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Hessen: Regierungspräsident Dr. Lars Witteck überzeugt sich von Qualität der „Wetterauer Früchtchen“

29. Mai 2015

„Frische Erdbeeren sollten fest, glänzend und leuchtend rot sein“, erläutert Ulrich Sehrt, Qualitätskontrolleur für Obst und Gemüse beim Gießener Regierungspräsidium. Gemeinsam mit Regierungspräsident Dr. Lars Witteck besuchte der Experte am Dienstag (19. Mai) den Hof und Obstdirektvermarkter „Wetterauer Früchtchen“ der Familie Reuhl in Gambach-Münzenberg. Sehrt und seine Kollegen überprüfen regelmäßig die Qualität pflanzlicher Produkte bei Obstanbaubetrieben, Großhändlern und Verpackungsstellen. Derzeit sind sie in ganz Hessen unterwegs um Spargel und Erdbeeren unter die Lupe zu nehmen.
 

Foto © Regierungspräsidium Gießen
v.l. RP Dr. Lars Witteck, Ulrich Sehrt, Maximilian Reuhl Foto © Regierungspräsidium Gießen

„Vor allem unsere Erdbeeren erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und haben derzeit Hochsaison“ sagt Maximilian Reuhl, Gärtnermeister und Inhaber des Wetterauer Traditionsbetriebes. Auf seinem Hof in Gambach sind derzeit mehr als einhundert Erntehelfer im Einsatz, um die etwa 15 Verkaufsstellen mehrmals täglich mit frischer Ware beliefern zu können. Alle Helfer seien im Umgang mit den empfindlichen Früchten geschult, um bestmögliche Qualität vom Feld an den Verbraucher bringen zu können. „Dank des geschützten Anbaus unter Folie und mit Bodenheizung, ist unsere Erdbeerernte von Anfang April über die Freiland-Haupternte bis hin zur Terminkultur bis Mitte September möglich“, so Reuhl.

Knapp zweieinhalb Kilogramm Erdbeeren verzehrt jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr. Viele verschiedene Sorten werden angeboten. Sie variieren je nach Anbaugebiet und Bodenbeschaffenheit. Wer die vitaminreichen Früchte nicht direkt ab Hof erwerben oder selbst pflücken möchte, sollte sich beim Kauf vergewissern, dass die angebotene Ware bestimmten Qualitätsanforderungen genügt, um bei der späteren Weiterverarbeitung oder dem Verzehr keine bösen Überraschungen zu erleben. „Matte und weiche Erdbeeren sind meist überreif“, erläutert dazu RP-Kontrolleur Sehrt. Er achtet stets auch darauf, dass der Stielansatz bei allen Früchten noch fest auf der Frucht sitzt. Außerdem sollte der Weißanteil der Beere nicht mehr als zehn Prozent betragen, denn dann sei die Frucht unreif geerntet worden.

„Nur vollständig rote, reife Früchte gehören in den Verkauf, sie haben deutlich mehr Aroma und sind auch im Inneren voll entwickelt“, erläutert der Experte. Da weiche Beeren leicht Druckstellen bildeten und dort schimmelten, sollte man sie in einem flachen Behältnis transportieren. „Auch Hitze bekommt den sensiblen Früchten nicht, weshalb stets die Kühlkette eingehalten und lange Transportwege vermieden werden sollten“ so Sehrt. Zu Hause angekommen sollten schadhafte oder beschädigte Erdbeeren schnellstens aussortiert werden, damit gesunde Früchte nicht angesteckt werden können. Ungewaschen und in einem flachen Behälter im Kühlschrank halten sich frische Erdbeeren dann ungefähr zwei Tage lang. Im Gefrierfach halten sie etwa fünf Tage durch, richtig eingefroren bis zu zehn Monate.

Regierungspräsident Dr. Lars Witteck würdigte bei seinem Besuch das Knowhow des Familienbetriebes, das sich über Generationen hinweg weiterentwickelt hat und das sich nun in dem ganzjährigen Anbauprogramm von Obst und Gemüse wiederfindet. Der Verbraucher könne sich sicher sein, hier beste Qualität zu erhalten. Abschließend warb er noch einmal dafür, regionalen Produkten den Vorzug zu geben. „Obst- und Gemüseprodukte aus der Region sind an Frische nicht zu überbieten“. Kauf und Verzehr unterstützten heimische Landwirte und seien außerdem Garant für ungetrübten Genuss und eine hervorragende CO2-Bilanz.

 

Quelle: Rp  Gießen - Hessen

Veröffentlichungsdatum: 29.05.2015

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Hessen, Regierungspräsident, Dr. Lars Witteck, Qualität, Wetterauer Früchtchen, Erdbeeren, fruchthandel