Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 19 / 15 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

15. Mai 2015

Erdbeeren: Während sich die italienischen und einheimischen Anlieferungen massiv ausdehnten, schränkten sich die spanischen erheblich ein. Die Niederlande und Belgien hatten ergänzenden Charakter. In Hamburg, Berlin und Köln konnte der Bedarf nicht vollends gedeckt werden, weshalb die Notierungen im Wochenverlauf immer wieder anstiegen. In der Hauptstadt interessierten niederländische und einheimische Chargen nur wenig, da sie zu teuer waren; italienische und spanische Partien standen hier schon eher im Fokus. In Frankfurt zogen die Kurse spätestens am Mittwoch deutlich an; insbesondere die der italienischen Erzeugnisse kletterten kräftig nach oben. Dennoch gelang eine Räumung meist problemlos; den Muttertag vor Augen griffen die Kunden sehr beherzt zu. Auch in München wurden die Forderungen vor allem für die italienische Ware heraufgesetzt; am Mittwoch hatten sie sich im Vergleich zu Montag nahezu verdoppelt. Spanische Offerten verloren hinsichtlich der abgeladenen Mengen an Wichtigkeit. Obwohl merklich günstiger als die Konkurrenz, generierten sie nur noch schwache Beachtung, was unter anderem mit der nachlassenden Kondition zusammenhing. Rückläufer aus dem LEH beeinträchtigten zudem mancherorts das Geschäft. Am Freitag waren spanische Früchte nur noch in Berlin und Frankfurt präsent.

erdbeeren
Äpfel

Deutschland dominierte mit zahlreichen Varietäten das Geschehen. An der Spitze befanden sich Elstar, Jonagold und Braeburn. Italien beteiligte sich vorrangig mit Golden Delicious, Braeburn und Granny Smith an der Vermarktung. Frankreich, die Niederlande und Spanien rundeten das europäische Angebot ab. Die kontinuierliche Nachfrage konnte mit Leichtigkeit befriedigt werden. Die Bewertungen modifizierte man nur selten; in Frankfurt und Berlin erhöhte man sie für inländische Zufuhren minimal. Die Importe aus Übersee verstärkten sich. Neuseeland prägte in diesem Segment mit Cox Orange und Royal Gala den Handel und trat erstmals mit farblich ansprechenden Jazz in Erscheinung. Aus Chile stammten mitunter Royal Gala, Elstar und erste Braeburn, die in Frankfurt das Sortiment komplettierten. Die Verfügbarkeit von südafrikanischen Braeburn nahm erkennbar zu; auch Granny Smith trafen öfter ein. Die Unterbringungsmöglichkeiten für die Produkte der südlichen Hemisphäre waren begrenzt, da sich die europäischen im Hinblick auf ihre Qualität weitgehend mängelfrei zeigten. Die Preise blieben in der Regel konstant; bei einer zu üppigen Versorgungslage bröckelten sie ab und an auch ab.

Birnen
Südafrika gab mit Packham`s Triumph und Forelle den Ton an; Chile spielte mit Abate Fetel und Packham`s Triumph die zweite Geige. Argentinien schickte insbesondere Williams Christ. Neuseeländische Dechant ergänzten die Warenpalette. Ungewöhnlich früh in der Saison tauchten in Frankfurt Santa Maria aus der Türkei auf, die 10,- € je 22er-Kunststoffsteige kosteten. Das europäische Sortiment verringerte sich: Neben italienischen Abate Fetel konnte nur noch auf belgische Conference zugegriffen werden. Die Früchte interessierten aber kaum noch, da ihre Güte zu wünschen übrig ließ. Insgesamt wurde die Bereitstellung meist auf den Bedarf abgestimmt, sodass es hinsichtlich der Notierungen zu keinen wesentlichen Veränderungen kam.

Tafeltrauben
Chile und Südafrika prägten das Geschäft, welches Indien abrundete. Die Verfügbarkeit schränkte sich zwar leicht ein, sie reichte aber aus, um die Nachfrage zu decken. Die Qualität der Chargen überzeugte weitgehend. Helle kernlose Partien befanden sich im Mittelpunkt des Handels. Für gewöhnlich bewegten sich die Kurse nur minimal. In Berlin verteuerten sich fast alle Offerten mengeninduziert. In Frankfurt setzte man die Forderungen für großbeerige und ansprechend ausgefärbte Produkte herauf. Hier komplettierten am Freitag chilenische Moscatel Rosada zu 17,50 bis 19,- € je 4,5-kg-Karton das Angebot.

