Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 23 / 15 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

11. Juni 2015

Erdbeeren: Während sich die Präsenz einheimischer Früchte merklich ausweitete, hatten sich italienische Partien aus dem Geschäft verabschiedet. Hier und da traten niederländische Chargen in Erscheinung, die insgesamt eine komplettierende Rolle einnahmen.
Erdbeeren

Verlief die Vermarktung anfangs noch recht ruhig, verbesserten sich zum Wochenende hin die Unterbringungsmöglichkeiten: Die hohen Temperaturen belebten den Absatz, sodass trotz der angewachsenen Verfügbarkeit eine Leerung der Läger häufig gelang. Stimmte die Qualität, konnte man die bisherigen Forderungen sogar leicht anheben. Jedoch dehnte sich die Preisspanne auch nach unten aus, wenn Ausfärbung, Größe oder Geschmack nicht überzeugten; so manches Produkt musste unter Notiz abgegeben werden. In Berlin kam es zu sukzessiven Verteuerungen, da die Anlieferungen nicht ausreichten, um den Bedarf gänzlich zu befriedigen.

Äpfel
Mittlerweile dominieren die Importe aus Übersee das Geschehen: Allen voran standen neuseeländische Abladungen mit Royal Gala, Braeburn und Cox Orange. Aus Chile stammten vorrangig Royal Gala und Granny Smith. Südafrika beteiligte sich unter anderem mit Braeburn und Golden Delicious am Handel. Erste freundlich beachtete Cripps Pink aus Argentinien und Chile trafen ein. Bei einer an der Nachfrage orientierten Versorgung veränderten sich die Kurse oftmals nicht wesentlich. Ab und an mussten angesichts der verstärkten Zufuhren für einzelne Varietäten minimale Vergünstigungen akzeptiert werden. Das Interesse an den alterntigen Offerten war kontinuierlich. Deutschland beherrschte mit Elstar, Jonagold und Braeburn die Szenerie; Italien hatte mit Braeburn, Golden Delicious und Granny Smith eine geringere Bedeutung. Die Bewertungen blieben infolge eines steten Zugriffs in der Regel konstant.

Birnen
Das an Höhepunkten arme Geschäft wurde insbesondere mit südafrikanischen und chilenischen Früchten getätigt. Packham´s Triumph, Abate Fetel und Forelle bestimmten die Vermarktung. Argentinien rundete die Warenpalette mit wenigen Anlieferungen ab. Aus Europa kamen niederländische Conference und spärlich italienische Abate Fetel. Da die Bereitstellung hinlänglich mit den eingeschränkten Verkaufsmöglichkeiten in Einklang gebracht wurde, bewegten sich die Notierungen generell kaum.

Tafeltrauben
Das Angebot erweiterte sich um einige Varietäten: Aus Marokko traten erste Sugraone, aus Ägypten zusätzlich Prime Seedless in Erscheinung. Nachdem in der Vorwoche lediglich in München italienische Black Magic und Victoria auftauchten, wuchs deren Präsenz inzwischen merklich an. Infolge von unbefriedigendem Geschmacks und Kursen von bis zu 5,50 € je kg war der Zuspruch aber recht verhalten. Die Bedeutung von Early Sweet aus Ägypten und Israel verstärkte sich ebenfalls, auch wenn diese bezüglich ihres Aromas und ihrer Ausfärbung Wünsche offen ließen. Die chilenische und südafrikanische Saison neigt sich dem Ende entgegen: Crimson Seedless und Thompson Seedless aus Chile standen an der Spitze des Sortimentes. Südafrika beteiligte sich hauptsächlich mit Crimson Seedless, Indien ausschließlich mit Thompson Seedless. Die Chargen überzeugten hinsichtlich ihrer Qualität mancherorts nicht durchgängig, dennoch verteuerten sie sich ab und an.

Aprikosen
Spanien dominierte mit Mogador und Orange Red vor Italien mit Ninfa das Geschehen. Französische Mogador und türkische Ninfa rundeten ab. Einzig in München trafen griechische Tyrinthos ein. Die Abladungen stiegen kontinuierlich an und genügten, um die Nachfrage problemlos zu decken. Oftmals waren die Märkte sogar überversorgt, sodass eine Räumung nicht komplett gelang. Die Früchte, insbesondere die türkischen Zuckeraprikosen, schmeckten nicht immer, sodass ihr Verkauf hier und da stockte. Insgesamt mussten die Händler die Forderungen senken, was das Geschäft indes kaum belebte.

Kirschen
Spanische Van und California beherrschten mit italienischen Bigarreau, Ferrovia und Gorgia das Sortiment. Französische Folfer sowie griechische und deutsche Burlat gab es ebenfalls. Die Verfügbarkeit dehnte sich rapide aus. Da das Interesse damit nicht Schritt halten konnte, kam es sukzessiv zu leichten Vergünstigungen. Bestände waren nicht durchgängig zu vermeiden, was der Qualität langfristig schadete. Kleinere Offerten wurden selten beachtet; größere in Kaliber 30 mm+ konnten zumindest zum Wochenende hin rege abgesetzt werden. Für die deutschen Produkte musste man mancherorts bis zu 6,- € je kg zahlen, was die Unterbringung aber nicht beeinträchtigte.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien dominierte das Geschehen. Die Versorgung stieg kräftig an und überragte die Nachfrage deutlich. Demzufolge tendierten die Kurse häufig abwärts. In Frankfurt konnten ab Donnerstag aufgrund einer vermehrten Order die Preise wieder ein wenig angehoben werden. Italienische Partien befanden sich auf dem zweiten Rang. Auch ihre Präsenz wuchs spürbar an. Dennoch veränderten sich die Bewertungen nicht so stark wie bei der spanischen Konkurrenz. Die Notierungen für Paraguayos bewegten sich generell kaum.

Kiwis
Neuseeländische Offerten bestimmten das Geschäft. Italienische, französische und griechische Zufuhren ergänzten und verloren an Wichtigkeit. Die chilenischen Abladungen dehnten sich aus. Bei einem steten Verkauf wurden die bisherigen Forderungen nur selten modifiziert.

Zitronen
Der Markt war weiterhin von der Ausschließlichkeit der spanischen Importe geprägt. Alles wartet auf die ersten Ankünfte aus Übersee, welche die etwas kritische Situation entschärfen werden. Aufgrund der überschaubaren Versorgung verharrten die Notierungen kontinuierlich auf gewohnt hohem Niveau. Da die Qualität durchgängig zu überzeugen wusste, blieb die Preisspanne in der Regel ziemlich eng bemessen.

Bananen
Der Verkauf verlief in ruhigen Bahnen, aber doch mit einer gewissen Stetigkeit. Das Angebot war überwiegend hinlänglich auf die Nachfrage abgestimmt. Die Bewertungen veränderten sich im Vergleich zur Vorwoche nur selten. Einzig in München sollte ein Absenken der Forderungen den Absatz forcieren, um einen ferienbedingt stärkeren Mengendruck zu verhindern.

Blumenkohl
Das Handelsgeschehen wurde vor allem von der Verfügbarkeit einheimischer Offerten gekennzeichnet. In Frankfurt, München und Berlin trafen die Abladungen eher begrenzt ein. Entsprechend stabil blieben die Kurse, die manchmal sogar nach oben tendierten. In Hamburg bauten sich, basierend auf zu schleppender Unterbringung, Überhänge auf. Diese sollten mittels Vergünstigungen so schnell wie möglich wieder aufgelöst werden. Generell verringerte sich infolge der ansteigenden Temperaturen sukzessive das Interesse. Ergänzungen aus Frankreich und punktuell aus Belgien spielten keine tragende Rolle mehr.

Salat
Neben inländischem Eissalat gelangte, das Angebot komplettierend, niederländische Ware auf den Markt. Für beide musste etwa gleich viel bezahlt werden. Teils zogen die Forderungen bei überzeugender Qualität und Kopffestigkeit an, teils musste man sie wegen drängender Mengen reduzieren. Einheimischer Kopfsalat hatte mit der Konkurrenz aus Belgien und den Niederlanden zu kämpfen. Nicht immer schnitt er dabei am besten ab. Die reichlichen Anlieferungen, meist mit optimalen Kopfgewichten, wurden in der Regel genügend beachtet, sodass die Notierungen keinen wesentlichen Schwankungen unterlagen. Bunte Salate aus Deutschland waren sehr üppig vorrätig, mit deutlich zunehmendem Trend. Die bisherigen Bewertungen konnten nicht dauerhaft gehalten werden. Selbst eine perfekte Güte hatte da keinen konservierenden Einfluss. Feldsalat verknappte sich zuweilen. Trotz eines unaufgeregten Vertriebs konnten sich ab und an Verteuerungen etablieren.

Gurken
Schlangengurken stammten hauptsächlich und in leicht ausgedehntem Umfang aus der inländischen Produktion. Niederländische und belgische Offerten ergänzten wie gewohnt. Da die Bereitstellung überwiegend dem Bedarf entsprach, blieben die Kurse zunächst weitgehend stabil. Die merkliche Wetterverbesserung ab Mitte der Woche intensivierte die Umschlagsgeschwindigkeit. Das eröffnete manchmal Möglichkeiten, die Preise anzuheben. In Berlin hingegen expandierte die Verfügbarkeit derart, dass Verbilligungen kaum verhindert werden konnten. Minigurken führte man aus Deutschland und den Niederlanden zu. Zum einen wurden sie zwecks Handelsbelebung niedriger, zum anderen dank verstärkten Interesses höher aufgerufen.

Tomaten
Mitteleuropäische Früchte drängten in einem enormen Ausmaß auf den Markt. Die Niederlande und Belgien herrschten vor. Die Präsenz inländischer Chargen hatte zugenommen. Die anfänglich kühle Witterung bremste das Geschäft. Um belastende Überhänge bei Runden Tomaten und Rispentomaten zu vermeiden mussten die Bewertungen erkennbar reduziert werden; in Frankfurt befanden sie sich regelrecht im freien Fall. Die gleiche Entwicklung verzeichneten Kirschtomaten, nur moderater. Sonderformen wie Coer du Boeuf, Merinda oder Kumato verbuchten konstantere Forderungen. Mit den folgenden ansteigenden Temperaturen optimierte sich generell die Unterbringung. Daraus resultierend zogen die Notierungen gelegentlich etwas an.

Gemüsepaprika
Die dominierenden Abladungen aus den Niederlanden gelangten in vergrößertem Umfang in den Vertrieb. Dies galt hauptsächlich für die bunten Kultivare wie rote und gelbe, die sich daraufhin schnell verbilligten. Die grünen Erzeugnisse trafen übersichtlicher ein, weshalb sich deren Kurse überwiegend nach oben bewegten. Die Preise der ergänzenden türkischen Importe verharrten meistens auf stabilem Niveau, tendierten zuweilen auch abwärts. Dabei waren umgekehrt als bei der niederländischen Konkurrenz die roten Produkte teurer als die grünen. Marokko komplettierte das Angebot mit kleinen Anlieferungen.

Spargel
Zu Beginn bewirkte die eher kühle Witterung eine begrenzte Versorgung mit einheimischen Offerten. Es folgten zwar ansteigende Temperaturen; da aber anwachsend Flächen aus der Ernte genommen wurden, blieb die Verfügbarkeit kontinuierlich überschaubar. Das Interesse ermüdete allmählich, sodass man die Bewertungen zunächst häufig kaum modifizierte. Aufgrund der reduzierten Mengen etablierten sich dann doch höhere Forderungen, die zum Wochenende hin wegen forcierter Unterbringungsmöglichkeiten öfters nochmals einen Sprung nach oben machten. Am Freitag war teilweise ein totaler Ausverkauf gelungen. Partien mit favorisierten Sortierungen über 20 mm gingen enorm zurück, verstärkt handelte man sogar ausschließlich Stangen mit 16 mm+.

Zwiebeln
Die dominierenden spanischen Gemüsezwiebeln wurden andauernd in zu knappem Umfang zugeführt. Daneben gab es chilenische Chargen, die ähnlich übersichtlich auftretend nicht an Wichtigkeit gewannen, die Erzeugnispalette also nur auffüllten. Der Bedarf konnte für gewöhnlich nicht genügend gedeckt werden, die Kurse verharrten indes vielfach auf ihrem bisherigen Niveau. Bei Haushaltsware hatte sich Deutschland inzwischen völlig aus dem Geschäft verabschiedet. Neuseeland herrschte vor; dazu verbuchte man Importe aus Australien und den Niederlanden. Angebot und Nachfrage stimmten in etwa überein. Die Preise zeigten keine wesentlichen Veränderungen.


Weitere Informationen

Frankfurt
Erste deutsche Brombeeren und Heidelbeeren in 250-g-Schalen fanden nicht so schnell ihre Käufer, da Bewertungen von bis zu 4,- € je Schale abschreckten. Ebenso erging es ersten inländischen Himbeeren. Hier kostete die 125-g-Schale 2,60 €. Die Verfügbarkeit von spanischen Pflaumen mit Red Beaut dehnte sich aus. Am Freitag komplettierte eine Sendung aus Israel mit Watermelons; hierbei handelte es sich um eine Premiumsorte mit einer gelb-braunen Haut und rotem Fruchtfleisch, die äußerst saftig und süß schmeckt. Dem entsprechend verlangte man auch 23,- € je 5 kg. Eine Partie Clemenules aus Südafrika zu 16,50 € je 10 kg rundete den Vertrieb von kleinfruchtigen Zitrusfrüchten aus Spanien ab, vorrangig Ortanique und Fortuna. Türkische Zuckermelonen standen ab Dienstag bereit. Erste deutsche Zucchini, Buschbohnen und Stangenbohnen sowie Knollensellerie mit Laub wurden ab Mittwoch wohlwollend aufgenommen. Deutlich höher sollte Lauch bezahlt werden. Alterntige Offerten aus dem Inland und aus Belgien liefen aus und waren kaum noch zu bekommen. Für neue Stangen legten die Kunden 15,- € je 10 kg hin. Als Ergänzung trafen sporadisch Lieferungen aus Spanien und Marokko ein, für die man 10,- bis 15,- € je 10 kg aufrief.

Hamburg
Ansehnliche süddeutsche Himbeeren starteten zu 2,80 € je 200-g-Schale in die Saison. Das kühle Wetter trübte die Unterbringung von Melonen aus dem Mittelmeerraum, was bei Chargen mit konditionellen Schwächen zu Vergünstigungen führte. Zum Wochenende hin verteuerten sich dank der gestiegenen Temperaturen besonders Wassermelonen. Einheimische Buschbohnen wurden zu 4,85 € je kg, italienische zu 3,- € je kg umgeschlagen. Dicke Bohnen wickelte man zu 2,35 € je kg ab. Neue Pfifferlinge und Steinpilze aus Rumänien und Bulgarien überzeugten hinsichtlich ihrer Qualität und generierten zu 13,- bzw. 18,- € je kg rege Beachtung.

Köln
Himbeeren und Kulturheidelbeeren stammten zu kleinen Teilen aus inländischem Anbau. Johannisbeeren kamen aus den Niederlanden und Belgien. Ansprechende Kakis in 14er-Sortierung trafen aus Spanien und Südafrika ein. Fehlender Regen schränkte bei nicht bewässerbaren Flächen im Rheinland das Wachstum von Rhabarber ein. Ausgeprägt rote Offerten kosteten deutlich mehr als grüne, die reichlich verfügbar waren. Zucchini aus Belgien und den Niederlanden blieben mit bedarfsgerechten Mengen weitgehend konstant bewertet. Spanische Produkte in verbesserter Güte passten sich den Preisen der mitteleuropäischen Partien an. Das nicht sehr üppige Angebot an Möhren wurde von französischen Abladungen ergänzt. Pfifferlinge aus Russland, Rumänien und Serbien waren zunehmend präsent, Steinpilze hingegen eher knapp.

München
Die hohen Temperaturen führten zu verstärkten Anlieferungen von Himbeeren und Kulturheidelbeeren, die freundlich beachtet wurden. Erster Mangold, Radicchio und Zucchini aus dem Inland stand bereit. Pfälzer Frischerbsen komplettierten die von Italien dominierte Warenpalette. Die Versorgung mit Brokkoli stieg an. Pfifferlinge aus Serbien, Bulgarien und Rumänien gewannen an Wichtigkeit. Steinpilze wurden häufiger importiert, weshalb die Kurse erheblich nachgaben.

Berlin
Das Angebot an einheimischen Beerenfrüchten nahm im Wochenverlauf weiter zu. Neben Himbeeren für etwa 1,85 € je 125-g-Schale waren Brombeeren zu ca. 2,05 € je 125 g zu bekommen. Heidelbeeren kosteten zwischen 3,60 und 3,70 € je 250-g-Schale. Damit lagen die Preise deutlich über denen der niederländischen und spanischen Erzeugnisse. Das Interesse der Kunden hielt sich auch daher noch zurück.

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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
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Veröffentlichungsdatum: 11.06.2015

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin