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Arbeitsausbeutung in Europa "verbreitet": FRA-Studie fordert Null- Toleranz

05. Juni 2015

Ausbeutung von Arbeitern und Arbeiterinnen sind in den 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gang und gäbe - das ist das Ergebnis einer Studie, die die Grundrechte-Agentur der EU (FRA) am Dienstag vorgelegt hat. Die Studie beklagt, dass Ausbeutung stattfinde, obwohl Arbeitnehmerrechte durch EU-Gesetze garantiert würden, berichtet Deutsche Welle.

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Der neue Bericht der FRA untersucht als erster seiner Art umfassend alle kriminellen Formen der Ausbeutung von Arbeitskräften in der EU. Es geht hier um Menschen, die innerhalb der EU umziehen oder in die EU einwandern. Wie die Ergebnisse zeigen, ist die kriminelle Ausbeutung von Arbeitskräften in einer Reihe von Wirtschaftszweigen weit verbreitet, vor allem in der Landwirtschaft, im Bauwesen, in der Hotellerie und Gastronomie, in der Hausarbeit und dem verarbeitenden Gewerbe. Die Täterinnen und Täter laufen jedoch nur ein geringes Risiko, strafrechtlich verfolgt zu werden oder ihre Opfer entschädigen zu müssen. Diese Situation schädigt nicht nur die Opfer selbst, sondern unterminiert auch die Arbeitsnormen im Allgemeinen.

Auch wenn die Ausbeutung von Arbeitskräften an verschiedenen Orten und in verschiedenen Wirtschaftszweigen vorhanden ist, so haben diese Arbeiterinnen und Arbeiter oft vieles gemeinsam, wie etwa sehr geringe Löhne – manchmal 1 EUR pro Stunde oder weniger – und Arbeitszeiten von 12 Stunden oder mehr an sechs oder gar sieben Tagen in der Woche. Ein wesentlicher Faktor, der zur derzeitigen Situation weit verbreiteter Straflosigkeit beiträgt, sind fehlende Anzeigen der Betroffenen: sie werden entweder an einer Anzeige gehindert oder wollen keine Anzeigen erstatten, weil sie Angst haben, ihre Arbeit zu verlieren.

Um die Lage zu verbessern, macht die FRA in ihrem Bericht u. a. Vorschläge. Lesen Sie hier mehr (pdf).


 

Quelle: Deutsche Welle / FRA

Veröffentlichungsdatum: 05.06.2015

Schlagwörter

Arbeitsausbeutung, Europa, FRA, Studie, Landwirstschaft