Kiwis
Mit der Ankunft erster neuseeländischer und chilenischer Offerten wurden die Forderungen für die dominierenden italienischen Zufuhren gesenkt. Auch ergänzende französische und griechische Abladungen vergünstigten sich etwas. Anlieferungen aus Neuseeland schlug man in Hamburg sowohl gelegt zu 16,- bis 17,- € je 5,4-kg-Verpackung als auch lose zu 23,- € je 10-kg-Karton um. Das Sortiment bereichernde chilenische Gold-Kiwi, die sukzessive in Erscheinung traten, wurden in Frankfurt in 3,3-kg-Kartons zu ca. 16,- bis 18,- € veräußert. Lediglich in Berlin hob man die Preise für italienische Früchte an, da die Versorgung nicht genügte, um den Bedarf vollends zu befriedigen.

Zitronen
Die Präsenz neuerntiger spanischer Verna wuchs an, allerdings nicht so stark, dass die Nachfrage komplett gedeckt werden konnte. Je nach Marke wurden zwischen 17,- und 24,- € je 15-kg-Kiste gefordert. Primofiori aus Spanien verloren kontinuierlich an Bedeutung. Beginnende Austrockung und Schalenfehler beeinträchtigten die Unterbringungsmöglichkeiten, sodass sich die Kursspanne nach unten hin ausdehnte.

Bananen
Bei einer auf das freundliche Interesse abgestimmten Bereitstellung veränderten sich die Notierungen nur minimal. Lediglich in Frankfurt verbilligten sich manche Zweit- und Drittmarken zum Wochenende hin ein wenig.

Blumenkohl
Frankreich dominierte deutlich vor Deutschland und Italien. In Frankfurt gab es zu Wochenbeginn zudem belgische Partien. Die deutsche Saison kam langsam in Schwung, was man an den angewachsenen Anlieferungen erkennen konnte. Qualitativ überzeugten die Köpfe allerdings nicht vollends. Da sie auch noch wesentlich teurer als die französischen Offerten waren, hielt sich die Nachfrage sehr in Grenzen. Summa summarum konnten die bisherigen Forderungen aufgrund einer kräftig ausgedehnten Versorgung nicht aufrecht erhalten werden.

Salat
Bei Eissalat begann die inländische Kampagne: Erste Mengen trafen auf fast allen Märkten ein. Durch die entstandene Konkurrenzsituation und verstärkter Zufuhren musste man die Bewertungen für die spanischen Chargen zurücknehmen. Auch bei Kopfsalat intensivierten sich die einheimischen und belgischen Abladungen erheblich, sodass auch hier die Notierungen oftmals abbröckelten. Hinzu kam mancherorts eine schwache Güte, die sich in unsauberen Blättern äußerte. Bei Bunten Salaten waren die Händler ebenfalls zu Vergünstigungen gezwungen, da die Verfügbarkeit die Unterbringungsmöglichkeiten merklich überragte. Bei Endivien naht das italienische Saisonende; Belgien ergänzte das Sortiment. Die Preise stiegen meist ein wenig an. Feldsalat stammte überwiegend aus belgischem Anbau; einheimische Produkte komplettierten. Aufgrund einer gedämpften Beachtung waren Verbilligungen allgegenwärtig.

Gurken
Die Präsenz einheimischer, niederländischer und belgischer Partien dehnte sich kräftig aus. In München traten sporadisch griechische Anlieferungen in Erscheinung. Das Interesse hielt mit der angewachsenen Versorgung nicht Schritt, sodass die bisherigen Forderungen nur selten bestätigt werden konnten. In Hamburg beeinträchtigten zudem Aktionen im LEH den Verkauf am Platz. Lediglich in Frankfurt kam es zu Wochenanfang zu leichten Verteuerungen, die sich bis zum Freitag etablierten. Die Kurse für Minigurken aus den Niederlanden, dem Inland und der Türkei verharrten auf stabilem Niveau.

Tomaten
Belgien und die Niederlande prägten das Geschäft, welches von Italien, Deutschland und Spanien abgerundet wurde. Französische und marokkanische Chargen komplettierten das Sortiment. Die Abladungen verstärkten sich erheblich und reichten aus, um die Nachfrage mit Leichtigkeit zu befriedigen. Mit moderatem Absenken der Forderungen versuchten die Händler, den Umschlag zu beschleunigen, was aber nicht überall gelang. Grade qualitativ schwächere Ware, wie sie beispielsweise in Frankfurt ab und an anzutreffen war, musste man billiger abgeben. In Köln konnte auf italienische Merinda und niederländische Honigtomaten zugegriffen werden, die sich preislich deutlich von der Konkurrenz absetzten und dennoch auf eine freundliche Beachtung stießen.

Gemüsepaprika
Die Niederlande bestimmten das Geschehen. Die Türkei belegte vor Belgien den zweiten Platz. Marokko, Spanien und Deutschland traten nur vereinzelt in Erscheinung. Die Verfügbarkeit dehnte sich etwas aus und genügte, um den Bedarf zu decken. Die Kurse der niederländischen Produkte schwankten zum Teil täglich, sie tendierten letztlich infolge eines zu geringen Zuspruchs mehrheitlich abwärts. Dies betraf insbesondere gelbe und grüne Offerten. Die türkischen Partien waren merklich günstiger als die niederländischen, was ihnen einen reibungslosen Verkauf einbrachte.

Spargel
Die einheimischen Anlieferungen dominierten und verstärkten sich immens. Die Nachfrage konnte kaum Schritt halten, weswegen die Notierungen zunächst abbröckelten. Gerade zu Wochenbeginn war der Zugriff recht gedämpft, sodass man Bestände kaum vermeiden konnte. Selbst Verbilligungen führten nicht zu einer Leerung der Läger. Das Interesse verbesserte sich erst zum Wochenende hin. Muttertag vor Augen, beschleunigte sich der Umschlag deutlich, sodass ab und an eine Räumung gelang. Verteuerungen konnten jedoch nur in den wenigsten Fällen durchgesetzt werden. Stangen der Klasse II wurden kaum beachtet. Die griechische Saison geht langsam zu Ende, was sich in eingeschränkten Abladungen äußerte. Die Niederlande, Polen und Marokko komplettierten. Bei Grünspargel gab es neben inländischen vorrangig spanische und griechische Chargen. Sinkende Bewertungen aufgrund einer zu umfangreichen Versorgung waren kaum zu umgehen. Italien und Ungarn ergänzten mit minimalen Importen.

Zwiebeln
Bei Gemüsezwiebeln prägte Spanien vor Chile das Geschehen. Neuerntige spanische Spring gewannen an Wichtigkeit. Die Kurse blieben bei einem auf die Unterbringungsmöglichkeiten abgestimmten Sortiment meist stabil. Lediglich in Berlin kletterten sie angebotsbedingt aufwärts. Bei Haushaltsware beherrschte Neuseeland in Köln, Hamburg und Frankfurt die Szenerie; Deutschland hatte in München und Berlin die Nase vorne. Die Niederlande beteiligten sich vor allem in Köln am Handel. Hinsichtlich der Preise waren keine wesentlichen Bewegungen auszumachen.


Weitere Informationen

Frankfurt
Bei Nektarinen dominierte Spanien. Am Montag trat lose italienische Ware in 9-kg-Kisten zu 23,- € in Erscheinung. Am Freitag trafen zudem gelegte Früchte in Kaliber B zu 3,50 € je kg ein. Am gefragtesten waren 28er-Aufmachungen. Kartons mit 30/32 Stück interessierten weniger und der Verkauf erfolgte zu reduzierten Forderungen. Als Alternative konnte auf türkische Pfirsiche und Nektarinen im 4-kg-Gebinde zu 15,- bis 16,- € zurückgegriffen werden. Erste Paraguayos aus Spanien in Größe C oder B gab es zur Wochenmitte. Das Importvolumen bei spanischen Aprikosen stieg rasant. Der 5-kg-Karton wurde je nach Varietät mit 18,- bis 32,- € bewertet. Am Freitag tauchten erstmals italienische Offerten zu 5,50 € je kg auf. Erste spanische Kirschen kosteten 28,- € je 2,5-kg-Karton. Der Bedarf an Wassermelonen verbesserte sich spürbar. Spanien vermarktete kernarme Sorten ab 1,10 € je kg. Der Absatz von Himbeeren und Brombeeren aus Spanien und den Niederlanden befriedigte. Auch niederländische rote Johannisbeeren aus der CA-Lagerung räumten flott, obwohl 3,30 bis 4,20 € je 125-g-Schale gezahlt werden mussten. Bei Pflaumen erfolgte die Umstellung von südafrikanischen zu südamerikanischen Partien. Deutscher Kohlrabi wurde zu 0,44 bis 0,60 € je Stück schnell umgeschlagen. Radieschen verbilligten sich auf 0,33 bis 0,46 € je Bund. Die hohen Erntemengen bei Rhabarber zogen Vergünstigungen nach sich. Mexikanische Pfifferlinge sollten stolze 45,- € je kg, südafrikanische Steinpilze 35,- € je kg einbringen.

Hamburg
Weiß- und gelbfleischige Pfirsiche und Nektarinen aus Marokko und Spanien standen hauptsächlich im kaum beachteten Kaliber B zur Verfügung. Mit ersten Chargen in den Größen A und AA sanken die Kurse. Vorläufer hartschaliger Paraguayos von der iberischen Halbinsel veranschlagten 5,- € je kg. Aprikosen gleicher Ankunft veräußerte man zu 4,50 bis 5,50 € je kg. Satsumas aus Uruguay notierten zu 14,- € je 10-kg-Karton mit 90 Stück. Deutscher Spitzkohl und Dill aus geschütztem Anbau wurden zu 1,- € je Stück bzw. 10,50 € je 3-kg-Steige untergebracht.

Köln
Erste Kirschen aus spanischem Anbau traten gegen Mitte der Woche in Erscheinung. Preisvorstellungen von 9,- bis 10,- € je kg hielten manchen Kunden noch von ergiebigen Einkäufen ab. Johannisbeeren kamen mittlerweile vermehrt aus Chile, während Heidelbeeren nun vorrangig aus Spanien stammten. Pfirsiche und Nektarinen wurden verstärkt und in größeren Kalibern vornehmlich aus Spanien zugeführt; sie generierten verbesserten Zuspruch. Auch spanische Aprikosen waren präsenter als zuvor. Bei Wassermelonen erfolgte sukzessive der Übergang zu europäischen Erzeugnissen. Kleinfrüchtige Zitrusfrüchte verloren nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ weiter an Bedeutung. Rhabarber aus rheinischem Anbau wurde überwiegend in der Spanne von 0,75 bis 0,95 € je kg veräußert. Buschbohnen aus nordafrikanischen Anbauregionen blieben mit 18,- bis 21,- € je 5 kg fest bewertet. Zucchini aus Spanien vergünstigten sich kontinuierlich. Alternativ standen Abladungen aus den Niederlanden und Belgien bereit. Niederländische Möhren, die am Platze vorrangig vermarktet wurden, verteuerten sich mengenbedingt. Einheimischer Rübstiel erfreute sich einem steten Zugriff.

München
Spanische Himbeeren und Kulturheidelbeeren trafen auf eine freundliche Nachfrage; hier machte sich besonders die Aufnahmefähigkeit des ambulanten Handels bemerkbar. Das Angebot an Aprikosen, Pfirsichen und Nektarinen aus Spanien wuchs an. Erste Süßkirschen waren ebenfalls verfügbar; aufgrund hoher Einstandsforderungen hielt sich die Beachtung jedoch noch in engen Grenzen. An Zitrusfrüchten interessierten nur noch Blutorangen und rotfleischige Grapefruits. Erster einheimischer Kohlrabi wurde offeriert.

Berlin
Erste spanische Aprikosen waren mit 5,50 bis 5,80 € je kg den meisten Kunden zu teuer. Auch geschmacklich überzeugten die Früchte nicht. Die Anlieferungen von Pfirsichen und Nektarinen aus Spanien konnten sukzessive gesteigert werden. Da aber die Unterbringungsmöglichkeiten hinter den Erwartungen zurückblieben, musste man die Bewertungen kontinuierlich nach unten korrigieren, um das Absatzgeschehen anzuregen. Dies gelang jedoch nicht immer, da die Produkte qualitative Mängel aufwiesen.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.


Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
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Veröffentlichungsdatum: 15.05.2015

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin