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Konsumklima legt erneut leicht zu

01. Juni 2015

Die Stimmung der Verbraucher entwickelt sich im Mai weiterhin uneinheitlich. Das Konsumklima legt leicht zu. Für Juni prognostiziert der Gesamtindikator 10,2 Punkte nach 10,1 Zählern im Mai. Die Konjunkturerwartung und die Anschaffungsneigung steigen etwas an, während die Einkommenserwartung moderat zurückgeht.

Die sehr robuste Binnennachfrage in Deutschland und die niedrige Inflationsrate lassen sowohl die Konjunkturerwartung wie auch die Anschaffungsneigung wieder etwas ansteigen. Im April mussten beide Indikatoren noch Einbußen hinnehmen. Dagegen kann die Einkommenserwartung ihren im Vormonat erreichten Höchstwert seit der Wiedervereinigung nicht ganz behaupten und verliert leicht. 

Konjunkturerwartung: Trend zeigt wieder nach oben

Die Konjunkturerwartung der Verbraucher erholt sich wieder. Nachdem der Indikator im Vormonat eine kleine Verschnaufpause eingelegt hat, gewinnt er im Mai an Boden. Nach einem Plus von 3 Punkten klettert er aktuell auf 38,3 Zähler.

Offenbar sehen die Konsumenten momentan bei der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland in erster Linie die überaus robust verlaufende Binnennachfrage, insbesondere die privaten Konsumausgaben. Die Konjunktur insgesamt hat im ersten Quartal dieses Jahres spürbar an Dynamik verloren.
Das anhaltend zähe Ringen zwischen Griechenland und der EU, ob weitere finanzielle Hilfen ausgezahlt werden, um die Pleite des südeuropäischen Landes zu vermeiden, scheint die Verbraucher nach wie vor nicht nachhaltig zu beeinflussen. 

Konsumklima steigt leicht

Für Juni 2015 prognostiziert der Gesamtindikator 10,2 Punkte nach 10,1 Zählern im Mai. Das ist der höchste Wert seit Oktober 2001. Damals stand er bei 11,0 Punkten. Damit setzt das Konsumklima in Deutschland seinen moderaten Aufwärtstrend fort. 

Der private Konsum ist ein wichtiger Motor für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr. Allerdings sollten die nach wie vor bestehenden Risiken nicht aus dem Blickfeld geraten. Die zähen Verhandlungen um die Zukunft Griechenlands im Euroraum, die Ukraine-Krise sowie der IS-Terror könnten den Konsum in Deutschland noch spürbar dämpfen. 

Zur Studie

Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie „GfK-Konsumklima MAXX“ und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden.

 

Quelle: Gfk

Veröffentlichungsdatum: 01.06.2015

Schlagwörter

Ergebnisse, GfK, Konsumklima, Studie, Deutschland