Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 20 / 15 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

21. Mai 2015

Spargel: Deutsche Abladungen dominierten mit großem Vorsprung das Geschehen. Die wachstumsfördernde Witterung spülte erhebliche Mengen auf die Märkte, weshalb auch viele Klasse II-Offerten eintrafen. Bei den dünnen Stangen bildeten sich rasch Bestände, die auch mit kräftigen Vergünstigungen nicht vollends abgebaut werden konnten. Aber auch bei den gesuchten Kalibern ab 20 mm gelang eine Leerung der Läger nicht komplett, da die Nachfrage mit der massiven Verfügbarkeit nicht Schritt hielt. Nach Christi Himmelfahrt wurden in Frankfurt infolge verbesserter Unterbringungsmöglichkeiten leichte Verteuerungen durchgesetzt. Im Bereich der violetten Produkte rundeten die Niederlande und Polen, bei den weißen zudem Ungarn das Sortiment ab. Im Segment des Grünspargels traten neben beherrschenden einheimischen zudem spanische, italienische, ungarische und griechische Chargen in Erscheinung. Das begrenzte Interesse konnte problemlos befriedigt werden. Die Kurse sanken oftmals ab, was auf zu üppigen Zufuhren gründete.

Äpfel
Noch hat Europa die Nase vorne; die Importe aus Übersee schicken sich aber langsam an, die Spitze zu übernehmen. Neu zum Angebot hinzu stießen neuseeländische Braeburn, die recht flott umgeschlagen wurden. Neuseeland war ferner mit Royal Gala, Cox Orange und Jazz am Geschäft beteiligt. Aus Chile stammten unter anderem Royal Gala, Elstar und Granny Smith sowie erste Red Chief, die in Frankfurt in 100-Stück-Kartons die Warenpalette ergänzten. Die Qualität der Früchte aus der südlichen Hemisphäre wies zwar für gewöhnlich keine Mängel auf, dennoch befanden sich die europäischen Partien im Mittelpunkt des Handels. Deutschland bestimmte hier mit Elstar, Jonagold und Braeburn die Szenerie. Italien steuerte vorrangig Golden Delicious und Braeburn bei. Es gelang, den kontinuierlichen Bedarf ohne Schwierigkeiten zu decken. Erste Konditionsschwächen, insbesondere bei inländischen Erzeugnissen, sorgten für minimale Verbilligungen. Ansonsten blieben die Notierungen in der Regel konstant.

Birnen
Aus Südafrika kamen speziell Packham`s Triumph, Forelle und Abate Fetel. Chile schickte Flamingo und Packham`s Triumph, die mitunter ungleich sortiert waren. Argentinien sendete hauptsächlich Rote Williams Christ. Generell ließen Frische, Reifegrad und Güte keine Wünsche offen. Lediglich die Nachfrage hätte etwas freundlicher sein können. Dennoch verharrten infolge von an den Unterbringungsmöglichkeiten orientierten Abladungen die Preise auf ihrem bisherigen Niveau. Italienische Abate Fetel hatten nur komplettierenden Charakter. Abrundende belgische Conference verteuerten sich in Frankfurt mengenbedingt auf 17,- € je 13-kg-Holzsteige; in Hamburg musste man für niederländische Offerten etwas tiefer in die Tasche greifen.

Tafeltrauben
Die Versorgung mit dominierenden chilenischen und südafrikanischen sowie ergänzenden indischen Importen schränkte sich ein. Zudem überzeugte die Qualität der Ware nicht immer, sodass es zum Teil nicht gelang, den Bedarf vollends zu decken. Da verwunderte es kaum, dass die Forderungen fast durchgängig angehoben wurden. Insbesondere kernlose helle Früchte kosteten mehr als zuvor; so sprangen die Kurse in Frankfurt für indische Thompson Seedless auf bis zu 18,- € je 4,5-kg-Kiste. In Kürze sollen ägyptische Zufuhren eintreffen, wovon sich die Händler frischen Schwung im Absatzgeschehen und die Kunden sinkende Notierungen erhoffen.

Erdbeeren
Für gewöhnlich beherrschte Deutschland die Vermarktung; nur in München wurde es von Italien geprägt. Aus dem Inland traten erste Partien aus dem Freiland in Erscheinung. Die Präsenz einheimischer Chargen wuchs generell stark an und überschritt das Interesse bei Weitem. Da in den nächsten Tagen erneut recht umfangreiche Anlieferungen erwartet werden, forcierten die Verkäufer mittels Vergünstigungen die Räumung. Bestände konnte man dennoch nicht immer vermeiden. Selbst hinsichtlich ihrer Güte einwandfreie Produkte wurden mit merklichen Verbilligungen umgeschlagen. Die Qualität der italienischen Partien war mitunter recht differenziert, was die Preisspanne auseinanderdriften ließ. Niederländische Offerten rundeten wie erste französische und polnische das Angebot ab. Spanien hatte sich fast komplett aus dem Geschäft verabschiedet.

Kiwis
Dank kräftig ausgedehnten Zufuhren befand sich Neuseeland auf dem ersten Platz. Neben 40er-Aufmachungen gab es inzwischen auch 48er-Abpackungen. Erste Gold-Kiwi stießen in München auf freundliche Beachtung. Die Nachfrage war mitunter durchaus freundlich, dennoch mussten mengeninduziert die bisherigen Forderungen gesenkt werden. Das europäische Sortiment bestimmte Italien vor Frankreich, Griechenland und den Niederlanden. Die Notierungen veränderten sich bei einer an dem Bedarf orientierten Bereitstellung nicht wesentlich.

Zitronen
Spanische Primofiori verabschiedeten sich zusehends aus dem Geschäft; neuerntige Verna kontrollierten das Geschehen. Infolge einer verringerten Verfügbarkeit kletterten die Preise oftmals aufwärts. Dies bremste allerdings das Interesse etwas ab.

Bananen
Bei einer Bereitstellung, die sich an den kontinuierlichen Unterbringungsmöglichkeiten orientierte, kam es bezüglich der Notierungen zu keinen wesentlichen Veränderungen. Lediglich in Köln verbilligten sich manche Zweitmarken, während in Frankfurt speziell Drittmarken von abfallenden Bewertungen betroffen waren.

Blumenkohl
Frankreich dominierte zwar, verlor aber an Deutschland Marktanteile. Italien ergänzte mit wenigen Abladungen. Die französischen Chargen offenbarten hier und da qualitative Mängel. Die Güte der einheimischen Offerten hatte sich hingegen, speziell hinsichtlich der Festigkeit der Köpfe, im Vergleich zur Vorwoche merklich gesteigert. Diesen Vorteil nutzend, sahen manche Händler trotz einer gedämpften Nachfrage von Vergünstigungen ab. Spanische und belgische Zufuhren aus neuer Ernte stießen aufgrund zu kleiner Kaliber und zu hoher Einstandskurse nur auf begrenzte Beachtung.

Salat
Kopfsalat kam aus Deutschland und Belgien. Da sich das Interesse verringerte und mit der Versorgung nicht Schritt hielt, konnte man die bisherigen Forderungen nicht bestätigen: Eine Räumung gelang dennoch nicht durchgängig. Bei Eissalat beherrschte Spanien das Geschehen; Deutschland gewann aber zunehmend an Wichtigkeit. Während Frankfurt und Köln von zu leichten inländischen Köpfen berichteten, wussten die Produkte andernorts durchaus zu überzeugen. Aufgrund der ausgedehnten einheimischen Anlieferungen konnten die bisherigen Preise kaum aufrecht erhalten werden, wovon auch die spanischen Partien betroffen waren. Die Notierungen für einheimische Bunte Salate bröckelten in der Regel mengenbedingt ab; eine Leerung der Läger gelang dennoch nicht vollends. Belgischer Feldsalat generierte freundlichen Zuspruch und kostete so viel wie zuvor. Endivien aus Deutschland, Italien und Belgien verbilligten sich etwas.

Gurken
Das Angebot bestand aus deutschen, niederländischen und belgischen Abladungen. Die Offerten aus den Niederlanden waren in einer Vielzahl von Abpackungen vorrätig. Die Nachfrage hatte sich ein wenig verbessert; sie konnte trotz etwas verminderter Verfügbarkeit hinreichend gedeckt werden. Demzufolge gerieten die Kurse nur selten in Bewegung; in München stiegen sie beispielsweise für das gesamte Sortiment etwas an. Minigurken stammten vorrangig aus den Niederlanden und Deutschland. Die Bewertungen entwickelten sich je nach Markt unterschiedlich: Während sie in Köln anzogen, schwächten sie sich in Hamburg und Berlin ab. Chargen mit qualitativen Mängeln, wie es sie in Hamburg desöfteren gab, mussten mit kräftigen Vergünstigungen veräußert werden.

Tomaten
Niederländische und belgische Anlieferungen prägten das Geschehen. Deutschland und Italien traten vor allem in München in Erscheinung und hatten andernorts nur eine komplettierende Rolle inne. Spanische, französische und marokkanische Partien trafen nur spärlich ein. Bei einer Versorgung, die sich für gewöhnlich an den Unterbringungsmöglichkeiten orientierte, veränderten sich die Notierungen in der Regel nicht wesentlich. Hier und da konnten die Händler ab der Wochenmitte Verteuerungen durchsetzen, insbesondere für Produkte aus den Niederlanden und Belgien. Die Forderungen für einheimische Rispenware mussten in Frankfurt und München leicht verringert werden. Spanische Früchte mit zu weichem Fleisch ließen sich nur mit erheblich gesenkten Preisen verkaufen.

Gemüsepaprika
Niederländische Abladungen dominierten. Ihre Bewertungen waren ständigen Bewegungen unterworfen; allen voran die der gelben und grünen Offerten wechselten fast täglich. Am meisten musste summa summarum für rote und orange Erzeugnisse gezahlt werden; in Frankfurt beispielsweise bis zu 24,- € je 5-kg-Karton. Türkische Importe verbilligten sich häufig und generierten freundlichen Zuspruch; lediglich in Hamburg war der Zugriff begrenzt. Abrundende günstige spanische Chargen stießen auf hinreichend Beachtung. Belgien, Marokko und Deutschland kamen über einen ergänzenden Status nicht heraus.

Zwiebeln
Bei Haushaltsware bestimmte Neuseeland das Geschehen; Australien, Deutschland, die Niederlande und Österreich komplettierten. Die Versorgung genügte, um das Interesse zu stillen. Die Preise veränderten sich nur marginal: Für neuseeländische Produkte bröckelten sie in Frankfurt etwas ab, während sie in München für inländische und österreichische Zufuhren leicht anzogen. Bei Gemüsezwiebeln gab es spanische und chilenische Anlieferungen. Auch in diesem Segment orientierte sich die Bereitstellung an den Absatzmöglichkeiten. Dennoch verteuerten sich in Frankfurt und Köln vor allem spanische Spring; in München indes schwächten sich die Kurse für diese Varietät ab.


Weitere Informationen

Frankfurt
Bei Aprikosen dehnte sich die Präsenz von italienischen Ninfa und spanischen Magador und Colorado aus. Mit der angewachsenen Verfügbarkeit sanken die Notierungen, was die Unterbringungsmöglichkeiten verbesserte. Valencianos wurden vernachlässigt, da ihre Optik nicht befriedigte. Aus der Türkei trafen am Freitag erste, geschmacklich wenig überzeugende, sehr hell gefärbte Früchte in 5-kg-Gebinden ein. Bei Pfirsichen schickte Spanien 24er-, 26er- und 28er-Aufbereitungen ins Rennen. Mit den beliebteren Größen steigerte sich der Bedarf spürbar. Die verstärkten Abladungen hatten Vergünstigungen zur Folge. Marokko und die Türkei ergänzten. Paraguayos traten nur in Kleinstmengen in Erscheinung; sie waren sehr hartreif. Spanien weitete das Exportvolumen bei Kirschen, namentlich Early Bigi und Burlat, aus. Nachdem in der Vorwoche nur Offerten mit 24 mm zur Disposition standen, konnte mittlerweile auch auf Chargen mit 26/28 mm und Premiumware mit 30 mm zugegriffen werden. Gepackt wurde in 2-kg- Kartons. Da die Partien farblich und sogar geschmacklich schon gefielen, verlief das Geschäft freundlich. Dennoch mussten sukzessive Verbilligungen akzeptiert werden. Himbeeren und Brombeeren aus den Niederlanden verteuerten sich. Hauptlieferland war Spanien. Der Verkauf von Wassermelonen konzentrierte sich auf spanische Crimson und Fashion; Griechenland und Marokko rundeten ab. Das Interesse an Granatäpfeln und Mispeln war freundlich. Limetten blieben knapp und mit bis zu 18,- € je 48/54er-Karton gut bezahlt. Clementinen aus Uruguay und Mandarinen aus Spanien konnten problemlos platziert werden. Die Absatzmengen bei Radieschen und Lauchzwiebeln erreichten für dieses Jahr erste Höhepunkte. Aus dem Inland gab es ab Dienstag Wirsing, Weißkohl und Spitzkohl. Mit Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Italien und Spanien waren viele Anbieter von grünen Zucchini vor Ort. Die Kurse lagen daher auf niedrigem Niveau. Die Bewertungen für Auberginen zogen ab der Wochenmitte an, was der Nachfrage aber keinen Abbruch tat. Erste serbische Pfifferlinge fanden zu 27,- bis 30,- € je kg am Mittwoch rasche Aufnahme.

Hamburg
Neue Kirschen der Sorten Burlat, Early France, Early Big und Top Line von der iberischen Halbinsel in kaum ansprechender Ausfärbung und mit fehlendem süßlichem Geschmack hatten es schwer. Die Preise für Produkte in 26 bis 30 mm+ pendelten sich zwischen 5,- und 8,- € je kg ein; kleinere kosteten ca. 4,50 € je kg. Für spanische Aprikosen wurden 3,50 bis 5,50 € je kg gefordert. Bei Zufuhren aus Italien zu 2,50 bis 2,75 € je kg wünschte man sich einen stärkeren orangefarbenen Einschlag. Weiß- und gelbfleischige Pfirsiche und Nektarinen aus Spanien fragte man nur selten nach; die Notierungen schwächten sich sukzessive ab. Erste Galiamelonen aus Marokko komplettierten zu 6,- € je 5-kg-Karton.

Köln
Spanische Aprikosen offenbarten qualitative Mängel; die sich bildenden Bestände konnten nur gegen Gebot veräußert werden. Ähnliches war auch bei so mancher Charge spanischer Süßkirschen zu sehen, was dafür sorgte, dass einige Händler den Verkauf für eine gewisse Zeit aussetzten. Die Abladungen mit spanischen Pfirsichen erwiesen sich für das schleppende Interesse als zu üppig; folglich bröckelten die Kurse ab. Vereinzelte erste Paraguayos in kleinen Kalibern wurden bei begrenztem Zugriff am Freitag zu 4,95 € je kg offeriert. Tunesische Früchte mussten in punkto Güte und Kennzeichnung als zweitklassig bewertet werden; daher waren sie recht günstig. Die Präsenz spanischer und griechischer Wassermelonen wuchs an. Belgischer Lauch verteuerte sich. Buschbohnen aus nordafrikanischen Anbauregionen verbilligten sich nach und nach. Zucchini aus Spanien erhielten Konkurrenz aus den Niederlanden und Belgien.

München
Das Geschäft mit Himbeeren und Kulturheidelbeeren aus vornehmlich spanischer Erzeugung unterlag großen Schwankungen. Zum einen waren immense Mengen bei ruhigerer Beachtung, zum anderen eine positive Nachfrage bei knapper werdenden Anlieferungen für die Preisfindung ausschlaggebend. Spanisches Steinobst traf zu Saisonbeginn auf freundlichen Zuspruch, jedoch konnte man die stark angestiegenen Zufuhren nicht restlos räumen. Bei den Kleinfruchtigen Zitrusfrüchten ging die Kampagne der europäischen Partien dem saisonüblichen Tiefstand entgegen. Bei Grapefruits traten bereits erste südafrikanische Importe in Erscheinung. Aus der Pfalz kam erster Weißkohl und Wirsing und aus Frankreich erster Lauch aus diesjähriger Pflanzung.

Berlin
Erste spanische Kirschen waren im Wochenverlauf am Markt erhältlich. Die Ware wurde trotz der relativ hohen Einstandsforderungen von etwa 10,- € je kg flott verkauft. Zum Wochenende hin wuchsen die Abladungen nochmals an: Da der Absatz jedoch stockte, sanken die Notierungen auf 5,80 bis 6,80 € je kg, abhängig von Kaliber und Ausfärbung der Früchte. Bei spanischen Nektarinen und Pfirsichen schränkte sich das Interesse ein, sodass die Bewertungen sukzessive nach unten korrigiert wurden, um den Handel anzuregen. Das galt auch für spanische Aprikosen, deren Präsenz sich ausdehnte.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.


Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 21.05.2015

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin, fruchthandel