Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 18 / 15 - Obst - Gemüse - Südfrüchte

07. Mai 2015

Tafeltrauben: Südafrika dominierte unter anderem mit La Rochelle, Barlinka und Dauphine das Geschehen. Chile beteiligte sich hauptsächlich mit Thompson Seedless und Crimson Seedless am Geschäft. In Frankfurt wurden Princess zu 20,- € je 8,2-kg-Karton flott umgeschlagen. Indische Thompson Seedless bereicherten in Frankfurt und speziell in Hamburg das Sortiment. Die Zufuhren schränkten sich generell ein.

trauben

Die Nachfrage war nicht besonders stark ausgeprägt und wurde problemlos befriedigt. Großbeerige, helle und kernlose Früchte standen im Mittelpunkt des kontinuierlichen Interesses. Überzeugten Qualität und Geschmack, konnten die Forderungen der 17. KW bestätigt werden. Lediglich in München musste man südafrikanische und chilenische Partien billiger abgeben, um eine Räumung zu gewährleisten. Die ägyptische Saison startet demnächst, wovon sich so mancher Händler neuen Schwung für die Vermarktung erhofft.

Äpfel
Die europäischen Anlieferungen begrenzten sich; indes gewannen die Abladungen aus Übersee an Bedeutung. Die Präsenz von Royal Gala aus Neuseeland, Chile und Argentinien sowie neuseeländischen Cox Orange und chilenischen Elstar nahm stetig zu. Aus Südafrika traten inzwischen Granny Smith in Hamburg und Braeburn in Frankfurt und München in Erscheinung. Mit der angewachsenen Verfügbarkeit konnten sich die Kurse selten auf dem bisherigen Niveau halten; vor allem bei chilenischen Royal Gala musste man Vergünstigungen akzeptieren. Der Fokus der Kunden lag nach wie vor auf den einheimischen, italienischen und französischen Chargen. Deutsche Jonagold, Elstar und Braeburn, italienische Golden Delicious sowie französische Granny Smith sind vorrangig zu nennen. Die Versorgung genügte, um den Bedarf zu decken. Die Notierungen veränderten sich in der Regel bloß unwesentlich. Inländische und italienische Royal Gala verteuerten sich hier und da ein wenig.

Birnen
Südafrikanische Packham`s Triumph und Forelle sowie chilenische Abate Fetel bestimmten das Geschehen. Argentinische Williams Christ hatten in einem Sortiment mit zahlreichen Varietäten eine komplettierende Rolle inne. Abrundend stellte man südafrikanische Rosemarie, chilenische Flamingo und argentinische Anjou bereit. Aus Europa kamen Abate Fetel aus Italien, die mitunter qualitative Mängel aufwiesen und daher nur zögerlich nachgefragt wurden. Conference aus den Niederlanden und Belgien ergänzten die Warenpalette; ihre Bewertungen stiegen manchmal mengenbedingt an. Generell bewegten sich die Preise bei hinlänglich an den Unterbringungsmöglichkeiten orientierten Zufuhren in den gewohnten Spannen; in München tendierten sie mehrheitlich abwärts.

Erdbeeren
Italien dominierte vor Spanien, Deutschland, den Niederlanden und Belgien. In Köln, München und Berlin startete die Woche zäh; erst ab Mittwoch, den Feiertag vor Augen, griffen die Kunden beherzter zu. Folgerichtig erhöhten sich die Forderungen etwas. In Frankfurt gestaltete sich der Verkauf anfangs positiv; die Kurse für spanische Produkte kletterten nach oben. Deutsche Partien kosteten ca. 2,50 bis 3,- €, niederländische 2,10 bis 2,40 € je 500-g-Schale. In der weiteren Entwicklung konnten hier angepeilte Verteuerungen kaum durchgesetzt werden. Am Mittwoch suchten zudem spanische Chargen als Rückläufer aus dem LEH Abnehmer, was für bröckelnde Notierungen sorgte. Am Donnerstag wiederum beschleunigte sich der Umschlag der exklusiven inländischen Abladungen, was aber keine gravierenden Auswirkungen für die Aufrufe hatte. In Hamburg belasteten spanische Früchte mit nachlassender Kondition den Handel. Es mussten daher Verbilligungen gewährt werden. Auch die Offerten der Konkurrenz aus den anderen Ländern vergünstigten sich.

Kiwis
Italienische Importe prägten vor ergänzenden französischen und griechischen die Vermarktung. Bei einem auf die Unterbringungsmöglichkeiten abgestimmten Angebot veränderten sich die Preise oftmals nicht wesentlich. Nur in Frankfurt sanken sie für französische Anlieferungen. In München wurden die Bewertungen reduziert: Man wollte so Bestände abbauen und Platz in den Lägern schaffen, bevor erste, in den nächsten Wochen zu erwartende neuseeländische Zufuhren eintreffen.

Zitronen
Es gab ausschließlich spanische Früchte: Alterntige Primofiori waren auf sämtlichen, neuere Verna bloß auf einigen Märkten zu finden. Die Versorgung orientierte sich am Bedarf, sodass es hinsichtlich der Notierungen sehr selten zu Bewegungen kam. Lediglich in Berlin, wo sich die Verfügbarkeit etwas einschränkte, zogen sie leicht an.

Bananen
Die Konkurrenz durch das Sommerobst machte sich zusehends bemerkbar. Das Interesse begann allmählich zu ermüden. Die Händler hatten die Zuflüsse aus den Reifereien meistens in entsprechender Weise reglementiert, sodass nicht zu viel Ware vorrätig gehalten wurde. Daher konnten sie die Bewertungen für gewöhnlich auf ihrem bisherigen Niveau belassen. Einzig in Berlin dehnten sich die Zufuhren aus. Da parallel dazu auch die Abnahme stieg, waren ohne Weiteres stabile Preise möglich.

Blumenkohl
Nach wie vor beherrschten französische Abladungen den Markt. Trotz der relativ kühlen Witterung zeigte sich die Nachfrage von ihrer ruhigen Seite. Die Notierungen verharrten überwiegend auf konstantem Level. In Hamburg tendierten sie infolge einer lebhaften Unterbringung offensichtlich nach oben. Italien komplettierte in abschwächendem Maß die Produktpalette mit 6er-Abpackungen. Belgien startete am Mittwoch mit geringen Mengen. Premiere feierten erste Anlieferungen aus Deutschland, die aus der Aussaat vom Juli letzten Jahres stammten. Die marginalen Partien generierten kein flottes Geschäft. 6er- und 8er-Steigen kosteten zwischen 7,50 und 9,- €.

Salat
Bei Eissalat, der ausschließlich aus Spanien zufloss, ließ zum einen die Kondition nach, zum anderen wuchs die Verfügbarkeit merklich an. Beide Faktoren drängten die Kurse nach unten ab. Lediglich hervorragende Offerten blieben davon verschont. Auch bei Kopfsalat expandierten die Zufuhren: Preisbrecher war hier jedoch eher der Belgische; der Inländische und knappe Italienische mussten sich daraufhin anpassen. Bunte Salate verbilligten sich aufgrund ähnlich ausgedehnter Bereitstellung insbesondere aus regionalen Herkünften. Belgische Erzeugnisse ergänzten und italienische rundeten sporadisch den Handel ab. Deutscher Romanasalat konnte nur zu maximal 8,- € je 12er-Steige platziert werden, da er sehr klein ausfiel. Feldsalat kam fast alleinig aus Belgien.

Gurken
Bei Schlangengurken gewannen die inländischen Partien fortlaufend an Bedeutung und vergrößerten so die Distanz zu den niederländischen Importen. Zudem trafen belgische Chargen ein. Die Produktpalette hatte sich hinsichtlich Stückzahlen und Aufmachungsarten vielfältig aufgefächert. Die Versorgung stimmte häufig mit den Unterbringungsmöglichkeiten überein, sodass die Notierungen oft auf stabilem Niveau verharrten. Gerade zum Wochenende hin tendierten sie aber in Frankfurt und in Hamburg wegen verstärkten Zugriffs nach oben. In München hatte sich ein Mengendruck aufgebaut, der letztendlich leichte Vergünstigungen verursachte. Minigurken wurden kontinuierlich relativ teuer angeboten. Dies wirkte sich negativ auf das Geschäft aus.

Tomaten
Aus dem Süden Europas kamen merklich begrenztere Lieferungen auf den Markt, dafür stieg die Präsenz mitteleuropäischer Früchte zusehends an. Die Relevanz deutscher Erzeugnisse intensivierte sich allmählich. Infolge der angewachsenen Ernte hatte man die Forderungen bei Rispentomaten aus den Niederlanden und Belgien zuweilen reduziert, sodass sie schon ab 6,- € je 5 kg geordert werden konnten. Für lose, meist dosierter zugeführte Ware mussten die Kunden gelegentlich etwas mehr aufwenden. Bei Fleischtomaten wurden die Bewertungen für gewöhnlich angehoben, da sie überwiegend eingeschränkt ins Sortiment gelangten. Generell verbreiterte sich die Preisspanne markenbedingt und qualitätsorientiert. Die Nachfrage gestaltete sich in Anbetracht der kühlen Temperaturen verhaltener als man erwartete.

Gemüsepaprika
Nachdem sich Spanien fast völlig aus dem Geschäft verabschiedet hatte, verschärfte sich die problematische Situation. Die niederländischen Importe trafen in äußerst knappem Umfang ein, reichten bei weitem nicht aus, um den Bedarf zu decken. Die Kurse schnellten spätestens ab der Wochenmitte rasant in die Höhe, explodierten geradezu. Rote und gelbe Varietäten waren diesbezüglich die Spitzenreiter. Aufgrund der enormen Einstände verminderte sich das Interesse deutlich. Türkische und marokkanische Abladungen bildeten da eine Ausnahme. In der Regel waren sie genügend oder sehr üppig verfügbar. Daher neigten sie gemeinhin zu Vergünstigungen.

Spargel
Die Bereitstellung aus dem Inland expandierte beträchtlich. Witterungsbedingt bewegte sich die Nachfrage in engen Grenzen. Zu Beginn sanken überwiegend die Notierungen für nicht so beliebte Sortierungen, bald darauf die für die übrigen Chargen. Trotzdem kam der Verkauf nicht richtig in Schwung. Es bauten sich Überhänge auf, die die Bewertungen immer mehr nach unten drängten. Fernab von einer Räumung verbesserte sich zum Donnerstag hin der Zugriff. Nach einer kurzen Euphorie blieben die Händler vielfach auf ihren Anlieferungen sitzen. Die Zuflüsse aus Griechenland hatten sich zwar merklich verschmälert, doch auch sie konnten nicht zeitnah untergebracht werden. Die Forderungen wurden reduziert. Ergänzungen aus den Niederlanden, Ungarn und Polen erging es meistens ähnlich. Selbst überschaubar vorrätige grüne Kultivare verzeichneten für gewöhnlich offensichtliche Preisabfälle.

Zwiebeln
Bei der Haushaltsware schränkten sich die Mengen der einheimischen Produkte allmählich ein, gleichwohl sie ihre Dominanz nicht verloren. Die Kurse verharrten auf einem stabilen Niveau. Die Importe aus Übersee wuchsen hingegen sukzessive an, was in diesem Sektor Vergünstigungen bewirkte. Da die Kondition roter Zwiebeln aus Europa nachließ, bot man Alternativen aus Neuseeland in 10-kg-Säcken an, die teilweise 13,- € kosteten. Weiße Zwiebeln stammten aus Mexiko. Die Einstände spanischer Gemüsezwiebeln verringerten sich manchmal, was selten an die Kunden weitergegeben wurde. Neben alterntigen Erzeugnissen traten erstmals neue Spring auf. In Hamburg basierten Verteuerungen auf der ansprechenden Qualität der Offerten. Für chilenische Partien brauchte man aufgrund ausgedehnter Verfügbarkeit weniger zu bezahlen als bisher.


Weitere Informationen

Frankfurt
Zum Abschluss der europäischen Zitrussaison trafen aus Zypern nochmals Mandora in 10-kg-Kartons ein. Am Donnerstag eröffnete Uruguay mit Clementinen in 1x die Kampagne. Ab Mittwoch konnten zu 1,20 bis 1,30 € je kg marokkanische Wassermelonen in Großkisten geordert werden. Sehr schnell aufgenommen wurden gelbe Pfirsiche und Nektarinen aus der Türkei in Kartons mit 10x500 g zu ca. 2,20 € je Schale. Das spanische Liefervolumen erhöhte sich markttäglich. Zu 19,- € je 5-kg-Holzsteige starteten spanische Aprikosen. Ersten deutschen Kohlrabi platzierte man am Montag zu 14,50 € je 23er, im Verlauf der Woche dann zu 12,50 €. Die Niederlande stellten neben den in Mehrwegkisten verpackten Lauch auch 5-kg-Netze zur Disposition. Die 10-kg-Chargen aus Belgien bestimmten indes das Geschehen. Der Bedarf an losen Möhren wurde verstärkt durch neue Ernte aus Italien und Spanien gedeckt. Die Preise von Lagerware aus Deutschland, Belgien u. den Niederlanden zog bis auf 0,83 € je kg an. Runde Zucchini aus Spanien und Belgien in den Farben grün und gelb fanden zu 9,- € je 4-kg-Kiste eine freundliche Beachtung, hauptsächlich umgeschlagen wurden aber grüne längliche aus Spanien und Italien.

Hamburg
Der Qualitätsunterschied bei Blondorangen aus Spanien gegenüber Vorräten aus Marokko und Ägypten mit Haltbarkeitsproblemen spiegelte sich in den Kursen wider. Gelbfleischige Pfirsiche und Nektarinen aus Marokko und Spanien in Kaliber B begannen zu 18,- bis 19,- € je 4-kg-Steige die Saison. Aufgrund des harten Fruchtfleisches generierten sie kaum Interesse. Granatäpfel aus Peru kosteten 12,- € je 3,8-kg-Packstück. Für spanische Wassermelonen zahlte man 1,30 € je kg und für Galiamelonen 7,50 € je 5-kg-Kollo. Kleinfallender einheimischer Kohlrabi wurde zu 0,50 € je Stück veräußert. Zu reichlich verfügbare Erbsen aus Italien vergünstigten sich.

Köln
Neu im Angebot waren zum Donnerstag einige Partien an spanischen Bundmöhren sowie Zucchini aus niederländischem Anbau.

München
Neben spanischen Wassermelonen gab es aus dem Mittelmeerraum erste marokkanische Sendungen. Bei spanischen Himbeeren mussten die Forderungen mengenbedingt gesenkt werden; die Preisschere öffnete sich güte- und markeninduziert. Das Sortiment an Steinobst erweiterte sich um spanische und marokkanische, bereits großfallende, gelbfleischige Pfirsiche, jedoch verhinderte der hohe Einstand eine reibungslose Aufnahme. Orangen wurden infolge eines nachlassenden Bedarfs vorsichtiger disponiert. Für spanische Navelate und Salustiana gestaltete sich die Leerung der Läger schwierig; bei italienischer Saftware von Tarocco war es dagegen etwas leichter. Auch für Kleinfruchtige Zitrusfrüchte verlief der Handel zäh. Aufgrund eines schleppenden Absatzes bewegten sich die Notierungen für Rhabarber abwärts. Inländischer Spinat war verstärkt verfügbar; italienischer wurde nicht mehr nachgeliefert. Italienische Zuckererbsen verbilligten sich. Radieschen kamen überwiegend aus Süddeutschland. Stangenbohnen wurden aus Italien zugeführt. Neu am Platz war Pfälzer Chinakohl.

Berlin
Die Abladungen an inländischem Rhabarber dehnten sich sukzessive aus. Die Offerten kosteten ca. 1,20 bis 1,30 € je kg. Die Präsenz von spanischem Steinobst wuchs an. Für Kaliber B von Pfirsichen mussten 3,90 € je kg und für Nektarinen 4,30 € je kg gezahlt werden. Das Interesse hielt sich in Grenzen, da die Partien geschmacklich nicht überzeugen konnten.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.


Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE
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Veröffentlichungsdatum: 07.05.2015

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin