Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 22 / 15 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

05. Juni 2015

Salat: Bei Eissalat dominierte augenscheinlich Deutschland. Die Niederlande rundeten in Frankfurt und Köln, Spanien zudem in Hamburg und Berlin das Sortiment ab. Die Forderungen konnten aufgrund einer ausgedehnten Verfügbarkeit nur selten angehoben werden.

Eissalat

In München verteuerten sich die Erzeugnisse, da sich die Qualität bezüglich Kopffestigkeit merklich verbessert hatte. Kopfsalat stammte überwiegend aus dem Inland und ergänzend aus Belgien und den Niederlanden. Bei einer recht ruhigen Nachfrage veränderten sich die Kurse bloß unwesentlich; in Köln tendierten sie mengenbedingt etwas abwärts. Die Versorgung mit einheimischen Bunten Salate wuchs an. Da das Interesse nicht Schritt hielt, musste man ab und an die Bewertungen senken. Bei Endivien, die aus dem Inland, Belgien, den Niederlanden und Italien bereitgestellt wurden, war bei einer unaufgeregten Vermarktung Ähnliches zu beobachten. Das Geschäft mit Feldsalat, der hauptsächlich aus Deutschland kam, verlief kontinuierlich; der Bedarf konnte trotz geringerer Anlieferungen problemlos gedeckt werden. Die Notierungen bewegten sich kaum.

Äpfel
Die alterntigen europäischen Partien verloren zusehends an Wichtigkeit. Deutschland prägte in diesem Segment das Geschehen, jedoch reduzierte sich sowohl das Angebot als auch die Anzahl der offerierten Varietäten. Elstar, Jonagold und Braeburn gab es noch am häufigsten. Da die Unterbringungsmöglichkeiten durchaus gut waren, konnten hier und da die Preise leicht heraufgesetzt werden. Französische und italienische Produkte kosteten manchmal ebenfalls mehr als zuvor. Importe aus Übersee gewannen an Bedeutung. Neuseeland schickte vorrangig Royal Gala, Braeburn und Cox Orange, während Chile insbesondere Royal Gala, Granny Smith und Elstar sendete. Südafrika beteiligte sich unter anderem mit Braeburn, Granny Smith und verstärkt mit Golden Delicious. Argentinische Cripps Pink verkaufte man in Hamburg zu 27,- € je 17,5 kg. Summa summarum griffen die Kunden zwar öfter zu, je näher das Wochenende rückte; Vergünstigungen infolge eines insgesamt zu gedämpften Umschlags waren indes nicht immer zu vermeiden.

Birnen
Südafrika und Chile bestimmten mit Packham`s Triumph, Abate Fetel und Forelle das Geschäft, welches von argentinischen Früchten komplettiert wurde. Die Versorgung dehnte sich aus. Die zu diesem Saisonzeitpunkt übliche ruhige Nachfrage konnte ohne Schwierigkeiten gedeckt werden, sodass es hinsichtlich der Notierungen zu keinen wesentlichen Veränderungen kam. Lediglich in München verbilligten sich vereinzelte Chargen mengenbedingt ein wenig. Europäische Zufuhren spielten nur selten eine Rolle: Spärliche italienische Abate Fetel und niederländische Conference rundeten die Warenpalette ab.

Tafeltrauben
Chile dominierte mit Thompson Seedless, Crimson Seedless und Alphonse Lavallée die Vermarktung. Südafrika sendete vorrangig Crimson Seedless, während Indien ausschließlich Thompson Seedless zum Sortiment beisteuerte. Die Qualität der genannten Partien ließ ab und an bereits zu wünschen übrig. Hinzu gesellten sich mancherorts Rückläufer aus dem LEH. Dennoch konnten bei überzeugender Güte die Forderungen etwas angehoben werden. Neu zum Angebot stießen israelische und ägyptische Early Sweet hinzu: Die Produkte waren sauer und klein, sodass sie kaum Beachtung generierten. In München traten ab Donnerstag italienische Black Magic und Victoria in Erscheinung, die sich direkt an die Preisspitze setzten.

Erdbeeren
Deutsche Früchte prägten offensichtlich das Geschehen. In Hamburg, Köln und München trafen zu üppige Mengen ein, sodass bei einer eher gedämpften Nachfrage Vergünstigungen unvermeidlich waren. Eine Räumung wurde nicht durchgehend erzielt. Die Kondition der Chargen schwächte sich hier und da ab, was zum einen das Geschäft bremste und zum anderen für eine weite Kursspanne sorgte. Auch zum Wochenende hin war eine komplette Leerung der Läger unerreichbar. In Berlin kam es bei einer auf den Bedarf abgestimmten Verfügbarkeit zu leichten Verteuerungen. In Frankfurt gelang ein ziemlich freundlicher Start; am Donnerstag brach das Interesse aber regelrecht ein. Notierungen von 0,50 € je 500-g-Schale waren keine Seltenheit. Am Freitag verbesserten sich wieder die Unterbringungsmöglichkeiten, sodass die Bewertungen auf bis zu 1,40 € je 500 g anstiegen. Italienische und niederländische Offerten rundeten generell in spärlichen Abladungen die Warenpalette ab.

Kiwis
Neuseeländische Importe beherrschten den Handel und dehnten ihre Präsenz merklich aus. Italienische, französische und griechische Anlieferungen spielten nur noch eine kleine Rolle. Chilenische Partien waren in München hartreif und von der Form her unterentwickelt und nicht sehr ansprechend. In Frankfurt kosteten Produkte dieser Herkunft 18,- € je 30 Stück im 10-kg-Karton. Infolge der angewachsenen Zufuhren mussten die Forderungen oftmals marginal nach unten korrigiert werden. Gold-Kiwis aus Chile und Neuseeland wurden verstärkt bereitgestellt und stießen zumindest teilweise auf eine positive Nachfrage.

Zitronen
Spanische Verna waren allein auf weiter Flur. Angesichts einer Versorgung, die nicht ausreichte, um den kontinuierlichen Bedarf gänzlich zu decken, kam es auf den Märkten zu anziehenden Kursen. Mit dem Eintreffen südafrikanischer Eureka wird in den nächsten Tagen gerechnet, wovon sich die Kunden schwächere Notierungen erhoffen.

Bananen
Die zunehmende Lust auf Sommerobst verringerte den Zugriff in diesem Sektor. Die Händler hatten meistens den Zufluss aus den Reifereien entsprechend niedrig ausfallen lassen. So hielten sich Angebot und Nachfrage einigermaßen die Waage. Folglich gab es kaum Beweggründe die Preise zu verändern. Lediglich in München wurden die Forderungen wegen eines ferienbedingt verlangsamten Verkaufes gesenkt. Punktuell waren Drittmarken knapper verfügbar.

Blumenkohl
Die relativ kühle Witterung bewirkte eine kontinuierliche, zwar marginal ausgeweitete, nicht aber überbordende Versorgung mit einheimischen Offerten. Obwohl normalerweise bei diesen Temperaturen der Absatz hätte recht flott verlaufen müssen, kam das Geschäft nicht zweckdienlich in Fahrt. Jedoch wurden anfangs die Bewertungen nur selten modifiziert. Ab Mitte der Woche stiegen sie dann zusehends wieder etwas an. In Frankfurt berichtete man, es sei bewusst durch Unterpflügen von erntefertigen Beständen eine Begrenzung der Mengen initiiert worden. Ausschließlich in Berlin übertrafen die Abladungen den Bedarf derart, dass Vergünstigungen nicht vermieden werden konnten. Diese forcierten den Vertrieb keineswegs. Französische und belgische Ware ergänzte vereinzelt die inländische.

Gurken
Einheimische Chargen prägten hauptsächlich das ruhige Geschehen bei Schlangengurken, niederländische und belgische rundeten es ab. Die Anlieferungen hatten sich ausgedehnt, sodass sich vorrangig in München und Berlin allmählich ein erkennbarer Verkaufsdruck aufbaute. Leichte Verbilligungen sollten die Situation ein wenig entschärfen. Ansonsten erfreuten sich wegen einer hinlänglichen Abnahme oder einer übersichtlichen, zur Nachfrage passenden Bereitstellung die Kurse einer gewissen Stabilität. Minigurken stammten zu annähernd gleichen Teilen aus Deutschland und den Niederlanden. Ihre Notierungen tendierten kraft der schwach drängenden Präsenz der Produkte häufiger nach unten.

Tomaten
In ansteigendem Umfang traf Ware auf dem Markt ein. Insbesondere Belgien und die Niederlande intensivierten ihre Abladungen. Die niedrigen Temperaturen dämpften oft das Interesse, sodass das Ausmaß des Absatzes vielfach zu wünschen übrig ließ. Es bildeten sich partiell Überhänge. Vergünstigungen sollten die Lage entspannen. Einheimische Mengen wuchsen zwar ebenso an, waren aber deutlich überschaubarer. Daher neigten die Bewertungen in diesem Sektor meist zu augenscheinlicher Konstanz, fielen nur verschiedentlich marginal ab. Italienische Rispentomaten, die spärlich zuflossen, verbuchten wie inländische vereinzelt Verteuerungen.

Gemüsepaprika
Das Geschäft prägten die niederländischen Chargen. Aufgrund einer erkennbar ausgedehnten Versorgung purzelten die Preise von gelben und roten Kultivaren merklich. Im Gegenzug verknappten sich die grünen Früchte, für die der Kunden dann entsprechend mehr bezahlen musste als bisher. Die Farbgruppen hatten ihre bis dato geläufige Position quasi getauscht. Komplettierende Angebote aus der Türkei gelangten übersichtlicher in den Vertrieb und blieben somit von diesen enormen Kursschwankungen weitgehend ausgenommen, gleichwohl sie von Verbilligungen nicht immer verschont wurden.

Spargel
Nach dem zufriedenstellenden Verkauf zu Pfingsten ermüdete das Interesse, wie so oft, nahezu schlagartig. Die relativ kühlen Temperaturen kamen da gerade recht, denn sie bremsten die Zufuhren etwas ab. Dennoch bildeten sich schnell Überhänge. Selten verharrten die Notierungen auf stabilem Niveau, für gewöhnlich sackten sie stufenweise ab. Zum Wochenende hin, vielfach von einer Wetterbesserung begleitet, stieg der Bedarf plötzlich wieder sprunghaft an. Einerseits nutzten die Händler die daraus resultierenden Möglichkeiten für Verteuerungen, andererseits sollte ein frühzeitiges Anheben der Bewertungen die Nachfragebelebung keinesfalls blockieren. Punktuell konnten die Bestände restlos geräumt werden.

Zwiebeln
Inländische Haushaltsware hatte sich fast völlig aus dem Geschäft verabschiedet. Der Platz für Alternativen aus Übersee öffnete sich weit. Ausgedehnte Importe aus Neuseeland vermochten die Lücke mehr als zu schließen. In der Folge etablierten sich unweigerlich Vergünstigungen. Niederländische Ergänzungen wurden hingegen vereinzelt höher aufgerufen. Bei Gemüsezwiebeln bewirkte die fortlaufende Knappheit der dominierenden spanischen Offerten eine andauernd angespannte Konstellation. Sukzessive zogen die Forderungen an. Dies kam den chilenischen Anlieferungen zu Gute, die sich zusehends zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz entwickeln konnten. Rote Zwiebeln flossen in überschaubarem Umfang aus den Niederlanden und Ägypten zu.


Weitere Informationen

Frankfurt
Erste französische Aprikosen in A und AA trafen auf ein reichliches italienisches und spanisches Angebot und passten sich preislich diesen Partien an. Auf das stattliche Sortiment von Pfirsichen und Nektarinen wurde nur begrenzt zugegriffen, was in Verbilligungen mündete. Während man zu Beginn der Woche Kirschen noch vorsichtig disponierte und die Kurse bei 7,50 € je kg lagen, änderte sich die Situation ab Donnerstag: Ein deutlicher Anstieg der Zufuhren aus Spanien mit California, Chelan, Van und Prime Giant, aus Italien mit Bigarreau und Ferrovia sowie aus Frankreich mit Folfer setzte die Notierungen unter Druck, zumal das Interesse schwach war. Kleinfruchtige Produkte wurden zu 3,- bis 4,- € je kg, größere hauptsächlich zu 5,- € je kg verkauft. Erste spanische Pflaumen der Varietät Red Beaut kosteten 15,- € je 5-kg-Karton. Aus dem einheimischen Anbau traten neben erstem Fenchel mittlerweile Bundmöhren in Erscheinung. Alterntiger Weißkohl war gesucht und verteuerte sich. Die Abladungen von Pfifferlingen wuchsen kontinuierlich an: Wegen der geringen Nachfrage sanken die Bewertungen auf 15,- € je kg.

Hamburg
Für spanische Pflaumen, Red Beaut, verlangte man 14,- € je 5 kg. Für kernarme Wassermelonen aus Spanien musste zwischen 0,85 und 1,20 € je kg gezahlt werden. Bei Pfirsichen überforderte der verstärkte Nachschub aus Spanien das Platzgeschäft. Besonders litt gelbfleischige Ware in Kaliber B. Erzeugnisse in A und AA waren rar. Paraguayos wurden zu 3,25 bis 3,75 € je kg flott abgewickelt. Für italienische Chargen mussten Vergünstigungen akzeptiert werden. Niederländische Himbeeren brachte man zu 2,90 € je 200 g, spanische zu 1,90 € je 125-g-Schale unter. Grapefruits aus Spanien schränkten sich ein, dafür dehnten sich die südafrikanischen Anlieferungen aus, die zu 16,75 bis 19,50 € je 15-kg-Kiste offeriert wurden. Rhabarber befand sich zu 1,- bis 1,20 € je kg weiter im Fokus der Kunden. Knapper inländischer und spanischer Brokkoli generierte zu 1,60 bis 1,80 € je kg Zuspruch. Polnische Champignons in weiß räumten zu 2,- €, in rosé zu 2,85 € je kg. Pfifferlinge aus Serbien vertrieb man zu 17,- € je kg.

Köln
In diversen Abpackungen wurden spanische Kulturheidelbeeren und niederländische Himbeeren umgeschlagen. Sie stießen dank eines positiven Erscheinungsbildes zumindest zum Wochenende hin auf eine freundliche Beachtung. Johannisbeeren gab es in übersichtlichen Mengen. Neben chilenischen waren mittlerweile niederländische Abladungen vertreten. Spanische Aprikosen in attraktiver Größe und Güte wurden einigermaßen stetig abgenommen. Partien mit qualitativen Mängeln konnte man dagegen bloß schwer vermarkten. Gleiches galt für spanische Kirschen. Bei dem vorrangig kühlen Witterungsverlauf ließen sich Pfirsiche und Nektarinen nur schleppend veräußern. Spanische und griechische Wassermelonen, die an Bedeutung gewannen, verbilligten sich leicht. Profiteure des Wetters waren Frühweißkohl, Lauch sowie Petersilienwurzeln und Pastinaken, die kontinuierlich nachgefragt wurden. Die Versorgung mit rheinischem Rhabarber wuchs moderat an; ausgeprägt rote Stangen erzielten etwas höhere Bewertungen als weniger farbige. Den Bedarf an Bohnen deckten nordafrikanische und spanische Importe. Radieschen, Lauchzwiebeln und Kohlrabi kamen sowohl aus dem einheimischen Freiland als auch teilweise aus geschütztem Anbau. Eher löchrig war die Produktpalette bei Steinpilzen und Pfifferlingen.

München
Das europäische Angebot an Süßkirschen wurde immer reichlicher. Nach Spanien, Italien und Griechenland stieg Frankreich mit ersten Anlieferungen in das Geschäft ein. Bei Pfirsichen und Nektarinen waren spanische und inzwischen italienische Offerten greifbar. Diese präsentierten sich zu Saisonbeginn recht kleinkalibrig. Bei Aprikosen verlagerte sich das spanische Sortiment von den etablierten Mogador und Colorado bereits auf mittelfrühe Cot. Aus Frankreich trafen erste Wondercot ein. Bei Himbeeren und Heidelbeeren machte das nasse Wetter anfangs einen Strich durch die Rechnung der Händler. Beide Warenarten standen zum Wochenende hin aus Baden zur Verfügung. Rhabarber wurde mit weiteren Vergünstigungen verkauft. Die Notierungen für inländischen Frühweißkohl blieben unverändert. Man verzeichnete erste Sendungen mit Frischerbsen, Spitzkohl und Brokkoli aus der Pfalz. Die Zufuhren mit südafrikanischen Steinpilzen dehnten sich aus; die Forderungen wurden daher nach unten gesetzt. Für Pfifferlinge aus Serbien und Bulgarien sanken die Kurse.

Berlin
Bei Aprikosen aus Spanien und Italien nahmen Nachfrage und Mengen kontinuierlich zu. Dadurch pendelten sich die Preise bei etwa 2,70 bis 2,90 € je kg ein. Dies geschah ebenso bei spanischen und neu hinzugekommenen italienischen Pfirsichen und Nektarinen. Kirschen aus Spanien und Italien interessierten noch nicht so sehr. Um die Unterbringung zu verbessern, korrigierte man die Bewertungen nach unten.

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Quelle: BLE
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Veröffentlichungsdatum: 05.06.2015

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin