Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 21 / 15 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

28. Mai 2015

Äpfel: Die Importe aus Übersee dehnten sich erheblich aus; sie genügten aber noch nicht, um die europäischen Anlieferungen von der Spitze des Sortimentes abzulösen. Neuseeland beteiligte sich mit Royal Gala, Cox Orange, Braeburn und Jazz am Geschehen.
Aepfel

Chile schickte zahlreiche Varietäten, vorrangig Royal Gala, Elstar und Granny Smith. Aus Südafrika stammten erste Golden Delicious, die in Hamburg das Angebot ergänzten, sowie bereits etablierte Braeburn und Granny Smith. Argentinien und Brasilien rundeten mit Royal Gala die Warenpalette ab. Das Interesse fokussierte sich zusehends auf die Abladungen aus der südlichen Hemisphäre, allerdings konnten aufgrund der angewachsenen Zufuhren die bisherigen Bewertungen in der Regel nicht aufrechterhalten werden. Bei den europäischen Chargen standen einheimische Elstar und Jonagold sowie italienische Golden Delicious und Braeburn im Fokus. Frankreich offerierte speziell Granny Smith und Pink Lady, die Niederlande ausschließlich Jonagold. Die Qualität überzeugte durchaus, sodass die Preise infolge einer verminderten Verfügbarkeit und einer ungebrochen freundlichen Beachtung etwas nach oben tendierten.

Birnen
Der Bedarf wurde vorwiegend mit Packham`s Triumph, Forelle und Abate Fetel aus Chile und Südafrika gedeckt. Argentinien sendete vornehmlich Packham`s Triumph und komplettierend Williams Christ, die in Frankfurt 15,- bis 16,- € je 12,5-kg-Karton kosteten. Aus Italien kamen Abate Fetel, deren Güte verstärkt nachließ. Vereinzelt fand man auch niederländische Conference vor. Die Nachfrage war eher schwach; die Kunden griffen lieber bei Beerenobst und Steinobst zu. Die Notierungen veränderten sich dennoch kaum. Hier und da konnten minimale Vergünstigungen nicht vermieden werden.

Tafeltrauben
Chile schickte zahlreiche Sorten, darunter Thompson Seedless, Red Globe und Alphonse Lavallée. Aus Südafrika stammten vorrangig Crimson Seedless und Dauphine; Berlinka, Bonheur und La Rochelle ergänzten. Indien beteiligte sich ausschließlich mit Thompson Seedless am Geschäft. Die Vermarktung verlief bei einem eingeschränkten Interesse sehr ruhig. Für im Mittelpunkt stehende kernlose Varietäten konnten in Frankfurt kräftige und in Hamburg leichte Verteuerungen durchgesetzt werden, sofern die Qualität stimmte. Andernorts waren die Händler angesichts begrenzter Unterbringungsmöglichkeiten über konstante Kurse froh.

Erdbeeren
Die einheimischen Anlieferungen dehnten sich rapide aus und überragten die Verkaufschancen bei Weitem. Eine Räumung gelang nicht durchgängig, da der Bedarf mit der Versorgung kaum Schritt hielt. Stark sinkende Forderungen waren die Folge. Kleine Früchte und solche mit organoleptischen Mängeln mussten mit erheblichen Verbilligungen abgegeben werden. Doch auch bezüglich ihrer Güte einwandfreie Ware vergünstigte sich merklich. Erst ab Donnerstag, das lange Pfingstwochenende vor Augen, griffen die Kunden beherzter zu, was zu einer vereinzelten Leerung der Läger führte. Meist stiegen sogar die Notierungen wieder ein wenig an, was der Nachfrage aber keinen Abbruch tat. Italienische Partien rundeten vor allem in München, niederländische in Köln und spanische in Frankfurt das Angebot ab. Die Bewertungen der ausländischen Konkurrenz konnten das bisherige Niveau ebenfalls nicht bestätigen; aufgrund der zu üppigen Verfügbarkeit schwächten sie sich deutlich ab.

Kiwis
Neuseeland dominierte vor Italien das Geschehen. Frankreich, Griechenland und die Niederlande komplettierten. Aus Chile kamen Gold-Kiwi, die in Frankfurt 16,50 € je 3,3-kg-Karton kosten sollten. Die Bereitstellung wuchs an, insbesondere die neuseeländischen Abladungen nahmen kräftig zu. Das Interesse wurde problemlos gestillt. Hinsichtlich der Kurse konnten keine wesentlichen Veränderungen ausgemacht werden; lediglich in Hamburg kletterten sie etwas aufwärts, da sich italienische Erzeugnisse verknappten.

Zitronen
Die Anlieferungen mit spanischen Verna verstärkten sich ein wenig. Dennoch gelang es nicht, den Bedarf durchgängig zu decken. Daher stiegen die Notierungen für gewöhnlich an, vorausgesetzt, die Qualität der Früchte überzeugte.

Bananen
Das Geschäft verlief kontinuierlich in ruhigen Bahnen. Die Bereitstellung hatte man meist wohlbedacht auf die unaufgeregte, jedoch stetige Nachfrage abgestimmt. Die Bewertungen bewegten sich auf bisherigem Niveau. In Frankfurt machten die Händler bei den Drittmarken gelegentlich kleinere Preiszugeständnisse.

Blumenkohl
Die Präsenz inländischer Offerten wuchs offensichtlich an. Parallel dazu schränkten sich die französischen und italienischen Zufuhren erkennbar ein. Belgien und Spanien komplettierten die gesamte Palette. Die etwas kühleren Temperaturen hatten selten einen verbessernden Einfluss auf den Konsum. Die Abnahme hielt sich also in Grenzen. Trotz ansprechender Qualitäten bröckelten die Notierungen für gewöhnlich insbesondere infolge der drängenden Mengen minimal ab. Erzeugnisse aus Unterglasanbau ermöglichten sehr hohe Forderungen.

Salat
Bei Eissalat hatte sich die Verfügbarkeit deutscher Produkte enorm ausgeweitet. Gleichzeitig verringerten sich die spanischen Chargen, die sich daraufhin häufig verteuerten und sich so vom Preis her annäherten an die einheimischen Abladungen, welche sich indes grundsätzlich eher vergünstigten. Auch die Zugänge von inländischem Kopfsalat dehnten sich merklich aus, während der belgische an Bedeutung verlor. Einzig bei flottem Vertrieb blieben die Kurse stabil; doch der war nicht überall gegeben, sodass sie in der Regel ein wenig sanken. Anlässlich eines verdichteten Angebotes konnte man bei Bunten Salaten Verbilligungen wie im übrigen Sortiment kaum vermeiden.

Gurken
Die Versorgung mit Schlangengurken hatte sich leicht intensiviert; insbesondere die mit den einheimischen Erzeugnissen stieg an. Die Importe aus den Niederlanden und Belgien wurden ausgebaut. Bei einer überwiegend zufriedenstellenden Abnahme, die sich vorrangig vor dem langen Wochenende nochmals verbesserte, konnten sich die bisherigen Bewertungen mindestens halbwegs behaupten. Der verstärkte Zugriff reichte aber meistens nicht aus, um die Forderungen anzuheben. Zufuhren aus marktnaher Herkunft warben mit Regionalität und daher musste für diese manchmal etwas mehr angelegt werden. Minigurken stammten vorherrschend aus Deutschland. Anlieferungen aus den Niederlanden komplettierten sie. Wegen der expandierenden Mengen fielen die Notierungen oftmals ab.

Tomaten
Die Verfügbarkeit der dominierenden niederländischen und belgischen Offerten wuchs kontinuierlich an. Die inländischen Zuflüsse gestalteten sich fortlaufend relativ überschaubar. Insgesamt gesehen traf zu viel Ware ein. Zwar punkteten die Früchte mittels ansprechender Qualität, vor allem mit ihrer Ausfärbung, doch die kühlen Temperaturen entschleunigten häufig den Absatz, sodass die Verkaufszahlen verhältnismäßig niedrig blieben. Für gewöhnlich verbilligten sich die niederländischen und belgischen Chargen einstandsbedingt, woraufhin sich die Unterbringungsmöglichkeiten sogleich optimierten. Deutsche Partien waren von dieser Entwicklung ausgeschlossen. Infolge ihrer Begrenzungen verharrten deren Kurse größtenteils auf konstantem Niveau. Spanien schickte vereinzelt zum Saisonfinale erneut lose Produkte.

Gemüsepaprika
Die niederländischen Zufuhren beherrschten den Markt, komplettiert von belgischen. Aufgrund ihrer andauernden Knappheit notierten sie, von täglich wechselnd starken Schwankungen begleitet, ununterbrochen auf einem ziemlich hohen Level. Die aufnehmende Hand disponierte daraufhin sehr vorsichtig: Zu Recht, denn zum Wochenende hin stellten sich überraschenderweise Vergünstigungen ein. Türkische Importe waren öfters über Bedarf vorrätig, weshalb deren Bewertungen zur Schwäche neigten; dies trug wohl im Gegenzug zu ihrer Beliebtheit bei.

Spargel
Überwiegend ruhige Geschäftsgebaren prägten das Geschehen bei den dominierenden einheimischen Erzeugnissen. Die kalte Witterung bremste den Zugriff enorm, nicht aber die Zulieferungen. Die Abladungen drängten unaufhörlich in den Vertrieb, überschwemmten ihn geradezu. Es bildeten sich massive Überhänge. Die Kurse konnten sich nicht behaupten, knickten spätestens am Mittwoch merklich ein; nur bei exklusiver Güte blieben sie einigermaßen stabil. Dann wendete sich das Blatt: Kurz vor den Feiertagen verbesserte sich die Nachfrage. Die Räumung gelang mit Leichtigkeit. Die Bestände waren zuweilen wie leergefegt. Damit mussten die Kunden sogleich auch mehr bezahlen; insbesondere bei Topqualitäten befestigten sich die Preise spürbar.

Zwiebeln
Die Präsenz inländischer Haushaltsware verringerte sich augenscheinlich. Auf zwei Märkten war diese schon gänzlich verschwunden. Neuseeländische Chargen gewannen fortwährend an Bedeutung. Australien und die Niederlande rundeten die Produktpalette ab. Die Bewertungen verharrten vielfach auf konstantem Niveau, bröckelten manchmal wegen der kontinuierlichen Zufuhr aus Übersee etwas ab. Bei Gemüsezwiebeln kennzeichneten die andauernd knappen Zuflüsse die Situation. Spanische Partien verteuerten sich sukzessive; selten konnten chilenische davon profitieren und an dieser Entwicklung teilhaben. Ausschließlich in Hamburg komplettierte Neuseeland.

Weitere Informationen

Frankfurt
Neben spanischen Kirschen wie Burlat, Early Bigi, Early Lori und California gelangten italienische Bigarreau in 24 mm auf den Platz. Infolge der flauen Nachfrage, die für Überhänge sorgte, fielen die Preise nach und nach merklich ab, zumal sich Konditionsschwächen zeigten. Ein zu reichliches Angebot bei Pfirsichen, Nektarinen und Paraguayos ließ die Kurse fast täglich spürbar purzeln. Das Gros bei spanischen und italienischen Früchten machten A-Sortierungen aus. Bei Aprikosen verursachten verstärkte Abladungen aus Spanien und Italien Vergünstigungen, einzig exklusive Offerten blieben hoch gefordert. Die Anlieferungen aus der Türkei mit geschmacklich besseren Erzeugnissen nahmen zu. Die Saison von Melonen aus Lateinamerika ist beendet; Spanien dominierte und Italien vervollständigte das Geschäft. Rhabarber war genügend vorhanden und trotz fester Notierungen problemlos unterzubringen. Erster deutscher Brokkoli wurde ab Wochenmitte in loser Aufmachung zu 7,50 € je 5 kg verkauft. Abgesehen von italienischen Erbsen gab es inländische zu 4,- € je kg, die schnell Interessenten fanden. Zu dem einheimischen und belgischen Lauch gesellte sich spanischer in beträchtlichen Mengen. Für Pfifferlinge aus Serbien verlangte man 25,- bis 28,- € je kg.

Hamburg
Inzwischen trafen türkische Aprikosen in Kartons mit 10x1-kg-Schalen ein. Außerdem konnte auch auf schön ausgefärbte portugiesische Produkte zugriffen werden. Griechische Partien wurden freundlich beachtet. Insgesamt setzte man Ware ohne qualitative Mängel flott ab. Erste Chargen von spanischem und französischem Lauch aus neuer Ernte traten in Erscheinung. Die Bewertungsspanne für inländische Stangen war sehr groß. Frischer deutscher Brokkoli wurde zu 2,20 € je kg umgeschlagen.

Köln
Die Aufnahme von spanischen und französischen Kirschen hielt sich in Grenzen. Die Nachfrage für hinsichtlich seiner Güte recht ansprechendes Beerenobst war vor allem zum Wochenende hin eher schwach.

München
Das europäische Angebot an Süßkirschen stammte aus Spanien, Italien, Griechenland und Frankreich. Die Anlieferungen von Pfirsichen und Nektarinen von der iberischen Halbinsel vergrößerten sich ebenfalls. Eine Räumung des Marktes war aufgrund des eingeschränkten Bedarfs nicht zu erreichen. Himbeeren aus Spanien standen wegen der Hitze in den Anbauregionen kaum noch in exklusiver Qualität zur Verfügung. Erste einheimische Bundmöhren sowie neuer inländischer Brokkoli wurden offeriert. Deutschen Fenchel gab es ebenso. Zuckermais aus Marokko, aufgemacht in Schalen zu je zwei Stück, traf ein.

Berlin
Die Abladungen von spanischen Kirschen nahmen im Wochenverlauf weiter zu. Am Freitag traten italienische Partien in Erscheinung. Da die Nachfrage sehr spärlich war, wurden die Preise fast täglich nach unten korrigiert, um den Absatz anzuregen. Dies hatte aber nur geringen Erfolg. Bei spanischen Nektarinen und Pfirsichen beobachtete man Ähnliches. Aprikosen aus Spanien und Italien wurden hingegen etwas besser untergebracht. Trotzdem mussten die Händler die Forderungen ein wenig senken.

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Quelle: BLE
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Veröffentlichungsdatum: 28.05.2015

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin