Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Schweiz: Sonderthema - Tomatenproduktion im Wallis

27. Juli 2015

In fast jedem Kanton der Schweiz bauen die Gemüseproduzenten Tomaten an – auch im Wallis. Wie dort die Tomatenproduktion auf einem typischen Gemüsebaubetrieb aussieht und welche Sorten sich am besten verkaufen, erzählt Tomaten- und Aprikosenproduzent Philippe Dorsaz aus Riddes, in der Nähe von Martigny, so der Verband Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP).
 

Foto © SZG/CCM und www.ifelv.chGemüse- und Obstproduzent Philippe Dorsaz baut heute bis zu 20 verschiedene Tomatensorten an – eine Vielfalt die er vor allem in seinem grossen Hofladen verkauft, aber auch an Detailhändler. Bei Dorsaz arbeiten im Hochsommer etwa 40 Personen, die neben Aprikosen auch Tomaten ernten – im Winter sind es noch 2-3 Angestellte. Die Tomatensetzlinge werden Mitte Februar in beheizbaren Tunneln gepflanzt. Auf etwa 1 ha baut Dorsaz unterschiedlichste Tomatensorten an. Am beliebtesten sind bei seinen Kunden Datteltomaten und Coeur de Boeuf (Ochsenherz). Doch auch Spezialitäten wie eine ganz gelbe, gerippte Tomate, die Dorsaz „Ananas“ nennt, findet man in seinem Sortiment. Der Geschmack ist tatsächlich sehr fruchtig. Vor einigen Jahren gab es noch wenige Sorten – die Nachfrage war nicht da -, aber  heute verlangen die Konsumenten nach Tomaten in vielen verschiedenen Formen, Grössen und Farben.
Foto © SZG/CCM und www.ifelv.ch
 
Ein gut funktionierender Hofladen

Philippe Dorsaz sagt, dass seine Kunden heute stärker auf die Saison achten und im Winter keine importierten Tomaten kaufen, sondern gerne bis zum Erntebeginn Mitte Mai auf seine Tomaten warten. Nach dem Saisonende Anfang November gibt es bei ihm nur noch Wintergemüse zu kaufen.
In seinem grossen Hofladen, den er vor 13 Jahren eröffnet hat,  verkauft er heute Gemüse und Früchte aus eigenem Anbau. Es ist eine Herausforderung, ein so umfangreiches Angebot an Salaten, Gemüsen, Tomaten, Aprikosen, Erdbeeren und Himbeeren für den Direkt-Verkauf anzubieten, deshalb baut er nur kleine Mengen an. Zu dieser Produktevielfalt kommt neben Aprikosensaft oder Konfitüren auch die selbstgemachte Tomatensauce hinzu, für die er die Tomaten verarbeitet, die er nicht verkaufen konnte. Und die Tomaten
3. Klasse (10 Kg für Fr. 1.-) kommen bei den Konsumenten sehr gut an.

Was macht den Geschmack von Tomaten aus?

Diese Frage stellen sich viele Konsumenten und man kann lange darüber diskutieren. Doch es ist ganz einfach, Dorsaz weiss, was den Geschmack ausmacht: einerseits ist die Sorte entscheidend, wie süsslich oder sauer oder eben geschmackvoll eine Tomate schmeckt. Eine normale Rispentomate schmeckt anders als eine Coeur de Boeuf oder eine Datteltomate. Wer es nicht glaubt, sollte den Test mal machen! Andererseits ist gemäss Dorsaz ausserdem wichtig, dass die Tomaten reif geerntet werden und nicht noch grün sind. Denn später sieht man es ihnen nicht an, da Tomaten nachreifen und rot werden. Der Geschmack der Tomate jedoch bildet sich nur an der Pflanze aus. Ebenso wichtig ist, dass man nicht zu viel Wasser gibt, denn das kann den Zuckergehalt beeinflussen.

> Mehr (Fakten und Zahlen aus dem Wallis)

 

Quelle: VSGP - SZG/CCM und www.ifelv.ch

Veröffentlichungsdatum: 27.07.2015

Schlagwörter

Tomaten, Produktion, Wallis