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Bayerischer Bauernverband fürchtet Übernahme der Tengelmann-Märkte durch Marktführer

11. Juni 2015

Aldi, Edeka, Lidl und Rewe bestimmen mit ihren Supermärkten den deutschen Lebensmittelhandel. Die vier Konzerne vereinigen einen Marktanteil von 85 Prozent auf sich. Jetzt will Deutschlands größte Supermarktkette Edeka auch die 451 Läden von „Kaiser’s Tengelmann“ übernehmen. Durch diese Übernahme würde Edeka mancherorts eine „marktbeherrschende Stellung“ aufbauen. Das Bundeskartellamt hat dem geplanten Deal deshalb eine Absage erteilt.

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Doch Edeka-Chef Markus Mosa und Tengelmann-Miteigentümer Karl-Erivan Haub geben nicht klein bei: sie haben einen Antrag auf eine Sondergenehmigung durch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) gestellt. Am Dienstag hat nun eine erste Anhörung vor der Monopolkommission der Bundesregierung stattgefunden. „Gabriel darf keinesfalls zulassen, dass Edeka seinen Einfluss noch weiter ausdehnt“, fordert Hans Müller, Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes. 
 
Mit der Sektoruntersuchung zur „Nachfragemacht im Lebensmitteleinzelhandel“ hat das Bundeskartellamt im September 2014 gezeigt, dass die Marktmacht von Edeka, Aldi, Rewe und Lidl bereits jetzt erdrückend ist. „Schon jetzt werden immer wieder Milch- oder Fleischprodukte zu Spottpreisen verschleudert, um Kunden in die Läden zu locken. Ohne Rücksicht auf die hohen Standards in der bayerischen Landwirtschaft tobt eine Rabattschlacht auf Kosten der Bauernfamilien“, sagt Müller. „Durch eine weitere Konzentration im Einzelhandel hätten wir Bauern und alle Verbraucher das Nachsehen. Die Politik darf nicht länger zusehen, wie durch das Machtstreben des Lebensmitteleinzelhandels die Vielfalt in der Landwirtschaft und die regionale Lebensmittelversorgung auf’s Spiel gesetzt wird!“


 

Quelle: BBV

Veröffentlichungsdatum: 11.06.2015

Schlagwörter

Bayerischer Bauernverband, Übernahme, Tengelmann-Märkte, Marktführer, Einzelhandel