanden erlösten dabei wesentlich mehr als die grünen Exemplare. Fortdauernd eng gestaltete sich die Warenpalette bei Buschbohnen und Stangenbohnen.

München
Temperaturbedingt zeigte sich der Handel weiterhin flott bei Wassermelonen und Honigmelonen, Ananas, Feigen sowie Limetten. Das Angebot an Strauchbeeren war anhaltend groß; die Anlieferungen nahmen jedoch zusehends ab, was zu stabilen Kursen führte. Die kühlere Witterung in der 31. KW hatte bei einheimischen Zucchini eine geringere Versorgung zur Folge. Es ergaben sich daher zu Beginn der 32. KW leichte Verteuerungen. Feldsalat und Chicorée aus Belgien wurden wegen knapper Mengen zu hohen Preisen verkauft. Süddeutsches Weißkraut notierte fest, Dill abschwächend. Steinpilze aus Rumänien waren begrenzt. Die Forderungen tendierten dementsprechend nach oben. Dagegen blieben Pfifferlinge, meist aus Osteuropa, reichlich und günstig.

Berlin
Im Wochenverlauf stieg die Nachfrage nach Melonen nochmals an. Die Bewertungen von Cantaloupe aus Spanien lagen bei ca. 5,75 € je 5-kg-Karton, von Galia aus Spanien bei 5,50 € je 5 kg und die von Honigmelonen bei 8,75 € je 13-kg-Abpackung. Zuckermelonen aus Italien kosteten bis zu 1,30 € je kg. Wassermelonen aus Spanien, Italien und Griechenland mit Kernen erzielten bis zu 0,40 € je kg und die kernarme Variante bis zu 0,60 € je kg. 

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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
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Veröffentlichungsdatum: 13.08.2015

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Preisbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt