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Gefahr für beliebtesten Erzeugnisse wie Obst, Gemüse, Nüsse

29. Juni 2015

Am Dienstag, dem 23. Juni, veranstaltete das MEP Anthea McIntyre mit dem Agrarlebensmittelkette-‚Runden Tisch für Pflanzenschutz‘ (Agri-Food Chain Roundtable for Plant Protection), bestehend aus 19 EU-Vereinigungen, eine Veranstaltung in dem Europäischen Parlament, wo sie ihre Besorgnisse bezüglich der aktuellen Herangehensweise der EU an die Formung der europäischen Politik und Gesetzgebung für Pflanzenschutzprodukte und ihre Auswirkungen entlang der Agrarlebensmittelkette präsentierten.

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Foto: Copa-cogeca


Ein regulierender Gesetzesrahmen, der Innovation ermöglicht, ist wichtig, um die Verfügbarkeit von geeigeneten Pflanzenschutzlösungen sicherzustellen, sagte der Vizevorsitzende des ‚Runden Tisches‘, Thorgrimsson.

Der ‚Runde Tisch‘ möchte gerne besonders die folgenden schädigenden Entwicklungen hervorheben:

1. Mangel an verfügbaren Lösungen für Erzeuger infolge von Problemen mit gegenseitiger Anerkennung, bei der Vermarktung neuer Produkte und durch Unsicherheit bezüglich der Gesetzgebung (einschließlich endokrine Disruptoren, Kandidaten für Substitutionen usw.). Die unterschiedliche Geschwindigkeit der Umsetzung der gegenseitigen Anerkennung zwischen den Ländern schafft Störungen im Wettbewerb. Der Mangel an geeigneten Lösungen, einschließlich moderne, hocheffektive Saatbehandlungsmittel, kann zu schweren Folgen für die Erzeuger bei der Bewältigung der Resistenzentwicklung und dem Beherrschen von neuen Schädlingen und Krankheiten führen.

2. Zunehmend belastende und kostenintensive Regelungen bezüglich der Genehmigung von Substanzen führen zu einem langen Prozess und Verzögerungen in der Verfügbarkeit neuer Substanzen für die Verwendung durch die Erzeuger in der Europäischen Union. Der Produktgenehmigungsprozess dauert jetzt 4-6 Jahre, 2 Jahre länger als unter der vorhergehenden Gesetzgebung! Die ständige Neubewertung bestehender Substanzen basierend auf neuen Anforderungen begrenzt die zur Verfügung stehende ‚Werkzeugkiste‘ für die Erzeuger weiter.

3. Die Lebensmittelsicherheit des europäischen Handels. Der Mangel an angemessenen Lösungen zum Schutz bestimmter Erträge könnte zu einer Knappheit der EU-Produktion führen. Obst und Gemüse sind die Ecksteine der gesunden Ernährung, aber in vielen Fällen sind die richtigen Mittel zum Schutz dieser wichtigen Erträge nicht verfügbar. Das EU-Modell der geringeren Verwendung (minor use) sollte eine wichtige Rolle spielen und muss so schnell wie möglich einsetzbar und effizient werden.

4. Die Auswirkungen auf weiterverarbeitete Produkte. Die aktuelle Gesetzgebung liefert keine detaillierten Regelgungen für ihre praktische Anwendung für weiterverarbeitete Produkte (wie für unbehandeltes Pflanzenöl, getrocknete Früchte oder ätherisches Zitronenöl). Das bringt für die EU-Unternehmer Rechts- und Handelsprobleme, die angegangen werden müssen.

Der ‚Runde Tisch‘ bittet die europäischen und mitgliedstaatlichen zuständigen Stellen, sicherzustellen, dass die Politiken für die Pflanzenschutzprodukte auf eine kohärente Weise in der ganzen EU und mit Drittländern umgesetzt werden und hat eine Reihe von Empfehlungen herausgegeben, um die Bedürfnisse der europäischen Erzeuger und Verbraucher zu erfüllen. 



Quelle: Copa-cogeca

Veröffentlichungsdatum: 29.06.2015

Schlagwörter

Gefahr, Erzeugnisse, Obst, gemüse, Nüsse, Agrarlebensmittelkette‚ Runder Tisch, Pflanzenschutz