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Logistikmarkt Deutschland: Flächenumsatz auf Vorjahresniveau

07. Mai 2015

Im ersten Quartal 2015 beläuft sich der bundesweite Flächenumsatz der Logistik- und Lagerflächenmärkte auf gut 1,08 Mio. m² und liegt damit nahezu exakt auf dem Niveau des Vorjahresergebnisses. Der langjährige Durchschnitt kann mit diesem Resultat um knapp 3 % übertroffen werden. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE), bundesweit führender Immobilienberater.

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„Damit wurden bereits im fünften Jahr in Folge schon in den ersten drei Monaten des Jahres mehr als 1 Mio. m² Logistik- und Lagerfläche umgesetzt. Rückläufig entwickelt hat sich die Beteiligung der Eigennutzer, die aktuell rund 40 % zum Resultat beitragen, was absolut betrachtet einem Rückgang um circa 26 % entspricht“, erklärt Hans-Jürgen Hoffmann, Head of Industrial Services & Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH. Erheblich zugelegt hat dagegen der reine Vermietungsumsatz (+32 %), der sich auf 654.000 m² addiert.

Etwas gesunken ist der Neubauanteil am Gesamtumsatz, der mit knapp 55 % aber immer noch mehr als die Hälfte ausmacht. Im ersten Quartal der beiden Vorjahre lag er dagegen noch jeweils deutlich jenseits der 60 %. Verantwortlich für den Rückgang ist einerseits der geringere Umsatz von Eigennutzern, da diese sich häufig neue, maßgeschneiderte Objekte errichten. Andererseits zeigt sich aber auch, dass nach wie vor nur ein begrenztes Angebot an Neubauflächen für den Vermietungsmarkt vorhanden ist und Nutzer teilweise auf Bestandsobjekte ausweichen müssen.

Bezogen auf die Branchenverteilung ist das Bild im ersten Quartal relativ ausgeglichen, wodurch auch die breite und stabile Nachfragebasis unterstrichen wird. Das positive gesamtwirtschaftliche Umfeld scheint demzufolge auf alle Wirtschaftsbereiche auszustrahlen und zusätzliche Flächenbedarfe zu generieren. An die Spitze gesetzt haben sich wie im Vorjahreszeitraum die Logistikdienstleister, die 40 % zum Gesamtumsatz beitragen; im ersten Quartal 2014 betrug ihr Anteil noch 44,5 %. 

Den zweiten Platz gehalten haben Handelsunternehmen, die aktuell auf 30,5 % kommen. Gerade diese Branche sollte vom prognostizierten Konsumwachstum, dem gesunden Arbeitsmarkt und der immer noch dynamischen Entwicklung des E-Commerce profitieren und im weiteren Jahresverlauf eine tragende Säule der Nachfrage darstellen. 

Vervollständigt wird das Führungstrio von Produktionsunternehmen, die für knapp 26 % des Flächenumsatzes verantwortlich zeichnen und damit nur knapp hinter den Handelsunternehmen zurückbleiben. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum haben sie damit rund 8 Prozentpunkte gewonnen. In diesem Marktsegment bleibt abzuwarten, ob der starke Dollarkurs das Exportgeschäft signifikant beflügeln, und so zu zusätzlichem Flächenbedarf beitragen wird. Alle übrigen Branchengruppen kommen zusammen lediglich auf knapp 4 %. 

Vereinzelt leicht gestiegene Mieten

In den letzten zwölf Monaten sind die Mietpreisniveaus überwiegend stabil geblieben. Lediglich an einigen Standorten konnten leichte Steigerungen der Spitzen- und Durchschnittsmieten beobachtet werden. Hierzu gehören unter anderem Düsseldorf, Frankfurt, München, das Ruhrgebiet sowie einige süddeutsche Logistikstandorte, wie beispielsweise Ulm oder Stuttgart. Teuerster Standort in Deutschland bleibt die bayerische Landeshauptstadt mit einer Top-Miete von 6,50 €/m². Auf den weiteren Plätzen folgen Stuttgart mit 6,40 €/m², Frankfurt mit 6,30 €/m², Nürnberg mit 5,80 €/m², Hamburg mit 5,70 €/m², Düsseldorf mit 5,40 €/m² und Köln mit 5 €/m². Weniger als 5 €/m² sind beispielsweise in Berlin (4,70 €/m²) und Leipzig (4,35 €/m²) anzusetzen.

www.realestate.bnpparibas.de

 

Quelle: www.transportlogistic.de

Veröffentlichungsdatum: 07.05.2015

Schlagwörter

Logistikmarkt, Deutschland, Flächenumsatz, Vorjahresniveau