Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 25 / 15 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

25. Juni 2015

Aprikosen: Das Sortiment fächerte sich hinsichtlich der angelieferten Mengen und der Anzahl der angebotenen Varietäten auf. Neben Orange Red und Pinkcot traten unter anderem Flopria, Robada und Traver in Erscheinung. Mit der ausgedehnten Versorgung konnten Vergünstigungen trotz einer überwiegend freundlichen Nachfrage nicht immer vermieden werden.

Aprkozen

Die Preisspanne erweiterte sich jedoch auch nach oben: Vor allem Orange Red aus Frankreich und Spanien überzeugten optisch und geschmacklich, sodass sie im Verhältnis recht teuer waren. Nicht ganz so ansprechend ausgefärbte oder zu kleine Produkte hatten es hingegen schwerer, Interessenten zu finden. Insbesondere griechische Chargen wiesen qualitative Mängel auf, was sich naturgemäß negativ auf die Kurse auswirkte. In Hamburg mussten Früchte mit konditionellen Schwächen bisweilen unter Notiz abgegeben werden. Italien rundete mit wenigen Abladungen die von Spanien und Frankreich dominierte Warenpalette ab. Türkische Zuckeraprikosen, Sekerpare, verbilligten sich in München infolge einer zu üppigen Bereitstellung. In Hamburg wurden sie hinreichend beachtet, sodass sich ihre Bewertungen bei einer am Bedarf orientierten Verfügbarkeit nicht gravierend bewegten.

Äpfel
Neuseeland prägte mit Braeburn, Royal Gala und Jazz das Geschehen. Chile lag mit Cripps Pink, Granny Smith und Royal Gala auf dem zweiten Platz. Aus Südafrika stammten vorrangig Braeburn und Golden Delicious. In Frankfurt tauchten Topred auf: Die glänzenden roten Offerten wurden zu 18,- € je 12,5-kg-Karton verkauft. Argentinien schickte Cripps Pink und Pink Lady. Insgesamt schränkten sich die Importe aus Übersee ein, was stabilisierenden Einfluss auf die Forderungen hatte. Die Unterbringungsmöglichkeiten waren eher begrenzt, da die Kunden bei den europäischen Partien oftmals kontinuierlich und beherzt zugriffen. In diesem Segment bestimmten Italien und Deutschland die Vermarktung. Die Güte ließ für gewöhnlich kaum Wünsche offen, sodass der Absatz glatt verlief. Bei einer ruhigen Aufnahme wurden die Aufrufe in der Regel nicht wesentlich verändert.

Birnen
Die Anlieferungen aus Südafrika und Chile mit Packham`s Triumph und Forelle verringerten sich. Argentinien beteiligte sich vereinzelt mit in Italien in 5-kg-Kartons umgepackten Abate Fetel am Handel. Conference aus den Niederlanden und Belgien ergänzten das Sortiment. Bei einer am Bedarf orientierten Versorgung tendierten die Kurse sowohl leicht auf- als auch marginal abwärts. Früchte mit zu weichem Fleisch, in Hamburg beispielsweise Forelle aus Südafrika, mussten mit merklichen Vergünstigungen abgegeben werden. Das Angebot abrundende italienische Sommerbirnen, Bella di Giugno, kosteten bei einer freundlichen Nachfrage in Frankfurt zwischen 2,20 und 2,40 € je kg.

Tafeltrauben
Aus Italien kamen dominierende Victoria und Black Magic sowie komplettierende Matilde. Hinsichtlich ihrer Qualität überzeugten die Offerten für gewöhnlich durchaus; dennoch konnten sie infolge einer angewachsenen Verfügbarkeit nur mit Verbilligungen untergebracht werden. Marokko verbreiterte mit Prime Seedless und Sugraone, Ägypten zudem mit Early Sweet die Warenpalette. Aus Israel stammten Early Sweet. Die südafrikanische und die chilenische Saison endet langsam aber sicher, was an begrenzten Zufuhren und abfallender Güte abzulesen ist. Generell wurde das Interesse mühelos gestillt. Die Bewertungen sanken meist etwas ab, was auf den ausgedehnten europäischen Abladungen basierte. Minimale Verteuerungen konnten lediglich ab und zu bei mängelfreien Partien durchgesetzt werden.

Erdbeeren
Die Versorgung mit den ausschließlich einheimischen Chargen schränkte sich ein. Parallel dazu hatte sich wegen des schlechten Wetters die Nachfrage verringert, was den Händlern höhere Forderungen verwehrte. Im Gegenteil, Vergünstigungen, mitunter sehr kräftige, waren ebenso wenig zu vermeiden wie vereinzelt auftretende Bestände. Zudem beeinträchtigten mancherorts Rückläufer aus dem LEH die Vermarktung. Insbesondere kleinere Früchte und solche mit schwachem Geschmack konnten bloß unter Notiz abgegeben werden. Selbst Markenangebote hielten selten das bisherige Preisniveau. Aufgrund uneinheitlicher organoleptischer Eigenschaften der Produkte etablierte sich ferner oftmals eine recht weite Kursspanne.

Kirschen
Während sich die Präsenz der dominierenden spanischen Anlieferungen eingrenzte, wuchs die der türkischen Importe merklich an. Italien, Deutschland und Griechenland rundeten die Warenpalette ab. Die kühle Witterung wirkte sich negativ auf das Interesse aus, das sich vorrangig auf die größeren Offerten mit 28 mm+ konzentrierte. Speziell die spanischen Partien konnten diesbezüglich bei den Kunden punkten. Im Hinblick auf die sich stetig ausdehnende Bereitstellung ließen sich türkische Napoleon nur mit Verbilligungen an den Mann bringen. Auch für die übrigen Zufuhren mussten die Bewertungen meist gesenkt werden. So gelang es ab und an immerhin, den Absatz etwas zu beleben. Lediglich Hamburg berichtete von Verteuerungen zum Wochenende hin, welche auf der Verknappung der Verfügbarkeit basierten.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien prägte mit weitem Abstand vor Italien das Geschehen. Die Anlieferungen verstärkten sich insgesamt. Wie erwartet gesellten sich erste französische gelb- und weißfleischige Chargen zum Sortiment hinzu. In der Regel war die Nachfrage für das üppige Angebot zu schwach, sodass die Forderungen nicht bestätigt werden konnten. Vor allem kleine Früchte vergünstigten sich. Bei Erzeugnissen mit Kaliber A oder AA etablierten sich zumindest in Frankfurt höhere Notierungen als zuvor. In Berlin verharrten die Kurse generell auf ihrem bisherigen Niveau. Die Preise für spanische Paraguayos fielen in Frankfurt mengenbedingt ab.

Kiwis
Neuseeland dominierte augenscheinlich vor komplettierenden chilenischen und italienischen Abladungen den Handel. Die Bereitstellung wurde für gewöhnlich hinreichend auf die etwas verringerten Unterbringungsmöglichkeiten abgestimmt, sodass es hinsichtlich der Bewertungen zu keinen wesentlichen Veränderungen kam.

Zitronen
Noch immer beherrschte Spanien mit großem Abstand das Geschäft. Die Präsenz argentinischer Importe wuchs aber langsam an. Bis zu 34,- € je 18-kg-Karton sollten gezahlt werden; damit kosteten die Chargen mehr als die spanischen Früchte. Diese verteuerten sich in München und Berlin kontinuierlich, da die Zufuhren nicht genügten, um den Bedarf vollends zu decken.

Bananen
Die Bereitstellung orientierte sich in der Regel an der Nachfrage, sodass sich die Notierungen nur wenig bewegten. In Frankfurt kam es im Bereich der Drittmarken zu einzelnen Verbilligungen. In Berlin senkten die Verkäufer im Segment der Zweit- und Drittmarken die Preise durchgehend leicht ab, da das Interesse mit der Verfügbarkeit nicht Schritt hielt.

Blumenkohl
Es konnte fast ausschließlich auf deutsche Anlieferungen zugegriffen werden; allein in Köln ergänzten belgische Chargen mit spärlichen Zufuhren das Sortiment. Bei einem zu ruhigen Geschäft bröckelten die Kurse anfangs oftmals etwas ab. Ab der Wochenmitte verharrten sie dann für gewöhnlich auf verringertem Niveau. Lediglich in Köln waren die Bewertungen der einheimischen Offerten täglichen Schwankungen unterworfen.

Salat
Die Präsenz von dominierendem inländischem und komplettierendem niederländischem Eissalat schränkte sich ein. In Hamburg und München verbilligte er sich dennoch. Auch in Köln brauchte man für deutsche Ware nicht mehr so viel wie bislang zu zahlen. In Frankfurt etablierte sich qualitätsbedingt eine große Preisspanne. Kopfsalat stammte aus dem Inland und Belgien. Bei einer bedarfsdeckenden Verfügbarkeit blieben die Forderungen meist konstant. In München verteuerten sich zunächst belgische Partien; ab Dienstag kosteten sie dann aber wieder weniger. Bunte Salate wurden stetig verkauft. Die Notierungen veränderten sich bei einer kontinuierlichen Abwicklung nicht wesentlich. Nur in Hamburg zogen sie marginal an.

