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GfK: Einkommensaussichten stützen Konsumklima

31. Juli 2015

Die Stimmung der Verbraucher hat sich im Juli stabilisiert. Das Konsumklima bleibt gegenüber dem Vormonat unverändert. Für August prognostiziert der Gesamtindikator 10,1 Punkte. Die Einkommenserwartung verbessert ihren Rekordwert aus dem Vormonat ein weiteres Mal, während die Konjunkturerwartung deutliche und die Anschaffungsneigung leichte Einbußen hinnehmen müssen. 

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Gemüseregal. Bildquelle Kai Rost. Pixelio.de

Das lange und zähe Ringen um eine Lösung der Schuldenkrise in Griechenland hat vorerst eine Pleite des Landes verhindert. Die Konjunkturerwartungen der deutschen Verbraucher beflügelt das jedoch nicht. Vielmehr muss der Indikator zum zweiten Mal in Folge Einbußen hinnehmen. Auch die Anschaffungsneigung verliert leicht an Wert. Das Niveau ist jedoch nach wie vor sehr hoch. Bei den Einkommensaussichten der Konsumenten spielen vor allem die stabilen inländischen Rahmenbedingungen eine Rolle. Dieser Indikator übertrifft seinen im Vormonat erreichten Höchstwert seit der Wiedervereinigung sogar noch einmal. Er ist damit eine wichtige Stütze des Konsumklimas.

Konjunkturerwartungen verlieren an Boden

Seit nunmehr zwei Monaten verlieren die Konjunkturaussichten der deutschen Verbraucher deutlich an Boden. Im Juli büßt der Indikator 6,5 Zähler ein und sinkt damit auf einen Wert von 18,4 Punkten. Damit hat der Konjunkturindikator binnen zwei Monaten knapp 20 Punkte verloren. Er liegt dennoch klar im positiven Bereich, also über seinem langjährigen Durchschnittswert von 0 Punkten. Das bedeutet, die Bürger rechnen weiterhin damit, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten wachsen wird – wenngleich nicht mehr so stark wie noch vor wenigen Wochen angenommen.

Die deutschen Konsumenten gehen offenbar davon aus, dass die mühsam errungene Lösung im Schuldenstreit mit Griechenland negative Auswirkungen auf die deutsche Konjunktur haben wird. Möglicherweise dämpfen aber auch die anderen internationale Krisen in der Ukraine und Russland sowie im Nahen und Mittleren Osten die Konjunkturaussichten. Im Gegensatz zu den Verbrauchern sehen die deutschen Unternehmen die wirtschaftlichen Aussichten aktuell wieder etwas optimistischer, wie der Anstieg des ifo-Geschäftsklimas im Juli dieses Jahres beweist.

Anschaffungsneigung: leichter Rückgang

Die Konsumneigung profitiert von diesen überaus positiven Einkommensaussichten in diesem Monat nicht. Der Indikator verliert zum zweiten Mal in Folge, allerdings lediglich 1,6 Punkte. Aktuell weist er 55,4 Zähler auf. Damit liegt er noch immer leicht über seinem entsprechenden Vorjahresniveau.

Konsumklima unverändert

Für August 2015 prognostiziert der Gesamtindikator 10,1 Punkte nach ebenfalls 10,1 Zählern im Juli. Damit zeigt sich das Konsumklima momentan unverändert. 

Die aktuelle Entwicklung des Konsumklimas signalisiert zum einen, dass der private Verbrauch in Deutschland auch in diesem Jahr eine wichtige Konjunkturstütze sein wird. Zum anderen zeigt der Indikator aber auch, dass nicht nur die inländischen Rahmenbedingungen eine Rolle spielen. Die internationale Lage, die Krisen in Europa und im Nahen und Mittleren Osten können der Binnenkonjunktur einen Dämpfer versetzen. Vor allem die Euro-Schuldenkrise und die weitere Zukunft Griechenlands spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. 

 

Quelle: GfK

Veröffentlichungsdatum: 31.07.2015

Schlagwörter

Ergebniss, GfK, Konsumklima, Studie, Deutschland, Einkommensaussichten