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Angebotsaktionen beflügeln Nachfrage nach Beerenobst

13. Juli 2015

Strauchbeeren waren im Juni im deutschen Lebensmitteleinzelhandel deutlich häufiger in den Werbeanzeigen vertreten als in den beiden Vorjahren. Hinter den Erdbeeren weisen vor allem Heidelbeeren und Himbeeren eine hohe Werbeintensität auf. Eher selten in der Werbung sind dagegen Brombeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren. Während Erdbeeren und Himbeeren im Juni zu höheren Preisen als im Vorjahr beworben wurden, lagen die Angebotspreise für Heidelbeeren unter denen aus 2014.

Beeren

Die Verbraucher können aus einem breiten Sortiment auswählen und kaufen entsprechende große Mengen ein. Im vergangenen Jahr entfielen 29 % der Jahreseinkaufsmenge an Beerenobst auf den Juni. Dabei gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Arten. So entfielen bei den Erdbeeren sogar 32 % der Jahreseinkaufsmenge auf den Juni. Noch höher lag der Anteil bei Stachelbeeren mit 34 %. Allerdings war 2014 auch eine ausgesprochen frühe Saison, und so könnte sich ein Teil der Nachfrage angebotsbedingt in den Juli verschieben. Andere Beeren erreichen ihren Angebots- und Nachfragehöhepunkt erst im Juli. Dazu gehören die Heidelbeeren, bei denen 2014 rund 10 % der Jahreseinkaufsmenge auf den Juni entfielen. Ähnlich sieht es bei den Johannisbeeren aus. Bei Himbeeren liegt der Fall etwas anders. Auch sie haben einen Nachfragehöhepunkt im Juni, der damit aber nur 17 % der Jahreseinkaufsmenge ausmacht. Das liegt daran, dass Himbeeren fast ganzjährig in größeren Mengen gekauft werden, und der Saisoncharakter nach und nach verloren geht. Bei Brombeeren hatte der Juni 2014 einen Anteil von 11 % an der Jahreseinkaufsmenge.

Bei Heidelbeeren dominieren im Juni noch die Importe

Hinter den Erdbeeren waren die Heidelbeeren im Juni 2015 das Beerenobst, das am häufigsten in den Werbeblättern des LEH vertreten war. Sie kamen insgesamt auf 37 Werbeanstöße. Auch hier war der Bio-Anteil mit 22 % vergleichsweise hoch. Von der Gesamtzahl der Werbeanstöße entfielen 8 auf Bio-Heidelbeeren und damit 37 auf Heidelbeeren aus konventioneller Produktion. Deutsche Ware war saisonbedingt im Juni noch kaum Bestandteil von Angebotsaktionen im LEH. Spanische Heidelbeeren hatten mit 62 % den größten Anteil, gefolgt von Marokko mit 19 %, sowie Frankreich und Deutschland mit jeweils 3 %. Gerade zu Monatsbeginn war die Werbeintensität sehr hoch, weil aus Spanien ein großes Angebot auf den Markt drückte. Zu dieser Zeit erreichte auch der Anteil der Haushalte, die Heidelbeeren kaufen, ein überdurchschnittliches Niveau.



Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 08.07.2015)

Veröffentlichungsdatum: 13.07.2015

Schlagwörter

Angebot, Aktionen, Nachfrage, Beeren, Obst, fruchthandel