Gurken
Deutsche Erzeugnisse beherrschten erkennbar die Vermarktung von Schlangengurken. Belgische und niederländische Zufuhren ergänzten. Die Versorgung wuchs dabei in einem Rahmen an, der die Nachfrage bei Weitem überstieg. Trotz einer relativ freundlichen Aufnahme, die durchaus aufgrund der kühlen Witterung etwas gemindert wurde, war eine völlige Räumung ausgeschlossen. Nach kurzer anfänglicher Stabilität brachen die Kurse spätestens ab Mitte der Woche merklich ein. Bei Minigurken, überwiegend aus dem Inland und den Niederlanden eingetroffen, verlief das Geschäft ähnlich unbefriedigend. Eine zu langsame Umschlagsgeschwindigkeit machte Vergünstigungen unumgänglich.

Tomaten
Von der Bedeutung her lagen niederländische und belgische Abladungen generell auf gleichem Niveau, währenddessen sich die Präsenz der einheimischen in der letzten Zeit sukzessive ausgedehnt hatte. Italien komplettierte neben Frankreich, Spanien und Polen das Sortiment. Zum einen blieb der Zugriff vom kalten Wetter unbeeinflusst und die Notierungen zeigten eine überraschende Konstanz. Zum anderen geriet der Handel bereits am Montag kraft einer immensen Verfügbarkeit unter Druck, sodass Verbilligungen unvermeidlich waren. In der Folge verbesserte sich manchmal der Zuspruch und dann konnte man von wiederholten Preisreduzierungen absehen. Zum Teil wurden jedoch die Mengen augenscheinlich dosiert. Auf diese Art gelang es, die Aufrufe auf ihrem bisherigen Level zu fixieren oder, wie im Beispiel von Köln, punktuell sogar anzuheben.

Gemüsepaprika
Den Verkauf beherrschten klar erkennbar die niederländischen Offerten. Ausschlaggebend für die Kursentwicklung war vorrangig die Versorgung, die sich als sehr differenziert erwies. Partiell wuchsen die Zufuhren an, sodass die anfänglich festen Forderungen häufig gesenkt werden mussten. Allerdings etablierten sich auch Verteuerungen, da die Anlieferungen nicht immer ausreichten, um den Bedarf völlig zu decken. In jedem Fall war das Geschäft von starken Schwankungen geprägt. Ergänzende türkische Chargen wurden, vereinzelte Sonderangeboten außer Acht lassend, relativ stabil bewertet; sie tendierten zuweilen mit den marokkanischen Früchten leicht nach oben. Belgien rundete in kleinem, Spanien und Italien in marginalem Rahmen die Produktpalette ab. Einheimische Erzeugnisse waren kaum von Belang.

Spargel
Die diesjährige Kampagne nähert sich ihrem Ende. Aufgrund der auslaufenden Ernte begrenzten sich die inländischen Abladungen für das weiße und violette Sortiment merklich. Einige Regionen hatten sich schon restlos aus dem Handel ausgeklinkt. Parallel dazu erlosch das Interesse offensichtlich in zunehmender Rate. Bei einem somit ausgewogenen Bezug von Menge zu Nachfrage blieben die Notierungen oftmals ohne große Veränderungen. Bloß manchmal stiegen die Preise wegen der eingeschränkten Verfügbarkeit. Die traditionell guten Unterbringungsmöglichkeiten vor dem Wochenschluss ließen dieses Mal auf sich warten. Vielfach schwenkten die Kunden um, favorisierten die Klasse II und griffen dort beherzter zu. Grüne Stangen aus Deutschland waren nicht genügend vorrätig, sodass man hierfür mehr bezahlen musste. Zur Wahl standen in diesem Sektor noch italienische, polnische und niederländische Artikel, die von chilenischen kontinuierlich flankiert wurden.

Zwiebeln
Bei Gemüsezwiebeln hatte sich die Versorgungslage etwas entspannt. Die vorherrschenden spanischen Importe wuchsen an, was sogleich in Vergünstigungen mündete. Eher selten konnten die bisherigen Bewertungen behauptet werden. Die Türkei komplettierte singulär und Chile in verringertem Maß das Geschäft. Bei Haushaltsware mussten sich die dominierenden neuseeländischen Anlieferungen einer erstarkenden Konkurrenz aus Italien stellen. Zudem trafen Alternativen aus Australien und den Niederlanden ein. Minimale Verbilligungen prägten den Vertrieb. Deutschland startete in die Saison mit Kaliber 35/50 und 40/60 mm zu 15,- € je 25-kg-Sack, woraufhin sich die Mitstreiter aus Übersee zuweilen ein wenig nach unten anpassten. Rote Zwiebeln stammten aus Ägypten und den Niederlanden sowie neuerdings aus Italien in einer gebündelten Aufmachung mit frischem Laub und einem Gewicht von 5 bis 6 kg je Bund. Weiße Kultivare fanden aus Spanien ihren Weg auf den Markt.


Weitere Informationen

Frankfurt
Bei Pflaumen bestimmte eine große Varietätenvielfalt aus Spanien das Geschehen. Am Freitag traten gelbe und rote italienische Früchte in Erscheinung. Der Abverkauf war stetig. Die ersten französischen Heidelbeeren konnten ab Dienstag geordert werden. Alternativ standen portugiesische, spanische und niederländische Partien bereit. Wegen einer ausgedehnten Verfügbarkeit sanken die Kurse von roten Johannisbeeren, Himbeeren und roten Stachelbeeren. Zum Wochenende hin wurden 250-g- und 500-g-Schalen mit schwarzen Johannisbeeren offeriert. Deutsche Brombeeren waren zu Notierungen von 1,40  bis 1,76 € je 100 g spärlich vorhanden. Stangenbohnen suchten Interessenten; es gab belgische, italienische, spanische, türkische sowie inländische Erzeugnisse aus geschütztem Anbau. Bei Buschbohnen konnte bloß auf knappe und daher teure einheimische Produkte zugegriffen werden. Die Forderungen für Frühweißkohl aus dem Inland blieben auf hohem Niveau. Für türkischen Weißkohl musste man 1,30 € je kg zahlen. Sehr freundlich beachtete türkische Pfifferlinge wurden zu 15,- € je kg, bulgarische zu 16,- bis 18,- € je kg umgeschlagen. Infolge einer uneinheitlichen Qualität waren bei Steinpilzen nur Preise von maximal 18,- € je kg möglich.

Hamburg
Gelegte gelbe und blaue Pflaumen aus Spanien und Italien starteten zu 10,- bis 11,- € je 3- und 5-kg-Holzsteige in die Saison. Schwarze Johannisbeeren aus Süddeutschland kosteten 2,- € je 250-g-Schale. Neue blaue Feigen aus der Türkei waren in 30er-Sortierung zu 13,- € je 3-kg-Packstück erhältlich. Erste süddeutsche Schneidebohnen wurden zu 3,25 € je kg angeboten.

Köln
Bei inländischem Beerenobst traten mittlerweile Stachelbeeren in Erscheinung, die zu 2,80 € je 500-g-Abpackung jedoch nur wenig Zuspruch generierten.

München
Zeitgleich wie im Vorjahr trafen aus Italien erste Pflaumen, Ruth Gerstetter, ein. Bei kühl-regnerischen Wetteraussichten ließ das Interesse an Wassermelonen nach. Die Kurse für Orangen stiegen infolge einer begrenzten Verfügbarkeit an. Einheimische Buschbohnen und Stangenbohnen wurden bei geringen aber langsam ausgedehnten Mengen einstandsbedingt mit hohen Bewertungen offeriert. Deutscher Radicchio ersetzte zunehmend italienische Produkte. Die Beachtung für Lagerweißkohl ging kontinuierlich zurück. Lauch wurde zu anziehenden Preisen untergebracht. Die Notierungen für Pfifferlinge und Steinpilze blieben angebotsinduziert auf festem Niveau.

Berlin
Erste einheimische Buschbohnen kosteten 4,30 bis 4,50 € je kg. Da sie damit deutlich teurer als die ägyptischen und italienischen Erzeugnisse waren, präsentierte sich die Nachfrage recht eingeschränkt. Die Abladungen von Zucchini aus dem Inland, Italien, Spanien und der Türkei wuchsen im Wochenverlauf an, sodass es zu Vergünstigungen kam.
 

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").



Quelle: BLE
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Veröffentlichungsdatum: 25.06.2015

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin